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Ökologische Linke (ökoli) Wien

Kiew: Jugendliche greifen Synagoge an

Eine Horde von rund 50 Jugendlichen hat die Hauptsynagoge der ukrainischen Hauptstadt Kiew mit Steinen angegriffen und mehrere Juden geschlagen. Die Angreifer seien am späten Samstagabend auf die letzten Gemeindemitglieder losgegangen, die nach ihrem Gebet das Gotteshaus verließen, sagte der Vorsitzende der Brodski-Synagoge, Mosche Asman, gestern der Nachrichtenagentur AFP.

Rabbi Twsi Kaplan habe wegen seiner Verletzungen kurz im Krankenhaus behandelt werden müssen. „Es war ein richtiges Pogrom“, sagte Asman. Dagegen erklärte Polizeisprecher Oleksandr Naumow, bei den Angreifern habe es sich um Fußball-Hooligans gehandelt. Von einem anti-semitischen Vorfall könne keine Rede sein.

„Lasst uns die Juden schlagen“

Rund 20 Fensterscheiben gingen in der Synagoge im Zentrum von Kiew zu Bruch, als die Jugendlichen mit Steinen auf das Gebäude warfen. Nach Angaben von Asmans 14-jährigem Sohn riefen sie dabei: „Juden, Juden. Lasst uns die Juden schlagen.“ Einige von ihnen hätten kahlgeschorene Köpfe gehabt. Anwohner riefen die Polizei, die laut Asman jedoch erst nach einer halben Stunde eintraf.

Die israelische Botschafterin in der Ukraine, Anna Asari, äußerte sich entsetzt über den Vorfall. Sie sprach von Vandalismus und „offenem Anti-Semitismus“. Sie forderte die ukrainischen Behörden auf, angemessene Schutzmaßnahmen für die jüdische Gemeinde zu ergreifen. Asari fügte hinzu, ihrer Ansicht nach stehe der Angriff in Zusammenhang mit den israelischen Militäraktionen in den Palästinensergebieten. In den vergangenen Wochen hatte es aus Protest gegen Israel vor allem in Frankreich mehrere Anschläge auf Synagogen gegeben.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
April
2002
Autor/inn/en:

Ökologische Linke (ökoli) Wien:

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