Kritiknetz
Zeitschrift für Kritische Theorie der Gesellschaft. Wir setzen uns mit Themen wie Antisemitismus, Sozialarbeit, völkisches Denken und politische Ökonomie in der Tradition der Kritischen Theorie Horkheimers auseinander.
Neueste Beiträge
Zur Entwicklung der globalen strukturellen Krise der Akkumulationsbewegung des Kapitals
webmaster@kritiknetz.de (Robert Kurz), 15. Juli 2026
Mit Robert Kurz (1943–2012) dokumentiert Kritiknetz einen der bedeutendsten Vertreter der Wertkritik. Als die internationale Finanzkrise 2008 ausbrach, galt sie den meisten Ökonomen als Folge eines aus dem Ruder gelaufenen Finanzsektors. Kurz widersprach dieser Deutung entschieden. Für ihn war (…)
Noch einmal zu KI. Eine Marginalie zu Gotthard Günther
webmaster@kritiknetz.de (Bernd Ternes), 12. Juli 2026
Die eigentliche Revolution der Künstlichen Intelligenz ist nicht technischer; sondern sie hat auch philosophische Implikationen, die unseren Begriff des Menschen verändern werden. Seit ChatGPT und andere KI-Systeme in den Alltag eingedrungen sind, wird darüber gestritten, was Maschinen künftig (…)
Einspruch aus dem „Globalen Süden“
webmaster@kritiknetz.de (Monika Albrecht), 26. Mai 2026
Zu Meera Nandas Studie über den Lohn der postkolonialen Unvernunft Der folgende Text von Monika Albrecht rekonstruiert die Kritik der indischen Wissenschaftsphilosophin Meera Nanda am post- und dekolonialen Denken, die ein Einspruch aus dem sogenannten „Globalen Süden“ selbst ist. Im Zentrum des (…)
Vom Café Marx über das Grand Hotel Abgrund zur Villa Massimo am Starnberger See
webmaster@kritiknetz.de (Gerhard Schweppenhäuser), 19. Mai 2026
Der Essay von Gerhard Schweppenhäuser setzt bei der gegenwärtigen staatstragenden Erinnerungspolitik um Jürgen Habermas an und entfaltet von dort aus eine grundsätzliche ideengeschichtliche und theoretische Kritik seiner Stellung innerhalb der sogenannten Frankfurter Schule. Ausgangspunkt ist (…)
Postkoloniale Gegenaufklärung
webmaster@kritiknetz.de (Elias Hechinger), 10. Mai 2026
Klimawissenschaft, Kosmologie und die Provinzialisierung des Wissens Der Aufsatz „Epistemische Gewalt in der eurozentrischen Wissensproduktion“ von Julian Prugger und Michael Reder analysiert aus postkolonialer Perspektive die globale Klimade-batte am Beispiel des REDD+-Programms. Die Autoren (…)
Erinnerungspolitische Transformationen und koloniale Gewalt
webmaster@kritiknetz.de (Monika Albrecht), 3. Mai 2026
Von den Beobachtungen ausgehend, dass 'den' Deutschen zum einen bis heute die Vernachlässigung der Kolonialvergangenheit vorgeworfen wird und zum anderen in jüngster Zeit eine Schwerpunktverschiebung zu dem Thema koloniale Gewalt stattgefunden hat, werden in dem Beitrag erinnerungspolitische (…)
Free Iran - now!
webmaster@kritiknetz.de (Heinz Gess), 1. März 2026
Die Vorstellung, autoritäre Herrschaft sichere Ordnung, während Freiheit Chaos hervorbringe, gehört zu den wirkmächtigsten politischen Mythen unserer Zeit. Sie dient dazu, Unterdrückung als notwendiges Übel erscheinen zu lassen und die Sehnsucht der Menschen nach Selbstbestimmtheit zu (…)
Kritische Theorie und künstliche Intelligenz
webmaster@kritiknetz.de (Alexander Schubert), 19. Januar 2026
Zur Dialektik eines verkannten Phänomens Künstliche Intelligenz gilt vielen entweder als bloßes Rechenwerk ohne Geist oder als bedrohliche Superintelligenz. Beides greift zu kurz. Alexander Schubert argumentiert, dass die gegenwärtige KI-Debatte auf einem verengten, kartesianischen (…)
Über den Zusammenhang von Gerechtigkeit und Rache, Tugend und Terror
webmaster@kritiknetz.de (Hendrik Wallat), 1. Dezember 2025
Exkurs zur Kritik des (pseudo-progressiven) Moralismus bei Nietzsche und Hegel Der Ausgangspunkt dieses Essays ist die Einsicht von Marx und Engels in ihrem Essay Die Heilige Familie: Moral, die den Körper diszipliniert und die Sinne austreibt, dient nicht der Freiheit, sondern der Herrschaft. (…)
Hannah Arendts Bild des Holocaust
webmaster@kritiknetz.de (Ingo Elbe), 12. Oktober 2025
mit einem Ausblick auf seine postkolonialen Erben Ingo Elbe stellt im folgenden Text dar, dass Hannah Arendts Theorie der totalen Herrschaft in der postkolonialen Gegenwartsphilosophie als eine Art Ursprungsmythos für die Behauptung eines ungebrochenen Kontinuums biopolitischer Gewalt fungiert. (…)