Zeitschriften » Context XXI » Print » Jahrgang 1996 » ZOOM 3/1996
Markus Binder

eine rüge, bitteschön

rüge

nachdem er sich genähert und ihm in die lippen gebissen hatte, bekam der junge soldat vom offizier folgendes zu hören: wohl wissend, daß dies zur durchführung derartiger befehle nicht unbedingt von strategischer bedeutung ist, möchte ich umso be­stimmter darauf hinweisen, daß auch sie wehrmännchen sich bei dienstli­chen Verrichtungen ordnungsgemäß einzukleiden haben, also keine schlapfen mehr.

bitteschön

wir waren so wie wir waren dort und gingen ins geschäft, susi, du und ich, und gingen zu einem verkäufer hin, und der verkäufer sagte: bitteschön, was soll das heissen: bitteschön, sagte einer von uns. was darf es sein, sagte der verkäufer, und bevor ihm einer von uns den Mund zuhielt, sagte je­mand anderer von uns, was soll das heissen: was darf es sein, wollen sie et­was kaufen, sagte der verkäufer, niemand antwortete, sondern einer von uns hielt ihm den mund zu. der Ver­käufer wurde wild und strampelte mit händen und füssen, andere verkäufer kamen herbei, befreiten ihn und hiel­ten uns fest, ich wurde vom krawattenverkäufer festgehalten, du vom sockenverkäufer und susi von einem anderen, der verkäufer, dem einer von uns den mund zugehalten hatte, ver­suchte aufzuatmen, so gut es ging, ei­ner von den verkäufern, die uns fest­hielten, fragte: was hat er gesagt, be­vor ihm einer von euch den mund zu­gehalten hat. bitteschön, sagten alle, aber das war noch nicht alles, dann hat er noch gesagt: was darf es sein, und deswegen hat ihm einer von euch den mund zugehalten, sagte der sockenverkäufer. nein, nicht deswe­gen, sagte einer von uns. wollen sie et­was kaufen, sagte der verkäufer, dem einer von uns den mund zugehalten hatte, da habe ich ihm den mund zu­gehalten, sagte einer von uns. wir wollten nicht hören, was er sagt, des­wegen hat ihm einer von uns den mund zugehalten, wieso, sagte der verkäufer, der susi festhielt, wir woll­ten, dass er seinen mund hält, und weil er seinen mund nicht von selbst gehalten hat, hat einer von uns ihm den mund zugehalten, einer von den verkäufern, die uns festhielten, sagte zu dem verkäufer, dem von einem von uns der mund zugehalten worden war: du hast also einfach wieder mal deinen mund nicht halten können so­lange, bis ihn dir jemand anderer zu­gehalten hat. so war es, ja so war es, sagten wir, wie wir dort waren, und umarmten hinterrücks die verkäufer, die uns festhielten, bevor wir das ge­schäft verliessen, in dem einer von uns demjenigen verkäufer den mund zu­gehalten hatte, der ihn selbst wieder mal nicht hatte halten können.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Juni
1996
ZOOM 3/1996, Seite 29
Autor/inn/en:

Markus Binder:

81 von enns nach linz gezogen, dort bis 90 im selbstorganisierten veranstalter- & musik- & kunst-gewusel rotiert, ende 88 ein paar monate nach tochter janna metas geburt h.p.falkner getroffen, mit dem er seit 90 das duo attwenger betreibt.

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