Zeitschriften » Context XXI » Print » Jahrgang 2000 » Heft 6/2000
Thomas Schmidinger

Liebe Leserin, lieber Leser!

Von den einschneidenden Sparmaßnahmen der Regierung zur „Erhöhung der sozialen Treffsicherheit“ sind nicht nur, aber auch, die Universitäten und ihre Studierenden massiv betroffen. Wir wollen dies nicht zum Anlaß nehmen, in das weit verbreitete Gejammer linksliberaler StudentInnenfunktionärInnen einzustimmen, die den freien Bildungszugang bedroht sehen, sondern einige grundsätzliche Fragen zur Funktion von Bildung in einem kapitalistischen Nationalstaat stellen. Eröffnet wird diese Debatte in der vorliegenden Nummer mit einem Beitrag von zwei Aktivisten der Basisgruppe Politikwissenschaft, von Florian Ruttner und Thomas König. In der nächsten Nummer wollen wir diesem Artikel einen längeren Beitrag von Freerk Huisken über die Ökonomie des Bildungssektors folgen lassen.

Mit welchen Debatten sich Studierende in Lateinamerika beschäftigen, zeigt der zweite Teil unseres Interviews mit Mitgliedern des Streikrates der UNAM, der größten und wichtigsten Universität Mexikos. In dieser Fortsetzung des bereits im letzten Context XXI erschienenen Beitrags geht es vor allem um die Frage des Nationalismus und um die Zukunft der StudentInnenbewegung in Mexiko. Außer einem Artikel über Botswana beschäftigen sich die meisten anderen Beiträge dieses Heftes jedoch mit der Wirklichkeit des schwarzblau-regierten Österreichs und den darunterliegenden ideologischen Gebilden. Katrin Auer beschäftigt sich etwa in ihrem Beitrag mit dem „Feindbild PC“, den „Gutmenschen“ und anderen Konstrukten, die zur Zeit wieder einmal durch die regierungsnahe Presse von der Kronen-Zeitung bis Zur Zeit geistern. Die Gruppe mañana macht sich Gedanken über eine österreichische Wirklichkeit zwischen Blasmusik, einer ÖVP-Werbekampagne und der Verteufelung der einen wie dem Massenkonsum der anderen Drogen. Marc Zannoni beschreibt eine traurige Restlinke, die sich in genau einem Punkt kaum vom österreichischen Mainstream unterscheidet, nämlich in ihrer Holocaustverharmlosung und ihrem Antisemitismus.

Von der ARGE Wehrdienstverweigerung erfahren wir etwas über die de-facto-Abschaffung des Zivildienstes und die einzige Institution, die zur Zeit nicht sparen muß, das Bundesheer.

Abgerundet wird dieses Heft durch einen theoretischen Beitrag von Stephan Grigat über die Gesellschaftskritik Guy Debords, womit wir unsere Artikelserie über die Situationistische Internationale zu einem Abschluß bringen.

Unsere nächste Papierausgabe von Context XXI wird Mitte Dezember mit einem Schwerpunkt zum Thema „Menschenrechte“ erscheinen.

Zum Schluß möchte ich die Aufmerksamkeit unserer LeserInnen noch darauf richten, daß das multimediale Projekt Context XXI seit Ende Oktober einen fixen Sendeplatz für seine Radiosendungen hat und nun jeden Montag von 13.00 bis 14.00h auf Radio Orange 94,0 in Wien empfangen werden kann.

Ab sofort übernimmt auch Radio Helsinki aus Graz unsere Sendungen zum selben Zeitpunkt auf 92,6 MHz. Einen fixen Sendetermin soll es in Kürze auch bei Radio Fro auf 105,0 MHz in Linz geben. Bis zu Redaktionsschluß war der genaue Zeitpunkt dafür aber noch nicht fixiert.

Wer weder Radio Orange, noch Radio Fro oder Radio Helsinki empfangen kann, kann sich unsere Sendungen nach ihrer Ausstrahlung auch auf unserem dritten Medium, unserer Website im Internet anhören.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Oktober
2000
Heft 6/2000, Seite 3
Autor/inn/en:

Thomas Schmidinger:

Redaktionsmitglied von Context XXI von Juni 2000 bis 2006, koordinierender Redakteur von September 2000 bis April 2001.

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