Zeitschriften » Internationale Situationniste » Numéro 10
Pierre Gallissaires (Übersetzung) • Hanna Mittelstädt (Übersetzung) • Situationistische Internationale

Niedergang und Fall der spektakulären Warenökonomie

Vom 13. bis zum 16. August 1965 gab es einen Aufstand der schwarzen Bevölkerung von Los Angeles. Ein Zwischenfall, der Verkehrspolizisten und Fußgänger gegenüberstellte, entwickelte sich zu zwei Tagen spontaner Aufstände. Die ständig verstärkten Ordnungskräfte waren nicht in der Lage, die Straßen wieder unter Kontrolle zu bekommen. Ungefähr am dritten Tag griffen die Schwarzen zu den Waffen, indem sie die zugänglichen Waffenläden plünderten, so dass sie sogar auf die Polizeihubschrauber schießen konnten. Tausende von Soldaten und Polizisten — ungefähr so viele wie eine Infanteriedivision, unterstützt durch Panzer — mussten im Kampf eingesetzt werden, um den Aufstand im Viertel von Watts einzuschließen und es dann unter tagelangen, zahlreichen Straßenkämpfen zurückzuerobern. Die Aufständischen haben die Läden systematisch geplündert und in Brand gesteckt. Nach den offiziellen Zahlen hat es 32 Tote gegeben — davon 27 Schwarze -, mehr als 800 Verwundete und 3000 Festnahmen.

Es wurde von allen Seiten mit dieser Deutlichkeit reagiert, welche nur das revolutionäre Ereignis — da es selbst eine Klärung der vorhandenen Probleme durch die Tat ist — den verschiedenen geistigen Nuancen seiner Gegner verleihen kann. Der Polizeichef William Parker lehnte jede, von den großen schwarzen Organisationen angebotene Vermittlung ab, mit der richtigen Begründung, „diese Meuterer hätten keine Führer“. Und sicherlich, da die Schwarzen keine Führer mehr hatten, hatte in beiden Lagern die Stunde der Wahrheit geschlagen. Worauf wartete übrigens einer dieser arbeitslos gewordenen Führer, Roy Wilkins, der Generalsekretär der „National Association for the Advancement of Coloured People“? Er erklärte nämlich, dass die Meuterer „durch Anwendung jeder notwendigen Kraft im Zaum gehalten werden sollten“. Der Kardinal von Los Angeles seinerseits, Mc Intyre, protestierte zwar sehr laut, aber nicht gegen die gewalttätige Repression, wie man es in der Zeit des „aggiornamento“ des römischen Einflusses für berechtigt halten konnte, sondern gegenüber „einer mit Vorbedacht angezettelten Revolte gegen die Achtung vor den Gesetzen und die Aufrechterhaltung der Ordnung“ und rief die Katholiken auf, der Plünderung und „diesen Gewalttätigkeiten ohne ersichtliche Rechtfertigung“ Widerstand zu leisten. Und alle diejenigen, die so weit gingen, dass sie zwar die „ersichtlichen Rechtfertigungen“ aber nicht die wirkliche Rechtfertigung sahen, alle die Denker und „Verantwortlichen“ der Weltlinken und ihrer totalen Nichtigkeit, haben die Unverantwortlichkeit und die Unordnung, die Plünderung und besonders die Tatsache beklagt, dass mit den Läden begonnen wurde, in denen Alkohol und Waffen vorhanden waren; sowie die 2000 zitierten Brandherde, mit denen die Brandstifter von Watts ihren Kampf und ihre Fete beleuchtet haben. Wer verteidigte also die Aufständischen von Los Angeles so, wie sie es verdienen? Wir wollen es tun. Die Ökonomen dürfen ruhig über die 27 Mio. Dollar, die dabei verloren gegangen sind, die Städteplaner über einen ihrer schönsten Supermärkte, der in Rauchwolken aufging, und Mc. Intyre über seinen erschossenen Vize-Sheriff weiterjammern; lassen wir gleichfalls die Soziologen über die Unsinnigkeit und den Rausch einer solchen Revolte wehklagen. Die Rolle einer revolutionären Zeitschrift besteht eben darin, nicht nur den Los Angeles-Aufständischen Recht zu geben, sondern auch dazu beizutragen, ihnen Gründe zu geben und die Wahrheit theoretisch zu erhellen, deren Suche hier von der Praxis ausgedrückt wird.

In der im Juli 1965 nach Boumediennes Putsch veröffentlichten „Adresse“ legten die Situationisten den Algeriern und den Revolutionären auf der ganzen Welt die Verhältnisse in Algerien und in der übrigen Welt als ein Ganzes dar. Sie führten u.a. als Beispiel die Schwarzen in Amerika und ihre Bewegung an, die, „wenn sie sich konsequent behaupten kann“, die Widersprüche des fortgeschrittensten Kapitalismus enthüllen wird. Fünf Wochen später kam diese Konsequenz auf der Straße zur Erscheinung. Die theoretische Kritik der modernen Gesellschaft in ihrer neusten Form und die handelnde Kritik derselben Gesellschaft sind beide schon vorhanden; sie sind zwar immer noch getrennt, sie sind aber bis zur selben Wirklichkeit vorgedrungen und sprechen von derselben Sache. Beide lassen sich gegenseitig erklären; ohne die andere ist keine von beiden zu erklären. Die Theorie des Überlebens und des Spektakels wird durch diese Handlungen erhellt und bestätigt, die dem falschen amerikanischen Bewusstsein unverständlich bleiben. Eines Tages wird sie umgekehrt diese Handlungen selbst erhellen.

Bisher waren die Kundgebungen der Schwarzen für die „Bürgerrechte“ in Amerika von ihren Führern in einer Legalität zusammengehalten, welche die schlimmsten Gewalttätigkeiten der Ordnungskräfte und der Rassisten duldete, wie z.B. im vergangenen März während des Marsches nach Montgommery; sogar nach dem Skandal hatte noch ein diskretes Einverständnis zwischen der Bundesregierung, dem Gouverneur Wallace und Pastor King die am 10. März auf Selma Marschierenden dazu gebracht, bei der ersten Aufforderung mit Würde und Gebet zurückzuweichen. Der damals von der Menge der Demonstranten erwartete Zusammenstoß blieb bloß beim Spektakel eines möglichen Zusammenstoßes. Gleichzeitig hatte die Gewaltlosigkeit die lächerliche Grenze ihres Mutes erreicht: sich den Schlägen des Feindes auszusetzen und die moralische Größe dann so weit zu treiben, dass es diesem erspart bleibt, noch einmal seine Macht auszuüben. Grundlegend bleibt aber, dass die „Bürgerrechtsbewegung“ nur legale Probleme durch legale Mittel aufstellte. Es ist logisch, sich legal auf das Gesetz zu berufen. Irrational ist es aber, vor der offenen Illegalität legal zu betteln, als ob sie einen Unsinn darstellen würde, der sich auflöst, wenn mit dem Finger darauf gezeigt wird. Es liegt auf der Hand, dass die oberflächliche, unverschämt sichtbare Illegalität, die in vielen amerikanischen Ländern immer noch gegen die Schwarzen angewandt wird, ihre Wurzeln in einem sozio-ökonomischen Widerspruch hat, der mit den vorhandenen Gesetzen nichts zu tun hat. Dieser Widerspruch kann nicht einmal von einem zukünftigen rechtmäßigen Gesetz gegen die grundsätzlichen Gesetze der Gesellschaft, in der die Schwarzen es endlich wagen, ihr Recht auf das Leben zu verlangen, rückgängig gemacht werden. Die Schwarzen in Amerika wollen die totale Subversion dieser Gesellschaft, oder sie wollen nichts. Und das Problem dieser notwendigen Subversion taucht von selbst auf, sobald sie nach subversiven Mitteln greifen; nun tritt der Übergang zu solchen Mitteln in ihrem alltäglichen Leben als das Zufälligste und zugleich am objektivsten Gerechtfertigte hervor. Es handelt sich nicht mehr um die Krise der gesellschaftlichen Lage der Schwarzen in Amerika, sondern um die Krise der amerikanischen Gesellschaft, die zunächst unter den Schwarzen auftritt. Es hat hier keinen Rassenkonflikt gegeben: die Schwarzen haben nicht die Weißen angegriffen, die sie zufällig getroffen haben, sondern nur die weißen Polizisten; ebenso ging die schwarze Gemeinschaft diesmal nicht bis zu den schwarzen Läden — nicht einmal bis zu den Wagenbesitzern. Luther King selbst musste zugeben, dass seine Fachgrenzen überschritten worden waren, als er im Oktober in Paris erklärte, „es seien nicht Rassen-, sondern Klassenmeutereien gewesen“.

Critique de l’urbanisme
(Supermarket à Los Angeles, août 1965).
« L’Amérique s’est aussitôt penchée sur cette nouvelle plaie. Depuis plusieurs mois, sociologues, politiciens, psychologues, économistes, experts en tous genres en ont sondé la profondeur ... Ce n’est pas un « quartier » au sens propre du terme, mais une plaine désespérément étendue et monotone ... « l’Amérique à un étage », toute en largeur ; ce qu’un paysage américain peut avoir de plus meme avec ses maisons à toit plat, ses boutiques qui vendent toutes la même chose, ses débitants de « hamburgers », ses stations-service, le tout dégradé par la pauvreté et la crasse … La circulation automobie y est moins dense qu’ailleurs, mais celle des piétons l’est à peine plus, tant les habitations semblent dispersées et les distances décourageantes ... Le passage des Blancs attire tous les regards, des regards dans lesquels on lit sinon la haine, du moins le sarcasme (« Encore des enquêteurs et autres sociologues qui viennent chercher des explications au lieu de nous fournir du travail », s’entend-on dire souvent ...) Quant au logement, il peut sans doute être amélioré matériellement, mais on ne voit guère comment il sera possible d’empêcher les Blancs de fuir en masse un quartier dès que des Noirs commencent à s‘y installer. Ces derniers continueront de se sentir laissés à eux-mêmes, surtout dans cette cité démesurée qu’est Los Angeles, dépourvue de centre, sans même la foule où se fondre, où les Blancs n’entrevoient leurs semblables qu’à travers le pare-brise de leurs voitures ... Le pasteur Martin Luther King parlant à Watts quelques jours plus tard et appelant ses frères de couleur à « se donner la main », quelqu’un cria dans la foule : « Pour brûler ... » C’est un spectacle réconfortant de voir à quelque distance de Watts des quartiers dits de « classe moyenne » où des Noirs de la nouvelle bourgeoisie tondent leur gazon devant des résidences de grand confort. »
Michel Tatu (Le Monde, 3-11-65).

Die Revolte von Los Angeles ist eine Revolte gegen die Ware, gegen die Welt der Waren und die Welt des den Maßnahmen der Ware hierarchisch unterworfenen Arbeiter-Konsumenten. Ähnlich den Banden von jugendlichen Erstverbrechern aller industrialisierten Länder, nehmen die Schwarzen von Los Angeles die Propaganda des modernen Kapitalismus, seine Werbung des Überflusses beim Wort — nur auf eine radikalere Weise, nach dem Maßstab einer global zukunftslosen Klasse, eines Teils des Proletariats, der an bedeutenden Beförderungs- bzw. Integrierungschancen nicht glauben kann. Sie wollen sofort alle gezeigten und abstrakt zur Verfügung stehenden Gegenstände, weil sie sie gebrauchen wollen. Dadurch lehnen sie ihren Tauschwert und die Warenwirklichkeit ab, welche ihre Form, ihre Rechtfertigung und ihr letzter Zweck ist und durch welche alles gewertet worden ist. Durch Diebstahl und Geschenk finden die Schwarzen wieder zu einem Gebrauch, der die unterdrückende Rationalität der Ware sofort Lügen straft, ihre Verflechtungen und selbst ihre Herstellung als willkürlich und nicht notwendig erscheinen lässt. Die Ausplünderung des Wattsviertels macht die kürzeste Verwirklichung des abartigen Prinzips „Jedem nach seinen falschen Bedürfnissen“, den vom ökonomischen System, welches die Plünderung gerade verwirft, bestimmten und fabrizierten Bedürfnissen, deutlich. Aber durch die Tatsache, dass dieser Überfluss beim Wort genommen, unmittelbar eingeholt und nicht mehr durch das Nachrennen hinter entfremdeter Arbeit und der Erhöhung der verschobenen sozialen Bedürfnisse unbestimmt lange Zeit fortgesetzt wird, drücken sich schon die echten Bedürfnisse aus: in der „Fete“, der spielerischen Behauptung und dem Potlatch der Zerstörung. Derjenige, der die Waren zerstört, zeigt dadurch seine menschliche Überlegenheit gegenüber den Waren. Er wird nicht in den willkürlichen Formen, welche das Bild seines Bedürfnisses angenommen hat, gefangen bleiben. Der Übergang von der Konsumtion zur Vernichtung ist in den Feuerflammen von Watts realisiert worden. Die großen Kühlschränke, die von Leuten gestohlen worden sind, welche keine Elektrizität zuhause hatten oder bei denen der Strom abgeschaltet war, sind das beste Beispiel dafür, wie die Lüge innerhalb des Überflusses zur Wahrheit im Spiel geworden ist. Sobald die Ware nicht mehr gekauft wird, wird sie kritisierbar und kann in allen ihren besonderen Erscheinungsformen verändert werden. Nur dann, wenn sie mit Geld als einem Zeichen der Hierarchiestufe im Überleben bezahlt wird, wird sie wie ein bewundernswerter Fetisch geachtet.

Playing with rifled cash register

Die Gesellschaft des Überflusses findet in der Plünderung ihre natürliche Antwort, obwohl sie keineswegs eine Gesellschaft des natürlichen und menschlichen Überflusses, sondern bloß des „Warenüberflusses“ ist. Die Plünderung aber, die die Ware als solche augenblicklich zusammenbrechen lässt, zeigt auch ihre ultima ratio — und zwar: die Gewalt, die Polizei und die anderen spezialisierten Einheiten, die das Monopol der bewaffneten Gewalt im Staat besitzen. Was ist also ein Polizist? Der tätige Diener der Ware, ein der Ware total unterworfener Mensch, durch dessen Tätigkeit jedes beliebige Produkt menschlicher Arbeit eine Ware bleibt, deren magischer Wille es ist, gekauft zu werden, und nicht bloß ein Kühlschrank oder ein Gewehr, d.h. ein blindes, passives und gefühlloses Ding, das dem ersten Besten zur Verfügung steht, der es gebrauchen will. Noch hinter die Unwürde, von einem Polizisten abhängig zu sein, weisen die Schwarzen diejenige zurück, von Waren abhängig zu sein. Die Jugend von Watts, für die die Warenwelt keine Zukunft bietet, hat eine andere Qualität der Gegenwart gewählt, und die Wahrheit dieser Gegenwart war so unwiderleglich, dass sie die ganze Bevölkerung, Frauen und Kinder, selbst die dort anwesenden Soziologen mitriss. Eine junge schwarze Soziologin dieses Viertels, Bobbi Hollon, erklärte im Oktober in Herold Tribune: „Früher haben sich die Leute geschämt zu sagen, dass sie aus Watts kommen. Es bereitete ihnen Unbehagen. Jetzt aber sagen sie es sogar mit Stolz. Junge Leute, die immer ein bis zum Gürtel offenes Hemd trugen und einen in einer halben Sekunde zerlegt hätten, sind jeden Morgen um 7 hier angetreten und haben die Lebensmittelverteilung organisiert. Natürlich hatten sie, mache man sich keine Illusionen, alles gestohlen … Dieses ganze christliche Bla-Bla ist viel zu lange gegen die Schwarzen angewandt worden. Diese Leute könnten wohl 10 Jahre lang plündern, dann hätten sie noch nicht einmal die Hälfte des Geldes zurück, das ihnen in diesen Läden während all dieser Jahre gestohlen worden ist …“ Bobbi Hollon, die beschlossen hat, das Blut, das ihre Schuhe während der Meuterei befleckt hat, nie auszuwaschen, sagt weiter, dass „die ganze Welt jetzt auf das Wattsviertel sieht“.

Wie machen Menschen Geschichte, ausgehend von den Bedingungen, die vorherbestimmt worden sind, um ihnen abzuraten, in sie einzugreifen? Die Schwarzen in Los Angeles werden besser bezahlt als sonstwo in den USA, sie sind aber dafür dort noch besser als sonst vom maximalen Reichtum getrennt, der sich gerade in Kalifornien zur Schau stellt. Hollywood, der Angelpunkt des Weltspektakels, liegt in ihrer unmittelbaren Nähe. Ihnen wird versprochen, dass sie einmal — nur Geduld! — am amerikanischen Wohlstand teilnehmen werden, sie sehen aber wohl ein, dass dieser Wohlstand kein fester Bereich, sondern eine endlose Stufenleiter ist: je höher sie hinaufsteigen, desto entfernter sind sie vom Ende, weil sie weniger qualifiziert und folglich unter den Arbeitslosen zahlreicher sind. Zu guter letzt ist die Hierarchie, die sie zermalmt, nicht nur diejenige der Kaufkraft als eine rein ökonomische Tatsache; sondern sie ist von solch wesentlicher Niedrigkeit, dass sie ihnen in allen Aspekten des alltäglichen Lebens durch die Sitten und Vorurteile einer Gesellschaft, in der sich jede menschliche Macht nach der Kaufkraft richtet, aufgezwungen wird. Solange der menschliche Reichtum der amerikanischen Schwarzen hassenswert und als ein Verbrechen betrachtet wird, kann der materielle Reichtum sie für die amerikanische Gesellschaft nicht annehmbar machen: der individuelle Reichtum wird nur einen reichen Neger ausmachen, weil die Schwarzen in ihrer Gesamtheit die Armut einer Gesellschaft des hierarchischen Reichtums darstellen müssen. Alle Beobachter haben diesen Ruf gehört, der nach der allgemeinen Anerkennung des Sinnes des Aufstandes verlangte: „Es ist die Revolution der Schwarzen und wir wollen, dass die Welt es erfährt“. „Freedom now“ heißt die Parole aller Revolutionen der Geschichte; aber zum ersten Mal ist nicht mehr die Armut, sondern der materielle Überfluss nach neuen Gesetzen zu bewältigen. Des Überflusses Herr zu werden, heißt also nicht nur, seine Verteilung zu ändern, sondern alle seine oberflächlichen und tiefen Orientierungen neu zu bestimmen. Es ist der erste Schritt eines ungeheuren, unermesslich tiefgreifenden Kampfes.

Die Schwarzen sind in ihrem Kampf nicht isoliert, weil ein neues proletarisches Bewusstsein — das Bewusstsein, in keinem Bereich Herr über seine eigene Tätigkeit, sein eigenes Leben zu sein, in den amerikanischen Schichten entsteht, die den modernen Kapitalismus ablehnen und folglich ihnen ähnlich sind. Die erste Phase des Kampfes der Schwarzen wurde zum Signal eines sich jetzt ausbreitenden Protestes. Im Dezember 1964 gingen die Berkeley-Studenten wegen der Verhinderung ihrer Teilnahme an der Bürgerrechtsbewegung so weit, dass sie einen Streik begannen, der das Funktionieren dieser „Multiversität“ Kaliforniens und darüber hinaus die gesamte Organisation der amerikanischen Gesellschaft sowie die passive Rolle, die ihnen darin vorbehalten ist — in Frage stellte. Man kann in der studentischen Jugend sofort die gleichen Sauf- oder Drogenorgien und die Auflösung der sexuellen Moral, die den Schwarzen vorgeworfen wurden, entdecken. Seitdem hat diese Studentengeneration eine erste Kampfform gegen das herrschende Spektakel — das teach-in — erfunden und diese Form wurde am 20. Oktober in Großbritannien an der Universität von Edinborough, wo es um die Krise in Rhodesien ging, wiederaufgenommen. Diese selbstverständlich primitive und unreine Form ist das Moment der Diskussion von Problemen, das sich weigert, sich selbst zeitlich (akademisch) zu begrenzen, und das dadurch versucht, bis zum Ende gebracht zu werden, wobei dieses Ende natürlich die praktische Tätigkeit sein soll. Im Oktober erscheinen Zehntausende von Demonstrierenden gegen den Vietnamkrieg in New York und Berkeley auf den Straßen und rufen, wie die Watts-Aufständischen: „Raus aus unserem Viertel und aus Vietnam!“ Bei den sich radikalisierenden Weißen ist die berühmte Legalitätsgrenze schon überschritten: z.B. werden Kurse abgehalten, in denen man lernt, wie bei der Musterung geschummelt werden kann (Le Monde, 19.10.1965). Einberufungsbefehle werden vor der Fernsehkamera verbrannt. In der Gesellschaft des Überflusses drückt sich der Ekel vor diesem Überfluss und vor seinem Preis aus. Das Spektakel wird von der selbständigen Aktivität einer fortgeschrittenen Schicht beschmutzt, die seine Wertmaßstäbe leugnet. Das klassische Proletariat, insofern es dem kapitalistischen System provisorisch integriert werden konnte, hatte selbst die Schwarzen nicht integriert (mehrere Gewerkschaften in Los Angeles haben sie bis 1959 nicht aufgenommen); jetzt sind die Schwarzen aber das Einigungsziel für alle, die die Logik dieser Integration im Kapitalismus als non plus ultra jeder versprochenen Integration ablehnen. Und die Bequemlichkeit wird nie bequem genug sein, um diejenigen zufrieden zu stellen, die das suchen, was auf dem Markt nicht vorhanden ist, da der Markt es gerade eleminiert. Der Grad, den die Technologie der Privilegiertesten erreicht hat, wird zu einer Beleidigung, die leichter als die wesentliche Beleidigung der Verdinglichung auszudrücken ist. Die Los-Angeles-Revolte, ist die erste Revolte der Geschichte die sich selbst dadurch rechtfertigen konnte, dass sie oftmals den Mangel an Belüftungsanlagen während einer Hitzewelle als Ausgangspunkt angab.

L’intégration, a quoi ?

Die amerikanischen Schwarzen haben ihr eigenes Spektakel, ihre Presse, ihre Shows und ihre farbigen Stars. Sie erkennen es und ekeln sich davor wie vor einem trügerischen Spektakel, als dem Ausdruck ihrer Unwürde, weil sie wohl einsehen, dass es das minderwertige, bloße Anhängsel eines allgemeinen Spektakels ist. Sie sehen ein, dass dieses Spektakel ihres erwünschten Konsums nur eine Kolonie desjenigen der Weißen ist und sie sehen folglich die Lüge des gesamten ökonomisch-kulturellen Spektakels. Indem sie am Überfluss, der den offiziellen Wert jedes Amerikaners darstellt, sofort und tatsächlich teilnehmen wollen, verlangen sie die gleichmäßige Verwirklichung des Spektakels des alltäglichen Lebens, die Zur-Probe-Stellung der halb-himmlischen und halb-irdischen Werte diese Spektakels. Im Wesen des Spektakels liegt es aber, weder unmittelbar noch gleichmäßig realisierbar zu sein — nicht einmal für die Weißen —, während die Schwarzen eben als vollkommene spektakuläre Bürgschaft dieser stimulierenden Ungleichheit im Rennen nach dem Überfluss fungieren. Wenn die Schwarzen verlangen, das kapitalistische Spektakel wörtlich zu nehmen, dann lehnen sie schon deshalb das Spektakel selbst ab. Es ist nämlich eine Droge für Sklaven. Es will nicht wörtlich genommen, sondern mit einer winzigen Verzögerung befolgt werden: gibt es keine Verzögerung, daran wird die Mystifizierung deutlich. Im Grunde genommen sind heute die Weißen in den USA die Sklaven der Waren, die Schwarzen ihre Verneiner. Die Schwarzen wollen mehr als die Weißen: dies ist der Kern eines unlösbaren Problems, das erst mit der Auflösung dieser weißen Gesellschaft lösbar wird. Deshalb müssen die Weißen, die aus ihrer eigenen Sklaverei herauskommen wollen, sich zunächst der Revolte der Schwarzen anschließen und zwar selbstverständlich nicht als der einer Rassenbehauptung, sondern als der der allumfassenden Ablehnung der Ware und schließlich des Staates. Der ökonomische und psychologische Graben zwischen Schwarzen und Weißen erlaubt jenen zu sehen, was der weiße Konsument ist, und ihre gerechte Verachtung der Weißen wird zur Verachtung jedes passiven Konsumenten überhaupt. Auch den Weißen, welche diese Rolle verwerfen, bleibt nur die Chance, ihren Kampf immer enger mit demjenigen der Schwarzen zu verknüpfen und ihre kohärenten Gründe selbst herauszufinden und bis zum Ende zu unterstützen. Würde ihr Zusammenfließen vor der Radikalisierung des Kampfes zurückweichen, dann würde sich ein schwarzer Nationalismus entwickeln, der beide zur Konfrontation nach den üblichen Modellen der herrschenden Gesellschaft verurteilte. Eine Reihe gegenseitiger Ausrottungen bildet die andere Möglichkeit der heutigen Alternative, wenn die Resignation nicht weiter bestehen kann.

Die Versuche eines schwarzen, separatistischen bzw. pro-afrikanischen Nationalismus sind Träume, die keine Antwort auf die wirkliche Unterdrückung darstellen. Die schwarzen Amerikaner haben kein Vaterland. In Amerika sind sie zu hause und entfremdet, genau wie alle anderen Amerikaner, sie wissen aber, dass sie es sind. Sie sind also nicht der rückständige Teil der amerikanischen Gesellschaft, sondern im Gegenteil ihr fortgeschrittenster. Sie sind die handelnde und wirkende Verneinung, „die schlechte Seite, welche die Bewegung erzeugt, die die Geschichte macht, indem sie den Kampf konstituiert“ (K .Marx, Das Elend der Philosophie). Für so etwas gibt es kein Afrika.

Die schwarzen Amerikaner sind das Ergebnis der modernen Industrie genauso wie die Elektronik, die Werbung und das Zyklotron. Sie sind mit deren Widersprüchen behaftet. Sie sind nämlich die Menschen, die das spektakuläre Paradies zugleich integrieren und zurückweisen muss, so dass sich der Antagonismus zwischen dem Spektakel und der Tätigkeit der Menschen bei ihnen vollständig erkennen lässt. Das Spektakel ist allumfassend, wie die Ware aber auf einem Klassengegensatz beruht, ist die Ware selbst hierarchisch. Die Verpflichtung für die Ware — und folglich für das Spektakel, das der Welt der Ware ihre Form gibt —, zugleich hierarchisch und allumfassend zu sein, läuft auf eine allumfassende Hierarchisierung hinaus. Da diese Hierarchisierung aber nicht zugegeben werden darf, drückt sie sich durch hierarchische Wertungen aus, die man nicht eingestehen kann, weil sie irrational sind in einer Welt der Rationalisierung ohne Grund. Durch diese Hierarchisierung entstehen überall die verschiedenen Arten des Rassismus: Großbritannien und seine Labour-Party gehen so weit, dass sie die Einwanderung von Farbigen beschränken; die industrialisierten Länder Europas treiben wieder eine rassistische Politik, indem sie ihr Subproletariat aus dem Mittelmeergebiet „einführen“ und ihre Kolonisierten im Innern ausbeuten. Was Russland betrifft, hört es nicht auf, sich antisemitisch zu verhalten, da es gleichfalls nie aufgehört hat, eine hierarchische Gesellschaft zu sein, in der die Arbeit wie eine Ware verkauft werden muss. Gleichzeitig mit der Ware setzt sich die Hierarchie immer wieder in neuen Formen zusammen und verbreitet sich, sei es zwischen dem Führer der Arbeiterbewegung und den Arbeitern selbst oder zwischen den Besitzern zweier künstlich sich unterscheidender Automodelle. Das ist genau der Urmakel der Warenrationalität — die Krankheit der bürgerlichen Vernunft, die von der Bürokratie geerbt wurde. Die empörende Absurdität gewisser Hierarchien aber und die Tatsache, dass die ganze geballte Kraft der Warenwelt ihnen blind und automatisch Schutz gewährt, führt zur Erkenntnis der Absurdität aller Hierarchien, sobald die negative Praxis ansetzt.

Die rationale Welt der Industrierevolution hat die Individuen von ihren lokalen und nationalen Begrenzungen befreit und sie in weltweitem Maße verbunden. Ihre Irrationalität besteht aber darin, sie gemäß einer versteckten Logik, die sich durch wahnsinnige Gedanken und unsinnige Wertungen ausdrückt, von neuem zu trennen. Überall umgibt das Fremde den seiner Welt fremd gewordenen Menschen. Die Barbaren sind nicht mehr am anderen Ende der Welt, sondern hier, zu Barbaren gemacht durch ihre Zwangsteilnahme an dem gleichen hierarchischen Konsum. Der Humanismus, der das deckt, ist das Gegenteil des Menschen, die Negierung seiner Tätigkeit und seines Verlangens: es ist der Humanismus der Ware, das Wohlwollen der Ware für den von ihr ausgenutzten Menschen. Für diejenigen, die Menschen zu Objekten herabsetzen, scheinen diese alle menschlichen Eigenschaften zu besitzen, während die wirklichen menschlichen Ausdrucksformen zum tierischen Bewusstseinsmangel werden. „Da fingen sie an, sich wie eine Affenbande in einem Zoo zu benehmen“, kann also z.B. William Parker sagen, der „Humanistenführer“ von Los Angeles.

Als der „Aufruhrzustand“ von den kalifornischen Behörden verkündet wurde, machten die Versicherungsgesellschaften noch einmal darauf aufmerksam, dass sie für daraus entstandenes Risiko — also jenseits des Überlebens — keine Deckung geben. Das Überleben der schwarzen Amerikaner wird nicht global bedroht, solange sie sich ruhig verhalten; der Kapitalismus ist heute konzentriert genug und im Staat verwoben, um den Ärmsten „Hilfsmittel“ zu verteilen. Aber aus der alleinigen Tatsache heraus, dass sie bei der Zunahme des sozial organisierten Überlebens am Ende stehen, stellen die Schwarzen die Probleme des Lebens auf, sie verlangen einfach das Leben. Sie haben nichts zu versichern, das ihnen gehören könnte, sondern im Gegenteil alle bisher bekannten Formen der privaten Sicherheit bzw. Versicherung zu zerstören. Sie erscheinen als das, was sie tatsächlich sind: die unversöhnlichen Feinde, sicher nicht der großen Mehrheit der Amerikaner, sondern der entfremdeten Lebensweise der ganzen modernen Gesellschaft. Das am weitesten entwickelte Industrieland zeigt uns nur den Weg, der überall gegangen wird, wenn das System nicht gestürzt wird.

“All this world is like this valley called Jarama”
(Chanson du bataillon Lincoln)
« Les milices populaires ont craqué devant les chars et les mitrailleuses dans les quartiers nord de Saint-Domingue. Après quatre jours et quatre nuits de violents et sanglants combats, les troupes du général Imbert ont finalement réussi à pousser leur avance jusqu’aux approches de l’avenue Duarte et du marché de Villa-Consuelo. A 6 heures du matin, mercredi, l’immeuble de Radio-Santo-Domingo était pris d’assaut. Ce bâtiment, qui abrite aussi la télévision, se trouve à 200 mètres au nord de l’avenue Francia et du corridor tenu par les « marines ». Il avait été bombardé jeudi dernier par les chasseurs du général Wessin … Des combats sporadiques se sont poursuivis toute la journée de mercredi dans le nord-est de la ville mais la résistance populaire vient de subir sa première défaite ... Les civils se sont battus pratiquement tout seuls, car peu de militaires ayant rallié le mouvement du colonel Camano se.trouvaient au nord du corridor. Les milices, dans ce secteur, sont surtout encadrées par des ouvriers appartenant au Mouvement Populaire Dominicain, une organisation de gauche. Leur sacrifice aura déjà fait gagner cinq jours, qui peuvent être précieux pour le soulèvement du 24 avril ...
Dans la basse Ville, on dresse des barrages de bidons d’huile assez dérisoires qui voudraient être des barricades, ou l’on s’embusque derrière des camions de livraison renversés. Les armes sont disparates. Les costumes aussi. On voit des civils en casque rond et bas, et des militaires en calot ... Les revolvers gonflent les poches des blue-ieans des employés et des étudiants. Toutes les femmes décidées à combattre sont en pantalon ... Des garçons de seize ans serrent farouchement leur fusil contre leur poitrine comme s’ils avaient attendu ce cadeau depuis le débutdu monde. Sans cesse, Radio-Santo-Domingo lance des appels au peuple. On lui demande de se porter en masse vers tel ou tel point de la ville où l’on redoute une attaque de Wessin ... C’est là, au débouché du pont Duarte et au carrefour de l’avenue du Lieutenant-Amado-Garcia, que la foule se masse, cocktails Molotov en main. Elle vient de la basse ville et aussi des quartiers nord. Elle paraît à la fois insouciante et déterminée. Quand les chasseurs de Wessin apparaissent en rase-mottes dans l’axe du pont. des milliers de poings se lèvent avec fureur vers les appareils. Après le crépitement des rafales, des dizaines de corps restent recroquevillés sur le sol. et la foule reflue vers les maisons. Mais elle revient et chaque passage des appareils suscite la. même explosion de colère împuissante et de défi insensé, et laisse une nouvelle traînée de cadavres. Mais il semble décidément qu’il faudrait tuer toute cette ville pour lui faire quitter le pont Duarte. Le lundi 26 avril au matin, l’ambassadeur Tapley Bennet jr. est rentré de Floride. Le soir le « navire d’assaut » SS Boxer avec quinze cents « marines » à bord arrive devant Saint-Domingue. »
Marcel Niedergang, dans Le Monde du 21-5-65 et du 5-6-65.

Um zu beweisen, dass sie nicht weniger als einen getrennten Staat annehmen können, haben einige Extremisten des schwarzen Nationalismus das Argument vorgebracht, dass die amerikanische Gesellschaft, auch wenn sie ihnen einmal die vollständige bürgerliche und ökonomische Gleichheit zuerkennen würde, niemals so weit kommen würde, dass die Individuen die Mischehe akzeptieren.

Es muss also diese amerikanische Gesellschaft verschwinden — und zwar in Amerika selbst und überall auf der Welt. Das Ende jedes Rassenvorurteils sowie das Ende so vieler anderer mit psychologischen Zwangsverboten verbundenen Vorurteile im sexuellen Bereich wird selbstverständlich jenseits der Ehe stattfinden. Es wird jenseits der unter den amerikanischen Schwarzen schon stark erschütterten bürgerlichen Familie stattfinden, die als Muster einer hierarchischen Beziehung und der Stabilität einer ererbten Macht — sei es Geld oder ein sozio-staatlicher Rang — sowohl in Russland wie in den USA herrscht. Es wird von der amerikanischen Jugend, die nach 30 Jahren des Stillschweigens wieder als kritisierende Kraft auftaucht, seit einiger Zeit landläufig gesagt, sie habe in der schwarzen Revolte ihren spanischen Bürgerkrieg gefunden. Ihre „Lincoln-Bataillone“ müssen diesmal den ganzen Sinn des Kampfes, in dem sie sich engagieren, verstehen und ihn voll in seiner Universalität unterstützen. Die Ausschweifungen von Los Angeles sind genauso wenig ein politischer Irrtum der Schwarzen wie der bewaffnete Widerstand des POUM in Barcelona im Mai 1937 ein Verrat des Kriegs gegen Franco war. Eine Revolte gegen das Spektakel findet auf der Ebene der Totalität statt, weil sie — und würde sie allein im Viertel von Watts ausbrechen — ein Protest des Menschen gegen das unmenschliche Leben ist. Weil sie auf der Ebene des einzigen wirklichen Individuums ansetzt und weil die Gemeinschaft, von der das rebellierende Individuum getrennt ist, die wirkliche gesellschaftliche Natur des Menschen, das menschliche Wesen ist: die positive Überwindung des Spektakels.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Januar
1977
Numéro 10, Seite 3
Autor/inn/en:

Pierre Gallissaires:

Geboren 1932 in Talence (Gironde). Übersetzer und Mitgründer der Edition Nautilus in Hamburg.

Hanna Mittelstädt:

Geboren 1951 in Hamburg. Autorin und Übersetzerin, Mitgründerin der Edition Nautilus in Hamburg.

Situationistische Internationale: Situationistisch / Situationist: All das, was sich auf die Theorie oder auf die praktische Tätigkeit von Situationen bezieht. Derjenige, der sich damit beschäftigt, Situationen zu konstruieren. Mitglied der situationistischen Internationale.
Situationismus: Sinnloses Wort, missbräuchlich durch Ableitung des vorigen gebildet. Einen Situationismus gibt es nicht — was eine Doktrin zur Interpretation der vorhandenen Tatsachen bedeuten würde. Selbstverständlich haben sich die Anti-Situationisten den Begriff „Situationismus“ ausgedacht.

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