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Wirtschaftsuniversität Wien

Beiträge

Michael Hopp

Sechs Personen suchen eine Uni

Das Drama der neuen Wirtschaftsuniversität in Wien
Dezember
1982

M. H., unser Redakteur seit 1973, beschrieb dieses Exempel modernen Bauens für die Stadtillustrierte WIENER, deren Chefredakteur er ist. Wir bringen den dort gekippten Artikel unverändert. Seit ein paar Wochen freut Professor Seicht das Arbeiten nicht mehr. Immer öfter wird er schon am frühen (…)

Wirtschaftsuniversität Wien bei Wikipedia

Wirtschaftsuniversität Wien
Gründung 1898
Trägerschaft staatlich
Ort 20px-Wien_Wappen.svg.png Wien
Bundesland Wien Wien
Land Osterreich Österreich
Rektor Rupert Sausgruber[1]
Studierende ca. 22.000 (2025-04)[2],

davon 46 % Frauen

Mitarbeiter ca. 2.700 (2025-04)[2]
davon wissensch. 1.864
davon Professoren 125
Netzwerke EQUIS, CEMS, EFMD, AACSB, AMBA, EUA, IAU, PIM, Engage.eu, PRME, GBSN und weitere
Website www.wu.ac.at
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Der Nordwestbereich des 2013 eröffneten Campus WU
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Das markante Library and Learning Center (LC) von Zaha Hadid am Campus WU
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Der Campus WU mit LC (links) und dem Department 1 (rechts)

Die Wirtschaftsuniversität Wien (WU Wien) wurde 1898 gegründet und ist eine der größten Wirtschaftshochschulen in Europa.[3] Im Jahr 2013 ist sie an den neuen Standort Campus WU übersiedelt.

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Der historische Standort der WU Wien und ihrer Vorgängerinnen: Das Gebäude der Exportakademie (1916–1919), der Hochschule für Welthandel (1919–1975) sowie der Wirtschaftsuniversität Wien (1975–1982) im 19. Bezirk
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Der Standort der WU Wien von 1982 bis Anfang September 2013

Gründung der k.k. Exportakademie 1898

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Die Wirtschaftsuniversität Wien wurde 1898 vom K.k. Ministerium für Cultus und Unterricht als k.k. Exportakademie gegründet. Nachdem das ehemalige Palais Festetics in der Berggasse im 9. Bezirk bald zu klein geworden war, wurde 1916 das neu errichtete Gebäude in der Franz-Klein-Gasse im 19. Bezirk, am Währinger Park, bezogen.[4]

Mit dem Studienjahr 1919/20 wurde die Exportakademie von der Staatsregierung unter Karl Renner (SDAP) in Hochschule für Welthandel umbenannt[5] und hieß so bis 1975. Die Studiendauer betrug sechs Semester. Die ersten beiden Semester waren vor allem der handelswissenschaftlichen Vorbereitung gewidmet, die vier folgenden dienten der Ausbildung für den internationalen Handel und das Bankgeschäft – mit Lehrfächern der Wirtschafts-, Rechts- und Handelswissenschaften. Den Absolventen wurde der akademische Grad eines Diplomkaufmanns (Dipl.-Kfm., später Dkfm.) verliehen, der 1930 ebenso wie der Doktor der Handelswissenschaften (Dr. rer. comm.) eingeführt wurde.[4]

Zeit des Nationalsozialismus und Gedenken

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Auch für die Hochschule für Welthandel wurden nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich 1933–1945 dessen Gesetze und Regelungen bindend. Jüdische Hörer und Lehrkräfte wurden von der Hochschule ausgeschlossen, die vertriebenen Lehrkräfte wurden durch Professoren von deutschen Universitäten oder regimetreue österreichische Wissenschaftler ersetzt. Mit dem Ende des NS-Regimes verringerte sich der Lehrkörper stark. Insgesamt mussten 60 Professoren, Assistenten, Lehrbeauftragte und Beamte im Zuge der Entnazifizierung ausscheiden bzw. gingen die aus Deutschland Berufenen wieder zurück.[4]

Zum Gedenken an die ab März 1938 ausgegrenzten, vertriebenen oder ermordeten jüdischen Angehörigen der Hochschule für Welthandel (Ausschlüsse von Studien, Prüfungen oder Doktorat, Entlassungen von Dozenten und Verwaltungsangestellten sowie Aberkennungen) ist auf dem neuen Campus WU an zentraler Stelle ein Mahnmal errichtet worden.[6] Ebenfalls als ein Forschungsprojekt wurde ein virtuelles Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Hochschule für Welthandel geschaffen. In dieser Datenbank sind biographische Kurzeinträge zu den Betroffenen abrufbar. Diese Informationen stammen mitunter aus Unterlagen des Archivs und der Studienabteilung der Wirtschaftsuniversität Wien.[7]

Von der „Welthandel“ zur Wirtschaftsuniversität (1945–1975)

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Die Zahl der Hörer stieg dank der Kriegsheimkehrer nach dem Zweiten Weltkrieg stark an. Ab 1948 gewann die Hochschule zusätzliche Lehrkanzeln und Forschungsinstitute hinzu. 1966 kamen die sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtungen mit den akademischen Graden Magister der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Mag. rer. soc. oec.) und Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (Dr. rer. soc. oec.) hinzu.[4]

In den 1960er Jahren kam es zur Borodajkewycz-Affäre. Nachdem Borodajkewycz, an der HfW Professor für Wirtschaftsgeschichte, einen Prozess gewonnen hatte, ließ er seine rechtsextremen Ansichten in Vorlesungen noch stärker als zuvor durchblicken[8] und äußerte sich antisemitisch und großdeutsch. Am 31. März 1965 fand im Stadtzentrum eine Demonstration der österreichischen Widerstandsbewegung und des Antifaschistischen Studentenkomitees gegen Borodajkewycz statt. Bei der Demonstration wurde der ehemalige Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger von einem Neonazi schwer verletzt und starb zwei Tage später (Der erste politische Tote der Zweiten Republik).[9] Der 24-jährige Täter erhielt (obwohl vorbestraft[10]) nur zehn Monate Haft.

An der Publikmachung von Borodajkewicz' untragbaren Äußerungen hatten zwei Studenten Anteil, die später Spitzenpolitiker der Republik wurden: der spätere Finanzminister Ferdinand Lacina, der in Vorlesungen mitgeschrieben hatte, und der spätere Bundespräsident Heinz Fischer (beide SPÖ). Unterrichtsminister der Bundesregierung Klaus I war damals Theodor Piffl-Perčević (ÖVP). Borodajkewycz selbst stellte bei der HfW den Antrag, gegen ihn ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Im Mai 1966 entschied der Disziplinarsenat der Hochschule, ihn strafweise in den Ruhestand zu versetzen. Er erhielt seine Pension mit geringfügigen Abstrichen.[10][11]

Die neue Wirtschaftsuniversität – die ersten zehn Jahre (1975–1985)

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Die bisher letzte Namensänderung der Hochschule in Wirtschaftsuniversität Wien erfolgte im Rahmen des Universitätsorganisationsgesetzes 1975 unter Bruno Kreiskys SPÖ-Alleinregierung mit Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg. Im allgemeinen Sprachgebrauch setzte sich das Kürzel „WU“ durch. Gleichzeitig lief die Verleihung des Titels Diplomkaufmann aus.

1982 zog die WU, nach wie vor unter Hertha Firnberg, in das neu errichtete Universitätszentrum Althanstraße (UZA 1, Nordteil) über dem Frachtenbahnhof des Franz-Josefs-Bahnhofes im 9. Bezirk um.[12] Allerdings hatte schon beim Einzug die Realität mit 9.900 inskribierten Studierenden die Planung überholt (der Neubau war für ca. 9.000 Studierende geplant).[13] In den 1990er Jahren pendelte sich die Zahl der Studierenden bei rund 20.000 ein.[14]

Gesetzesänderung und Studienreform

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Neue gesetzliche Regelungen zu Universitäten, beschlossen unter der SPÖ-ÖVP-Bundesregierung Vranitzky III mit Wissenschaftsminister Erhard Busek, brachten bei seiner Umsetzung 1997 für die WU eine große interne Neuordnung. Die Universitäten erhielten damit mehr Autonomie und eigene Satzungen, die Entscheidungen wurden dezentralisiert. An der WU wurde auf ein neues Studienrecht umgestellt und ein eigenes Forschungszentrum gegründet. Der Rektor wurde gemäß dem UOG 1993 auf vier Jahre gewählt und besitzt seither mehr Entscheidungsspielraum. Ihm stehen vier Vizerektoren zur Seite und er ist dem paritätisch zusammengesetzten, durch die Universitätsversammlung gewählten Universitätskollegium verantwortlich. Dieses wiederum fungiert als das oberste Gremium der Universität. Alle Personalentscheidungen, darunter auch die Berufung von Professoren, fallen seither in die Kompetenz der Universität selbst. Seit dem Studienjahr 1996/97 kann die WU auf der Grundlage der von ihr beschlossenen neuen Statuten alle Regelungen anwenden, wie sie im UOG 1993 vorgesehen sind.

Einführung von Bachelor- und Masterstudien

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Mit dem Wintersemester 2006/07 hat die WU im Rahmen des Bologna-Prozesses ihr Studienangebot auf die dreigliedrige Studienstruktur mit Bachelor-, Master- und Doktorats- bzw. PhD-Studien umgestellt.[15]

Hauptartikel: Campus WU
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LC, Eingangsbereich
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Audimax im Teaching Center (TC)

Ab Oktober 2009 wurde im 2. Bezirk, Leopoldstadt, ein neuer Campus für die Wirtschaftsuniversität errichtet.[16] Er befindet sich auf dem südwestlichen Teil des einstigen Weltausstellungs- und späteren Messegeländes am Nordrand des Wiener Praters und wird durch die U-Bahn-Stationen Messe-Prater und Krieau der Linie U2 erschlossen. Die feierliche Eröffnung fand am 4. Oktober 2013 statt. Die nunmehrige Adresse der Universität lautet, in Erinnerung an den früheren Namen der Hochschule, Welthandelsplatz 1.

Für den Campus wurden sechs Architekturbüros aus aller Welt engagiert (unter anderem Peter Cook und Hitoshi Abe), mit dem Ziel, Architektur von Weltrang zu schaffen. Herzstück der Anlage ist das von Zaha Hadid geschaffene Library & Learning Center. Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf 492 Mio. Euro.[17]

Der alte Gebäudekomplex im 9. Bezirk wird ab 2027 abgerissen und in Zukunft von der Universität Wien und der Universität für Bodenkultur Wien genutzt werden.[18]

Seit 1. Oktober 2023 ist Rupert Sausgruber Rektor der WU.[19] Er ist Nachfolger von Edeltraud Hanappi-Egger, die als erste Frau in diese Position gewählt wurde (Funktionsperiode 2015 – 2023).[20][21] Von 2002 bis 2015 war Christoph Badelt Rektor der WU.[22]

Universitätsrat

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Vorsitzende des Universitätsrates war bis 2018 Brigitte Jilka, ihr Stellvertreter Stephan Koren. In der Funktionsperiode 1. März 2018 bis 28. Februar 2023 setzte sich der Universitätsrat wie folgt zusammen: Cattina Leitner (Vorsitzende), Stephan Koren (stellvertretender Vorsitzender), Christine Dornaus, Barbara Kolm, Valentin Stalf.[23] Für die Funktionsperiode 2023 bis 2028 blieb Cattina Lettner Vorsitzende, Christine Dornaus wurde wiederbestellt und übernahm die Stellvertretung. Neu bestellt wurden Dietmar Griebler, Angela Köppl und Thomas Bieger.[24][25]

Die Funktionsperiode des Senats beträgt generell 3 Jahre. Die aktuelle Periode begann am 1. Oktober 2025 und endet am 30. September 2028. Vorsitzende des Senats ist Anne d'Arcy.[26]

Im Studienjahr 2025/26 werden folgende Studienrichtungen angeboten:[27]

Bachelorprogramme[28]:

  • Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • Business and Economics
  • Wirtschaftsrecht

Masterprogramme:[29][30]

  • Export- und Internationalisierungsmanagement (DE)
  • Finanzwirtschaft und Rechnungswesen (DE)
  • Management (DE)
  • Sozioökonomie (DE)
  • Steuern und Rechnungslegung (DE)
  • Wirtschaftsrecht (DE)
  • Wirtschaftspädagogik (DE)
  • Wirtschaftspädagogik (berufsbegleitend, DE)

  • Business Communication (EN)
  • Digital Economy (EN)
  • Economics (EN)
  • International Management/CEMS (EN)
  • Marketing (EN)
  • Quantitative Finance (EN)
  • Socio-Ecological Economics and Policy (EN)
  • Strategy, Innovation, and Management Control (EN)
  • Supply Chain Management (EN)

Doktorat/PhD[31]

  • Doktorat in Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
  • Doktorat in Wirtschaftsrecht
  • PhD in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
  • PhD in Finance
  • PhD in International Business Taxation (DIBT; internationale Unternehmensbesteuerung)

Universitätsbibliothek

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Die Universitätsbibliothek bietet einen breiten Fächer an Informationsressourcen aus den Bereichen der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie des Rechts. Vertreten sind auch Ressourcen diverser ergänzender Fachbereiche, die an der WU in den Bereichen Lehre und Forschung relevant sind. Sie ist die größte wirtschaftswissenschaftliche Bibliothek in Österreich und eine der größten im deutschsprachigen Raum.[32] Ihre zwei Standorte befinden sich auf dem Campus WU.[33]

Akademische Einheiten

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Es gibt 12 Departments[34], darüber hinaus sind 9 Kompetenzzentren[35] und 12 Forschungsinstitute[36] eingerichtet.

  • Business Analytics and Decision Sciences
  • Finance, Accounting and Statistics
  • Wirtschaftskommunikation
  • Management
  • Marketing
  • Öffentliches Recht und Steuerrecht
  • Privatrecht
  • Sozioökonomie
  • Strategy and Innovation
  • Volkswirtschaft
  • Welthandel
  • Wirtschaftsinformatik und Operations Management

Kompetenzzentren

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  • Applied AI and Scientific Computing
  • Emerging Markets & CEE
  • Empirische Forschungsmethoden
  • Experimentalforschung
  • Finanzbildung
  • Gründungszentrum
  • Nonprofit-Organisationen und Entrepreneurship
  • Sustainability Transformation and Responsibility
  • Zentrum für Wirtschaftssprachen

Forschungsinstitute

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  • Altersökonomie
  • Economics of Inequality
  • Internationale Besteuerung
  • Kooperationen und Genossenschaften
  • Kryptoökonomie
  • Migrations- und Fluchtforschung und -management
  • Mittel- und Osteuropäisches Wirtschaftsrecht
  • Raum- und Immobilienwirtschaft
  • Regulierungsökonomie
  • Strategische Kapitalmarktforschung
  • Supply Chain Management
  • Urban Management and Governance

Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft

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Insgesamt 17 Sitze

Die Österreichische Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft ist als öffentlich-rechtliche Körperschaft (ÖH-WU) an den WU-Gremien beteiligt. Bei der letzten ÖH-Wahl von 13. bis 15. Mai 2025, erreichte die AktionsGemeinschaft mit 64,6 % und 12 Mandaten zur Hochschulvertretung die absolute Mehrheit. Der VSStÖ konnte sich mit 25,1 % den zweiten Platz sichern, und bekam dadurch 5 Mandate. Weder die GRAS 4,9 %, noch die JUNOS mit 4,3 %, oder die KSV-KJÖ mit 1,2 %, konnten ein Mandat erringen.[37]

Akkreditierungen

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Die WU Wien ist durch EQUIS, AACSB und AMBA akkreditiert; alle drei Akkreditierungen werden regelmäßig im 5‑Jahres‑Rhythmus verlängert.

  • EQUIS: Erstmals 2007[38], zuletzt erneuert im Mai 2023[39]
  • AACSB: Erstmals 2015, zuletzt erneuert im Jahr 2026[40]
  • AMBA: Erstmals 2010, zuletzt erneuert 2024[41]

WU Executive Academy

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Die WU Executive Academy bündelt das Weiterbildungsangebot für Führungskräfte und Berufstätige und bietet unter anderem MBA-Programme, Universitätslehrgänge und individuelle Unternehmensprogramme[42] an. Organisatorisch ist sie in die Strukturen der WU eingebunden und arbeitet mit internationalen Hochschulen und Praxispartnern zusammen.[43][44]

Die Ursprünge waren erste Weiterbildungsangebote und postgraduale Managementprogramme. Unter der Bezeichnung „WU Executive Academy“ wurden diese Aktivitäten 2005 zu einer eigenen Einheit zusammengeführt.[44] Heute umfasst das Portfolio deutsch und englischsprachige Programme. Sie richten sich an Fach- und Führungskräfte mit Berufserfahrung aus unterschiedlichen Branchen und Funktionen.[45]

Aufnahmevoraussetzungen sind in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium, Berufspraxis und ein Auswahlverfahren. Einige Programme stehen auch Bewerbern ohne Erststudium offen, sofern sie eine entsprechende berufliche Qualifikation nachweisen.[46] International ist die WU Executive Academy an Kooperations- und Doppelabschlussprogrammen beteiligt. Sie orientiert sich an internationalen Akkreditierungsstandards im Hochschulbereich[47] und nimmt an Rankings und Evaluierungen teil.[48][49]

Zentrum für Berufsplanung Career Center

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Das Zentrum für Berufsplanung (ZBP) begleitet Studierende und Absolventen der Wirtschaftsuniversität Wien seit 1983 vom Beginn des Studiums über den Einstiegsjob bis zum ersten Karrieresprung.[50]

International Office (IO)

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Das International Office der Wirtschaftsuniversität Wien ist eine Serviceeinrichtung für Studierende, Mitarbeitende und Lehrende ebendieser Universität. Als Team administriert das International Office den internationalen Austausch und schafft neue Möglichkeiten für Internationalisierung in Studium und Lehre.[51]

Durch zahlreiche Partnerschaften und weltweite Kooperationen stehen Angehörigen der Wirtschaftsuniversität Wien viele Wege offen. Neben dem klassischen Auslandssemester sind beispielsweise auch Double-Degree Programme, Internationale Sommeruniversitäten und Erasmus-Förderungen für Auslandspraktika möglich. Kurzstudienprogramme, wie etwa Central Europe Connect (CEC), und Online Learning Initiativen finden sich ebenfalls im Portfolio des International Office.[52]

Förderung von Frauen

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Die WU Wien betreibt eine Reihe von Programmen zur Unterstützung von Frauen. Dazu zählt ein Netzwerk von Nachwuchswissenschafterinnen, ein Mentoring-Programm für Absolventinnen sowie eine Plattform zur Vernetzung von Absolventinnen in Führungspositionen.[53][54][55]

Entrepreneurship Center

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Das Gründungszentrum der WU besteht seit 2015 und begleitet Studierende, Forschende und Alumni bei ihren unternehmerischen Tätigkeiten. In den vergangenen zehn Jahren nahmen über 57.000 Personen an Programmen und Events teil, mehr als 4.000 Beratungsgespräche wurden geführt und rund 600 Start-up-Teams begleitet.[56]

Ihre Förderung von Spin-offs stellte die WU Wien 2025 auf eine neue Grundlage. Sie gründete dafür eigens eine eigene Investmentgesellschaft (WU Ignite Ventures). Diese kann jährlich bis zu 300.000 Euro in entsprechende Projekte investieren, jedes Förderticket ist auf maximal 50.000 Euro begrenzt. Zu den bekannteren Spin-offs früherer Jahre gehören z. B. hokify oder beatvest.[57]

Die WU Foundation ist die gemeinnützige Universitätsstiftung der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie dient der Förderung exzellenter Projekte und Aktivitäten in Forschung, Lehre und Third Mission, die nicht durch das Regelbudget der WU finanziert werden können.[58][59]

Die Third Mission ist fester Bestandteil der WU-Strategie. Die damit verbundenen Aktivitäten sollen direkte Verbindungen zwischen Universität und Gesellschaft herstellen und einen Beitrag zur übergeordneten WU-Mission leisten, „gesellschaftlichen Wohlstand, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu fördern“.[60]

Studentisches Leben

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Das Studentenleben wird vielfach durch Events und Institutionen gefördert. Dazu zählen zum Beispiel Sportangebote,[61] die Studentenclubs mit ihren Fach-, Kultur- und sozialen Aktivitäten,[62] WU matters. WU talks (eine Vortrags- und Diskussionsreihe)[63] oder regelmäßige Feste wie das Sommerfest der Universität.[64]

Corporate & Alumni Relations

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Die WU Alumni Community vereint 80.000 Absolventen der Wirtschaftsuniversität Wien weltweit; in über 60 Städten gibt es WU Alumni-Anlaufstellen. Sie werden von WU Alumni vor Ort organisiert.[65]

Siehe Kategorie:Hochschullehrer (Wirtschaftsuniversität Wien)

Absolventen (Auswahl)

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Management

Politik

  • Hannes Androsch (1938–2024), österreichischer Finanzminister (1970–1981) und Vizekanzler (1976–1981)
  • Christoph Chorherr (* 1960), Bundessprecher der Grünen (1996–1997)
  • Dimitris Droutsas (* 1968), griechischer Außenminister (2010–2011) und seit 2011 Mitglied des Europäischen Parlaments
  • Johannes Ditz (* 1951), österreichischer Wirtschaftsminister (1995–1996)
  • Willfried Gredler (1916–1994), österreichischer Diplomat und Bundespräsidentschaftskandidat 1980
  • Thomas Klestil (1932–2004), österreichischer Bundespräsident (1992–2004)
  • Ferdinand Lacina (* 1942), österreichischer Verkehrsminister (1984–1986) und Finanzminister (1986–1995)
  • Harald Mahrer (* 1973), Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (2018–2025)
  • Madeleine Petrovic (* 1956), Bundessprecherin der Grünen (1994–1996)
  • Maria Schaumayer (1931–2013), Präsidentin der Österreichischen Nationalbank (1990–1995)
  • Claudia Schmied (* 1959), österreichische Unterrichtsministerin (2007–2013)
  • Günter Stummvoll (* 1943), Staatssekretär im Finanzministerium (1988–1991)
  • Franz Vranitzky (* 1937), österreichischer Bundeskanzler (1986–1997) und Finanzminister (1984–1986)

Die WU ehrt verdiente Personen mit dem Titel Ehrendoktor, Ehrenkonsul und Ehrenbürger. Zudem ernennt sie Träger des Ehrenrings der Universität.[71]

Als WU-Manager des Jahres bzw. WU-Managerin des Jahres zeichnet die Wirtschaftsuniversität Wien seit 1993 Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens mit besonderen Managementleistungen aus.[72]

Hauptartikel: WU-Manager des Jahres
  • Alois Brusatti (Hrsg.): 100 Jahre im Dienste der Wirtschaft – 100 Jahre Wirtschaftsuniversität Wien. Ueberreuter, Wien 1998, ISBN 3-7064-0489-3.
  • Peter Berger: Die Wiener Hochschule für Welthandel und ihre Professoren 1938–1945. In: Johannes Koll (Hrsg.): „Säuberungen“ an österreichischen Hochschulen 1934–1945 : Voraussetzungen, Prozesse, Folgen. Wien : Böhlau, 2017, ISBN 978-3-205-20336-0, S. 153–195
  • Alois Mosser et al. (Hrsg.): Die Wirtschaftsuniversität Wien – Bildung und Bildungsauftrag. Ueberreuter, Wien 1998, ISBN 3-7064-0494-X.
  • Evelyn Dawid, Alois Mosser: Spondeo – die Absolventen der k.k. Exportakademie, der Hochschule für Welthandel und der Wirtschaftsuniversität Wien. Ueberreuter, Wien 2000, ISBN 3-7064-0490-7.
  • Heinz Peter Rill (Hrsg.): 100 Jahre Wirtschaftsuniversität Wien – dargebracht vom Fachbereich Rechtswissenschaft. Festschrift, Österreichischer Staatsverlag, Wien 1998, ISBN 3-7046-1317-7.
  • UZA: Festschrift zur Eröffnung der Wirtschaftsuniversität Wien, Architekturbüro Hlaweniczka, Wien [1983], OCLC 42776559.[73]
  • Anton Schmid: Die Exportakademie des k.k. Österreichischen Handelsmuseum, 1898 bis 1913; mit den Studien-nachrichten über das XIV. und XV. Studienjahr, 1911–1913. Verlag der Exportakademie des k.k. Österreichischen Handelsmuseums, Wien 1914, OCLC 28040737.
  • Anton Schmidt: Die Exportakademie vom Jahre 1898 bis 1919: Die Umwandlung der Exportakademie in die Hochschule für Welthandel, Studiennachrichten der Exportakademie über das 21. Studienjahr 1918–1919. Hochschule für Welthandel, Wien 1920, DNB 576043710.
Commons: Wirtschaftsuniversität Wien – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Rektorat, auf wu.ac.at
  2. a b Facts & Figures. WU Wirtschaftsuniversität Wien, abgerufen am 4. Mai 2026
  3. Wachstum im Wandel Konferenz 2016: Wirtschaft neu gestalten, Wohlstand neu bewerten. In: Österreich Journal. 25. Februar 2016, abgerufen am 7. März 2016. 
  4. a b c d Geschichte der Universität, Abruf: 6. Jänner 2026.
  5. StGBl. Nr. 494/1919 im 178. Stück, ausgegeben am 29. Oktober 1919
  6. WU-Gedenkprojekt, Entwurf Alexander Felch
  7. Peter Berger, Johannes Koll (Redaktion): Gedenkbuch für die Opfer des Nationalsozialismus an der Wiener Hochschule für Welthandel 1938-1945, online
  8. Risse im Context XXI (7-8/01–1/02): Der Fall Borodajkewycz (Memento vom 17. April 2016 im Internet Archive)
  9. Der "Opfermythos" in Österreich: Entstehung und Entwicklung, demokratiezentrum.org
  10. a b Der Wiener Professorensturz – Das Ende der Affäre Borodajkewycz (Memento vom 13. November 2012 im Internet Archive)
  11. Paul Vécsei: Als Feuer am Dach der Republik ausbrach. Kronen Zeitung, 30.03.2025.
  12. Ein Rundgang durch die alte Wirtschaftsuniversität, Abruf: 6. Jänner 2026.
  13. WU-Hauptgebäude seit Jahren ein Sanierungsfall, in: Der Standard, 23. Dezember 2005.
  14. Tabelle 2.2.3 Inländische und ausländische ordentliche Studierende nach Universitäten und Geschlecht. Wintersemester 1990/91 und 1999/2000. In: Statistisches Taschenbuch 2000 des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Abruf am 6. Jänner 2026.
  15. Jahresbericht 2006 der Wirtschaftsuniversität Wien. In: wu.ac.at. Mai 2007, abgerufen am 4. Mai 2026 (S. 13). 
  16. Spatenstich für neue WU: „Uni des 21. Jahrhunderts“. Die Presse, 23.10.2009 (online).
  17. "Campus: WU auch inhaltlich neu", auf wien.orf.at
  18. Alte WU wird zu Unigroßcampus. ORF Wien, 18. März 2024, abgerufen am 25. Februar 2025. 
  19. ORF-Beitrag vom 12. Dezember 2022.
  20. Edeltraud Hanappi-Egger als Rektorin der WU wiedergewählt. Abgerufen am 27. März 2022. 
  21. Edeltraud Hanappi-Egger zur Rektorin der Wirtschaftsuniversität Wien gewählt (Memento vom 30. Januar 2015 im Internet Archive) vom 26. Jänner 2015, abgerufen am 27. Jänner 2015.
  22. CV von Christoph Badelt. In: fmsg.at. Finanzmarktstabilitätsgremium beim Bundesministerium für Finanzen, 19. Mai 2021, abgerufen am 8. Mai 2026. 
  23. derStandard.at: Uni-Räte sind jetzt fast komplett. Artikel vom 30. April 2018, abgerufen am 2. Mai 2018.
  24. St. Gallen-Rektor Thomas Bieger neu im Universitätsrat der WU. In: extrajournal.net. 12. April 2023, abgerufen am 13. April 2023. 
  25. Universitätsrat der WU Wien. Abgerufen am 13. April 2023.
  26. Mitglieder des Senats. In: wu.ac.at. Abgerufen am 4. Mai 2026. 
  27. Warum WU? wu.ac.at, abgerufen am 5. Mai 2026. 
  28. Bachelorprogramme. wu.ac.at, abgerufen am 7. Mai 2026. 
  29. WU Masterprogramme. Abgerufen am 5. Mai 2026. 
  30. 9 English-taught master's programs - 9 Opportunities. Abgerufen am 5. Mai 2026 (englisch). 
  31. Doktorat / PhD. Abgerufen am 7. Mai 2026. 
  32. Gertraud Wehrmann: Geschichte der Bibliothek 1898-1998 : Chronologische Übersicht. In: Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien (Hrsg.): Die Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien : Aufgaben, Dienstleistungen, Geschichte. Wirtschaftsuniversität – Universitätsbibliothek, Wien 1998, S. 27–46. 
  33. Bibliothek. Abgerufen am 7. Mai 2026. 
  34. Departments & Institute, abgerufen am 7. Mai 2026.
  35. Kompetenzzentren, Abruf am 7. Jänner 2026.
  36. Forschungsinstitute, Abruf am 7. Jänner 2026.
  37. ÖH Wahl 2025 Ergebnisse. Abgerufen am 26. Juni 2025. 
  38. Heiner Boberski: Auszeichnung für Wirtschaftsuni, Wirtschaftszeitung 2. März 2007 (online).
  39. Fünfjährige EQUIS-Akkreditierung der WU erneuert, 8. Mai 2023.
  40. Internationales Qualitätssiegel bestätigt Spitzenposition der WU. Abgerufen am 8. Mai 2026. 
  41. Seite der WU Wien über die Akkreditierungen
  42. Erika Pichler: Management? Streng vertraulich! In: Die Presse, 25. September 2010.
  43. WU Executive Academy (Offizielle Website). Wirtschaftsuniversität Wien, abgerufen am 8. Mai 2026. 
  44. a b 20 Jahre WU Executive Academy. In: die-wirtschaft.at. 3. März 2025, abgerufen am 7. Mai 2026. 
  45. WU Executive Academy: Praxisbezogen, kompakt und berufsbegleitend. In: Kurier, 14. Juni 2010, S. 16.
  46. Informationen zur Bewerbung. WU Wien, abgerufen am 11. Mai 2026. 
  47. MBA-Studium: Was bewirkt ein MBA in Österreich? In: industriemagazin.at. 29. April 2024, abgerufen am 11. Mai 2026. 
  48. WU Executive Academy hat einen neuen Dean: Sebastian Kortmann. In: extrajournal.net. 23. Oktober 2025, abgerufen am 11. Mai 2026. 
  49. WU Executive Academy – Vienna University of Economics and Business. In: wiwi-online.de. Abgerufen am 11. Mai 2026. 
  50. Karrierehilfe seit 1983. In: Der Standard. 4. Februar 2008, abgerufen am 12. Mai 2026. 
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48.21407916.408163Koordinaten: 48° 12′ 50,7″ N, 16° 24′ 29,4″ O

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