Zeitschriften » FŒHN » Heft 23+24
Markus Wilhelm

Große Mehrheit für Schönwetter!

Erspart geblieben sind uns von den allerschmutzigsten Tricks nur die, die ihnen gar nicht eingefallen sind. In diesen beiden Grafiken geht es nicht um Informationsvermittlung, sondern unter dem Vorwand der Informationsvermittlung ums Zugreifen auf das Unterbewußte. Über die eh erlogenen Zahlen, auf die unser Kopf giert, wird ganz etwas anderes ganz woanders abgesetzt. Die Illustration oben links aus der „Europa-Sonderausgabe“ der Presse (5.5.94) will uns nicht sagen, daß 49 % für den Beitritt sind, sondern unterschwellig in uns hineinpflanzen, daß ein Ja zum Beitritt bedeutet, daß wir auf die Sonnenseite des Lebens kommen, während die Gegner Wolken und Niederschläge über uns bringen würden. Die Darstellung oben rechts aus der AZ (13.7.91) bedient sich der auch heute noch verständlichen Handzeichen von den römischen Gladiatorenkämpfen, um mit der Botschaft, die ihr wirklich wichtig ist, ins Weiche hineinzutreffen. Die genauen Prozentzahlen sind dabei völlig nebensächlich, denn die Aussage, um die es geht, ließe sich genausogut mit Zahlen vermitteln, die nicht extra geschönt wurden: Wer „dagegen“ ist, ist hartherzig, ist für Vernichtung - wohl Österreichs, wer „dafür“ ist, ist großherzig, gewährt diesem das Weiterleben, oder gibt sich, wenn man das Signal nach dem heutigen Gebrauch deutet, überzeugt, daß es ganz groß herauskommen wird. Keiner weiß nach dem Umblättern mehr etwas von 34 % und von 48 % und von Oktober 1988 und von Juni 1991. Aber Gegner = Daumen unten = Auslöschung — das ist drinnen.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Juni
1997
Heft 23+24, Seite 84
Autor/inn/en:

Markus Wilhelm:

Geboren 1956, von Beruf Zuspitzer in Sölden im Ötztal, Mitbegründer des FŒHN (1978-1981), Wiedergründer und Herausgeber des FŒHN (1984-1998). Seit 2004 Betreiber der Website dietiwag.org (bis 2005 unter dietiwag.at), Landwirt.

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