Die angeforderte Seite ist nicht verfügbar

Wir bitten Sie, die Navigation oder die Suchfunktion zu benützen, um zu den gewünschten Inhalten zu gelangen.

Nachstehend finden Sie einige aktuelle Anregungen.

Günther Anders-Archiv

  • Felipe Catalani
    Woher die Monster kommen
    (9. Mai 2024)

    F. C. hat Günther Anders: Wir Eichmannsöhne ins Portugiesische übersetzt, mit einem Nachwort versehen und in Brasilien herausgegeben. Für uns hat er sein Nachwort ins Deutsche übersetzt, um es hier in beiden Sprachen zu präsentieren. Das (...)

  • Felipe Catalani
    De onde vêm os monstros
    (9 de Maio de 2024)

    Felipe Catalani é mestre em filosofia pela Universidade de São Paulo (usp) e realizou estágios de pesquisa nas universidades Humboldt, em Berlim, e Paris-Nanterre, em Paris. Seu doutorado, em andamento, dedica-se ao estudo da obra de Günther (...)

  • Ramon Sensano Bayerri
    Streitigkeiten und Enthüllungen in der Internationalen Günther Anders-Gesellschaft
    (29. Februar 2024)

    Barcelona, im Jänner 2024

  • Ramon Sensano Bayerri
    Disputas y Revelaciones en la Sociedad Internacional Günther Anders
    (28 de febrero de 2024)

    Fecha: Enero 2024

  • Gerhard Oberschlick
    Seltsames in Anders’ Namen
    purgierte Fassung
    (25. November 2023)

    Kriminalgeschichte im Philosophenmilieu: 1. Das intellektuelle und moralische Totalversagen einer Gruppe Philosophen im praktischen Leben einer Günther Anders gewidmeten Forschungsgemeinschaft; 2. deren schludriger Umgang mit Wahrheit bereits in (...)

Günther Anders-Bibliographie

  • Heinz Scheffelmeier
    Bibliographie Günther Anders
    (24. Oktober 2015)

    Günther Anders-Bibliographie 1924-2012 — mit einem Anhang: Materiali per una Bibliografia italiana di Günther Anders 1962–2013

  • Gerhard Oberschlick
    Vorbemerkung des Herausgebers
    (12. April 2014)

    Das bevorstehende Erscheinen von Günther Anders, Die Kirschenschlacht, deren erste Transkription aus der Handschrift Heinz Scheffelmeier 1994 oder ’95 vorgenommen hatte, war der Anlass, im Dezember 2011 wieder Kontakt zu ihm aufzunehmen. Er, (...)

Neueste Beiträge von Günther Anders im FORVM

  • Obdachlose Skulptur
    (WWW-Ausgabe, August 2023)

    Am 13. März 1943 hielt Günther Anders, seit 1936 im Exil in den USA, in Kalifornien einen Vortrag über das Werk von Auguste Rodin, das er von seinem Pariser Aufenthalt 1933-1936 her kannte. Der Text erschien auf deutsch erstmals 1994 im Verlag C. (...)

  • «Wenn ich verzweifelt bin, 
    was geht’s mich an?»
    (Günther Anders-Archiv, Mai 2023)

    Die ungewöhnliche Informiertheit seines Gesprächspartnes macht dieses frühe Interview zu einer reichhaltigen philosophiehistorischen und biografischen Quelle über Günther Anders. Zuerst erschienen in Mathias Greffrath: Die Zerstörung einer Zukunft. (...)

  • Die Rolle der Situationskategorien bei den „Logischen Sätzen“
    (WWW-Ausgabe, September 2020)

    Mit dieser Dissertation promovierte Günther Anders 1924, noch unter seinem Geburtsnamen Günther Stern, als 22-Jähriger bei Edmund Husserl in Freiburg/Breisgau

  • Anders und Adorno
    (WWW-Ausgabe, Mai 2020)

    Wie die ambivalente Beziehung der beiden Philosophen wechselseitig begründete Wertschätzung mit ebensolcher Feindseligkeit, wenn nicht Verachtung mischt, sollen diese Beiträge nachzeichnen. Am Anfang steht der peinlichste Auftritt, den ein (...)

  • Nürnberg und Vietnam
    (Günther Anders-Archiv, Juni 2019)

    Zur Lektüre empfohlen wird das zunächst stehende PDF des Originaldrucks. Der darunter stehende, nicht synoptisch und auch sonst unformatierte Text dient nur der Such-Funktion, die systembedingt keine PDFs durchsucht. „Von euch werden die meisten (...)

  • Unsinn des Sinnbegriffes
    (WWW-Ausgabe, Mai 2019)

    Zuerst erschienen in: „Akzente“, Zeitschrift für Literatur herausgegeben von Michael Krüger in München Heft 5/Oktober 1982, 3. Umschlagseite „Ich halte das nicht mehr aus!“ jammerte ein Einzelrädchen, das, völlig frei und in seinen Handlungen und (...)

  • Löwith-Besprechung (1942)
    (WWW-Ausgabe, Dezember 2018)

    Diese Löwith-Besprechung ist zusammen mit der zugehörigen Korrespondenz, insbesondere zwischen Anders und Löwith (soweit erhalten), in „sans phrase“ erschienen. Dort wird auch erklärt, was es mit den heftigen redaktionellen Strichen im Manuskript auf (...)

  • Über das Haben
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Erschienen 1928 unter dem Geburtsnamen Günther Stern, fußt dieses erste Buch des Verfassers auf seiner unveröffentlichten Dissertation Die Rolle der Situationskategorie bei den „logischen Sätzen“. Erster Teil einer Untersuchung über die Rolle der (...)

  • Drei poetische Nachträge aus dem Nachlaß
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2015)

    1. Zu: Molussische Katakombe 2. Zu: Lieben gestern 3. Zu: Tagebücher und Gedichte

  • Kulturwert und Wahrheit widersprechen einander
    (WWW-Ausgabe, Juli 2014)

    Mit der nachstehenden Überlegung gibt uns G. A. einen Schlüssel zum Verständnis, worauf der sogenannte religiöse Fundamentalismus beruht: Dieser betrachtet Religionen nicht als Kulturwerte, sondern die eigene als Wahrheit, alle anderen als (...)

Neueste Beiträge zu Günther Anders im FORVM

  • Perrine Wilhelm
    Gewalt und Politik bei Günther Anders und Hannah Arendt
    (Philosophie im Kontext, September 2021)

    Dieser elfte der zweiundzwanzig Beiträge konfrontierte am zweiten Tag präzise das Tagungsthema. Günther Anders’ späte Thesen zur Gewalt hatten dem beinahe Neunzigjährigen fast ausschließlich heftigen Widerspruch, Schelte und die Verdächtigung als senil (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Nicht genügend kontrovers
    (WWW-Ausgabe, Oktober 2018)

    Warum aus Günther Anders’ Nachlass nichts im Tumult erscheint. Zuerst erschienen in: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik, Heft 6, Wien und Freiburg, Frühjahr 2015, Seite 233 – 241 Auf Grundlage einer kursorischen, doch sorgfältigen Einschau (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Minister Larifari
    (No. 496-498, Juni 1995)

    4 Anschreiben, 1 Aktennotiz Postscriptum und Notabene mit 3 Fußnoten Herrn Staatssekretär und Bundesminister designatus für Inneres Caspar Einem persönlich (1) BKA Fax: 53 55 656 6. 4., ca. 15. 20 (2) BMfI Fax: 53126 2240 7. 4., ca. 14.10 Wien, 6. (...)

  • Konrad Paul Liessmann
    »Das Prinzip Auschwitz«
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Fünfzig Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges nimmt die Beschäftigung mit diesem und seiner Vorgeschichte immer seltsamere Formen an. Angesichts der auf die Erinnerungstage hin terminierten Appelle, nicht zu vergessen, angesichts des damit (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Lob der Unangenehmheit
    (No. 496-498, Juni 1995)

    Bei der Vorbereitung bin ich wieder einmal darauf gestoßen worden, daß Günther Anders ein äußerst unangenehmer Mensch war. Immer wenn ich mich hingesetzt habe, um irgendwas aufzuschreiben, imaginiert sich mir der und macht mir Einwände und pflanzt (...)

  • Wendelin Schmidt-Dengler
    Günther Anders’ »Mariechen«
    (No. 487-492, Dezember 1994)

    1. Sich mit Günther Anders auseinanderzusetzen, ist so gefahrlos nicht, und das in einem ganz körperlichen Sinne, denn er sagt von sich: »Wenn Kunst-, Musik- oder Literaturwissenschaftler philosophische Floskeln in den Mund nehmen, ziehe ich den (...)

  • Editorische Notiz
    (No. 480, Dezember 1993)

    Auf den folgenden Seiten bringen wir die erste Veröffentlichung aus dem Nachlaß von Günther Anders, der genau ein Jahr vor dem Erscheinungstag starb. Der handgeschriebene, unvollendete Text liegt neben zahlreichen Skripten in einer Ladenschachtel (...)

  • Ludger Lütkehaus
    Die Bombe küßt niemanden
    (No. 465-467, November 1992)

    Lieber, verehrter Herr Anders, zu der unsäglichen Rezension von Werner Fuld in der ›FAZ‹ vom 26. September, die mich in unverfrorener und total irreführender Weise für eine nur der ›FAZ‹ passende Anders-Kritik in Anspruch nimmt, schicke ich Ihnen eine (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Bombenvergessenheit schlägt Seinsversessenheit
    (No. 465-467, November 1992)

    Betrifft: Werner Fuld, „Zur Freiheit verurteilt, 11.7.1992 & „Wen die Bombe küßt. Neue Literatur von und über Günther Anders“, 26.9.1992, in Ihrem Blatt. S.g. Herren ›FAZ‹-Herausgeber, mit angemessener Verspätung gerät mir der zweite von Fulds (...)

  • Wolfgang Beck
    Dank von & an Günther Anders
    (No. 465-467, November 1992)

    G.A. hat seit mehr als 10 Jahren Wien nicht mehr verlassen; seit anderthalb Jahren lebt er in einem Pflegeheim, nach einem Schenkelhalsbruch kann er sich kaum mehr bewegen. Sein Radius reicht über wenige wackelige Schritte vom Bett zum Tisch oder (...)

Neueste Beiträge der WWW-Ausgabe

  • IG Autorinnen Autoren
    Solidarität mit Oksana Stavrou
    (4. März 2024)

    Am 23.2.2024 informierte die Theodor Kramer Gesellschaft mit der Bitte um Kenntnisnahme und Verbreitung wie folgt: „Unsere Autorin Oksana Stavrou wurde im Aktionsradius Wien physisch angegriffen.“ Anm. d. Red: Breaking News bestätigen den Befund (...)

  • Karl Bruckmaier
    Paint it black
    (3. März 2024)

    „Bis man mich erschießt, werde ich darauf beharren, dass Kunst, sobald sie mit Politik in Berührung gebracht wird, unvermeidlich auf das Niveau beliebigen ideologischen Plunders herabsinkt.“ Vladimir Nabokov, Frühling in Fialta Liebe Leserin, lieber (...)

  • Konstantin Kaiser
    Nationalismus
    (13. September 2023)

    Sich einem bestehenden Begriff neu anzunähern bedeutet zugleich, sich von dessen bisherigem Verständnis zu entfernen. Das Deutsche liebt es, in räumlichen Metaphern zu formulieren – enträumlicht gesprochen: Begriffe neu zu klären, bedeutet zugleich (...)

  • Jürg Jegge
    Wiener Theaterbummel
    (11. Juli 2023)

    Alle sechs Wochen, ungefähr, kommt Jürg Jegge nach Wien und ins Burgenland, alle sechs Wochen, ungefähr, fährt er zurück nach Rorbas im Bezirk Bülach des Kantons Zürich in der Schweiz. Bei uns in Wien und Umgebung besucht er von Alters her die Theater (...)

  • Konstantin Kaiser
    „Politische Aufklärung“ in Österreich
    (30. November 2022)

    In der Woche 27 des Jahres 2022 (4. bis 10. 7. 2022), stellten die „Niederösterreichischen Nachrichten“, S. 42–43, Christa Bauer, die neue Geschäftsführerin des Mauthausen-Komitees vor. Christa Bauer, Weinviertlerin aus Wultendorf, weiß sich dem (...)

  • Peter Gutjahr
    Von Fröschen und von Skorpionen
    (4. Oktober 2022)

    1.Dialog Egokrücken Alfred und Slobo in einem Wiener Gemeindebau. Alfred, am Schreibtisch vor seinem Computer, spielt Schach, Slobo, mit einer Tasse Tee aus der Küche kommend setzt sich auf die Couch. Slobo: „Alfred, dein Wasserhahn tropft.“ (...)

  • Konstantin Kaiser
    Je länger der Krieg andauert, desto wichtiger wird die Propaganda
    (22. Mai 2022)

    Preprint seines Editorials zur „Zwischenwelt“ Nr. l/22 Zeitschrift der Theodor Kramer Gesellschaft Erscheint Anfang Juni Der Vernichtungskrieg, den das Terrorregime der Russischen Föderation gegen die Republik Ukraine führt, die Vergewaltigungen, (...)

  • Konstantin Kaiser
    Der Narzißmus des „Bin ich nicht“
    (17. Januar 2022)

    Über Rudolf Burgers erstes posthumes Buch. Die Besprechung erschien zuerst im Magazin der Theodor Kramer Gesellschaft „Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands“ 38/4, Dezember 2021, 70f., hier mit freundlicher Genehmigung (...)

  • Gerhard Oberschlick
    Über Gott und die Welt und das Böse
    (17. Januar 2022)

    Ein wutiges Pamphlet, zuerst gegen Anton Pelinka und sodann gegen mich, enthält das erste posthume Buch von Rudolf Burger im Nachwort des Herausgebers. Offenbar hatte ihn erbost, wie meine Analyse des Artikels gegen „Gedenken“ und für das (...)

  • Gerhard Oberschlick
    ­Rudolf Burgers Glück
    nach dem Ende
    (24. Oktober 2021)

    Das eine brachte der Postbote am 3. Juli. Absender: Sonderzahl, handschriftliches Begleitbillett in Versalien: Mit herzlichen Grüszen, Unterschrift (unleserlich). Autor: Rudolf Burger, Herausgeber: Bernhard Kraller, der im Nachwort meine (...)

  • Moralischer Absturz in eine gefährliche und unmenschliche Politik!
    (5. Juli 2021)

    Berlin, den 5. Juli 2021 Sehr geehrter Herr Bundespräsident, mit Entsetzen haben wir die von den Revolutionsgarden im Iran nahestehenden Medien verbreitete Nachricht Ihrer Glückwünsche an Ebrahim Raisi vernommen. Auch der Botschafter des (...)

  • Stephan Steiner
    Rückkehr des Verworfenen
    (20. Mai 2021)

    Günther Anders: Schriften zu Kunst und Film. Herausgegeben von Reinhard Ellensohn und Kerstin Putz. München: C.H.Beck 2020 Günther Anders: Die Weltfremdheit des Menschen. Schriften zur philosophischen Anthropologie. Herausgegeben von Christian (...)

aus 42 Jahren FORVM

  • Claus Gatterer
    Togliatti und die Ursachen
    (No. 130, Oktober 1964)

    Das „Memorandum über Fragen der internationalen Arbeiterbewegung und ihre Einheit“, das der verstorbene Führer der KPI, Palmiro Togliatti, kurz vor seinem Tod in Jalta verfaßt und seiner Partei als politisches Testament hinterlassen hat, scheint zu (...)

  • Paul Hernadi
    Von Kapitalisten und Misanthropen
    (No. 131, November 1964)

    Nathan der Weise, der Jude, der Klassische, der Zeitgemäße — sie verdecken oft den Blick auf Nathan den Bürger. Sir William Sampson oder der Oberst Odoardo Galotti, ein Patrizier mit Landgut und kleinadeligem Lebensstil, werden viel häufiger als der (...)

  • Tibor Déry • Mirza von Schüching (Übersetzung)
    Über die Annehmlichkeiten der Zivilisation (I)
    (No. 131, November 1964)

    Mit freundlicher Genehmigung des Autors und des S. Fischer-Verlages drucken wir nachfolgend ein Kapitel aus dem Roman „Herr G. A. in X.“, welcher auf deutsch noch nicht vorliegt. Tibor Déry, zu dessen siebzigstem Geburtstag wir herzlich (...)

  • Eduard März
    Planung ohne Planwirtschaft (II)
    (No. 131, November 1964)

    Was den privatwirtschaftlichen Sektor der Volkswirtschaft anlangt, ist der Plan nur als eine Vorschau auf die kommende wirtschaftliche Entwicklung gedacht, wobei ihm bestimmte Annahmen hinsichtlich des vom Staate einzuschlagenden (...)

  • Hermann Mörth
    Delogierte Meinungsfreiheit
    (No. 131, November 1964)

    FORVM verweist auf eine nunmehr elfjährige Regsamkeit als Marktplatz für Meinungsware von anderswo unanbringlicher Qualität und Quantität, als Stadion für den Amoklauf quer über geheiligte Weltanschauungs- sowie insbesondere Parteizäune. Gedeckt durch (...)

  • Claus Gatterer
    Togliatti und die Ursachen (II)
    (No. 131, November 1964)

    Den „gewissen Pessimismus“ und die Furcht vor einer reaktionären Entwicklung teilt Togliatti mit Nenni. Daraus entspringt jedoch keine gemeinsame Politik — erstens wegen der Rivalität zwischen KPI und Nennis PSI (Partito Socialista Italiano); (...)

  • Heinz Ohff
    Pop oder die Kunst, keine Kunst zu machen
    (No. 132, Dezember 1964)

    Nicht wir wollen schockieren, sondern die Dinge schockieren uns. Winfred Gaul Es ist erst ein paar Jahre her, da kam uns seltsame Kunde aus Amerika. Die ersten Augenzeugenberichte hörte man mit ungläubigem Staunen. Wie es schien, war die jüngste (...)

  • Tibor Déry • Mirza von Schüching (Übersetzung)
    Über die Annehmlichkeiten der Zivilisation (II)
    (No. 132, Dezember 1964)

    „Meine Damen und Herren, was macht bei uns im Ausland das Leben so anziehend:“ fragte G. A. und beugte sich in seinem Schaukelstuhl nach vorn. Seine Stimme schien diesmal vor nervöser Erregung ein wenig gedämpft, es klopfte heftig in seinen (...)

  • Hermann Mörth
    Entfremdete Arbeitswelt
    (No. 132, Dezember 1964)

    Vor einigen Jahren hat Fritz Klenner mit Intuition und Sachkenntnis in einem Buch, das über Österreich hinaus aufhorchen ließ, das „große Unbehagen“ beschrieben, das die spätkapitalistische Gesellschaft trotz Wohlstand und Wohlfahrt erfaßt hat. (...)

  • Guntram Hämmerle
    Entfremdetes Eigentum
    (No. 132, Dezember 1964)

    Was Eigentum heißt, wird seit über tausend Jahren durch das römische Recht festgelegt. Nach diesem wird das Eigentum für den Menschen zu einem allgemein gültigen Rechtsverhältnis, welches festlegt, worüber er ungehindert verfügen kann oder nicht. Das (...)

  • Norbert Leser
    Lenin und Schopenhauer
    (No. 132, Dezember 1964)

    Das biographisch bezeugte Interesse Lenins an der Philosophie Schopenhauers führt auf die Spur eines Zusammenhanges zwischen den beiden so verschiedenen Denkern. Was Lenin an Schopenhauer faszinierte, war wohl die seinen eigenen Auffassungen (...)

  • Christian Broda
    Gesellschaft und individuelle Freiheit
    (No. 132, Dezember 1964)

    Die individuellen Freiheitsrechte sollen die Privatsphäre des einzelnen in der Gesellschaft schützen. Das ist die geläufige Begriffsbestimmung. Was das Bestehen oder Nichtbestehen von Freiheitsrechten in der Gesellschaft für die Menschen wirklich (...)

  • Hans Kelsen
    Die Funktion der Verfassung
    (No. 132, Dezember 1964)

    Das Recht ist ein System von Normen; und Normen sind der Sinn von Willensakten, die auf das Verhalten anderer gerichtet sind. Diese Willensakte sind Willensakte von Menschen oder von übermenschlichen Wesen wie die Willensakte Gottes oder — wie im (...)

  • Christian Broda
    Gesellschaft und individuelle Freiheit (II)
    (No. 133, Januar 1965)

    Die moderne arbeitsteilige Gesellschaft vergibt noch größere Macht an jene, die die Geschäfte der herrschenden Klassen führen sollen, als es in früheren Gesellschaftsordnungen der Fall gewesen ist. Auch die Versuchung unkontrollierter Machtausübung (...)

  • Heinrich Drimmel
    Was Wien zur Weltstadt fehlt
    (No. 133, Januar 1965)

    Dr. Heinrich Drimmel, zweitens langjähriger Unterrichtsminister, erstens noch längerjähriger FORVM-Mitarbeiter, ist zur neuen Würde eines Vizebürgermeisters von Wien aufgerückt. In unsere gelassene Freude, daß aus FORVM-Mitarbeitern eben immer etwas (...)

  • Hans Eberhard Goldschmidt • Karl Kraus
    Verschollene Faschingsnotizen von Karl Kraus
    (No. 134, Februar 1965)

    Dem Wiener Buchhändler und Antiquar Dr. Hans Eberhard Goldschmidt verdanken wir die nachstehenden Kuriosa, für die wir uns keinen passenderen Erscheinungstermin wüßten als den jetzigen: der Fasching, in dem sie entstanden, liegt jetzt genau 70 Jahre (...)

  • Claus Gatterer (Übersetzung) • Ignazio Silone
    Begegnungen mit Musil
    (No. 134, Februar 1965)

    Der am 1. Mai 1900 in Pescina dei Marsi in den Abruzzen geborene Ignazio Silone hat im FORVM schon so lange nichts veröffentlicht (zuletzt „Vom Schrecken des Wohlfahrtsstaates“, Heft VIII/91-92, und „Tolstoi in den Abruzzen“, Heft VIII/87)‚ daß wir (...)

  • Egon Matzner
    Das Geheimnis des Wirtschaftsbeirates
    (No. 134, Februar 1965)

    Hiemit setzen wir die FORVM-Diskussion über wirtschaftliche Grundsatzfragen fort, in der bisher zu Wort kamen: Eduard März („Planung ohne Planwirtschaft“, Heft XI/ 130), Franz Nemschak („Planung ist nicht Bolschewismus“, Heft XI/128), Ernst Veselsky (...)

  • Ernst Topitsch
    Marx ist tot, es lebe Marx!
    (No. 134, Februar 1965)

    Bekanntlich ist die Loslösung des modernen wissenschaftlichen Denkens von älteren Formen der Weltauffassung und Selbstinterpretation nur langsam und schrittweise erfolgt. So tragen zahlreiche Philosophen der europäischen Neuzeit das Doppelgesicht (...)

  • René Marcic
    Ernst Jünger und der Weltstaat
    (No. 134, Februar 1965)

    Der Mensch, wie er da ist, steht mitten auf dem Feld des Rechts; er bestellt es, nimmer stampft er es aus dem Nichts. Selbst an düstersten Orten leuchtet das Licht des Rechts, „unter armsel’gem, rauchschwarzem Dach“: Δίκη δὲ λάμπει μὲεν ἐν δύσκαπνοις (...)

  • Economicus
    Dollar go home!
    (No. 134, Februar 1965)

    Der Beschluß der französischen Nationalbank, 300 Millionen Dollar aus ihren Devisenreserven in Gold zu konvertieren, ist in der westlichen Welt als Claironsignal zum Angriff gegen die westliche Leitwährung verstanden worden. Goldene Zeiten für die (...)

  • Ephraim Kishon • Friedrich Torberg (Übersetzung)
    Die zögernde Vorhut
    (No. 134, Februar 1965)

    Der israelische Satiriker Ephraim Kishon, unseren Lesern durch die Vorabdrucke aus seinen deutsch erschienenen Büchern (und wohl auch durch die Lektüre der Bücher selbst) schon seit langem bekannt, glossiert in seiner täglichen Column im „Ma’ariv“, (...)

  • Ivar Ivask
    Werkstatt als Schule des Lebens
    (No. 135, März 1965)

    Es ist unwürdig, sich den Tatsachen zu verschließen. Es ist allerdings noch unwürdiger, von vornherein mit ihnen intim zu sein. Aber sich selbst in ihnen zuerkennen, das allein begründet eine Freundschaft mit der Welt. Heimito von Doderer Nachdem (...)

  • Erwin Weissel
    Wirtschaftswunder oder Keynes?
    (No. 135, März 1965)

    Die Prognosen über die Zukunft des Kapitalismus lassen sich bis zu Marx zurückverfolgen, also bis zu jener Zeit, da die — am Anfang grenzenlose — Begeisterung für die neue bürgerliche Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung merklich abgeflaut war, weil (...)

  • Ernst Topitsch
    Marx ist tot, es lebe Marx!
    (No. 135, März 1965)

    Marx und Feuerbach haben das Motiv der Entfremdung aus theologisch-metaphysischen Spekulationen übernommen, nämlich aus dem deutschen Idealismus, dessen Zusammenhänge mit den Traditionen des Neuplatonismus und der Gnosis noch immer zuwenig bekannt (...)

  • René Marcic
    Ernst Jünger und der Weltstaat
    (No. 135, März 1965)

    Wie ist Carl Ritters, des großen Geographen, großer Satz zu verstehen: „Auf den Menschen reimt sich die ganze Natur“? Hat überhaupt Protagoras je das Wort gesetzt, der Mensch sei das Maß aller Dinge? Mitnichten, im landesüblichen Sinn. Das Recht ist (...)

  • Sokratis Dimitriou
    Roland Rainers Richtmaß
    (No. 136, April 1965)

    In einem Begleitwort zum Katalog der Ausstellung „Bauten, Schriften und Projekte 1955-1965“ bittet Roland Rainer um Verständnis, daß er „nur eine recht beschränkte Anzahl von ausgeführten Arbeiten zeigen“ könne. Er habe in den zehn Jahren seit 1955 (...)

  • Franz Taucher
    Rede über die Heimat
    (No. 136, April 1965)

    Haben wir im ersten, allgemeinen Teil dieses Heftes einen Dominikanerpater und päpstlichen Professor eher „Linkes“ zur Kritik der Demokratie vorbringen lassen, so sei hier, im Literatur-Teil, einem sozialistischen Romancier und Essayisten hohen (...)

  • Herbert Read
    Georg Lukács — Kritik und Gratulation
    (No. 136, April 1965)

    Sir Herbert Read, 72jähriger Altmeister der angelsächsischen Kunstkritik, schrieb den nachstehenden Beitrag für eine demnächst erscheinende Festschrift (herausgegeben von Frank Benseler) zum 80. Geburtstag seines Kollegen Georg Lukács im Hermann (...)

  • Bruno Kreisky
    Europäischer Realismus
    (No. 136, April 1965)

    Im Rahmen des ökonomisch-soziologischen Kolloquiums der Universität Basel hielt der Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten eine vielbeachtete, aber ungenügend wiedergegebene Rede. Wir freuen uns, nachstehend die wesentlichen Gedanken im (...)

  • Economicus
    Angriff auf Fort Knox
    (No. 136, April 1965)

    De Gaulles Forderung, das Welt-Währungssystem durch Rückkehr zur Golddeckung zu reformieren, hat so viele Gründe und Hintergründe wie seine ganze Politik. De Gaulles hochpolitischer Husarenritt gegen den Dollar hat aber auch währungstechnische (...)

  • Alfred M. Missong
    E. K. Winter — Mitschöpfer der Zweiten Republik
    (No. 137, Mai 1965)

    Der Mann, dem diese Zeilen gewidmet sind, ist, so scheint es, von unserer Gesellschaft bereits kurz nach seinem Tode im Jahre 1959 dem Schicksal der Vergessenheit überantwortet worden: Er hat dieser Gesellschaft mutiger und gründlicher (...)

  • Carl Grünberg
    Forscher, Lehrer, Mandarine
    (No. 137, Mai 1965)

    Dr. Carl Grünberg, vor 25 Jahren fast achtzigjährig gestorben, war Professor an der Universität Wien, Jude und Marxist. Daß er alles drei sein konnte, spricht für die Zeit, in der er es war (1900-1924). Heute wäre dies wohl unmöglich. Gar erst mit so (...)

  • Felix Ermacora
    Kelsen und die marxistische Staatslehre
    (No. 137, Mai 1965)

    Eigentümlicherweise ist in der heute immer reicheren staats- und rechtswissenschaftlichen Literatur der westlichen Welt kaum ein Beitrag zu finden, der sich ernsthaft mit der Marx’schen Prophetie vom Absterben des Staates auseinandersetzt. Die (...)

  • Friedrich Kurrent • Johannes Spalt
    Die Flaktürme — Podeste für das zukünftige Wien
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Die mittelalterliche Stadt Wien schuf sich mit St. Stephan ihre Mitte und mit dem Stephansturm ihre weithin sichtbare, auch heute noch wirksame Dominante. Die barocke Stadt sprengte zum erstenmal die Umgürtung der Festungsmauer und griff mit (...)

  • Ernst Krenek
    Rätselhaftes Spanien
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Wie alles andere, wurde auch das Reisen gründlich demokratisiert. Privilegien sind selbst mit viel Geld nicht mehr zu kaufen. In der alten Zeit gab es den Orient-Expreß, der nur Multimillionären, kostbaren Kokotten und höchstbezahlten Spionen (...)

  • Ephraim Kishon • Friedrich Torberg (Übersetzung)
    Von Kellnern, Hoteliers und Parkplätzen
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Mit seinen beiden Satirensammlungen „Drehn Sie sich um, Frau Lot“ und „Arche Noah, Touristenklasse“ hat Ephraim Kishon, der erste Humorist des jungen Staates Israel, das Lesepublikum dreier Kontinente erobert (und die amerikanische Kritik ließ ihm (...)

  • Jürgen Rühle
    Die Republik der Unpolitischen
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Die Republik — wie gefällt euch das Wort in meinem Munde? Thomas Mann Im Oktober 1922 hielt Thomas Mann vor Berliner Studenten seine Rede „Von Deutscher Republik“, worin er es unternahm, die akademische Jugend „für die Republik zu gewinnen und für (...)

  • Alfred M. Missong
    E. K. Winter — Mitschöpfer der Zweiten Republik
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Für Winter war somit jeder gegebene Staat besser als der erst kommende, utopische, durch die Revolution erzeugte. Daß man durch politische auch soziale Revolutionen vorantreiben könne, sei ein verhängnisvoller Irrglaube der Sozialdemokratie. Es habe (...)

  • Hans Mayer
    Von Cicero bis Ulbricht
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Die Auffassung der Gegenwart als heroischer Periode ist also im Kapitalismus eine unbewußte Flucht vor dem Realismus ins Rhetorische. Georg Lukács, Aktualität und Flucht (1941) in: Schicksalswende. Beiträge zu einer neuen deutschen Ideologie. Berlin (...)

  • Friedrich Abendroth • Willy Brandt • Gerhard Bronner • Anton Burghardt • Felix Butschek • Fritz Csoklich • Julius Deutsch • Josef Dobretsberger • Heimito von Doderer • Heinrich Drimmel • Herbert Eisenreich • Anton Fellner • Iring Fetscher • Paul Flora • Rupert Gmoser • Willfried Gredler • Josef Hindels • Ernst Koref • Alexander Lernet-Holenia • Norbert Leser • Georg Lukács • René Marcic • Eduard März • Albert Massiczek • Hermann Mörth • Oswald von Nell-Breuning • Roland Nitsche • Bruno Pittermann • Walter Pollak • Viktor Pospischil • Ludwig Reichhold • Johann Schasching • Gustav Scherbaum • Willi Schlamm • Franz-Martin Schmölz • Eduard Speck • Franz Taucher • Rudolf Weiler • Erwin Weissel • Erik G. Wickenburg
    100 Worte Sozialismus
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus? Dies herauszufinden, schien uns eines größer angelegten Versuches wert. Von (...)

  • Ignazio Silone
    Massen und Apparate
    (No. 138-139, Juni 1965)

    In den wenigen Jahren vom Sieg der russischen Revolution bis zum Auftreten der faschistischen Bewegungen in einigen Ländern Westeuropas verlor die Masse ihren Glorienschein. Sie galt nicht mehr als „fortschrittlich und bewußt“, sondern wurde von den (...)

  • Leszek Kołakowski
    Materialismus als negative Mystik
    (No. 138-139, Juni 1965)

    Der Wert der fundamentalen Unterscheidung Diltheys zwischen verstehenden und erklärenden Erkenntnisakten ist bis zu einem gewissen Grade von der psychologischen Interpretation dieser Unterscheidung überschattet worden. Es hat sich jedoch zeigen (...)

  • Friedrich Torberg
    Eine Erinnerung an Martin Buber
    (No. 140-141, August 1965)

    Über Martin Buber, der am 13. Juni 1965 im Alter von 87 Jahren in Jerusalem starb, ist zum Gedenken sehr viel Ehrendes und Gründliches veröffentlicht worden, das meiste in der deutschen und schweizerischen Presse, das wenigste in der (...)

  • Jürgen Rühle
    Thomas Manns Republik der Unpolitischen
    (No. 140-141, August 1965)

    Kann nach eindeutigem Frontwechsel noch von einer Kontinuität der Weltanschauung gesprochen werden, wie es Thomas Mann bei der Drucklegung seiner Rede „von Deutscher Republik“ tat? Dieser republikanische Zuspruch setzt die Linie der (...)

  • Egon Eis
    Recht ist, was dem Richter nützt
    (No. 140-141, August 1965)

    „Die Taktik, ideologische Gegner nicht nur physisch zu vernichten, sondern in Schauprozessen auch moralisch zu verdammen‚ ist uralt“, schreibt Egon Eis im Vorwort zu seinem demnächst im Econ-Verlag, Düsseldorf und Wien, erscheinenden Buch „Illusion (...)

  • Leszek Kołakowski
    Über die Unentbehrlichkeit der Metaphysik
    (No. 140-141, August 1965)

    Die räumliche Vorstellung vom Verhältnis des „Bewußtseins“ zu den Körpern ist selbstverständlich zulässig. Zweideutigkeit entsteht jedoch immer dann, wenn der Materialist versucht, von diesem Standpunkt aus einen gegnerischen Standpunkt zu bekämpfen. Er (...)

  • Ernst Bloch
    Der Mensch als Möglichkeit
    (No. 140-141, August 1965)

    Am 8. Juli 1885 wurde Ernst Bloch in Ludwigshafen geboren, von wohlhabenden Eltern. Zunächst Studium aus Lust am geistigen Abenteuer: Philosophie, Germanistik, Physik, in München, Würzburg, Berlin, dortselbst bei Georg Simmel. Hierauf Reisender (...)

  • Bruno Kreisky
    Gespräch mit dem Osten
    (No. 140-141, August 1965)

    In einer Zeit, da viel geredet und wenig gesagt wird, müssen Ausnahmen sorgfältig registriert werden. Nachstehend drucken wir daher die Präsentation einer österreichischen Außenpolitik, deren geistiger Hintergrund von der Donaumonarchie bis zum (...)

  • Economicus
    Sechs der Brüder sind wir gewesen ...
    (No. 140-141, August 1965)

    Der große Krach in Brüssel ist da. Ohne jede pariserische Elegance hat de Gaulle die Tür zur EWG mit einem Knall geschlossen, der Widerhall in der ganzen Welt gefunden hat. Und doch ist dieser Exodus Frankreichs bei weitem nicht jene Sensation, zu (...)

  • Albert Drach
    Amtshandlung gegen einen Unsterblichen
    (No. 140-141, August 1965)

    Der Kommissarius nächst dem Westbahnhof, Anselmus Bonifazius Christophorus Linckerhandt, auch von seinen „Spezis“, das ist Duzfreunden, spaßhaft in sprachlichem Anklang an Abe Lincoln ABC Linckhorn geheißen, saß im Polizeisekretariat, an den (...)

  • Albert Drach
    Amtshandlung gegen einen Unsterblichen
    (No. 142, Oktober 1965)

    Und die Klingel schrillte nach dem Sekretarius, der das Aufzusetzende einzusetzen hatte. Aber dieser kam nicht, sondern es erschien statt seiner ein junges Mädchen, das sonst die Bedienung versorgte, in der für niedrige Dienste im Amt auch (...)

  • Bericht aus Warschau
    (No. 142, Oktober 1965)

    Das Stadtgericht in Warschau hat den 75jährigen Schriftsteller Jan Nepomuzen Miller zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich erlaubt hat, kritische Betrachtungen über die rückläufige Bewegung in der polnischen Innen- und Kulturpolitik zu (...)

  • Ivan Sviták
    Brief aus Prag
    (No. 142, Oktober 1965)

    Daß der Weg, auf dem der nachfolgende Brief zu uns gelangte, nicht geschildert werden kann, begreift man bei seiner Lektüre. Der Adressat ist ein hoher kommunistischer Funktionär der ČSSR, der Schreiber ein auch im Westen bekannter, hochbegabter (...)

  • Oscar Bronner
    Die Richter sind unter uns
    (No. 142, Oktober 1965)

    Unter dem Titel „Recht ist, was dem Richter nützt“ charakterisierte Egon Eis, FORVM XII/140-141, die NS-Justiz in einem allgemein gehaltenen Beitrag; daran schließt sich leider ganz zwanglos der nachfolgende, speziell österreichische. Noch spezieller (...)

  • Hermann Mörth
    Traum vom einen Sozialismus
    (No. 142, Oktober 1965)

    Der Autor bat uns um Abdruck seiner folgenden Vorbemerkung: Dem unterrichteten Leser wird es nicht schwerfallen, Widersprüche zwischen den nachstehend entwickelten Gedanken und meinen früheren Außerungen irn FORVM oder in der ‚Zukunft‘ zu (...)

  • Hans Kelsen
    Recht und Logik
    (No. 142, Oktober 1965)

    Über obiges Thema sprach im Frühling dieses Jahres der Schöpfer unserer Verfassungsurkunde vor jungen Wiener Akademikern. FORVM freut sich über die Bereitwilligkeit des Altmeisters der österreichischen Jurisprudenz, die Druckbewilligung zu erteilen. (...)

  • Hans Daiber
    Volksschriftsteller Marquis de Sade
    (No. 143, November 1965)

    Auf dem westdeutschen Büchermarkt hält die Hausse in Büchern von und über den Marquis de Sade unvermindert an. Für jeden Verlag, der das Rennen um diesen Freudseibeiuns aufgegeben hat, springt ein neuer ins Geschäft. Der Merlin-Verlag in Hamburg, der (...)

  • Thomas Terry
    Virtuose des Lebens
    (No. 143, November 1965)

    Von Casanova (Johann Jakob de Seingalt) heißt es in der altehrwürdigen siebenten Originalauflage des von Brockhaus herausgegebenen „Conversations-Lexicons“ (1830), er sei „bekannt durch seine Memoiren als ein origineller, lebenskräftiger und (...)

  • Hermann Mörth
    Traum vom einen Sozialismus
    (No. 143, November 1965)

    Stalin hatte sich zuviel zugemutet, als er versuchte, sowohl den Ketzer Tito zu liquidieren als auch die gesellschaftlichen Konsequenzen der Industrialisierung der Sowjetunion zu verhindern. Die soziale Entwicklung hatte den Eispanzer seiner (...)

  • Hans Kelsen
    Recht und Logik
    (No. 143, November 1965)

    Die Anwendung der logischen Regel der Schlußfolgerung auf Forderungssätze erfolgt demnach nach Dubislav nach dem folgenden Grundsatz: „Ein Forderungssatz F heißt im weiteren Sinne ableitbar aus einem Forderungssatz E, wenn der zu F gehörende (...)

  • Oscar Bronner
    Die Richter bleiben unter uns
    (No. 143, November 1965)

    Im vorigen Heft brachte das FORVM einen Beitrag von Christian Broda mit der Einbegleitung, es bekenne sich hinsichtlich des Autors „nach wie vor zu Wertschätzung und Hochachtung vor einer Mischung von Intellekt und Dynamik, wie sie in Österreich (...)

  • Herbert Schambeck
    Parteiadelsrepublik Österreich
    (No. 143, November 1965)

    Österreich ist ein Parteienstaat, d.h. ein Staat, in dem mehr Parteien als eine wirkkräftig sind. Eine Mehrzahl von Parteien tritt wahlwerbend auf und beherrscht in eindeutiger Weise das Öffentliche Geschehen. Nur wenige Lebensbereiche haben keinen (...)

  • Friedrich Torberg
    Plädoyer für den Zwischenraum
    (No. 144, Dezember 1965)

    Auf der Anfang Oktober abgehaltenen Tagung der „Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung“ in Darmstadt wurden als neu gewählte Mitglieder der Germanist der Universität Amsterdam, Prof. Jan Alker‚ der deutsche Schriftsteller Hans Bender ( München) (...)

  • Christian Broda
    Die Republik hat den Schlußstrich gezogen
    (No. 144, Dezember 1965)

    [(Vorbemerkung Ich komme der Aufforderung der Redaktion des FORVM zur Stellungnahme zu den Aufsätzen „Die Richter sind unter uns“ (Heft XII/142) und „Die Richter bleiben unter uns“ (Heft XII/143) nach, weil an mich als Bundesminister für Justiz (...)

  • Marcel Reding
    Sozialismus als christliche Idee
    (No. 144, Dezember 1965)

    Marcel Reding, aus Luxemburg gebürtig, ist Professor für Theologie an der Freien Universität Berlin. Er gehört zu den hervorragenden Kennern, Kritikern — und fast hätten wir hinzugefügt: Schätzern — des Marx’schen Denkwerkes im christlich-katholischen (...)

  • An unsere Leser
    (No. 144, Dezember 1965)

    Mit Ende dieses Jahres kehrt Friedrich Torberg, Gründer und langjähriger Herausgeber des FORVM, zu seiner literarischen Arbeit zurück und übergibt die Leitung der Zeitschrift nunmehr zur Gänze an Günther Nenning, der ihm seit 1959 als engster (...)

  • J. Peter Stern
    Der teure Kauf
    (No. 145, Januar 1966)

    Es ist wohl allgemein anerkannt, daß die deutsche Literatur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Weltliteratur gehört; keine andere literarische Epoche, auch nicht die der Weimarer Klassik, ist so stark in das literarische Bewußtsein (...)

  • Eduard März
    Das Neo-Kapital
    (No. 145, Januar 1966)

    Dr. Eduard März, Leiter der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Arbeiterkammer in Wien, gehört zu den wenigen auch international wohlakkreditierten Vertretern der österreichischen Nationalökonomie. Gerade weil er deren linker Flügelmann ist, (...)

  • Erwin Weissel
    Zur Mythologie der Investition
    (No. 146, Februar 1966)

    Dr. Erwin Weissel, unorthodoxer Vertreter der jüngeren Generation sozialistischer Nationalökonomen in der Wiener Arbeiterkammer, setzt hiemit seinen Emmythologisierungsfeldzug fort, siehe „Der Mythos vom Defizit“ in Heft VIII/93, „Pyrrhus als (...)

  • Economicus
    Warten auf de Gaulle
    (No. 146, Februar 1966)

    Als de Gaulle am 1. Juli 1965 unter gewaltigem internationalem Aufsehen den Verhandlungstisch des EWG-Ministerrates verließ und sich in den Pariser Schmollwinkel zurückzog, begann jene Krise der Sechsergemeinschaft, die der General seither in (...)

  • Friedrich Heer
    Der Fremde aus Wien
    (No. 146, Februar 1966)

    Es war einmal ein Dichter, dem die erwachende Jugend ganz West- und Osteuropas zujubelte; Goethe hat ihm in der Gestalt des Euphorion im „Faust“ ein Mal der Erinnerung gesetzt; Lord Byron, der sich als Zugvogel der Zukunft freier Völker und freier (...)

  • Alexander Lernet-Holenia
    Blätter der Erinnerung
    (No. 146, Februar 1966)

    Die Wildgänse Zu einer gewissen Zeit brachten es die Umstände mit sich, daß ich fast jeden Sonntag nachts, gegen zehn Uhr etwa, über den Heldenplatz zu gehen hatte; und zwar kam ich von meinem Vater aus der Josefstadt und war auf dem Wege zu meiner (...)

  • Adolf Schärf
    Oktoberputsch
    (No. 146, Februar 1966)

    Aus dem stenographischen Protokoll des Nationalrates, 31. Sitzung, VI. Gesetzgebungsperiode (1949-1953), S. 1128 ff. In allen von den Russen besetzten Ländern war das, was die Kommunisten „Volksdemokratie“ nennen, im Jahre 1949 bereits (...)

  • Karl Gruber
    In Fischers Netzen
    (No. 146, Februar 1966)

    Aus seinem Memoirenwerk „Zwischen Befreiung und Freiheit“, Ullstein-Verlag, Wien 1953, 2. Auflage, S. 164 ff. Am 5. Mai 1947 organisierte die Kommunistische Partei „Hunger“-Demonstrationen in den Straßen Wiens. Demonstrationen dieser Art begannen in (...)

  • Otto Bauer
    Wir Bolschewiken
    (No. 146, Februar 1966)

    Der Bundeskanzler hat mir Freitag zugerufen: „Sie sind ein Bolschewik! Sie haben sich nie ehrlich zur Demokratie bekannt!“ Ich habe dem Bundeskanzler im Parlament nicht antworten können. Man kann nicht Gesinnungsbekenntnisse ablegen angesichts (...)

  • Heinrich Drimmel
    Lauter Intellektuelle
    (No. 146, Februar 1966)

    Der erste große Auftritt der Intellektuellen auf der politischen Bühne läßt sich auf den Tag genau feststellen: Versailles, 5. Mai 1789. Der König hatte die Generalstände einberufen; es war dies ein altes Mittel, die aufgeregten Gemüter zu besänftigen (...)

  • Mihajlo Mihajlov
    Warum ich schweigen muß
    (No. 146, Februar 1966)

    Dr. Mihajlo Mihajlov, Dozent der Universität Zadar, wurde wegen einer Artikelfolge, worin er die Sowjetunion kritisierte, verhaftet und verurteilt. Er berief, und der Oberste Gerichtshof Kroatiens hob das Urteil auf. Sodann wurde er von seiner (...)

  • Otto Haindl
    Unterschiede zwischen Planung und Planung
    (No. 147, März 1966)

    Gibt es Unterschiede zwischen Planung und Planung? Die Auseinandersetzung darüber ist in vollem Gang. Die alten Anhänger der Planung sind voll Hohn über Ausdrücke wie Planifikation, Wirtschaftsprogrammierung, planhaftes Wirtschaften. Sie sehen darin (...)

  • Zedenko Skreb
    Für rücksichtslose Literatur
    (No. 147, März 1966)

    Nachfolgender Text des Ordinarius für Germanistik an der Universität Zagreb wurde auf der Studienkonferenz über kulturelle Beziehungen zwischen Ost und West im Europahaus Wien gesprochen. Wenn wir die Stellung des Schriftstellers in unserer Zeit (...)

  • Louis Aragon
    Das Urteil
    (No. 147, März 1966)

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Kommunist das Urteil, das die Geschworenen im Prozeß Sinjawski-Daniel in Moskau fällten, unbeteiligt zur Kenntnis nimmt. Wir haben es hier mit einer, insbesondere für Frankreich, folgenschweren Tatsache zu tun. (...)

  • Andrej Sinjawski
    Kommunismus als Religion
    (No. 147, März 1966)

    Den nachfolgenden Aufsatz schrieb Andrej Sinjawski im Jahr 1959 für die französische Zeitschrift „Esprit“, die ihn anonym veröffentlichte. Heute liest man ihn über weite Strecken wie einen gespenstischen Hinweis auf seine nunmehr erfolgte Verurteilung (...)