Zeitschriften » FŒHN » Heft 23+24
Markus Wilhelm

Die Rassismus-Keule

Weil sich selbst Rassisten stets vom Rassismus distanzieren und jeder rassistischen Äußerung vorausschicken: „Ich bin sicher kein Rassist, aber ...“, bestand Trick 15 darin, die Menschen, wenn sie gegen den EU-Anschluß sind, des Rassismus zu bezichtigen, und sie mit Rassismus zu bedienen, wenn sie dafür sind. Ausländerfeindlichkeit ist in jeden von uns hineingepflanzt worden und in vielen von uns jederzeit abrufbar.

Wollen wir auf einem Flughafen den Schalter mit dem Schild ‚Für EU-Mitglieder‘ benützen, oder wollen wir uns dort anstellen wo ‚Andere‘ steht - für Länder wie Bhutan und Uganda ...?

Europa-Kompaß der Industriellenvereinigung (1994)

Außerhalb der EG würde Österreich nur noch der nördlichste Balkanstaat sein.

H. Scheucher, ÖVP-LA Kärnten (Kl.Z., 14.10.93)

In der EU behält Österreich seine nationalen Ausländergesetze bei. Da fährt Löschnaks Eisenbahn drüber!

Kronenzeitung, 4.6.94
Annonce der Industriellenvereinigung (links), Karikatur von D. Zehentmayr im Kurier vom 8.6.94 (rechts)

Eine Überfremdung Österreichs ist keinesfalls zu befürchten.

‚Ja zu Europa‘, Bundeswirtschaftskammer, Februar 1993

Es wird nicht mehr vorkommen, daß ein oberösterreichischer Arbeitspendler in Bayern Gesundheitszeugnisse braucht (nicht aber ein Grieche oder Spanier).

ÖVP-Mitgliedermagazin „Plus“, 4/5 1988

Auch in EU keine Ausländerflut

Krone-Aufmacher (Juni 1994)

Wenn wir jetzt nicht allen EU-Verträgen zustimmen, dann werden Polen, Kroatien, Bosnien, Bulgarien, Rumänien und andere vor uns in der EU sein.

F. Vranitzky, zit. nach Bürgerinitiative Brunn a. G., 5/94

Sollte der EU-Beitritt scheitern, dann werden wir in zehn Jahren politisch und wirtschaftlich das Gewicht von Albanien haben.

NB-Präs. M. Schaumayer (Presse, 2.2.94)

Bei einem neuen Beitrittsgesuch im nächsten Jahrtausend müßten wir Tschechen, Ungarn und Polen um Erlaubnis fragen.

Kronenzeitung, 11.6.94

Die EG verfolgt zunehmend eine gemeinsame Linie bei der Visumspolitik, der Bekämpfung illegaler Einreisen, der Asylpolitik und der Abwehr internationalen Verbrechertums.

„Ja zu Europa“, Bundeswirtschaftskammer (1993)

Europa oder Balkan? Wir wollen nach Europa.

Ganzseitige Inserate der Wirtschaftskammer Kärnten in mehreren Tageszeitungen (Frühjahr 1994)

Es stimmt nicht, daß Österreich im Falle eines EG-Beitrittes von Ausländern, Gastarbeitern überschwemmt würde, und es zu einer Überfremdung unseres Landes käme.

A. Khol, Fragen und Antworten zur EG-Integration, März 1989

Bei EU-Nein wird Kampf gegen die Russen-Mafia schwieriger

Krone-Aufmacher (Juni 1994)

Wer für ein Nein zur EG plädiert, riskiert, Österreich in den Status eines Koloniallandes zu treiben.

A. Mock (Profil, 3.2.92)

Sollten wir den EG-Beitritt nicht schaffen, dann wären wir eine lächerliche Karikatur von Andorra in Zentraleuropa.

F. Ceska, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (Kurier, 5.7.93)

Jenseits von Österreichs Ostgrenze spielt sich der Balkan ab. ... Ich möchte nicht dort sein, wo Chaos und Brutalität herrschen.

Marilies Fleming, Beiratsmitglied SOS Mitmensch (Euro-Watch, Mai 1994)

Wer will, daß Ungarn und Polen als nächste Beitrittswerber vor uns EU-Mitglieder werden und mitbestimmen, ob Österreich in die EU aufgenommen werden soll?

‚Osttiroler für einen EU-Beitritt‘, Annonce in Osttiroler Bote, 9.6.94

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Juni
1997
Heft 23+24, Seite 87
Autor/inn/en:

Markus Wilhelm:

Geboren 1956, von Beruf Zuspitzer in Sölden im Ötztal, Mitbegründer des FŒHN (1978-1981), Wiedergründer und Herausgeber des FŒHN (1984-1998). Seit 2004 Betreiber der Website dietiwag.org (bis 2005 unter dietiwag.at), Landwirt.

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