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Erklärung

Die Ökologische Linke (ÖKOLI) existierte von 1998 bis 2006 in Österreich. Sie stellte den Versuch einiger Leute dar, die ursprünglich aus der Jugendorganisation der Grünen, der Grünalternativen Jugend (GAJ) und aus der autonomen, anarchistischen und linksradikalen Szene kamen, antifaschistische und antikapitalistische Politik mit ökologischen Positionen zu verbinden.

Ausgangspunkt bildete dabei u.a. die wechselseitige Ignoranz linksradikaler und ökologischer Politik in Österreich. Nach anfänglicher enger Zusammenarbeit mit der ÖKOLI in Deutschland (aus deren Zeit auch der Name der Gruppierung stammt), trennte sich die ÖKOLI-Österreich angesichts des autoritär formulierten Führungsanspruchs von Jutta Ditfurth von der deutschen ÖKOLI. Inhaltlich spielte dabei der Jugoslawienkrieg 1999 eine entscheidende Rolle, als Jutta Ditfurth sich mit serbischen Nationalisten verbündete, während die ÖKOLI-Österreich eine antinationale Position gegen den serbischen und albanischen Nationalismus einnahm, die sich gleichermaßen gegen Krieg und Nationalismus wendete.

Mit dem Wahlerfolg der FPÖ bei den Wahlen 1999 und der schwarz-blauen Regierungsbildung 2000 wurde zunehmend der Antifaschismus in den Aktivitäten der Gruppierung wichtig. Die ÖKOLI wurde zum Teil der Bewegung gegen Schwarzblau und spielte auch als antinationale KritikerIn innerhalb der Bewegung eine gewisse Rolle. Der Kampf gegen Schwarzblau bildete sicher den Höhepunkt der Aktivitäten der ÖKOLI. 2002 kam es jedoch zu einer Spaltung der ohnehin nie mehr als 10 Mitglieder zählenden Gruppierung. Auch vom verbliebenen Rest traten AktivistInnen aus.

Es folgte nur noch ein Nachspiel, in dem sich die Reste der Gruppierung an unterschiedlichen Kundgebungen gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus beteiligten. Mit dem Ende der rechtsextremen Regierungsbeteiligung 2006 wurden auch diese Aktivitäten eingestellt. Die Zeitschrift der ÖKOLI namens radiX, war bereits im Jahr 2000 mit dem Multimedia-Projekt Context XXI fusioniert. Anfang 2006 verließen wir die Redaktion, welche zunehmend von (anti)-deutschen Positionen dominiert wurde.

Verschiedene ehemalige Mitglieder der Gruppierung sind heute in unterschiedlichen Bereichen von Politik, NGO-Arbeit und diversen Sozialwissenschaften aktiv, doch die Gruppierung existiert als solche nicht mehr. Sie hat sich als Organisation überlebt, wenn auch die grundsätzlichen Ziele einer herrschaftslosen und sozialistischen Gesellschaft, die nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen dieser Welt umgeht, für viele der ehemaligen AktivistInnen aufrecht bleiben. Ob diese in Form einer klassischen Polit-Gruppe oder politischen Partei sinnvoll erkämpft werden können, ist für die GründerInnen und die meisten der ehemaligen ÖKOLI-AktivistInnen heute allerdings mehr als fraglich. Als Teil der Geschichte der außerparlamentarischen Linken in Österreich, wollen wir diese jedoch nicht verschweigen. Diese Website existiert damit als Archiv weiter.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
März
2009
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