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Franz Schandl

Einlauf

Solange der Kühlschrank voll ist oder angefüllt werden kann, ist es wohl nicht so tragisch. Da ist die Krise noch nicht magennah wahrnehmbar, schließlich leben wir hier ja in den Zentren des Kapitals und verstehen es zu wirtschaften. Wir schon. So zumindest das allgemeine Volksvorurteil, das auch unentwegt politisch und medial bedient wird. Man denke nur an die ständige Drohbotschaft an „die Griechen“, die doch gefälligst ihre Hausaufgaben zu machen hätten. In der schräg inszenierten Auseinandersetzung Varoufakis gegen Schäuble und Schelling gehören selbstverständlich dem erstgenannten unsere Sympathien, trotz aller Kritik. Der weiß zumindest, dass es so nicht mehr weitergehen kann, während seine Kontrahenten meinen, dass es nur so geht. Die Ereignisse in Griechenland (aber nicht nur dort) zeigen, wie schnell die soziale Frage wieder in den Brennpunkt rücken kann. Aber auch bei uns ist sie, wenn auch unsichtbar gemacht, virulent. Wir leben in einer Phase sozialer Verwerfungen und wir glauben, dass das auffallen sollte.

In dieser Ausgabe versammeln sich sehr unterschiedliche Beiträge, auch was Akzentuierung und Herangehensweise betrifft. Manch Dissens wird sichtbar. Das schadet nicht, ist es doch notwendig, auf breiterer Ebene Grundsatzdebatten anzustoßen. Konsens ist, dass eine radikale Sozialkritik die konventionelle Sozialpolitik abzulösen hat. Ein besonderer Dank ergeht an Nikolaus Dimmel, der nicht nur einige Beiträge zu dieser Ausgabe beigesteuert hat, sondern die Nummer auch mitkonzipiert hat.

Am Samstag, dem 11. Juli, sind wir beim Zehnjahresjubiläum des Kostnixladen mit einem Infostand zugegen. Das Fest startet um 15 Uhr am Bacherplatz, 1050 Wien. Wir freuen uns über jeden Besuch. Na, nicht über jeden, aber über fast jeden. Gleiches gilt für Sonntag, den 18. Oktober. Da referiere und diskutiere ich über „Der Kapitalismus. Das unbekannte Wesen“ in der VHS Urania. Details zu alledem und mehr auf www.streifzuege.org

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Juni
2015
Heft 64, Seite 2
Autor/inn/en:

Franz Schandl:

Geboren 1960 in Eberweis/Niederösterreich. Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Wien. Lebt dortselbst als Historiker und Publizist und verdient seine Brötchen als Journalist wider Willen. Redakteur der Zeitschrift Streifzüge. Diverse Veröffentlichungen, gem. mit Gerhard Schattauer Verfasser der Studie „Die Grünen in Österreich. Entwicklung und Konsolidierung einer politischen Kraft“, Wien 1996. Aktuell: Nikolaus Dimmel/Karl A. Immervoll/Franz Schandl (Hg.), „Sinnvoll tätig sein, Wirkungen eines Grundeinkommens“, Wien 2019.

Lizenz dieses Beitrags:
LFK
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