Zeitschriften » FŒHN » Heft 23+24
Markus Wilhelm

„Europa bringt mehr Arbeitsplätze.“

Zum Verschwinden.

Am 12. Juni stimmen wir alle über unsere eigenen Jobs ab.

(Kurier, 12. 5.1994)

Wie wahr!

Wenn wir bisher mit Arbeitslosenraten von 3 bis 4 Prozent international hervorragend gelegen sind, werden wir - wenn Österreich nicht der EU beitritt - halt nachher 5 oder 7 Prozent haben.

(A. Mock, Wiener, März 1994)

Prognose für das nächste Jahr: 7,7 Prozent ohne Job

(Kurier, 29.6.96)

Das ergibt, wenn wir nicht beitreten, fast 300.000 arbeitslos gemeldete Österreicher.

(Schule und Europa, Mai 1994; nach IHS)

Im Winter drohen 300.000 Arbeitslose.

(Kurier, 4.9.96)

Baulöwe Alexander Maculan rechnet bereits unmittelbar nach einer Pro-EU-Abstimmung mit einer starken Belebung der Auftragslage.

(Kurier, 12.5.94)

Bauvolumen sank im Vorjahr um fünf Prozent.

(Standard, 23.3.96)

Im Februar (1996) gab es um fast 25 Prozent mehr arbeitslose Bauarbeiter als vor einem Jahr.

(TT, 6.3.96)

Der Beitritt wird in jedem zehnten Industriebetrieb zu einer Personalaufstockung bereits in den ersten Monaten führen. Durchschnittlich kann man sogar mit einer Zunahme des Arbeitsplatzangebotes um 10 % rechnen.

(D. Bachmann, VÖI-Tirol in „Industrie“, 20.4.94)

16 Prozent fühlen sich zu Arbeitsplatzabbau gezwungen.

Umfrage der VÖI bei 600 Industrieunternehmen (Kurier, 18.8.95)

Nichtbeitritt kostet 31.000 Industrie-Arbeitsplätze.

(Kurier, 12.5.1994)

Industrie baut 5000 Leute ab

(TT-Schlagzeile, 18.10.95)

Industrie baut heuer bis zu 10.000 Leute ab.

(TT-Schlagzeile, 20.3.96)

Wird ein EG-Beitritt österreichische Arbeitsplätze kosten? Im Gegenteil. Durch einen EG-Beitritt werden 55.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können.

(Europa-Information, VÖI)

Um 33.000 Arbeitsplätze weniger als vor einem Jahr.

(TT, 6.2.96)

Unerwartet starker Schwund von Arbeitsplätzen im abgelaufenen Jahr: 20.000 Jobs verloren

(Standard, 4.1.97)

Ach, wie notwendig bräuchten die EU-Propagandisten jetzt den Nichtbeitritt, um uns erklären zu können, warum alles so gekommen ist, wie es durch den Beitritt gekommen ist!

Und wer ihnen da geglaubt hat, daß sie seine Freunde sind,
der hat eben dann erwartet, daß der Regen nach oben rinnt.
Bert Brecht

Wer bietet mehr?

Wifo-Chef H. Kramer:

Die Zahl der Arbeitsplätze bei einem EU-Beitritt wäre zur Jahrtausendwende um 43.200 höher als dies ohne EU-Integration der Fall wäre.

(Standard, 28.5.94)

Industriellenvereinigung:

Wird ein EG-Beitritt österreichische Arbeitsplätze kosten? Im Gegenteil. Durch einen EG-Beitritt werden 55.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden können.

(VÖI-Europa-Information)

VÖI-Präsident H. Kessler:

Durch einen EU-Beitritt werden mittelfristig rund 60.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden können.

(ÖVP-Austria Plus, 4/5 1994)

SPÖ-Bundesgeschäftsführer P. Marizzi:

Beitritt bringt 90.000 zusätzliche Arbeitsplätze.

(Wr. Zeitung, 22.5.94)

Gewerkschaftsbund:

Der ÖGB rechnet im Falle eines Beitritts mit 40.000 bis 100.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen.

(Presse, 17.6.88)

VÖI-Tirol-Präsident A. Thöni:

Der Unterschied zwischen Nicht-Europa und dem Beitritt ist eine Anzahl von 150.000 Arbeitsplätzen, das ist die Lebensgrundlage für eine halbe Million Mitbürger in Österreich.

(Stadtblatt Innsbruck, 8.6.94)

Einfache Rechnung: Man braucht nur die knapp 45.000 des WIFO und die 55.000 der Industriellenvereinigung und die 60.000 ihres Präsidenten und die 90.000 der SPÖ und die 150.000 des Tiroler VÖI-Chefs zusammenzuzählen, dann hat man die exakte Lösung:

Der Präsident der Wiener Industriellen, A. Maculan: Ohne EU-Beitritt

500.000 Arbeitsplätze weniger

(OÖN, 17.5.94)

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Juni
1997
Heft 23+24, Seite 67
Autor/inn/en:

Markus Wilhelm:

Geboren 1956, von Beruf Zuspitzer in Sölden im Ötztal, Mitbegründer des FŒHN (1978-1981), Wiedergründer und Herausgeber des FŒHN (1984-1998). Seit 2004 Betreiber der Website dietiwag.org (bis 2005 unter dietiwag.at), Landwirt.

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