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Markus Kemmerling
Bundesheer:

Kläffen gegen Infiltranten

Major Pusztai versprach viel „Action“. Kein Sol­dat solle „nach Hause fahren und sagen: Es war nichts los.“ In einer Jubelmeldung be­richtete die APA Mitte Jänner von der Aktion „Wachhund“: 2500 Soldaten, präsente Kräf­te, Kaderpersonal, Grund­wehrdiener und Milizsoldaten, übten ein neues Einsatzver­fahren, den Raumschutz. Der imaginierte Feind der wohl nicht ganz zufällig im nördli­chen Burgenland und in der Brucker Pforte angesiedelten Übung trat in Gestalt von vom Ausland eindringenden Ter­roristen auf. Geübt worden sei sehr realitätsnah, beispiels­weise und wohl wiederum nicht ganz zufällig mit nächt­lichen Hubschrauberflügen. Von den Truppen sei hohe Flexibilität gefordert gewesen, denn: „Subversive Aktivitäten sind nicht so leicht kalkulier­bar, der Feind tritt als Infil­trant, als Saboteur auf — und nicht nur als Uniformierter, sondern auch als Zivilist. Mi­litärische und zivile Objekte, etwa eine ORF-Sendestation,
mußten „von den Infiltranten gesäubert werden“.

Die Übung, die laut APA „Kosten von kaum mehr als zehn Millionen Schilling ver­ursacht“ habe, demonstriert — wie etwa auch das Begeh­ren des Heeresnachrichtenamtes, gegen die Organisier­te Kriminalität tätig werden zu dürfen — die Verlagerung des militärischen Tätigkeits­feldes hin auf ZivilistInnen und die innere Sicherheit.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Mai
1998
ZOOM 2/1998, Seite 43
Autor/inn/en:

Markus Kemmerling:

Gelernter Physiker, EDV-Kundiger und Web-Entwickler bevor die Meisten „Internet“ buchstabieren konnten. Redaktionsmitglied, organisatorisches und moralisches Rückgrat von Context XXI, Fels in allen Brandungen vom mythologischen Anbeginn bis Mai 2003.

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