Zeitschriften » Context XXI » Print » Jahrgang 1999 » Heft 3/1999

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nachdem das Entsetzen und die moralische Empörung über den Kosovo-Krieg zumindest einige wenige zu Protesten auf die Straße getrieben haben, muß nun die Diskussion über die Ursachen des Krieges intensiv geführt werden. Viele Kriegsgegner und Kriegsgegnerinnen stehen vor der Frage, was die USA, Deutschland oder die anderen NATO-Staaten eigentlich gegen Jugoslawien haben. Beginnend mit Hannes Hofbauers Artikel zum Krieg in diesem Heft, wollen wir eine breite Debatte darüber anstoßen, welche Interessen zum NATO-Angriff geführt haben, ob die Kategorie „Interesse“ zur Erklärung von Kriegen am Ende des 20. Jahrhunderts überhaupt ausreicht und in welcher Form eine Antikriegsbewegung auf ein Ereignis wie den Kosovo-Krieg zu reagieren hat.

Auskunft zu diesen Fragen sowie zur spezifischen Situation des antimilitaristischen Widerstands in der BRD haben wir uns auch von Christian Herz erbeten, der, selbst Totalverweigerer, einer der aktivsten Mitarbeiter der Berliner Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangdienste und Militär ist. Anhand dieses Interviews hoffen wir auch, die Möglichkeiten unseres triadischen Medienkonzeptes zumindest andeuten zu können. Neben der Druckfassung im Heft kann der mehr als doppelt so lange komplette Originaltext des Gesprächs in der Internet-Ausgabe von Context XXI nachgelesen werden. Außerdem ist auf der Grundlage des Interviews die erste Sendung von Radio Context XXI in Arbeit. Genauere Hinweise zu letzterem entnehmen Sie bitte der Internet-Ausgabe.

Während und nach den Luftangriffen ging auch der alltägliche Irrsinn in der auf Gewalt gegründeten Gesellschaft weiter. Ein Beispiel vom Alltag im Klassenstaat beschreibt Angelika Kartusch, die von der Ausnutzung von Migrantinnen in Diplomatenhaushalten berichtet. Irene Messinger informiert über einen Versuch des Widerstands gegen das europäische Grenzregime und den Verfolgungswahn deutscher Eingeborener — ein Versuch, der zugleich zentrale Unzulänglichkeiten des antirassistischen Widerstands sichtbar gemacht hat.

Das Bestreben, dem ehemaligen Untertitel der ZOOM gerecht zu werden und auch der Kultur den ihr zustehenden Platz einzuräumen, schlägt sich im vorliegenden Heft in Alexander Schürmann-Emanuelys Beitrag über die Comics von Hugo Pratt nieder. Das Comic stellt eine Kunstform dar, welche mitunter einen nicht unwesentlichen, aber gern übersehenen Beitrag zur Gewalt- und Herrschaftskritik leistet. Grund genug, ihm ab dieser Nummer einige Seiten zu widmen. Selbstverständlich sollen in Zukunft nicht nur Besprechungen über die großen Zeichner und ihre Werke dort ihren Platz haben, sondern auch Eigenproduktionen aus dem zeichnenden Genre sind ausgesprochen erwünscht.

Zuwiderhandlung
Juli 1999

Ein Zuckerl für alle, die unsere lebhafte, langwierige und andauernde Debatte zwischen Fritz Molden und Siegfried Beer mit Interesse und Vergnügen verfolgt haben: mit einer letzten Replik Beers veröffentlichen wir Faksimiles, die er uns zum Beweis seiner Aussagen über Moldens Tätigkeit zur Verfügung gestellt hat.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
September
1999
Heft 3/1999, Seite 3
Lizenz dieses Beitrags:
LFK
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