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Gáspár Miklós Tamás

Beiträge von Gáspár Miklós Tamás

Gáspár Miklós Tamás • Gerold Wallner (Übersetzung)

Ein ganz normaler Kapitalismus

Juni
2007

Die symbolische und historische Bedeutung Osteuropas für die Linke steht außer Zweifel. Es war ja Osteuropa, wo das sozialistische Experiment angeblich unternommen worden war. Der Zusammenbruch der Ostblockregime 1989 bedeutete für die meisten Menschen, dass es jenseits des Horizonts eines (…)

Gáspár Miklós Tamás • Gerold Wallner (Übersetzung)

Konterrevolution gegen eine Konterrevolution

September
2007

Anders als die revolutionären Aufstände von 1953, 1956, 1968 und 1981 (also von Ostberlin, Budapest, Prag und Danzig) verkündete der osteuropäische Regimewechsel von 1989 keinen besseren und reineren Sozialismus, Arbeiterräte, Selbstverwaltung oder wenigstens höhere Löhne für Proletarier. Er (…)

Gáspár Miklós Tamás • Gerold Wallner (Übersetzung)

Über Postfaschismus

Wie Staatsbürgerschaft ein exklusives Privileg wird
März
2013

Wie Staatsbürgerschaft ein exklusives Privileg wird Ich habe ein Interesse anzumelden. Die Regierung meines Landes, Ungarns, ist – zusammen mit der Bayrischen Landesregierung (ländlich in mehr als einem Sinne) – die stärkste ausländische Unterstützerin von Jörg Haiders Österreich. Das (…)

Gáspár Miklós Tamás

Vorläufige Thesen zu einem System der Angst

März
2013

Kapital rennt rund um den Globus auf der Suche nach billigen Löhnen. Es rennt auch in die Gegenrichtung auf der Jagd nach konkurrierender Konsumentennachfrage. Es rennt Gelegenheiten für lukrative Investitionen nach. Es rennt zu Plätzen mit niedrigen Steuern. Es rennt, um stabile Regierungen (…)

Gáspár Miklós Tamás • Barbara Hess (Übersetzung)

Innocent Power

Oder: Die unschuldige Macht und ihre Effekte
März
2015

Um die Macht zu verstehen, sollten wir zunächst ihre Effekte ins Auge fassen. Macht zerstört und unterjocht, wie wir alle wissen. Betrachten wir also die Folgen ihres destruktiven Wirkens. Es gibt fünf Arten von Ruinen. Es gibt romantische Ruinen, alte Burgen und Festungen, Tempel und Kirchen. (…)

Gáspár Miklós Tamás

Into the Dustbin of History

May
2016

The ‚changes‘ in Eastern Europe took place on the 200th anniversary of the French revolution. It seemed to many that it might be a second coming: a new revolution about, and for, human rights. At the bicentennial, the consecrated and anointed masterpiece of popular historiography (…)

Gáspár Miklós Tamás

The mystery of ‚populism‘ finally unveiled

März
2017

Text

Gáspár Miklós Tamás bei Wikipedia

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Gáspár Miklós Tamás (2009)

Gáspár Miklós Tamás, auch G. M. Tamás (geboren 28. November 1948 in Kolozsvár, Rumänien; gestorben am 15. Januar 2023 in Budapest, Ungarn)[1], war ein ungarischer Philosoph und Politiker.

Gáspár Miklós Tamás wurde als Angehöriger der ungarischen Minderheit in Rumänien geboren. Er studierte Philosophie und klassische Philologie an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj und wurde 1972 graduiert.[1] 1978 übersiedelte er aus politischen Gründen nach Ungarn, wo er an der Universität Budapest (ELTE) unterrichtete. In den 1980er Jahren war er Teil der illegalen Opposition gegen das kommunistische Einparteienregime und konnte nur im Untergrund oder im Ausland publizieren. Nach der politischen Wende in Osteuropa war er Mitgründer der ungarischen Liberalen (SZDSZ, Szabad Demokraták Szövetsége) und von 1989 bis 1994 ihr Parlamentsabgeordneter. Er lehrte als Gast an den Universitäten von Columbia, Oxford, Chicago, Georgetown und Yale und hatte Forschungsaufenthalte in Paris, Wien, Washington DC und Berlin.[1]

Ende der 1990er Jahre entwickelte er eine radikale Kapitalismuskritik und war 2001 Mitgründer der ungarischen Attacbewegung. 2010 wurde er Vorsitzender der Parteineugründung Zöld baloldal („Grün-Links“), die allerdings bei der Parlamentswahl 2010 kein nennenswertes Ergebnis erzielte.

Tamás wurde 2011 von der rechtskonservativen Regierung Orbán aus seinem Amt als Direktor des Philosophischen Instituts der Ungarischen Akademie der Wissenschaften entfernt;[2] sein Nachfolger wurde János Boros.[3]

Tamás erhielt den „Lifetime Achievement Award“ der Open Society Foundations (OSF).[1]

Tamás war verheiratet und hatte vier Kinder.

Schriften (Auswahl)

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  • A teória esélyei Esszék. Bukarest : Kriterion, 1975
  • Censorship, ethnic discrimination, and the culture of the Hungarians in Romania. Wien: Internationale Helsinki-Föderation für Menschenrechte, 1985
  • A szem és a kéz. Samisdat. Független, 1983
  • Idola Tribus. Paris : Dialogues Européens, 1989
  • Másvilág. Politikai esszék. Új Mandátum, 1994
  • Törzsi fogalmak I-II., Atlantisz Könyvkiadó, Budapest, 1999, ISBN 963-9165-26-3
  • A helyzet. Szatirikus röpirat. Élet és Irodalom, 2002
  • Descartes: A módszerről. Kriterion Könyvkiadó Téka, szerk. Géczi Róbert, 2003
  • Innocent power = Die unschuldige Macht. Essay. dOCUMENTA (13). Übersetzung Barbara Hess. Ostfildern : Hatje Cantz, 2011
  • Das ungarische Desaster, Kommentar, in: taz, 3. Januar 2011
  • Kommunismus nach 1989 : Beiträge zu Klassentheorie, Realsozialismus, Osteuropa. Hrsg. und übers. von Gerold Wallner. Wien : Mandelbaum, 2015
Commons: Gáspár Miklós Tamás – Sammlung von Bildern und Videos

Einzelnachweise

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  1. a b c d Gáspár Miklós Tamás, bei Central European University (CEU, Budapest), undatiert, abgerufen am 31. März 2023.
  2. An: MTA, bei: Labournet
  3. János Boros, bei MTA

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