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Stephan Eibel

Nicht engagiertes und engagiertes Handeln

Nicht engagiertes Handeln war: Joe Berger informierte mich, daß Helmut Zilk und Ursula Pasterk Das Verantwortungsbüro, ein Theaterstück, sehr gut gefällt, es aber, wie mit dem Volkstheaterintendanten ausgemacht, nicht am 26, Oktober 1984 gespielt werden kann, weil der Kurier und andere Medien täglich über den Androsch berichten, um die SPÖ zu spalten, und im Verantwortungsstück kommt auf der zweiten Seite der Androsch vor. Schau, sagt Berger, du kannst nicht immer den Wilden spielen, bist auch nicht mehr der Jüngste, mußt in größeren Zusammenhängen denken.

Und wennst die Goschn hältst, hat der Zilk gsagt, hast bei ihm einen Stein im Brett. Die Pasterk wird Festwochenintendantin, und da werden sie das Stück groß rausbringen. Natürlich bearbeitet.

Ich rief einen Redakteur im Fernsehen an, der einen Beitrag machen wollte, mit der Frage: Wer trägt die Verantwortung, daß das Verantwortungsstück nicht gespielt wird. Der Beitrag wurde nie gesendet.

Engagiertes Handeln war auch nicht das Telephongespräch 1985 mit Bruno Kreisky. Er fragte mich: Ob es stimmte, daß Das Verantwortungsbüro nicht gespielt wurde wegen Androsch. Ich erzählte ihm die Geschichte, soweit ich sie kannte. Er sagte: Dem Zilk trau i olles zua, aber die Pasterk ist eine anständige Person. Ich: Das ist ihre Meinung, und überhaupt, vom Wort „Anstand“ habe ich genug. Er: Aber das Stück soll ja so schlecht sein. Ich: Das kann durchaus sein. Ist aber in dieser Angelegenheit völlig egal.Ist es tatsächlich so ein schlechtes Stück, so gehört der Theaterintendant abgesetzt, der keine guten Stücke spielt. Oder Helmut Zilk, der das Stück absetzen ließ, ist Cotheaterintendant, dann muß sich aber der Blaha die Theatergage mit ihm teilen. Kreisky: Das ist richtig, und ich werde der Sache nachgehen. Ich werde mit der Pasterk sprechen und sehen, was sie dazu sagt. .

Ich habe nie wieder von Kreisky gehört.

Notiz: In Österreich werden Staatstheaterintendanten, Museumsdirektoren, ebenso der Chef von Österreichischem Rundfunk und TV, etc., politisch bestimmt.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
März
1996
Autor/inn/en:

Stephan Eibel:

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