Zeitschriften » Internationale Situationniste » Numéro 4
Pierre Gallissaires (Übersetzung) • Asger Jorn • Hanna Mittelstädt (Übersetzung)

Originalität und Größe

(über das System von Isou)

Isodore Isou kritisiert die Schrift eines seiner Freunde aus einer kürzlich vergangenen Periode, den er schlicht X nennt, um ihm keine unverdiente Werbung zu machen, und erklärt in der 10. Nummer der Zeitschrift Poésie Nouvelle (1. Trimester 1960):

Eine der kleinlichsten Lügen des Verfassers von Grammes ist es, von meinem allgemeinen philosophischen System zu sprechen, während ich 1. dieses System nie öffentlich bekannt gemacht habe und 2. X. weder Prophet noch Kartenleser ist, um dieses zu erraten.

Während schon manche meiner Kollegen — von Pomerand bis Lemaitre, die seit Jahren mit mir zusammen tätig sind, versucht haben, dieses allgemeine System zu erraten (und wenigstens aufrichtig genug sind, bei dieser Frage zu schweigen, da sie es nicht geschafft haben), wie könnte der oberflächliche X., der mich kaum kennt, es begreifen? … Nur folgendes kann Herr Grammes von meinem Geistesorden wissen und zwar, dass er den Schöpfungen auf jedem Gebiet einen wesentlichen und ausschlaggebenden Wert gegenüber den anderen Werten zubilligt. Nun, gerade das tun all die aufeinanderfolgenden Herren X, die, nachdem sie mich kennengelernt haben, keinen höheren Wunsch haben, als zu diesen Schöpfern zu werden. Das Ergebnis des einzigen Einblicks des Herrn X. in mein System ist also sein bewusstes oder unbewusstes Bemühen, ihm zu folgen, während er gerade durch sein Unwissen um die Gesamtheit dieses Systems wirklich unfähig gemacht wird, sich schöpferisch zu betätigen, und weiter gezwungen wird, die Schöpfung durch Klatsch und unwahre Anmaßungen zu ersetzen … Nur indem man die schöpferische Hierarchie der einzigen zeitgenössischen — mit dem allgemeinen Wort „Lettrismus“ benannten — Avantgardebewegung akzeptiert, sich die erneuernde Wahrheit der unmittelbaren Vergangenheit und der Gegenwart freimütig aneignet und die Formen der zukünftigen Entwicklung der ästhetischen Lehre offen anerkennt, arbeitet man wirklich für die Geschichte der Kultur und für den Platz jedes verwirklichenden Menschen in dieser Geschichte.

(Von A. Jorn hervorgehoben)

Isous Beweisführung gründet sich auf den grundsätzlichen Irrtum, dem gemäß man ein System erst dann kennen würde, wenn man alle Folgen seiner Anwendung zur Kenntnis genommen hätte. Eine Idee, die bis zum Äußersten getrieben wird, indem sie das Zeugnis der individuellen Initiativbeziehung einschließt, um das System aufspüren zu können, sowie die Bedeutung der eventuell besonderen Benutzung seines Systems durch den Meister. Das System ist eigentliche eine Methode — die Methode der Positionen —, der Zustands-Koordination. Da die Positionen nicht wechseln, sind die Systeme bzw. die Positionsmethoden immer dadurch aufspürbar, dass man eine in dem System zufällig gewählte Kombination analysiert.

Isous System ist kein wissenschaftliches System, da es nicht mehrere wissenschaftliche Systeme davon gibt. Wäre Isous System wissenschaftlich gewesen, hätte es nicht „Isous System“ sein können, sondern nur die Anwendung des wissenschaftlichen Systems durch Isou auf ein bestimmtes Gebiet. Isous System setzt Isou voraus. Es ist ein System der Beziehungen zwischen Subjekt und Objekt — es ist eine Perspektive. Man braucht weder Prophet noch Kartenleser zu sein, um es zu entziffern, sondern man muss ihm nur ganz fremd sein. Ich kenne Isou nicht und ich habe gerade von seinem System Kenntnis genommen. Die Art und Weise, wie er die historischen Ereignisse anordnet, ist äußerst lustig und interessant und in der europäischen Perspektive vollkommen neu: er misst alle Werte nach der chinesischen Perspektive, während sie seit der Renaissance ständig nach der Zentralperspektive gemessen wurden.

Chinesische Perspektive und westliche Perspektive
(der Pfeil im Rechteck zeigt die gewöhnliche Blickrichtung an)

Es ist heute allgemein anerkannt, dass die Zeit eine Dimension wie alle anderen ist, die wie die des Raumes behandelt werden soll. Dem klassischen System tritt der Existenzialismus entgegen, der behauptet, der Augenblick sei der einzige Wert. Demgegenüber stellt Isou eine kleine Wertskala zwischen der unmittelbaren Vergangenheit und der Gegenwart (d.h. was Isou selbst heute macht) auf. Isou setzt sich als Größe in seine eigene Perspektive ein. Diejenigen, die sich mit der zwangsläufigen Verspätung des Anhängers mit dem beschäftigen, was Isou schon gemacht hat, sind also kleiner und werden von Lemaitre bis Pomerand immer kleiner, bis sie endlich den Nullpunkte erreichen, an dem der arme Herr X steht, der in Isous System das Garnichts, die Null darstellt — das, was in der Geschichte keinen Platz hat (aber in Isous historischem Raum, wodurch sich die Bedeutung erklären lässt, die der wiederholten Beschreibung dieses Nichts, dieser Personifizierung der Anonymität von Isou eingeräumt wird). Werden die Linien der Perspektive über diesen Nullpunkt hinaus verlängert, so wächst die Geschichte in Richtung auf die vor Isou vorhandene Vergangenheit wieder an und je weiter sich die Größen in die Vergangenheit entfernen, desto kritikloser erkennt sie Isou an, indem er sie gemäß ihrem plumpen Schulwert — Homer, Descartes usw. — kennzeichnet. So sieht also Isous hierarchische Rangordnung auf der Seite der Vergangenheit aus; was die Zukunft betrifft, in der er auf jeden Fall damit rechnet, dass ihm für die Ewigkeit eine schöpferische Zentralstelle zuerkannt wird, will er warten, bis ein noch größeres System ihn ersetzt und gleichzeitig bestätigt. So dass er Bretons bekannte Formel über „die Entstehung einer emanzipatorischeren Bewegung“ billigt, „damit die Möglichkeiten einer dauerhaften Avantgardesektion besser etabliert werden.“ Nichts kann bequemer sein, als so auf seine Nachfolger zu warten. Jede „Avantgarde“ geht aber auf das Altern und den Tod zu, ohne ihre Nachfolger zu sehen, da die Nachfolge nicht gradlinig, sondern widersprüchlich geschieht.

Isous chinesische Perspektive

Nachdem wir Isous Aufwertungssystem genauer dargestellt haben, können wir nicht umhin, das Grundproblem aufzustellen: Handelt es sich um ein religiöses oder um ein künstlerisches Problem? Isou hat den letzten Kern seines Systems vermutlich deswegen noch nicht öffentlich bekanntgemacht, weil er an diesem Punkt zu keinem Entschluss kommen kann. Liest man aus dem bisher zugänglichen Material die Entwicklung seiner Gedankengänge heraus, sieht es so aus, als ob man eine gewisse Verschiebung darin erkennen könnte, durch die die künstlerischen immer mehr durch die religiösen bzw. kulturellen Züge ersetzt werden; der hierarchische Aspekt wird wichtiger als die Bewegung der chinesischen Perspektive.

Um sich zu orientieren und damit messen zu können, muss man immer, um welche Dimension es sich auch handelt, den Nullpunkt, ob Ausgangs- oder Herkunftspunkt, finden, von dem jede Abstufung ausgeht. Dann stellt sich aber die Frage: Steht Isous Nullpunkt in der Geschichte fest, wie die Geburt Christi als der Ausgangspunkt unseres Kalenders? Dann wird Isou in dem Maße größer, wie er weitergeht. Oder aber rückt seine chinesische Perspektive historisch durch die Zeit weg? In diesem Fall muss Isou zusehen, wie er immer kleiner wird, bis zum Nullpunkt einer neuen Avantgarde, bevor er zur Vergrößerung durch die Vergangenheit gelangt. Mit anderen Worten lautet also die Frage: Kann Isous System von anderen als Methode angewandt werden, was zwar dessen Bedeutung größer, aber die seiner eigenen Person kleiner machen würde? Man hat den Eindruck, er möchte aus beidem Nutzen ziehen, was aber unmöglich ist, solange er dieses ganze unglückliche System nicht zerstört und erneuert hat. Theoretisch kann diese Eventualität nicht ausgeschlossen werden. Isou wäre fast dabei, in seinen neuesten Überlegungen über die Verschwendung die Entdeckung zu machen, die ihn zwangsläufig dazu führen, die Überlegenheit der situationistischen Praxis über das lettristische System zu akzeptieren. Der nicht überwundene Widerspruch dieser religiösen Frage und das damit zusammenhängende obligatorische Doppelspiel haben dazu beigetragen, die um 1950 tatsächlich um Isou gruppierte Avantgarde schneller aufzulösen. Sie findet sich zur Farce heruntergekommen in Isous ewiger Diskussion mit Maurice Lemaitre wieder (vgl. dieselbe Poésie Nouvelle-Nummer), wobei der letztere seit Jahren Isous „Lettristische Gruppe“ ganz allein bildet.

Klassische europäische, doppelte Perspektive

Übel bei Isous System ist, dass er den Nullpunkt als göttlichen Punkt in der Vergangenheit und sich selbst als heiligen Gegenstand aufstellt. Nicht zufällig findet sich die chinesische Perspektive in einer insgeheim vom Buddhismus angezogenen Ideologie wieder. Dagegen stellt das klassische System den göttlichen Nullpunkt in den Mittelpunkt der Zukunftsperspektive und das Heilige in die zum Unendlichen hin strahlende Antiwelt über den äußersten Wirklichkeitspunkt hinaus. Die künstlerische Tätigkeit besteht in einer Systematisierung der Tatsachen, die ihr System selbst nicht kennt. Hat sich dieses einmal offenbart und etabliert, wird der Kunstwert immer wieder anderswohin gejagt (das harmlose Sehen ist zu Prinzipien umgekehrt worden). Sowie die ergiebigen „lettristischen“ (im allgemeinen Sinne des Wortes) Versuche mit Manuskripten am Ende des Mittelalters durch die Buchdruckerkunst (die quantitative Verbreitung der Schrift durch die Beseitigung der Verschiedenartigkeiten) beseitigt wurden, hat die Entdeckung der Zentralperspektive zur Renaissance-Zeit der christlichen Kunst den Garaus gemacht, deren Verschiedenartigkeit durch dies Organisationsmuster des christlichen Raumes beseitigt wurde. Verlagert man die Zentralperspektive in die Zeitdimension, so stellt sie genau die christliche Metaphysik dar, in der das Jenseits sich in der imaginären Zukunft befindet und durch zwei aufeinanderfolgende Punkte — den Tod und das Jüngste Gericht — abgegrenzt wird. Diese Perspektive haben die Utopisten wieder auf die Erde (in die historische Zukunft) zurückgebracht und die künstlerische Inspiration ist in der modernen Zeit hauptsächlich ein futuristischer Utopismus.

V. Bjerke-Petersens Perspektive
(die mystische Optik der Identität von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft)

Isous chinesische Perspektive könnte auch mit derjenigen des Null-Ichs (Identität des Göttlichen und des Heiligen) — also mit der für das skandinavische Denken so typischen Perspektive von Vilhelm Bjerke-Petersen’s strahlendem Subjektivismus — verglichen werden, wobei die bedeutenden Vorteile des ersteren Systems sich klar herausstellen würden. Zum Schluss kann eine moderne Perspektive erwähnt werden, die die quantitative Größenentwicklung in Betracht zieht. Es ist die rein wissenschaftliche Perspektive, die durch ihren Ausgangspunkt in der Vergangenheit als Nullpunkt eines zeitlichen Anfangs gekennzeichnet wird. Sie wird zur Zeit durch die Theorie des expandierenden Weltalls auf kosmischer Ebene bestätigt. Mit ihr ist ebenfalls der wissenschaftliche Sozialismus verbunden. Diese Frage als ganze wäre aber zu umfangreich, da jetzt viele neue Perspektiven ins Leben gerufen werden.

Isous religiöses Problem wird durch dessen Unschlüssigkeit über folgendes Thema noch komplizierter: „Ich bin Gott — entweder weil Gott die Jugend ist, oder weil ich, Isou, der Ausgangspunkt bin“. Er muss zwischen seiner persönlichen Originalität und der des von ihm geschaffenen Systems wählen, das ihn außerdem automatisch am Ende der Jugend ausschließt. Die Vorbehalte, die man bei Isou seinem eigenen System gegenüber anfängt, spüren zu können, sind allzu leicht zu erklären — jeden Tag wird man älter, lieber Freund!

Ich habe Dir gestern erzählt, dass ich die Formel der ewigen Jugend gefunden habe ... Das war ein Irrtum — ich habe nämlich die Kulturen verwechselt. Es ist also alles wie bisher und ich frage mich, ob es nicht ein Angehen gegen die Naturgesetze wäre den Menschen daran hindern zu wollen, seine Jugend zu verlieren.

Die Vergöttlichung der unmittelbaren Vergangenheit ist die der Alten, was bei der dynamischen Anwendung von Isous chinesischer Perspektive mit seinem Begriff der heiligen Jugend verbunden ist („Wir werden die Laufbahn betreten …“). Mit dem Alter muss Isou also zusehen, wie die neue Jugend anfängt, ihn seinem eigenen System zufolge herunterzustürzen und er eilt nach sichereren, durch Bretons Bücher geschützten Stätten davon. Daher die Tragik, da gerade der Lettrismus über den Surrealismus hinausgegangen war. So dass er jetzt seine Pensionsberechtigung in der literarischen Unsterblichkeit verlangt. Was für eine Fete! Verfluchte Jugend! Sie kommt immer wieder und es geschieht immer wieder das gleiche. Den Trick hatte ich schon in meinem 1948 geschriebenen Buch Das Glücksrad enthüllt.

Es ist an der Zeit, sich der Unzulänglichkeit aller auf der Grundlage der klassischen Geometrie aufgebauten Systeme der Perspektive bewusst zu werden. Viele Irrtümer folgen aus einer großen Illusion der modernen Wissenschaft — und zwar zu glauben, es ließe sich, nachdem man zwischen der „klassischen“ und der „modernen“ Geometrie unterschieden hat, die Selbständigkeit der klassischen Geometrie beibehalten und man könne sie weiter lehren, als ob sie und die, die sie überholt hat, gleichzeitig wahr sein könnten. In der Geometrie Euklids wird der Punkt als etwas ohne räumliche Dimension im Raum Befindliches definiert — was auf nicht-euklidische Systeme übertragen wurde. Dabei wurde aber vernachlässigt, dass der Punkt ohne räumliche Dimensionen wegen seiner Dauer doch die zeitliche Dimension repräsentiert. Dadurch führt der Punkt die zeitliche Dimension in die räumliche Organisation ein, was die Grundlage einer neuen Elementargeometrie ist. Durch diesen neuen Aspekt des Punktes kann man übrigens die Situation als ein den alten Kunsteigenschaften fremdes räumlich-zeitliches Werk verstehen. Solange der Punkt als eine reine Idee betrachtet wurde, war die Geometrie von Metaphysik verseucht und sie ließ sich für die eitelsten metaphysischen Konstruktionen gebrauchen. Davon wird nichts übrig bleiben.

Die menschliche Schöpfung sieht nicht wie diese Art des französischen Gartens aus, den Isou ehrfurchtsvoll verschönern möchte und von dem er glaubt, dass es ihm nur deswegen gelungen sein sollte, dessen Mittelpunkt endgültig zu besetzen, weil er, als unermüdlicher Redner gegen den Wind, es befürwortet, alles jenseits von Isou symmetrisch zu reproduzieren (in seiner Terminologie heißt das „die Eröffnung einer neuen Duplikatur“).

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Dezember
1976
Numéro 4, Seite 27
Autor/inn/en:

Asger Jorn:

Geboren 1914 in Vejrum (Jütland), gestorben 1973 in Aarhus. Maler, Bildhauer, Keramiker. Gründungsmitglied der Gruppe CoBrA und der Situationistischen Internationale. Er beginnt als Porträt- und Landschaftsmaler und wendet sich ab 1934 der abstrakten Malerei zu. Jorn nennt seine Kunst auch „Forschungsmethode“ zur Erkundung des mythischen Kerns der menschlichen Wirklichkeit, den er in seiner Interpretation darstellt.

Pierre Gallissaires:

Geboren 1932 in Talence (Gironde). Übersetzer und Mitgründer der Edition Nautilus in Hamburg.

Hanna Mittelstädt:

Geboren 1951 in Hamburg. Autorin und Übersetzerin, Mitgründerin der Edition Nautilus in Hamburg.

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