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Klaus Pierwoß

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Jürgen Hofmann • Klaus Pierwoß

Wien bleibt Wien

Dezember
1970

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Klaus Pierwoß (* 29. August 1942 in Berge; † 5. Juni 2022[1] in Berlin) war ein deutscher Dramaturg und Intendant, u. a. am Bremer Theater.

Pierwoß wurde als Sohn eines Inspektors und einer Sekretärin geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Meppen. Nach dem Abitur studierte er ab 1962 an den Universitäten in Köln, Berlin und Wien Theaterwissenschaft und Germanistik. 1970 promovierte er bei Heinz Kindermann über den Bühnenbildner Emil Pirchan.

Im Anschluss nahm Pierwoß 1971 ein Engagement als Dramaturg am Landestheater Tübingen an. 1975 wechselte er als Dramaturg an das Nationaltheater Mannheim. Drei Jahre später kehrte er nach Tübingen zurück und folgte Manfred Beilharz im Amt des Intendanten des Landestheaters. 1985 übernahm er als Nachfolger von Jürgen Flimm die Leitung des Kölner Schauspielhauses. Pierwoß war 1989 der erste Intendant, der den ostdeutschen Regisseur Frank Castorf mit einer Inszenierung des Hamlet an ein westdeutsches Theater holte.

1990 verließ er Köln und ging als Chefdramaturg nach Berlin ans Maxim-Gorki-Theater.[2] 1994 wurde er Generalintendant des Bremer Theaters, das er bis Sommer 2007 leitete. Ihm gelang es, das Haus neu zu ordnen und als überregional bedeutende Spielstätte zu profilieren. Er schärfte als Verfechter des Mehrsparten-Theaters das Profil des Bremer Theaters, sodass es überregional von Kulturmagazinen als eines der „erfolgreichsten Stadttheater“ eingestuft wurde. 2007 wurde das Bremer Theater zum „Opernhaus des Jahres“ gewählt.[3] Die Zeit würdigte ihn als „Theatermann der Schwergewichtsklasse“.[4]

Für sein „weit über das übliche Maß hinausgehende Engagement“ wurde Pierwoß im Juni 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

2009 wurde Klaus Pierwoß zum Präsidenten der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste gewählt. Noch im selben Jahr trat er wegen Meinungsverschiedenheiten zurück.

Als Herausgeber

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Einzelnachweise

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  1. Dirk Böhling: Ehemaliger Bremer Theater-Intendant Pierwoß gestorben. In: buten un binnen, 6. Juni 2022, abgerufen am 6. Juni 2022.
  2. Andreas Rossmann: Nachruf auf Klaus Pierwoß: Der Mann im Ring. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 20. Juni 2022]).
  3. Komische Oper Berlin ist zusammen mit dem Theater Bremen ›Opernhaus des Jahres‹. In: theaterkompass.de, 28. September 2007, abgerufen am 6. Juni 2022.
  4. Claus Spahn: Sieger nach 13 Runden. In: Die Zeit. 9. August 2007, archiviert vom Original am 5. Januar 2018;.

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