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Egon Eis

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Egon Eis

Recht ist, was dem Richter nützt

Schauprozesse unter Stalin und Hitler
August
1965

„Die Taktik, ideologische Gegner nicht nur physisch zu vernichten, sondern in Schauprozessen auch moralisch zu verdammen‚ ist uralt“, schreibt Egon Eis im Vorwort zu seinem demnächst im Econ-Verlag, Düsseldorf und Wien, erscheinenden Buch „Illusion der Gerechtigkeit“. Eis, schon vor einigen Jahren (...)

Egon Eis bei Wikipedia

Egon Eis (geboren als Egon Eisler 6. Oktober 1910 in Wien, Österreich-Ungarn; gestorben 6. September 1994 in München) war ein österreichischer Autor von Kriminalromanen, Filmdrehbüchern und Bühnenstücken, der oftmals die Pseudonyme Trygve Larsen (speziell in den Edgar-Wallace-Filmen), Edgar Eis oder Albert Tanner benutzte.

Egon Eisler war ein Sohn des Bauunternehmers Armin Eisler und der Szerene Horowitz. Er besuchte in Wien das Wasagymnasium und ging danach nach Berlin. Er schrieb, oft in Zusammenarbeit mit seinem sieben Jahre älteren Bruder Otto, mehrere Kriminalromane (Die letzte Frau von London, 1931). Schon zu dieser Zeit war Eis auch an Filmdrehbüchern beteiligt.

Aufgrund der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 begab sich Eis aufgrund seiner jüdischen Abstammung[1] nach Wien zurück, wo er vorwiegend Theaterstücke verfasste wie Der lächerliche Sir Anthony und Gefängnis ohne Gitter. Sein bekanntestes Werk Wasser für Canitoga wurde in 56 Städten Europas und Lateinamerikas aufgeführt. Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte er nach Frankreich, 1940 ging er nach Marokko, 1941 nach Kuba und 1942 nach Mexiko. Dort lieferte er Drehbücher für mehrere Filme.

Seit 1953 lebte Eis wieder in Deutschland, wo er zunächst wenig bekannt blieb. Sein Bühnenstück Der Gipfel wurde 1957 von Heinz Hilpert am Deutschen Theater Göttingen uraufgeführt. Als die Rialto Film 1959 daranging, die Romane von Edgar Wallace zu verfilmen, wurde Eis auf Vorschlag von Franz Marischka mit der Adaption beauftragt, da er bereits 1931 bei der ersten Verfilmung von Der Zinker mitgewirkt hatte. Sein erstes Wallace-Drehbuch zum Film Der Frosch mit der Maske hielt sich einerseits eng an die Vorlage, versetzte aber andererseits die Handlung in die damalige Gegenwart. Eis zog sich von der Mitarbeit an den Edgar-Wallace-Filmen zurück, als sein Drehbuch für Das indische Tuch abgelehnt wurde und man immer mehr dazu überging, „nach Motiven von Edgar Wallace“ zu drehen.

  • Kay Weniger: ‘Es wird im Leben dir mehr genommen als gegeben …’. Lexikon der aus Deutschland und Österreich emigrierten Filmschaffenden 1933 bis 1945. Eine Gesamtübersicht. ACABUS-Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86282-049-8, S. 152 f.
  • Johanna W. Roden: Otto und Egon Eis, in: John M. Spalek, Konrad Feilchenfeldt, Sandra H. Hawrylchak (Hrsg.): Deutschsprachige Exilliteratur seit 1933. Band 3. USA : Teil 1. Bern : K. G. Saur, 2000, ISBN 3-908255-16-3, S. 98–108

Einzelnachweise

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  1. Bergfelder, Tim. International Adventures: German Popular Cinema and European Co-productions in the 1960s. Berghahn Books, 2005, Seite 145

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