Zeitschriften » Streifzüge » WWW-Ausgabe » Jahrgang 2020

Karl Kollmann, Die neuen Biedermenschen

Ein halbes Jahrhundert nach dem Aufbruch, der im Jahre 1968 weite Teile der Jugend Europas erfasst hatte, sind aus den Versatzstücken einer Kultur des Aufbegehrens Eckpfeiler einer hegemonialen Biedermeierlichkeit geworden. Die Rebellion gegen den verstockten Nachkriegskonservativismus ist zu einem neuen Establishment erstarrt. Der Soziologe Karl Kollmann zeichnet nach, wie es dazu kommen konnte, dass aus dem Wunsch nach Befreiung in nur zwei Generationen wiederum ein gesellschaftliches Korsett geschnürt wurde, das enge Lebensmuster vorgibt. Diese folgen nun nicht mehr rechtskonservativen, sondern linksliberalen Verhaltensregeln, die allerdings ebenso peinlich eingehalten werden (müssen) wie einst jene der Elterngeneration. Die kollektive Kampfkraft der 68er-Generation ist weitgehend verpufft. An ihre Stelle ist eine Individualisierung getreten, die Gesellschaft oft als Dienstleistung für den Einzelnen bzw. die Einzelne betrachtet. Als Treibmittel für diesen Übergang zum neuen Biedermenschen ortet der Autor Konsumismus und Kommerzialisierung so gut wie aller Lebensbereiche.

Der Promedia Verlag gibt eine kurze Einführung und lädt den Philosophen Alfred Pfabigan, den Historiker Franz Schandl und Kathrin Kollmann, die Tochter des 2019 verstorbenen Autors, zum Gespräch.

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Buchpräsentation —
Anmeldung erforderlich unter office aktionsradius.at

Mittwoch 30. September 2020 um 19:30
Aktionsradius Wien,

Gaußplatz 11, 1200 Wien

mit: Kathrin Kollmann, Alfred Pfabigan und Franz Schandl

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Erstveröffentlichung im FORVM:
September
2020
Lizenz dieses Beitrags:
Gemeinfrei
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