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Kurt Falk

Beiträge

Trautl Brandstaller

Der unaufhaltsame Aufstieg des Kurt Falk

August
1970

Die demokratische Republik Österreich ist das Land der Pressefreiheit und der Pressebeschlagnahmen. Daher erscheint der nachfolgende Artikel in einem Sonderheft unserer Zeitschrift. Er ist das Ergebnis mühsamer Recherchen bei rund zwei Dutzend Personen, die’s wissen müssen. In diesem Sinn ist er (...)

Waschzettel unserer Pressekonferenz

Oktober
1970

Ort und Zeit: Presseclub Concordia, Wien, 1.10.1970. Zweck: Wir wollen uns wehren gegen den Versuch, eine unbequeme Zeitschrift stillschweigend abzuwürgen. Kritik in Zeitungen darf nicht mit materieller Pression beantwortet werden. Das ist kein Problem des NF, sondern der Pressefreiheit. (...)

Gerhard Oberschlick

P.S: Pest & Cholera

Juli
1992

In der bekannten Mediensituation war mir Hoffnungslosem Kurt Falk eine gewisse Hoffnung. Sie beruhte darauf, daß die »Krone« in ihrer Grauslichkeit für Falk, der sie überbieten mußte, unüberbietbar bleibt — er hätte, so verspekulierte ich mich, ein anständiges Kontrastprogramm zu Dichand probieren (...)

Robert Schlesinger

»Täglich alles« ist noch schlimmer!

Der österreichische Boulevard zwischen Desinformation und Indoktrination
Juli
1992

Wer täglich österreichische Zeitungen liest und sich dennoch ein gewisses Maß an Optimismus bewahrt hat, der mag es auch zuwege bringen, von der Einführung einer neuen, bunten Billig-Gazette etwas zu erhoffen: vielleicht weniger, daß er selbst um drei Schilling „täglich Alles“ erführe, als daß der (...)

Kurt Falk bei Wikipedia

Kurt Falk (* 23. November 1933 in Wien; † 15. November 2005) war ein österreichischer Medienunternehmer. Er war Eigentümer und Herausgeber der größten österreichischen Wochenzeitung Die ganze Woche.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Gymnasium arbeitete Kurt Falk als Buchhalter und wurde Finanz-Chef bei Persil. 1959 war er als Vertrauter Franz Olahs Mitbegründer der Tageszeitung Neue Kronen Zeitung und war an deren wirtschaftlichen Erfolg wesentlich beteiligt.

Falk gilt als der Erfinder der Sonntagsstandln, die heute in ganz Österreich verwendet werden. Dabei handelt es sich um an Straßenlaternen oder Verkehrsschildern angebrachte Plastiksäcke, aus denen die Wochenendausgaben der Tageszeitung entnommen werden können. Die Entnahme ist mit einer Zahlungsverpflichtung verbunden. Mit Gewinnspielen, bei denen etwa ein Haus zu gewinnen ist, führte Falk ein weiteres Novum in der österreichischen Medienlandschaft ein.

Als Falk 1974 anstrebte, Hans Dichand als Chefredakteur abzulösen, kam es zum Streit – und in der Folge zum endgültigen Zerwürfnis – zwischen den beiden Krone-Teilhabern. Falk legte daraufhin seine Funktion als Geschäftsführer zurück.

1978 kaufte er die Spielzeugfirma Matador, gab diese aber 1987 wieder ab.

1985 gründete Falk die Wochenzeitschrift Die ganze Woche. Erst 1987 konnte Dichand Falk aus der Krone auszahlen, die deutsche WAZ-Gruppe übernahm dessen Anteile von 50 Prozent für rund 2,2 Milliarden Schilling. Mit diesem Vermögen gründete Falk 1992 die Boulevardzeitung täglich Alles. Im Jahr 2000 wurde die Printausgabe der Zeitung jedoch trotz immenser Auflage eingestellt, für mehrere Monate erschien täglich Alles noch im Internet.

Ein Jahr später übergab Falk die Ganze Woche an seine Söhne Samuel und Noah. 2002 startete Kurt Falk das Kochmagazin Feinspitz, das wenig erfolgreiche Heft wurde jedoch bald zu einem Teil der Ganzen Woche.

Kurt Falk starb am 15. November 2005 im 72. Lebensjahr an den Folgen einer Krebserkrankung. Er wurde am Hernalser Friedhof bestattet.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurt Falk in der Verstorbenensuche bei friedhoefewien.at

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