Zeitschriften » Internationale Situationniste » Numéro 8
Pierre Gallissaires (Übersetzung) • Hanna Mittelstädt (Übersetzung) • Situationistische Internationale

Die Avantgarde der Anwesenheit

In der 4. Nummer der Zeitschrift Médiations („Vermittlungen“) spricht der jüngst zum Fachkritiker für die „kulturelle Avantgarde“ gewordene Lucien Goldmann von einer „Avantgarde der Abwesenheit“ — derjenigen, die in den bildenden Künsten und in der Literatur eine bestimmte Ablehnung der Verdinglichung der modernen Gesellschaft ausdrückt, aber auch seiner Meinung nach nur das. Er erkennt diese negative Rolle der Avantgarde-Kultur in unserem Jahrhundert erst ungefähr 45 Jahre nach dem Ereignis selbst, aber — seltsam genug — gerade unter seinen Zeitgenossen und Freunden. So findet man unter dem Deckmantel der wiedererweckten Dadaisten keinen anderen als Ionesco, Beckett, Sarraute, Adamov und Duras — ohne diesen Robbe-Grillet von Marienbad zu vergessen. Diese vollzählige lustige kleine Truppe spielt also noch einmal als Posse die Tragödie der Vernichtung der Kunstformen. Sarraute — wer hätte das gesagt? Adamov — wer hätte das geglaubt?

Als gutes Publikum legt Goldmann das, was er sieht, allen Ernstes aus: „Die meisten großen Schriftsteller der Avantgarde drücken vor allem keine verwirklichten oder ausführbaren Werte aus, sondern deren Abwesenheit und die Unmöglichkeit, annehmbare Werte zu formulieren oder wahrzunehmen, in deren Namen sie die Gesellschaft kritisieren könnten.“ Gerade das ist falsch, wie sich herausstellt, sobald man die Akteure des Goldmannschen komischen Romans verlässt, um die historische Wirklichkeit des deutschen Dadaismus bzw. des Surrealismus zwischen den beiden Weltkriegen zu untersuchen. Goldmann scheint sie buchstäblich zu ignorieren — was doch merkwürdig ist: würde er es für begründet halten, dass man die historische Interpretation seines Buches über den Verborgenen Gott bestreitet, indem man gleichzeitig darauf hinweist, man habe weder Pascal noch Racine gelesen, da das XVII. Jahrhundert sehr vielseitig sei und es schon viel Zeit in Anspruch nehme, mit Cotins komplettem Werk fertig zu werden? Es ist schwierig zu verstehen, wie er die Verkleidung so erfrischend finden konnte, wenn er das Original doch nur im großen und ganzen kennt. Selbst das Vokabular passt wenig zum Thema: so wird von „großen Schriftstellern der Avantgarde“ gesprochen, einem Begriff, der gerade von der Avantgarde schon seit langer Zeit endgültig lächerlich gemacht wurde. Als er etwas später die geschmackvollen Unterhaltungsstücke erwähnt, die Planchon aus den Bruchstücken und Teilen einer beendeten Theatertradition für die Bühne schön zusammenflicken kann, sagt Goldmann, der auch dort irgendeinen Avantgardismus wittert, dass er trotz allem darin „keine gleichbedeutende literarische Schöpfung“ feststellen kann, „in deren Mittelpunkt die humanistischen Werte und das historische Werden vorhanden sind.“ Doch macht es die nennenswerte Qualität unbedeutender Wichtigkeit, die der Goldmannschen Avantgarde unauslöschbar eigen ist, Planchon leicht. Immerhin spricht Goldmann von literarischer Schöpfung. ist es möglich, dass er nicht weiß, dass die Ablehnung der Literatur und die Zerstörung selbst des Schreibens die Haupttendenz der 20 bis 30 Jahre Avantgardeforschung in Europa geprägt haben, die seine spektakulären Hanswürste nur durch das schlechtere Ende des Opernglases gesehen haben und mit der Spärlichkeit kleiner Rentner nutzbar machen? Jene Avantgarde der wirklichen Selbstzerstörung der Kunst hatte damals die Abwesenheit und die mögliche Anwesenheit eines ganz anderen Lebens untrennbar ausgedrückt.

Sollte man denn in die Mystifizierung des Humanismus verfallen, sobald man Adamov nicht bis zu dieser Abwesenheit folgen will, die so gut zu ihm passt, dass er gute Aussicht hat, deren Eigentümer zu werden?

Des situationnistes entre deux séances de la Conférence d’Anvers.
« Le marxisme étant une erreur, on voit à quel niveau se situent les plagieurs de vingtième ordre d’une idéologie qu’ils détraquent encore et dont ils extraient une conception de brisure culturelle complètement démente pour les sous-marxistes mêmes.
Les critiques situationnistes qui espèrent mettre la main sur la totalité des moyens de communication, sans en avoir créé aucun, à aucun niveau, et remplacer l‘acquit, à savoir les diverses créations et les trivialités qui en résultent, par leur unique et énorme trivialité,ces crétins, disons-nous, représentent des excrétions du type hitlérien ou stalinien, dans ses extrêmes manifestations d’impuissance actuelle, dont les exemples délirants les plus connus sont les bandes nazies d‘Amérique et d’Angleterre. »
Les Cahiers du Lettrisme, n° 1. décembre 1962

Seien wir ernsthafter als Goldmann. In demselben Artikel fragt er sich, ob es in der gegenwärtigen Gesellschaft — in diesem modernen Kapitalismus, der sich auf die bekannte, so ärgerliche Art und Weise festigt und weiterentwickelt — „soziale Kräfte gibt, die mächtig genug sind, um deren Aufhebung zu bewirken, oder zumindest solche, die auf diese Aufhebung hin gerichtet sind“. Das ist tatsächlich eine sehr wichtige Frage und wir wollen versuchen, die bejahende Antwort zu beweisen. Die entmystifizierte Untersuchung gerade der wirklichen Avantgardebewegungen in der Kunst und der Politik kann auf jeden Fall Schätzwerte liefern, die sowohl in Ionescos als auch in Garaudys Werk eher selten zu finden sind. In der Gesellschaft des Spektakels ist das gesellschaftlich Sichtbare weiter entfernt von der gesellschaftlichen Wirklichkeit als je zuvor. Sogar ihre Avantgardekunst und ihr fragendes Denken sind von nun an durch die Beleuchtung dieses Sichtbaren verfälscht. Diejenigen, die außerhalb dieser Schau- und Lichtspiele der Gegenwart stehen, die Goldmann so sehr verblüffen, stehen gerade, wie die Situationisten zur Zeit, in der Avantgarde der Anwesenheit. Das, was Goldmann die Avantgarde der Abwesenheit nennt, ist nichts anderes als die Abwesenheit der Avantgarde. Mit Nachdruck behaupten wir, dass nichts von all diesen Anmaßungen und Aufregungen in der wirklichen Problematik und der Geschichte unserer Epoche bleiben wird. In diesem Punkt wie in allen anderen kann man in 100 Jahren sehen, ob wir uns geirrt haben.

Goldmanns Avantgarde und ihr Absentismus haben übrigens heute schon Verspätung (außer Robbe-Grillet, der gleichzeitig auf alle Nummern beim Roulett des avantgardistischen Spektakels setzt). Die letzte Tendenz besteht darin, sich selbst zu „integrieren“. Zuerst kann man seit Marienbad, auf das man sich als Journalist jetzt zwangsläufig beziehen muss, die Werke nicht mehr aufzählen, die „nur durch die individuelle Beteiligung des Zuschauers“ existieren können, „wobei jeder dazu bestimmt ist, sie anders nachzuempfinden“ (Jaques Siclier in Le Monde vom 28. November 1962 über irgendein Fernsehballett). Marc Saporta hat gerade einen Kartenspielroman veröffentlicht, der von dem Leser gemischt wird, so dass man beteiligt ist. Dann wird „integriert“: z.B. bekommt der Besucher der Pariser Keramikausstellung von Starczewski eine Experimentalmusik zu hören; Musik von Stockhausen, deren Partitur der Musiker nach Belieben „bewegen“ kann, wird in einem abstrakten Film Kirchgässers „integriert“ (im Darmstädter Institut für zeitgenössische Musik). So wird auch Nicolas Schoeffer mit der Firma Philips in einer audiovisuellen Stimmung — die „Schöpfungsmauer“ — integriert. Schließlich 1000 Integrationen durch ganz Europa, die in die überall stattfindenden Biennalen weiter integriert werden, die zu Himalajas der Integration werden. In derselben Zeitschrift Mediations soll auf die Integration eines neuen Berufs hingewiesen werden: die Kritik der abstrakten Werke in „abstrakter“ Prosa, die seit 15 Jahren in den Ausstellungskatalogen gang und gäbe war und in der Michel Tapiés wahre Wunder gelungen sind, meldet sich jetzt in der Literatur mit Jean Ricardou, der die brave und kindliche Form der Textdeutung in die Kritik überträgt, indem er sie aber dadurch verbessert, dass er sozusagen schwarz auf schwarz malend die kaum leserlichen und absichtlich inhaltsarmen Seiten des neuen reinen Romans mit einer informellen Kritikersprache kommentiert, die ihres Vorbildes würdig ist, was Inhalt und Leserlichkeit betrifft. So kann man auch irgendetwas in den sogenannten „neuen Realismus“ integrieren — 30 Teelöffel, 100.000 Flaschen, eine Million Schweizer usw. usf. — darin liegt eben seine Stärke. Die neue Bildlichkeit will die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft der Malerei in irgendetwas „integrieren“ — irgendetwas, das sich gut bezahlt macht, eine Vollkaskoversicherung für die Liebhaber der abstrakten und der bildlichen Kunst zugleich.

In der Kultur, wie sie heute einmal ist, kann man nur Auflösungen ineinander integrieren. Wobei selbst diese fast immer Wiederholungen älterer Dinge sind, auf die keiner hinweisen will (so greift Saportas Kartenspielroman auf das schon vor 1930 erschienene Spiel der Worte und des Zufalls von Paul Nouge zurück, das vor einigen Jahren neu herausgekommen ist). Man könnte zahlreiche ähnliche Beispiele anführen. Was die Integration des Zuschauers in all diese schönen Dinge betrifft, so ist sie nur ein abgeschwächtes Bild seiner eigenen Integration in die neuen Städte, in die Fernsehapparatdichte des Gebietes und in den ihn beschäftigenden Betrieb. Sie verfolgt denselben Zweck, nur mit unendlich weniger Kraft und sogar unendlich weniger Versuchskaninchen. Die alten Formen der Kunst der Neo-Auflösung sind jetzt als solche weit entfernt vom Mittelpunkt des Kampfes um die Beherrschung der modernen Kultur. Das Wechseln des Kulturgebietes ist nicht nur die These der revolutionären Avantgarde in der Kultur, es ist leider auch das schon weit durchgeführte umgekehrte Projekt der gegenwärtigen Herrschenden. Man muss hier die Spezialisten der „kinetischen“ Bewegung extra erwähnen: Sie wollen nur die Zeit in die Kunst „integrieren“, sie haben nur Pech gehabt, dass das Programm unserer Epoche vielmehr darin besteht, die Kunst in der erlebten Zeit aufzulösen.

In mehreren Punkten wagen es Forscher bereits, sich eine weniger überfüllte Spezialisierung zu sichern, über diese übereilte Integration und deren kurzgefasste Rechtfertigung hinaus. Techniker wollen das Theater reformieren — wie z.B. Le Parc, der in einem Flugblatt der „Forschungsgruppe der visuellen Kunst“ vom September 1962 meint, man könne den passiven Zuschauer sich so weit entwickeln lassen, bis er zum „stimulierten“ oder sogar „Darstellungszuschauer“ wird — aber immer noch im Rahmen des alten spezialisierten Zeugs, aus dem „eine Art zum Kämpfen bestimmte Skulptur, zum Malen bestimmter Tanz und zum Fechten bestimmtes Bild“ entstehen sollen. Le Parc benutzt höchstens einige parasituationistische Formeln: „Indem wir die Umkehrung der traditionellen Situation des passiven Zuschauers offen annehmen, umgehen wir die Idee des Spektakels …“ Eine Idee, um die lieber nicht herumgegangen, sondern deren genauer Platz in der Gesellschaft eingeschätzt werden sollte. Die Belanglosigkeit von Le Parcs Hoffnungen auf seinen Zuschauer, der ihn überglücklich machen soll, indem er „die echte Beteiligung (d.h. Handhabung von Elementen)“ erreicht — jawohl! und die visuellen Künstler werden selbstverständlich ihre „Elemente“ da schön bereit halten — läuft auf etwas Solideres hinaus, als dieser am Ende desselben Textes mit Hilfe des „Begriffs der Programmsteuerung“ erreichen will, d.h. die Kybernetiker der Macht. Einige gehen noch wesentlich weiter (vgl. France-Observateur vom 27.12.1962) wie z.B. dieser „Forschungsdienst der ORTF“, der nichts anderes vorhatte, als „eine Situation zu schaffen“, indem er am 21.Dezember im UNESCO-Gebäude eine Konferenz organisierte, unter Beteiligung der berühmten, die Zeitschrift Planète leitenden außerirdischen Wesen.

Die Dialektik der Geschichte ist so beschaffen, dass der Sieg der Situationistischen Internationale auf dem theoretischen Gebiet ihre Feinde schon dazu zwingt, sich als Situationisten zu verkleiden. Von nun an gibt es zwei Haupttendenzen im gegen uns geführten Nahkampf: zum einen diejenigen, die sich öffentlich als Situationisten ausgeben, ohne die geringste Ahnung davon zu haben (die verschiedenen Varianten des Nashismus z.B.) und zum anderen diejenigen, die sich dazu entscheiden, sich einige situationistische Ideen zu eigen zu machen — ohne die Situationisten und ohne die S.I. je zu nennen. Die zunehmende Wahrscheinlichkeit einer Bestätigung einiger unserer einfachsten und frühesten Thesen führt viele Leute dazu, einen guten Teil dieser oder jener zu übernehmen, ohne es zu sagen. Es handelt sich natürlich dabei nicht um eine Frage des anzuerkennenden Präzedenzfalles, des wohlverdienten persönlichen Rufs usw. Es ist dagegen interessant, auf diese Tendenz hinzuweisen, um sie in einem einzigen, entscheidenden Punkt zu denunzieren: Diese Leute können dadurch über ein neues Problem sprechen, um dieses selbst banal zu machen (nachdem sie es vorher so weit wie möglich zurückgewiesen haben), indem sie nur die Gewalt, seine Verbindung mit der allgemeinen Subversion aus ihm herauslösen — folglich, indem sie es bis zur akademischen Darstellung bzw. noch Schlimmerem entschärfen. In dieser Absicht liegt die Notwendigkeit, die S.I. unerwähnt zu lassen.

So beschäftigt sich z.B. die Nr. 102 der Zeitschrift Architektur von heute (Juni-Juli 1962) schließlich mit einer Aufstellung der „fantastischen Bauarten“, unter anderem mit einigen alten und aktuellen Versuchen, die sehr interessant sein können. Nun ist es aber eben so, dass allein die S.I. den Schlüssel zu ihrer interessanten Anwendung besitzt, während sie den Pfuschern von Architektur von heute nur dazu dienen, die Mauern der Passivität zu schmücken. Der Herausgeber dieser Zeitschrift hat z.B. bei seiner persönlichen Tätigkeit als Künstler — wenn man das so nennen kann — fast alle Stile der modischen Bildhauerei versucht, wobei er sie täuschend nachahmte, was ihm anscheinend eine bestätigende Autorität auf dem Gebiet der Plastik der Konditionierung verliehen hat. Wenn solche Leute sich jetzt einfallen lassen, die Szenerie müsste verbessert werden, so handeln sie wie alle Reformisten nur deswegen, um einem stärkeren Druck entgegenzuwirken, indem sie ihm zuvorkommen. Diese Verantwortlichen von heute sind zwar bereit, die Szenerie zu reformieren, aber ohne das Leben anzutasten, das man darin führt. Und sie nennen die Forschungen danach fröstelnd „System“, damit sie vor irgendwelchen Schlussfolgerungen daraus geschützt sind. Nicht ohne Grund wird in dieser Nummer dem „Techniker“ ein dürftiger Anteil zugeteilt, der als Nebenprodukt des unitären Urbanismus 1960 aus der S.I. austreten musste: selbst diese maximale Subtheorie der Verarmung stört den Eklektizismus dieser Bekehrten des alten Funktionalismus zu sehr. Gerade wir verteidigen jedoch kein System und wir sehen besser als irgendjemand sonst auf allen Ebenen das System, das sie selbst verteidigen und das sie verteidigt, indem es sie so sehr verstümmelt. Einem solchen System wollen wir den Garaus machen.

Dieselben Beanstandungen müssen wir gegen diejenigen erheben, die seit 6 bzw. 10 Monaten angefangen haben, in einigen Zeitschriften das Problem der Freizeit oder der neuen menschlichen, innerhalb der zukünftigen revolutionären Organisation notwendigen Beziehungen neu zu überdenken. Woran fehlt es ihnen? An der wirklichen Erfahrung, an dem Sauerstoff der unerbittlichen Kritik des Bestehenden, an der Totalität. Jetzt stellt sich der situationistische Standpunkt als die unerlässliche Hefe heraus, ohne die der Teig der besten, seit einigen Jahren von der S.I. angeschnittenen Themen sich entleert und zusammensinkt. Diejenigen, die vollständig durch die Langeweile des Lebens und des herrschenden Denkens geprägt werden, können nur der Freizeit der Langeweile Beifall klatschen. Diejenigen, die sowohl das Gegenwärtige als auch das Mögliche der revolutionären Bewegung niemals richtig wahrgenommen haben, können nur nach einem psychotechnischen Stein der Weisen suchen — und zwar nach dem, der die modernen entpolitisierten Arbeiter wieder in selbstlose Militante von Linksorganisationen verwandelt, die das Vorbild der bestehenden Gesellschaft so gut reproduzieren, dass sie wie irgendeine Fabrik einige Psychosoziologen beschäftigen könnten, um ihre Mikrogruppen ein wenig zu ölen. Die Methoden der Soziometrie und des Psychodramas werden keinen sehr weit in die Konstruktion von Situationen hinein führen.

Marilyn Monroë, 5 août 1962 : la spécialisation du spectacle de masse constitue, dans la société du spectacle, l’épicentre de la séparation et de la noncommunication.
« Mais la conscience ... est donc immédiatement l’acte d’outrepasser le limité, et, quand ce limité lui appartient, l’acte de s’outrepasser soî-même. Avec l‘existence singulière, l’au-delà est en même temps posé dans la conscience, serait-ce encore seulement comme dans l‘intuition spatiale, à côté du limité. La conscience subit donc cette violence venant d’elle-même, violence par laquelle elle se gâte toute satisfaction limitée. Dans le sentiment de cette violence, l’angoisse peut bien reculer devant la vérité, aspirer et tendre à conserver cela même dont la perte menace. Mais cette angoisse ne peut s’apaiser : en vain, elle veut se fixer dans une inertie sans pensée … »
Hegel. Phénoménologie de l’Esprit.

Je unmöglicher die Beteiligung wird, desto mehr verlangen die Ingenieure zweiter Klasse der modernistischen Kunst die Beteiligung eines jeden als eine Sache, die man ihnen schuldig ist. Sie verteilen diese Rechnung mit der Gebrauchsanweisung als eine klare Spielregel, als ob diese Beteiligung nicht von jeher die unausgesprochene Regel einer Kunst gewesen war, in der sie effektiv existierte (innerhalb der Grenzen der Klassen und der Tiefe, in deren Rahmen sich jede Kunst entwickelt hat). Wir werden frech dazu aufgefordert, in ein Schauspiel und in eine Kunst „einzugreifen“, die uns so wenig betreffen. Hinter dem komischen Aspekt dieser ruhmreichen Bettelei stößt man auf die unheilvollen Sphären der hohen Polizei der Gesellschaft des Spektakels, die „die Teilnahme an einer Sache“ organisiert, „an der man unmöglich teilnehmen kann“ (vgl. S.I. Band 1, S. 223). Wahrscheinlich soll die scheinbare Einfalt des oben zitierten Textes von Le Parc mit seinem so sonderbaren Irrealismus dem Publikum gegenüber, das er „stimulieren“ will, in diesem Licht überprüft werden. „Man könnte sogar“, schreibt er z.B., „bei dieser Suche nach einer gewaltsamen Teilnahme der Zuschauer bis zur Nicht-Verwirklichung, Nicht-Betrachtung und Nicht-Handlung gehen. Man kann sich dann z.B. ungefähr zehn Zuschauer der Nicht-Handlung vorstellen, wie sie im vollen Dunkel unbeweglich und stumm dastehen“. Nun ist es aber so, dass Leute in einer solchen Lage sehr laut zu schreien anfangen, wie alle diejenigen es erfreulicherweise bemerken konnten, die an der wirklichen Aktion der negativen Avantgarde teilgenommen haben, die nirgends eine Avantgarde der reinen Abwesenheit, wie Goldmann glaubt, sondern immer die Inszenierung des Skandals der Abwesenheit gewesen ist, um zur gewünschten Anwesenheit aufzufordern — „die Aufforderung zum Spiel der menschlichen Anwesenheit“ (vgl. S.I. Nr.4, Manifest). Die Schüler der „Forschungsgruppe für eine visuelle Kunst“ stellen sich ein abstraktes Publikum so metaphysisch vor, dass sie es sicher nicht auf dem Kunstgebiet finden werden — alle diese Tendenzen fordern mit unglaublicher Unverschämtheit ein vollkommen verdummtes Publikum, das nur genauso schwerfällig ernst sein kann wie diese Spezialisten gegenüber ihren kleinen Maschinen. Dagegen ist auf der Ebene der globalen Gesellschaft ein solches Publikum im Werden begriffen. Es ist die „einsame Masse“ der Gesellschaft des Spektakels und hier ist Le Parc der Wirklichkeit nicht so weit voraus, wie er glaubt; in der Organisation dieser Entfremdung gibt es gewiss keinen Zuschauer, dem es freisteht, rein passiv zu bleiben, sogar ihre Passivität wird organisiert und Le Parcs „stimulierte Zuschauer“ sind bereits überall vorhanden.

Wir können immer mehr feststellen, dass der Gedanke der Konstruktion von Situationen ein Hauptgedanke unserer Epoche ist. Sein umgekehrtes Bild, die versklavende Symmetrie, kommt in der gesamten modernen Konditionierung zum Vorschein. Die ersten Psychosoziologen (von denen Max Pagès sagt, es gäbe nur noch ungefähr 50, die in den letzten 20 Jahren hervorgetreten sind, werden sich sehr schnell vermehren, sie können schon einige immer noch grobe, gegebene Situationen manipulieren, sowie die permanente kollektive Situation, die für die Sarcelles-Bewohner errechnet wurde. Die Künstler, die zu diesem Lager übertreten, um ihre Spezialisierung als Dekorateure der kybernetischen Maschinerie zu retten, verhehlen nicht, dass sie ihre Waffenprobe bei der Manipulation der Integrierung ablegen. Auf der Seite aber der gegen diese Integrierung rebellierenden künstlerischen Negation sieht es so aus, als ob man sich dem verminten Gelände der Situation nicht nähern könnte, ohne haarscharf die Rekuperation zu streifen, außer wenn man die Position einer neuen, kohärenten Kritik auf allen Ebenen einnimmt. Und zunächst auf der politischen Ebene, auf der sich keine zukünftige revolutionäre Organisation mehr ernsthaft ohne mehrere „situationistische“ Eigenschaften begreifen kann.

Wir sprechen von einer Rekuperation des freien Spiels, wenn es auf dem alleinigen Gebiet der erlebten Kunstauflösung isoliert wird. Im Frühjahr 1962 hat die Presse angefangen, über die Happening-Praxis in der New-Yorker Künstleravantgarde zu berichten. Es handelt sich um ein äußerst aufgelöstes Schauspiel, bei dem in einem geschlossenen Raum zusammengekommene Leute eine Gestik dadaistischer Art improvisieren. Rauschmittel, Alkohol und Erotismus haben daran teil. Durch ihre Gestik versuchen die „Schauspieler“ eine Mischung aus Poesie, Malerei, Tanz und Jazz herzustellen. Diese Form der gesellschaftlichen Begegnung kann man als einen Grenzfall des alten Kunstschauspiels betrachten, dessen Überreste dabei in ein Massengrab geworfen werden; als einen Versuch — aber mit zuviel Ästhetizismus —, die gewöhnliche Party oder die klassische Orgie zu erneuern. Man kann sogar der Meinung sein, dass das Happening durch seine naive Suche nach „etwas, das geschieht“, durch die Abwesenheit getrennter Zuschauer und den Willen, sei es auch noch so wenig Neuerungen in den so armen Bereich der menschlichen Beziehungen einzuführen, die Suche nach der Konstruktion einer Situation in der Isolierung und auf der Grundlage des Elends ist (des materiellen Elends, sowie des Elends der Begegnungen; des vom künstlerischen Schauspiel ererbten Elends, sowie des Elends der genauen Philosophie, die die Wirklichkeit dieser Momente stark „ideologiesieren“ muss). Dagegen können die von der S.I. definierten Situationen nur auf der Grundlage des materiellen und geistigen Reichtums konstruiert werden. Mit anderen Worten heißt das, dass der Entwurf einer Konstruktion von Situationen zugleich Spiel und Ernst der revolutionären Avantgarde sein soll und für Leute nicht existieren kann, die sich in bestimmten Punkten mit der politischen Passivität, der metaphysischen Verzweiflung und sogar der reinen, geduldeten Abwesenheit der künstlerischen Kreativität abfinden. Die Konstruktion von Situationen ist gleichzeitig das höchste Ziel und die erste Skizze einer Gesellschaft, in der freies Experimentalverhalten vorherrscht. Das Happening brauchte nicht lange zu warten, um in Europa eingeführt zu werden (in Paris war es im Dezember in der Galerie Raymond Cordier), wobei es von seinen französischen Imitatoren total umgekehrt wurde, die eine Anhäufung von Zuschauern, erstarrt in der Stille eines Kunsthochschulballes, als bloße Werbung für den Eröffnungstag der Ausstellung von surrealisierendem Kleinkram aufbrachten.

« Critique de la Séparation ».
« N’ayez pas l’idiotie, dit-elle, de vouloir sauver le monde. vous ne pouvez rien faire. Cette conspiration n’est pas à l’échelle terrestre, pas même à celle du système solaire. Nous sommes des pions dans un jeu que jouent les gens des étoiles. »
A.E. Van Vogt. Le monde des Non-A.

Alles, was auf der Grundlage des Elends konstruiert wird, wird immer wieder durch das umgebende Elend rekuperiert und nützt den Garanten des Elends. Anfang 1960 ist die S.I. der Falle ausgewichen, die sich aus dem Vorschlag des Stedelijk-Museums (siehe „Die Welt als Labyrinth“, S.I. Nr. 4) entwickelt hatte, eine Szenerie aufzubauen, die sich zu einer Reihe von Umherschweifexperimenten in Amsterdam und damit zu einigen Projekten des unitären Urbanismus für diese Stadt hätte gebrauchen lassen. Es stellte sich heraus, dass das Labyrinth, dessen Plan die S.I. durchgesetzt hatte, durch x Begrenzungen und Kontrollen auf etwas reduziert werden sollte, das kaum über die Grenzen einer Kundgebung der herkömmlichen Avantgarde hinausgehen würde. Dann haben wir diese Vereinbarung gebrochen. Dieses avantgardistische Museum ist anscheinend lange Zeit untröstbar gewesen, da es schließlich 1962 „sein“ Labyrinth ausführen ließ — es wurde einfach der Bande des „neuen Realismus“ anvertraut, die etwas sehr photogenes, „mit Dada im Herzen“ wie Tzara in seinen besseren Zeiten sagte, zusammengebastelt hat.

Wir sehen ein, dass, wenn wir denen die brauchbaren und überzeugendsten Projekte liefern würden, die uns dazu auffordern (warum sollten wir sie aber überzeugen?), so würden sie diese entweder gleich gegen uns als Beweise für unser utopisches Denken umdrehen oder im selben Augenblick die Verbreitung ihrer abgemilderten Fassung fördern. Man kann eigentlich fast alle anderen um Einzelprojekte bitten — sie bilden sich ein, mehrere davon könnten sie zufriedenstellen — uns aber eben nicht, da unsere These gerade darin besteht, dass es keine grundsätzliche Einzel- sondern nur eine Gesamterneuerung in der Kultur geben wird. Wir haben selbstverständlich die besten Möglichkeiten, um alle möglichen Kniffe der äußersten gegenwärtigen Kulturauflösung bereits einige Jahre vor den anderen zu finden. Da sie nur im Spektakel unserer Feinde verwendbar sind, behalten wir einige Notizen darüber in einem Schubfach. Nach einiger Zeit werden einige fein säuberlich spontan wiedergefunden und von diesem oder jenem mit großem Tamtam eingeführt. Die meisten jedoch, die in unserem Besitz sind, wurden noch nicht „von der Geschichte eingeholt“. Viele werden es womöglich nie sein. Das ist nicht einmal ein Spiel, sondern eine zusätzliche Experimentalbestätigung.

Wir sind der Meinung, dass die moderne Kunst ihre große Rolle überall dort gut erfüllt hat, wo sie wegen der Bedingungen selbst ihrer Erscheinung wirklich kritisch und erneuernd sein konnte; dass sie ferner trotz der Spekulation auf ihre Produkte von den Feinden der Freiheit immer noch gehasst wird. Man braucht nur zu sehen, wie sehr sich zur Zeit die Führer der homöopathischen Entstalinisierung vor dem geringsten Zeichen ihrer Rückkehr in ihr Reich fürchten, wo sie sie vergessen ließen. Sie denunzieren sie als ein Leck in der Ideologie und geben zu, dass das Monopol der Manipulation dieser Ideologie auf jeder Ebene für ihre Macht lebenswichtig ist. Gleichfalls aber sind die Leute, die jetzt im Westen mit den ehrfurchtsvollen Verlängerungen und künstlichen Wiederbelebungsversuchen des alten, festgefahrenen kulturellen Spiels Erfolg haben, praktisch Feinde der modernen Kunst. Wir aber sind ihre Universalerben.

Wir sind gegen die konventionelle Form der Kultur, sogar in ihrem modernsten Zustand — selbstverständlich aber nicht in der Art, dass wir die Ignoranz, den kleinbürgerlichen gesunden Menschenverstand des Fleischers und den Neo-Primitivismus lieber hätten. Es gibt eine anti-kulturelle Haltung, die die Strömung einer unmöglichen Rückkehr zu den alten Mythen darstellt. Natürlich sind wir für die Kultur — gegen eine solche Strömung. Wir stehen jenseits der Kultur — nicht vor, sondern hinter ihr. Wir sagen, dass sie verwirklicht werden muss, indem sie als getrennte Sphäre aufgehoben wird; nicht nur als ein für Spezialisten reserviertes Gebiet, sondern vor allem als das Gebiet einer spezialisierten Produktion, die die Konstruktion des Lebens nicht unmittelbar betrifft — einschließlich des Lebens selbst seiner eigenen Spezialisten.

Es mangelt uns nicht völlig am Sinn für Humor — dieser selbst ist aber von einer etwas neuen Art. Wenn es darum geht, summarisch eine Haltung gegenüber unseren Thesen zu wählen, ohne dabei bis in Feinheiten oder in eine solche schärfere Einsicht in Nuancen vorzudringen, so ist es am einfachsten und richtigsten, uns vollkommen ernst und buchstäblich zu nehmen.

Wie wollen wir jetzt die herrschende Kultur in Konkurs geraten lassen? Auf zwei Arten: zunächst stufenweise und dann plötzlich. Wir beabsichtigen, Begriffe künstlerischer Herkunft in nicht-künstlerischer Weise zu verwenden. Unser Ausgangspunkt war eine künstlerische Forderung, die keinem alten Ästhetizismus ähnelte, da sie gerade die Forderung der modernen revolutionären Kunst in ihren höchsten Zeiten war. Wir haben diese Forderung in das Leben übertragen und folglich in die Richtung der revolutionären Politik — d.h. praktisch deren Abwesenheit und der Suche nach Erklärungen für diese Abwesenheit. Die daraus folgende totale revolutionäre Politik, die durch die höchsten Momente des wirklichen revolutionären Kampfes in den letzten 100 Jahren bestätigt wird, kommt dann in die erste Zeit dieses Projektes (eines Willens zum unmittelbaren Leben) zurück, ohne dass es aber weder Kunst und Politik als unabhängige Formen gibt noch irgendein anderes anerkanntes getrenntes Gebiet. Die Kritik und der Wiederaufbau der Welt können nur weiterleben, indem ein solches Projekt unzerteilt bleibt, bei dem der kulturelle Kampf im konventionellen Sinne nur noch Vorwand und Deckung für eine tiefergehende Arbeit ist.

Es ist leicht, die unendliche Liste der vorrangig zu lösenden Probleme aufzustellen, die der Schwierigkeiten oder sogar einiger kurzfristiger und betrüblicher Unmöglichkeiten. Wahrscheinlich bezeugt z.B. die große Beliebtheit, die bei den Situationisten das Projekt eines breitangelegten Skandals in den Pariser UNESCO-Räumen hervorrief, zunächst den in der S.I. latenten Hang dazu, ein konkretes Interventionsgebiet zu finden, auf dem eine situationistische Aktivität als solche offen und positiv zum Vorschein kommen würde — eine Art Konstruktion des Ereignisses, die in diesem Fall mit einer aufsehenerregenden Stellungnahme gegen das Weltzentrum der bürokratischen Kultur zusammenfiele. Die diesen Gesichtspunkt ergänzenden Ansichten über die Heimlichkeit eines Teils der situationistischen Aktion, wie sie von Alexander Trocchi schon vorher und noch zur Zeit vertreten werden, können uns dazu führen, unsere Interventionsfreiheit zu vergrößern. In dem Maße, wie „wir es nicht vermeiden können“, so Vaneigem, „uns bis zu einem gewissen Grad auf spektakuläre Art bekannt zu machen“, wären diese neuen Formen der Untergrundtätigkeit vermutlich nützlich, um das spektakuläre Bild von uns selbst zu bekämpfen, das von den Feinden und von in Ungnade gefallenen Mitläufern schon gestaltet wird. Wie alle diejenigen, die in dieser Welt zu Ansehen gelangen können — obwohl das unsere ein fürwahr sehr besonderes „Ansehen“ ist —, haben wir angefangen, die schlechten Kräfte der Unterwürfigkeit uns selbst gegenüber zu entfesseln. Damit wir nicht vor ihnen weichen, müssen wir die passenden Verteidigungsmittel erfinden, nach denen in der Vergangenheit nur sehr wenig geforscht wurde. Eine andere Ermüdungsursache der situationistischen Aktion ist sicherlich die Art der Spezialisierung, die in einer Gesellschaft von hoch spezialisiertem Denken und Praxis zwangsläufig der Aufgabe anhaftet, den von allen belagerten und bestürmten Stützpunkt der Nicht-Spezialisierung zu halten und Farben der Totalität zu tragen. Eine weitere Ermüdungsursache ist noch die Verpflichtung, Leute gemäß ihrer und unserer Aktion zu beurteilen und Begegnungen mit einigen zu unterbrechen, die auf der Ebene des Privatlebens — eines unannehmbaren Bezugspunktes — eigentlich angenehm wären. Wenn die Kritik des Bestehenden auch das alltägliche Leben ins Auge fasst, äußert sie sich auf natürliche Weise durch Kämpfe im alltäglichen Leben. Die Liste der Schwierigkeiten, sagen wir also, ist lang, aber die daraus folgenden Argumente bleiben äußerst schwach, da wir die andere Seite der Alternative des Denkens am Scheideweg dieser Epoche vortrefflich sehen — und zwar die bedingungslose Unterwerfung in allen Punkten. Wir haben unsere Sache auf fast nichts gestellt: auf die unreduzierbare Unzufriedenheit und Begierde dem Leben gegenüber.

Die S.I. ist heute noch weit davon entfernt, Situationen geschaffen zu haben, aber sie hat schon Situationisten erzeugt, was sehr viel bedeutet. Außer ihren ersten unmittelbaren Anwendungen ist diese befreite kritische Kraft ein Beispiel dafür, dass eine solche Befreiung nicht unmöglich ist. So dass sich bald auf verschiedenen Gebieten Ergebnisse bemerkbar machen werden.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Januar
1977
Numéro 8, Seite 14
Autor/inn/en:

Pierre Gallissaires:

Geboren 1932 in Talence (Gironde). Übersetzer und Mitgründer der Edition Nautilus in Hamburg.

Hanna Mittelstädt:

Geboren 1951 in Hamburg. Autorin und Übersetzerin, Mitgründerin der Edition Nautilus in Hamburg.

Situationistische Internationale: Situationistisch / Situationist: All das, was sich auf die Theorie oder auf die praktische Tätigkeit von Situationen bezieht. Derjenige, der sich damit beschäftigt, Situationen zu konstruieren. Mitglied der situationistischen Internationale.
Situationismus: Sinnloses Wort, missbräuchlich durch Ableitung des vorigen gebildet. Einen Situationismus gibt es nicht — was eine Doktrin zur Interpretation der vorhandenen Tatsachen bedeuten würde. Selbstverständlich haben sich die Anti-Situationisten den Begriff „Situationismus“ ausgedacht.

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