Zeitschriften » Context XXI » Print » Jahrgang 1999 » ZOOM 2/1999

Liebe Leserin, lieber Leser!

NOTO KOSOWAR 2.4

Die NATO bombt sich in Jugoslawien gerade den Weg frei in eine neue Welt­ordnung. Dabei spielen die Medien, wie schon bei den vergangenen „friedenschaffenden“ Einsätzen eine be­deutende, den Krieg unter­stützende Rolle. Die Bom­bardierung eines Flücht­lingstrecks durch die NATO wurde bis heute noch nicht vollständig zugegeben und zumindest in Österreich wur­de auch nicht allzu intensiv nachgefragt. Die Opfer unter der serbischen Bevölkerung werden, wo sie so offensicht­lich werden, daß sie nicht einfach unerwähnt bleiben können, mit dem zynischen Verweis gerechtfertigt, daß ein Krieg eben Opfer bringe und außerdem die „Serben“ noch größere Greueltaten be­gehen.

Es ist erschreckend, wie viele Intellektuelle sich in die Kriegslogik hineinziehen las­sen und mit zumindest schwammigen, als Duldung der NATO-Angriffe interpre­tierbaren Stellungnahmen in der Öffentlichkeit auftreten. Wir wollen in dieser Nummer als Schwerpunkt die in den Berichten zu kurz gekomme­ne Seite des Krieges beleuch­ten. Michael Geistlinger geht in seinem Artikel auf die Vor­geschichte und die Ziele die­ses Krieges ein und zeigt deut­lich den Völkerrechtsbruch auf, den diese Aktion der NA­TO darstellt. In der Folge bringen wir einige Briefe und Stellungnahmen, die uns aus Jugoslawien, bzw. von geflo­henen Serben aus Ungarn er­reichten, sowie Kommentare von Noam Chomsky und Jan Myrdal.

Der zweite Teil dieses Heftes ist dem Konflikt in Kurdistan gewidmet. Die Kurdinnen werden vom NA­TO-Mitglied Türkei schon seit Jahrzehnten in einer Wei­se verfolgt, die der Verfol­gung der Kosov@-AlbanerInnen in keiner Weise nach­steht, was nochmals ein kri­tisches Licht auf die behaup­tete Kriegsnotwendigkeit im Kosovo wirft. Kayoumars Shahasvary gibt einen histo­rischen Überblick über die Entwicklung des kurdischen Volkes. In der nächsten Nummer folgt ein Artikel über die heutige Situation. Mehr theoretisch nähert sich Stephan Grigat anhand der Frage, ob eine Solidarität mit Abdulla Öcalan möglich ist, dem Spannungsverhältnis zwischen Nationalismus und Emazipation.

Wie eine Gesellschaft, die an die Grenzen ihrer Ent­wicklung stößt, mit oder oh­ne Bomben ihre zerstöreri­sche Energie freisetzt, ist das Thema des letzten, von Franz Schandl verfaßten Beitrags.

Abschließend noch der Hinweis auf den beiliegen­den Aufruf und die verschie­denen, auch von der Arge WDV mitorganisiserten An­tikriegsaktivitäten (siehe nächste Seite).

Die ZOOM-Redaktion

Alle Fotos in dieser Ausgabe stammen aus der Serie NOTO KOSOWAR von Christian Helbock. Bisher liegen zwei Filme vor — die Numerierung der Bilder bezeichnet Film und Num­mer des Negativs. Die Arbeit untersucht Bilder des Krieges, wie sie in deutschsprachigen Printme­dien gezeigt werden.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
März
1999
ZOOM 2/1999, Seite 3
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