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Heinz Politzer

Dr. Heinz Politzer, 1910 in Wien geboren, Lyriker, Essayist und Mitherausgeber eines Kafka-Auswahlbandes im Schocken-Verlag, lebt seit 1948 als Professor für deutsche Literatur in den Vereinigten Staaten.

Beiträge

Heinz Politzer

Der Humanist Martin Buber

Juni
1967

Heinz Politzer

Kafka in der alten Heimat

Zweiter Teil der Dokumentation in FORVM VII/135
April
1965

Heinz Politzer

Wer hat Angst vor dem bösen Franz?

Kafka hinter dem eisernen Vorhang
März
1965

Heinz Politzers Buch „Franz Kafka: Parabel und Paradox“, über dessen erfolgreiche englische Ausgabe wir berichtet haben und aus dem im FORVM (IX/106 und 107) ein Kapitel vorabgedruckt war, erscheint demnächst deutsch bei S. Fischer. Der Aufsatz „Wer hat Angst vor dem bösen Franz?“ wird in diesem (...)

Heinz Politzer

Hamlet‚ der Rezensent

Zu Ludwig Börnes Shakespeare-Deutung
April
1964

Heinz Politzer

Kafka im „Bau“ (II)

November
1962

Heinz Politzer

Kafka im „Bau“

Oktober
1962

Heinz Politzer

Diagnose und Dichtung (II)

Juni
1962

In der zehnten und letzten „Reigen“-Episode überlegt der Graf, ob er die Dirne, mit der er gegangen ist, auch wirklich umarmt hat: „Und was ist denn passiert? ... Also nichts ... Oder ist was? ... Meiner Seel ... seit ... also seit zehn Jahren ist mir so was nicht vorgekommen, daß ich nicht weiß (...)

Heinz Politzer

Diagnose und Dichtung

Mai
1962

Vor vierzig Jahren, am 15. Mai 1922, erhielt Arthur Schnitzler einen Glückwunschbrief zu seinem sechzigsten Geburtstag. Der Gratulant grüßte Schnitzler mit uneingeschränkter Zustimmung als einen „psychologischen Tiefenforscher, so ehrlich unparteiisch und unerschrocken wie nur je einer war“. Und (...)

Heinz Politzer

Wie episch ist Brechts episches Theater?

Juli
1961

Heinz Politzer

Alt-Wiener Theaterlieder (II)

Januar
1961

Heinz Politzer

Alt-Wiener Theaterlieder

Dezember
1960

Heinz Politzer, der in diesem Monat 50 Jahre alt wird, gehört zu jener „mittleren“ Generation, deren Vertreter in der österreichischen Literatur sehr spärlich gesät sind und von Anfang an sehr hart um ihre literarische Geltung zu kämpfen hatten: teils weil sie noch im Schatten der Großen, der Broch (...)

Heinz Politzer

Kafka mit der roten Nelke

Juli
1959

Heinz Politzer

Von der Leuchtkraft des schwarzen Humors

Februar
1959

Heinz Politzer

Das Paradoxe in der Parabel

untersucht am Beispiel von Lessings Ring-Erzählung
Dezember
1958

Heinz Politzer

Die Verwandlung des armen Spielmanns

Ein Grillparzer-Motiv bei Franz Kafka
Oktober
1958

Heinz Politzer

Hofmannsthals Vorspiel zu Brecht

(„Das Theater des Neuen“, Lustspiele IV, S. Fischer Verlag, 1956)
September
1957

Heinz Politzer

Hofmannsthal und die Oper

August
1955

Heinz Politzer

Gottesfinsternis

Juni
1954

Heinz Politzer bei Wikipedia

Heinz Politzer (geboren am 31. Dezember 1910 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben am 31. Juli 1978 in Berkeley/Cal.) war ein österreichisch-US-amerikanischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler.

Heinz Politzer studierte in Wien und Prag Germanistik und Anglistik. 1938 emigrierte er nach Palästina (ab 1941 in Jerusalem). Ab 1947 lebte er in den USA, deren Staatsbürgerschaft er 1952 annahm. Dort war Politzer zunächst Professor am Oberlin College in Ohio (1952–1960), zwischen 1960 und 1978 dann Professor für deutsche Sprache und Literatur an der University of California, Berkeley.[1]

Als Schriftsteller schuf er Gedichte, Erzählungen, Romane und Kritisches. Als Literaturwissenschaftler wies er sich als Experte zu Franz Kafka aus. Nachdem Politzer schon in Deutschland begonnen hatte, an der Herausgabe von Kafkas Gesamtwerk (Sämtliche Werke) durch Max Brod im Schocken Verlag Berlin mitzuwirken (1935, Band I: Erzählungen und kleine Prosa), machte er Kafka später in den Vereinigten Staaten bekannt, besorgte die Herausgabe der ersten kompletten Ausgabe von Kafkas Werken in den USA, wobei er weiterhin in enger Verbindung zu Max Brod stand.

Unter den ihm zuteil gewordenen Ehrungen findet sich die Einladung, die festliche Eröffnungsrede Musikerlöste Dämonie zu den Salzburger Festspielen 1976 zu halten. 1974 wurde ihm der Preis der Stadt Wien für Geisteswissenschaften verliehen.

Heinz Politzer ruht in einem Urnenwandgrab auf dem Petersfriedhof in Salzburg. Zum Zeitpunkt seines Todes hinterließ er seine Frau Jane Hinman Horner Politzer und vier gemeinsame Söhne: Mike, Dave, Steve und Eric.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • als Hrsg. (aus den Schriften Kafkas zusammengestellt): Franz Kafka: Vor dem Gesetz. Schocken Verlag, Berlin 1934 (= Bücherei des Schocken Verlags 19)
  • Fenster vor dem Firmament. Gedichte. 1937.
  • als Hrsg.: Die goldene Gasse. Jüdische Sagen und Legenden. Auswahl aus den Sippurim, neu gefaßt. Mit Bildern von Friedrich Feigl. Löwit, Wien/Jerusalem 1937.
  • Gedichte: Jerusalem. 1941.
  • Franz Kafka. 1962.
  • Heinrich von Kleists Würzburger Reise. In: CIBA Symposium. Band 13, Nr. 1, 1965, S. 21–27.
  • Franz Grillparzer oder Das abgründige Biedermeier. 1967.
  • Das Schweigen der Sirenen. 1968.
  • als Hrsg.: Johannes Urzidil: Morgen fahr’ ich heim. Böhmische Erzählungen.
  • Ödipus. 1974.
  • Freud und das Tragische. 2003.

Einzelnachweise

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  1. Der Kanon. Die deutsche Literatur. Essays. Insel Verlag, Frankfurt a. M./Leipzig 2006, ISBN 3-458-06830-9, S. 88. (Bd. 6, Begleitband Die Essays und ihre Autoren.)

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