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Margarete Pausinger

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Margarete Pausinger, geb. Brunner, (* 23. Januar 1880 in Weyer; † 7. Februar 1956 in Lambach) war eine österreichische Malerin und Grafikerin.

Leben und Wirken

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Brunner verbrachte ihre Kindheit in Tamsweg. Nach ihrer Heirat mit dem Arzt Josef von Pausinger (* um 1868; † 27. August 1924 in Lambach)[1] lebte sie mit ihrem Ehemann in Lambach. Nach dem Adelsaufhebungsgesetz von 1919 verloren auch die in Österreich lebenden Mitglieder dieser Familie das Recht zum Gebrauch ihrer Titel, so dass deren Familienname zu „Pausinger“ ohne vorangestelltes „von“ wurde. Josef Pausinger, der Gemeindearzt in Lambach war, starb am 27. August 1924 überraschend an einem Schlaganfall und wurde in Schwanenstadt bestattet.[1]

Margarete Pausinger war Schülerin von Michaela Pfaffinger, Bertha von Tarnóczy, Rosa Scherer und Matthias May in Linz und absolvierte ein Studium in Berlin. 1922 wurde sie Mitglied der Künstlervereinigung MAERZ.

Sie widmete sich dem Naturalismus und war für ihre Holzschnitte bekannt. Sie war eines der wenigen weiblichen Mitglieder des Oberösterreichischen Kunstvereins und nahm sowohl in der Zwischenkriegszeit als auch während des Zweiten Weltkriegs an Ausstellungen teil.

Sie war ab 1937 Mitglied der NSDAP und denunzierte 1939 nachweislich Mitbürger. Sie wurde vom NS-Staat gefördert, so etwa 1943 durch Ankauf ihres Werkes „Kinderbildnis“ mit Geldern aus einer Beihilfe des Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung.[2]

Eine ursprünglich 1958 nach ihr benannte Straße in Lambach wurde nach kontroverser Diskussion in den 2010er-Jahren umbenannt. Ebenso wurden 16 Werke der Künstlerin entfernt, zehn im Heimathaus sowie sechs im Rathaus von Lambach. 2006 beschloss der Gemeinderat von Lambach, dass die Ehrenbürgerschaft an Margarete Pausinger 1953 zu Unrecht verliehen worden war.[3][4]

„Frau Margarete Pausinger aus Lambach hat diesmal eine Architektur eingeschickt, einen Säulengang im Lambacher Stift. Ihr Talent verweist die Künstlerin auf das Sittenbild, auf das lebendige, fließende Leben. Bauernweiber, herumtollende Kinder, abgearbeitete Landleute usw. versteht die Malerin mit sicherem Blick und kräftiger Hand zu erfassen, die starre Architektur und die Perspektive mit ihren unverrückbaren linearen Gesetzen liegen ihr nicht. Frau Pausinger verfügt über eine leuchtende, schillernde Farbe, welche ihre Sittenbilder so ansprechend macht. Bei dem ausgestellten Säulengang kann diese nicht in Anwendung kommen, weil das Licht gesperrt ist. Dafür entfaltet sie in der Buchenallee wieder ihr ganzes Können.“

Rezeption in der Tages-Post vom 21. Oktober 1919[5]

Einzelnachweise

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  1. a b Plötzlich gestorben. In: Tages-Post, 29. August 1924, S. 4 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/tpt
  2. Staatliche Förderung heimischer Künstler. In: Oberdonau-Zeitung. Amtliche Tageszeitung der NSDAP. Gau Oberdonau / Oberdonau-Zeitung. Tages-Post. Amtliche Tageszeitung der NSDAP. Gau Oberdonau, 3. April 1943, S. 3 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/obz
  3. Margarete Pausinger in Biografien von Künstlerinnen und Künstlern. In: ooegeschichte.at. Virtuelles Museum Oberösterreich, abgerufen am 12. August 2022.
  4. Der Konflikt um die Ehrenbürgerschaft der NS-Denunziantin Margarethe Pausinger in Webpräsenz der Kulturplattform Oberösterreich (Memento des Originals vom 23. August 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ns-ooe.contextxxi.at abgefragt am 29. November 2015.
  5. Ausstellung der Künstlervereinigung „Ring“ II. In: Tages-Post, 21. Oktober 1919, S. 6 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/tpt

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