Sozialismus
Es wäre in der Tat sehr angenehm, wenn eine wirklich wissenschaftliche sozialistische Zeitschrift erschiene. (Marx an Engels im Juli 1877)
Die Zeitschrift Sozialismus ist ein monatlich erscheinendes Forum für die Debatte der gewerkschaftlichen und politischen Linken in der Bundesrepublik Deutschland. Jedes zweite Heft enthält ein Supplement im Umfang von zwischen 32 und 56 Seiten mit aktuellen Interventionen, Hintergrundwissen oder Diskussionsbeiträgen zur marxistischen Theorie (auch übersetzte Beiträge von AutorInnen aus anderen Ländern), zur Geschichte der deutschen und internationalen Arbeiterbewegung etc.
Unsere Themen
- Aktuelle Berichterstattung über ökonomische und politische Ereignisse in der Bundesrepublik, der EU und darüber hinaus
- Durchleuchtung der sozialen Spaltungen
- Widerstand der gewerkschaftlichen und sozialen Bewegungen
- Berichte und Kommentare der Gewerkschaftslinken im Forum Gewerkschaften
- Internationale Entwicklungen (Krieg und Völkerrecht, BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China, Entwicklungsperspektiven in Lateinamerika und anderen Ländern der »Dritten Welt« etc.)
- Internationale Debatte um Analyse und Kritik der kapitalistischen Gesellschaftsformation, in Kooperation mit Autorinnen und Autoren sowie mit Zeitschriften aus anderen Ländern
- Theorie & Programm: Strategie von Sozialdemokratie und der LINKEN, Überakkumulation und Finanzmarktkrise, Globalisierung und Gouvernementalität
- Besprechung und Kritik einschlägiger Neuerscheinungen
- Ausblicke auf die Geschichte der Linken
Die Redaktion beteiligt sich an Tagungen, Kongressen und Workshops (in Kooperation mit WISSENTransfer, der Rosa-Luxemburg-Stiftung, Helle Panke u.a.) und organisiert Seminare zu politischer Bildungsarbeit.
Zur Geschichte
Die Zeitschrift erscheint – in unterschiedlichem Erscheinungsrhytmus – seit 1972. Motiv für die Herausgabe war der unbefriedigende Zustand der sozialistisch-kommunistischen Blätter zu Beginn der 1970er Jahre. Die zentrale These der Redaktion lautete (und dies gilt noch heute als Aufgabenstellung): Marxistische Zeitschriften müssen eine Plattform für kontroverse Diskussionen sein. Das richtete sich gegen die damals weit verbreitete Position, man müsse vor allem positive Beiträge veröffentlichen, da kritische oder gar selbstkritische Debattenbeiträge letztlich nur Verwirrung stiften würden. Dagegen setzten und setzen wir die Maxime von Karl Marx: »Rücksichtslosigkeit ist erste Bedingung aller Kritik«.
Es bleibt auch heute noch eine schwierige Gratwanderung, eine aktuelle und zugleich wissenschaftliche sozialistische Zeitschrift zu machen, die sich in kritischer Distanz zum etablierten Wissenschaftsbetrieb versteht, zugleich aber theoretisch fundiert und für Gewerkschafter und engagierte Sozialisten lesbar ist.
Eine Präsentation von Geschichte und Intention des Zeitschriftenprojektes auf der Linken Medienakademie [LiMA] im März 2010 kann als pdf-Datei heruntergeladen werden.
Neueste Beiträge
In zweiter Instanz wurde Marine Le Pen und ihre Entourage erneut wegen Betrug und Veruntreuung öffentlicher Gelder aus dem EU-Parlament verurteilt. Das Richterkollegium zog sich mit einem Kniff aus der Affäre (zur Entscheidung in der ersten Instanz hatte es eine rechtsbürgerliche Urteilsschelte (…)
Eine Krise wie diese rückt stets die Rolle der Führung in den Fokus, selbst dann, wenn ihre Präsenz nichts Wesentliches zur Lösung beitragen kann. Diese Lektion hat der Regierende Bürgermeister Wegner jetzt schmerzlich lernen müssen. Meist hilft schon die Symbolik, sich sofort vor Ort zu zeigen, (…)
Vertreter aus Washington und Teheran hatten sich Ende Juni auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen sollte. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Das Abkommen beinhaltete auch die Forderung nach (…)
Sie wurde für diese Einigung vielfach gelobt, ohne dass in der ersten Überraschung genauer hingeschaut wurde. Das Paket ist sicherlich kein Kahlschlag des Sozialstaates mit der Kettensäge. Es ist aber auch kein zukunftsweisendes Reformvorhaben. Die notwendigen strukturellen Änderungen bei der (…)
Gewerkschaften erscheinen darin nicht mehr als Randthema der Arbeitsmarktpolitik, sondern als eigenständiges politisches Konfliktfeld. Das überrascht zunächst. Über viele Jahre galt die AfD vor allem als Partei kulturpolitischer und migrationspolitischer Mobilisierung. Arbeits- und Sozialpolitik (…)
Aus dem gesamten Bundesgebiet reisten Antifaschist*innen an, um die Veranstaltung zu blockieren. Im Namen unterschiedlicher Bündnisse wie »widersetzen« oder »Zeit zu Handeln« blockierten am Samstag in den frühen Morgenstunden bis tief hinein in den Tag tausende Antifaschist*innen aus über 90 (…)
Im ganzen Land feierten die Amerikaner*innen den 250. Jahrestag der Unabhängigkeit. Ohne eine Rede des amtierenden Präsidenten Donald Trump hätte den Feierlichkeiten aktuelle die politische Würze gefehlt. Und Trump lieferte: Er stellte in seiner Ansprache zum 250. Geburtstag der USA das »Ich« – (…)
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verkündet jetzt auf dem Tiefpunkt des Unbehagens der Bürger*innen ein »Reformpaket«, das er schon zuvor als »großen Sprung nach vorn« ankündigte, mit dem insbesondere die lahmende deutsche Wirtschaft wieder flott gemacht werden soll. Auch die Koalitionspartner (…)
Neben einem Stellenabbau plant das Management Anpassungen in der Unternehmensstruktur. Die Kernmarke Volkswagen und die Komponententochter sollen aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften umgewandelt werden. Diese Pläne des Konzernvorstands stehen auf der Tagesordnung des (…)
Diese hat jetzt eigene Vorschläge vorgestellt. Auch nach Auffassung der DGB-Kommission muss die Alterssicherung reformiert werden. Entscheidend ist aber, dass diese Reformen gerecht und solidarisch sind. »Das Ziel der DGB-Rentenkommission ist, dass das Alterssicherungssystem den Lebensstandard (…)