Zeitschriften » Streifzüge » Print-Ausgaben » Jahrgänge 1996 - 2000 » Jahrgang 1996 » Heft 2/1996
Erich Ribolits:

Die Arbeit hoch?

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Post-Fordismus

327 Seiten, br. 250,— öS, Profil Verlag, München-Wien 1995

Arbeit und Arbeiten stellen in den industrialisierten Gesellschaften zutiefst positiv besetzte Begriffe dar. War in nahezu allen Kulturen der Vergangenheit die Freiheit vom Zwang zur Arbeit bestimmendes Sta­tusmerkmal der Eliten, steht die Bereitschaft zur Arbeitsverausgabung heute im Zentrum des Werte- und Normenkodex der „entwickelten“ Kulturen. Die industriell-technisch fortgeschrittenen Gesellschaften definieren sich als Arbeitsgesellschaften — über alle politischen und weltan­schaulichen Lager hinweg wird Arbeit als Bedingung und Bestimmung menschlicher Existenz gesehen.

Doch jene Arbeitsgesellschaft steckt gegenwärtig in einer veritablen Krise. Als Ergebnis wirtschaftlicher Prämissen, die darauf abzielen, menschliche Arbeitskraft immer mehr durch technische Aggregate zu ersetzen, sowie dadurch, daß die mit der Arbeitsgesellschaft verbundene, permanente Auswirkung der Produktion immer unübersehbarer an ihre ökologischen Grenzen stößt, geht ihr heute zunehmend ihr bestimmen­des Gut, die Arbeit aus. Für eine rasch anwachsende Zahl von Menschen kann Arbeit in ihrem an ökonomische Verwertbarkeit geknüpften Ver­ständnis nicht mehr das organisierende Zentrum ihrer Existenz abgeben.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Oktober
1996
Heft 2/1996, Seite 11
Lizenz dieses Beitrags:
Gemeinfrei
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