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Bodo Scheurig

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Bodo Scheurig (* 1928 in Berlin; † 29. April 2008 in Berlin) war ein deutscher Historiker und Autor.

Bodo Scheurig studierte nach der Entlassung aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft Neuere Geschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin und an der Columbia University, New York. In Berlin studierte er unter anderem bei Hans Herzfeld, als dessen Schüler er bezeichnet wird.[1] Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und Aufsätze vor allem über den konservativen Widerstand gegen Hitler und 1964 die erste Biografie über Claus Graf Schenk von Stauffenberg. Bekannt wurde auch sein Buch über das Nationalkomitee Freies Deutschland, das zuerst 1960 erschien und zuletzt 1993 unter dem Titel Verräter oder Patrioten: Das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ und der Bund Deutscher Offiziere in der Sowjetunion 1943–1945 aufgelegt wurde.

Seinen Nachlass erwarb die Staatsbibliothek zu Berlin.[2] Eine "Sammlung Bodo Scheurig" mit Unterlagen zum konservativen Widerstand gegen den Nationalsozialismus befindet sich auch im Institut für Zeitgeschichte in München, die teilweise digitalisiert zugänglich ist.[3][4]

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Freies Deutschland. Das Nationalkomitee und der Bund Deutscher Offiziere in der Sowjetunion 1943–1945. Diss., Freie Universität Berlin 1960.
    • Buchausgabe unter dem Titel: Verrat hinter Stacheldraht? Das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ und der Bund Deutscher Offiziere in der Sowjetunion 1943–1945. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1965.
    • Neuausgabe unter dem Titel: Freies Deutschland. Das Nationalkomitee und der Bund Deutscher Offiziere in der Sowjetunion 1943–1945. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1984, ISBN 3-462-01620-2.
    • Überarbeitete und ergänzte Neuausgabe unter dem Titel: Verräter oder Patrioten – das Nationalkomitee „Freies Deutschland“ und der Bund Deutscher Offiziere in der Sowjetunion 1943–1945. . Propyläen, Berlin und Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-549-07234-1.[5]
  • Einführung in die Zeitgeschichte (Sammlung Göschen, Band 1204). de Gruyter, Berlin 1962; 2. Auflage 1970, ISBN 3-110-02777-1.
  • Claus Graf Schenk von Stauffenberg (= Köpfe des XX. Jahrhunderts, Band 33). Colloquium-Verlag, Berlin 1964.
  • Einleitender Essay zu Ernst Niekisch: Die Legende von der Weimarer Republik. Verlag Wissenschaft und Politik, Köln 1968.
  • Ewald von Kleist-Schmenzin: Ein Konservativer gegen Hitler. Stalling, Oldenburg 1968.
  • als Herausgeber: Deutscher Widerstand 1938–1944: Fortschritt oder Reaktion? (in der Reihe dtv-Dokumente). Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1969; 2. Auflage 1984, ISBN 3-423-02943-9.
  • Henning von Tresckow: Ein Preuße gegen Hitler. Stalling, Oldenburg 1973.
  • Spiegelbilder der Zeitgeschichte Stalling, Oldenburg 1978, ISBN 3-7979-1355-9.
  • Alfred Jodl: Gehorsam und Verhängnis. Propyläen, Berlin 1991, ISBN 3-549-07228-7.
  • Preußischer Ungehorsam. Tradition und Verfall. Fölbach, Koblenz 1999, ISBN 3-923532-98-9.

Einzelnachweise

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  1. Bodo Scheurig: „Freies Deutschland“. In: Der Spiegel, 6. Juli 1960
  2. Monatsbericht der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (SBB-PK) für Februar 2005 (Seite 2) (PDF; 33 kB)
  3. siehe digitalisiertes Beispiel Übersicht über die "Sammlung Bodo Scheurig" PDF, 137 Seiten
  4. Unterlagen über Henning von Tresckow PDF
  5. Diese Ausgabe 1993 wurde Elisabeth und Werner Freiesleben gewidmet.

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