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Werner Hofmann

Beiträge von Werner Hofmann

Werner Hofmann

Von der Zeit gezeichnet

Ein Beitrag zum Wesen der Karikatur
Oktober
1954

I. Gegenstände und Grenzen des direkten Angriffs Karikatur bedeutet Verstoß gegen eine Wertordnung, die sich gesichert glaubt. Wo sie am rücksichtslosesten zupackt, in der politisch-gesellschaftskritischen Bildsatire, entspringt sie dem umfassenden Erlebnis einer in Unordnung geratenen Welt und (...)

Werner Hofmann

Der österreichische Maler Anton Romako

November
1954

Vor wenigen Wochen erschien im Verlag Anton Schroll (Wien) ein in vielfacher Beziehung kostbares Buch: Fritz Novotnys lang erwartete Monographie des Malers Anton Ramako (120 Seiten, 24 Farbtafeln, 70 Tafeln und Abbildungen im Tiefdruck). Geschrieben von einem der besten Kenner der Malerei des (...)

Werner Hofmann

Die Grenzen der Gegenwartskunst

März
1955

Werner Hofmann

Eine Zeitschrift illustriert sich selbst

Zu den ersten vier Heften des „Magnum“
Mai
1955

Werner Hofmann

Kanzlist im Reich der Phantasie

Zur Ausstellung des graphischen Werks von Herzmanovsky-Orlando
Mai
1955

Werner Hofmann

Der späte Kokoschka

Juni
1955

Oskar Kokoschka leitet heuer zum dritten Mal die „Schule des Sehens“ auf der Festung Hohensalzburg und wird zum ersten Mal auch an den Salzburger Festspielen teilhaben: er arbeitet an den Bühnenbildern und Figuren zur kommenden Neuinszenierung der „Zauberflöte“. Diese Werke werden zusammen mit dem (...)

Werner Hofmann

Anregung und Kunstwerk

August
1955

Werner Hofmann

Josef Hofmann, ein Formschöpfer unserer Zeit

Januar
1956

Am 15. Dezember beging Oberbaurat Professor Josef Hoffmann seinen 85. Geburtstag. Aus diesem Anlaß schuf das Bundesministerium für Unterricht einen Josef-Hoffmann-Preis für österreichische Architekten in der Höhe von 20.000 Schilling.

Werner Hofmann

Der 70jährige Oskar Kokoschka

März
1956

Werner Hofmann

Die Kunst, sich unsichtbar zu machen

März
1956

Vor wenigen Monaten brachten zwei deutsche Verlage wichtige Werke zur Kunst des 20. Jahrhunderts heraus. Werner Haftmanns „Malerei im 20. Jahrhundert“ (Prestel- Verlag, München) und Carola Giedion-Welckers „Plastik des 20. Jahrhunderts“ (Verlag Gert Hatje, Stuttgart) besitzen den Rang von (...)

Werner Hofmann

Das optische Feuilleton

Mai
1956

Werner Hofmann

Modellentwurf der Gegenwart

Zur Wiener Ausstellung des New Yorker „Museum of Modern Art“
Juni
1956

Werner Hofmann

Welche Kunst in welches Volk?

September
1956

Werner Hofmann

Das gegenstandslose Unbehagen

Januar
1957

Unser Mitarbeiter Werner Hofmann hat nicht ohne Fug an den Ausführungen Fritz Thorns („Die Wahnsinnigen und ihre Kritiker“, III/33) Anstoß genommen; er meint, daß man aus der Verlegenheit einiger Londoner Kunstkritiker angesichts einer Ausstellung von Gemälden Geisteskranker keine so leichtfertigen (...)

Werner Hofmann

Kein Tempel für die Musen

Februar
1962

Dr. Werner Hofmann den Lesern des FORVM vorzustellen, ist doppelt überflüssig; einmal, weil ihn seine Schriften — zuletzt erschienen das Fischer-Lexikon „Bildende Kunst III“, der Bildband „Das irdische Paradies — Kunst im 19. Jahrhundert“ und ein von ihm eingeleiteter Band mit Graphik von Georges Braque (...)

Werner Hofmann

Kein Tempel für die Musen (II)

März
1962

Kunst war zu allen Zeiten mit Problematik behaftet, sie hat sich nie von selbst verstanden. Sie ist nicht das tägliche Brot der Menschheit. Darum ist das Riskante und Provozierende, das ihr unentbehrlich ist, nicht vom nivellierenden Nebeneinander des „Imaginären Museums“ abzulesen, sondern wird in (...)

Werner Hofmann

Epilog zu Dada

Juni
1962

Werner Hofmann

Ausstellungsverbot in Wien?

November
1965

Am 29. Oktober 1965 eröffnete Dr. Werner Hofmann, Direktor am Museum des 20. Jahrhunderts, eine Ausstellung des Plastikers Robert Müller. Dabei bat er den Künstler um Vergebung, daß er von Dingen sprechen werde, die nur entfernt etwas mit dieser Ausstellung zu tun hätten — wir jedoch halten diese (...)

Werner Hofmann

Gegen falsche Traditionalisten

Für Herbert Boeckl, gestorben am 19. Jänner 1966
Februar
1966

Werner Hofmann

Glossen

Juni
1966

Werner Hofmann

Glossen

Juni
1966

Werner Hofmann

Zustände

Oktober
1966

Werner Hofmann

Zustände

Dezember
1966

Werner Hofmann

Zustände

Januar
1967

Werner Hofmann

Zustände

April
1967

Werner Hofmann

Zustände

Juni
1967

Werner Hofmann

Erst machen, dann nachmachen

November
1969

Friedrich Achleitner • Herwig Alth • Christian Ludwig Attersee • Ecke Bonk • Markus Brüderlin • Hermann Czech • Helmut Draxler • Robert Fleck • Harry Glück • Werner Hofmann • Herbert Hrachovec • Franz Kreuzer • Horst Kurnitzky • Herbert Lachmayer • Roland Lorrain • Roland Rainer • Dieter Ronte • Wieland Schmied • Dieter Schrage • Kristian Sotriffer • Johannes Spalt • Johannes Wagner • Patrick Werkner • Otto M. Zykan

Was bedeutet „postmodern“?

September
1985

Vor dreißig Jahren, 1955, gab es im FORVM eine Umfrage unter dem Titel „WAS BEDEUTET ‚MODERN‘?“ Dort hatte es unter anderem geheißen: „Wohl kaum ein zweites unter den gebräuchlichen Schlagworten wird ... so gedankenlos gebraucht wie das Wort ‚modern‘.“ Wir haben diese Umfrage jetzt (...)

Werner Hofmann (Soziologe) bei Wikipedia

Werner Hofmann (* 27. Juli 1922 in Meiningen; † 9. November 1969 in Wehrda bei Marburg) war ein marxistisch orientierter deutscher Soziologe und Volkswirt, Gründer des Bundes demokratischer Wissenschaftler (1968) und Mitbegründer der Partei Aktion Demokratischer Fortschritt (1969).

Der Sohn des Bankdirektors a. D. Rudolf Hofmann trat mit dem 11. September 1939 in die Klasse 7C des Maximiliansgymnasiums in München ein und wurde bereits ein Jahr später aus der 8. Klasse zur Wehrmacht eingezogen.[1] Nach Kriegsende studierte er ab dem Sommersemester 1946 Volkswirtschaftslehre an der Universität München.[2] Anschließend ging er 1948 aus Überzeugung in die Sowjetische Besatzungszone an die Universität Leipzig. Weil seine Promotion dort aus politischen Gründen nicht angenommen worden war und er daraufhin arbeitslos wurde, kehrte er 1952 nach München zurück. Dort promovierte er bei Adolf Weber (1953) und arbeitete an dessen Lehrbuch „Kurzgefasste Volkswirtschaftspolitik“ (1957)[3] mit. Seit 1958 lehrte er an der Hochschule für Sozialwissenschaften in Wilhelmshaven-Rüstersiel und habilitierte sich im gleichen Jahr bei Hans Raupach. Ab 1964 war er außerplanmäßiger Professor für Volkswirtschaftslehre in Göttingen, von 1966 bis 1969 ordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Marburg.

Werner Hofmann setzte sich als einer der ersten Wissenschaftler in der BRD mit dem Stalinismus als Ideologie, Herrschaftssystem und gesellschaftliches Phänomen auseinander. Er entwickelte ökonomische und soziale Theorien insbesondere zur Entwicklung des Kapitalismus und zur Wissenschaftssoziologie.

In den Sozialwissenschaften verband er verschiedene wissenschaftliche Ansätze miteinander, die er insbesondere in den „Sozialökonomischen Studientexten“ und der „Wirtschaftsgesellschaft“ überzeugend darstellte. Er gab Wissenschaftlern unterschiedlicher Richtungen wesentliche Anstöße, ohne jedoch eine eigene Schule gebildet zu haben. Zusammen mit Wolfgang Abendroth und Heinz Maus prägte er die Marburger Schule.[4]

Charakteristisch war für ihn die Verbindung von wissenschaftlicher Ökonomie und Soziologie in der Tradition der Sozialökonomie (vgl. Max Weber, Werner Sombart, Adolf Weber und Hans Raupach). Wissenschaftstheoretisch tendierte er trotz seiner Kritik am Neopositivismus nicht zum dialektisch-materialistischen Ansatz, sondern zu einer Scheidung von Subjekt und Objekt.

Hofmann wirkte an der Begründung der Aktion Demokratischer Fortschritt (ADF) mit, einem Wahlbündnisses von DKP und Deutscher Friedensunion. Dort war er Mitglied des Bundespräsidiums und hessischer Spitzenkandidat in der Bundestagswahl von 1969. Der von ihm als Reaktion auf das Marburger Manifest mitbegründete „Bund demokratischer Wissenschaftler“ sollte aber keiner kommunistischen Kaderbildung dienen, sondern Schutz der individuellen Forschungsfreiheit vor gesellschaftlichen Angriffen bieten. Wichtig war es ihm hier, auch renommierte Wissenschaftler außerhalb marxistischer Kreise zu gewinnen.

Wenige Wochen nach der Bundestagswahl 1969 erlag Hofmann einem Kreislaufkollaps.[5]

Seine Schrift zur Wirtschaftsgesellschaft wurde in Gruppen der Studentenbewegung in breitem Umfang rezipiert, während er diese Studenten seinerseits als „anarchistische Kleinbürger“ kritisierte.

Sein Sohn ist der 1951 geborene SPD-Politiker Joachim Hofmann-Göttig.

Schriften (Auswahl)

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  • Die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Berlin 1954
  • Wohin steuert die Sowjetwirtschaft?, Berlin 1955
  • Die Arbeitsverfassung der Sowjetunion, Berlin 1956
  • Gesellschaftslehre als Ordnungsmacht, Berlin 1961
  • Die säkulare Inflation, Berlin 1962
  • Ideengeschichte der sozialen Bewegung, Berlin 1962
  • Sozialökonomische Studientexte, Bd. 1 Wert und Preislehre, 2 Einkommenstheorie, 3 Theorie der Wirtschaftsentwicklung, Berlin 1964–66
  • Stalinismus und Antikommunismus. Zur Soziologie des Ost-West-Konflikts, Frankfurt a. M. 1967; 2., überarbeitete Auflage 1968
  • Universität, Ideologie, Gesellschaft: Beiträge zur Wissenschaftssoziologie. Frankfurt a. M., 1968
  • Grundelemente der Wirtschaftsgesellschaft, Reinbek 1969
  • Abschied vom Bürgertum. Essays und Reden, Frankfurt 1970
  • Industriesoziologie für Arbeiter. Klassenverhältnis und Arbeitsverfassung. Herausgegeben aus dem wissenschaftlichen Nachlass von Herbert Claas und Rainer Rilling, Heilbronn 1988
  • Herbert Claas u. a. (Hrsg.): Werner Hofmann. Gesellschaftslehre in praktischer Absicht (= Forum Wissenschaft. Studien 46). BdWi-Verlag, Marburg 1999, ISBN 3-924684-80-4.
  • Dieter BorisHofmann, Werner. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 9, Duncker & Humblot, Berlin 1972, ISBN 3-428-00190-7, S. 461 f. (Digitalisat).
  • Wilhelm Bernsdorf: Hofmann, Werner. In: Wilhelm Bernsdorf, Horst Knospe (Hrsg.): Internationales Soziologenlexikon. Band 1: Beiträge über bis Ende 1969 verstorbene Soziologen. 2., neubearbeitete Auflage. Enke, Stuttgart 1980, ISBN 3-432-82652-4, S. 185 f.
  • Gerhard Schäfer: Das Marburger Dreigestirn: Wolfgang Abendroth – Heinz Maus – Werner Hofmann. Zur Vorgeschichte kritischer Gesellschaftswissenschaft in Marburg, in: Stephan Moebius/ ders. (Hg.),Soziologie als Gesellschaftskritik. Wider den Verlust einer aktuellen Tradition; Festschrift für Lothar Peter, Hamburg: VSA-Verlag, 2006, S. 44–70, ISBN 3-89965-175-8.
  • Finn Langbein: "Zwischen den Schlagzeilen: Der Soziologe Werner Hofmann und die Printmedien um 1968" in: Portal Ideengeschichte, Essays Autorenstudenten, Nr. 001/06 - 2017, Uni Marburg, [1]

Einzelnachweise

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  1. Matrikel des Maximiliansgymnasiums in München, Schuljahr 1940/41
  2. Universität München / Studenten-Verzeichnis / Sommer-Halbjahr 1946 / (Semester B 1946) / Nach dem Stande vom Juni 1947 / München 1946, S. 47
  3. Adolf Weber: Kurzgefasste Volkswirtschaftspolitik. 7., neubearbeitete Auflage, 29.–31. Tausend. Duncker & Humblot, Berlin 1957.
  4. Lothar Peter Marx an die Uni. Die >>Marburger Schule. Geschichte, Probleme, Akteure, Köln 2014, S. 13f.
  5. GESTORBEN: Werner Hofmann. Der Spiegel 47/1969, 17. November 1969, abgerufen am 27. Juni 2017.

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