Zeitschriften » Internationale Situationniste » Numéro 5
Pierre Gallissaires (Übersetzung) • Hanna Mittelstädt (Übersetzung) • Situationistische Internationale

Die 4. Konferenz der S.I. in London

Die IV. Konferenz der S.I. tagte vom 24. bis 28. September 1960 in London an einem geheim gehaltenen Ort im East-End — also 17 Monate nach der Münchner Konferenz (April 1959). Folgende Situationisten kamen in London zusammen: Debord, Jacqueline de Jong, Jorn, Kotányi, Katja Lindell, Jörgen Nash, Prem, Sturm, Maurice Wyckaert und H.P. Zimmer. Die Sitzungen, die geschickt von jeglichem Kontakt mit den londoner Künstlerkreisen bzw. Zeitungen ferngehalten wurden, fanden in den Räumen der „Britischen Seemannsgesellschaft“ in London statt, „in einem für seine Verbrechen berühmten Viertel“ (Spur No. 2).

Am 25. September fängt die erste Sitzung mit der Debatte über die Billigung einer aus 17 ungleich wichtigen Punkten bestehenden Tagesordnung an, von denen drei schließlich abgesondert und auf eine spätere S.I.-Debatte verschoben werden. Asger Jorn wird zum Sitzungsvorsitzenden gewählt und wird übrigens bei allen anderen weiter als „chairman“ fungieren.

Dann legt Attila Kotányi der Konferenz einen nur einige Minuten langen Bericht vor, dem eine zweitägige Diskussion folgen wird. Kotányi definiert die S.I. zunächst durch die Aneignung einer Ausrüstung, um Gelände für Begegnungen zu konstruieren. Im Kommentar zu der von ihm vorgeschlagenen Definition zeigt er, dass die philosophische Konzeption des Dialogs und der Begegnung als Entfremdung und Tragödie, als eines durch seine Mittel negativ filtrierten Kommunikationsversuchs eine unzulängliche Kritik darstellt, da „wir wissen, dass diese Begegnungen selbst aus ganz anderen Gründen nicht stattfinden.“ Der Anteil der Leere, der verlorenen Zeit zwischen den möglichen Ortsveränderungen kann statistisch errechnet werden. „Der Mangel an Begegnungen kann durch eine konkrete Zahl ausgedrückt werden, die den historischen Zustand der Welt kennzeichnen könnte“ … Unsere aus dieser Analyse folgende Aktivität muss die Gründe, aus denen es keine Begegnungen gibt, praktisch kritisieren — unabhängig von jedem „Fortschritt“ z.B. der Kommunikationsmittel. Sowie Stützpunkte (situationistische Schlösser) schaffen — Orte also, in denen Begegnungs- und Umherschweifelemente angesammelt werden; konkret ausgedrückt, Gebäude, die uns gehören. Die permanente oder nicht permanente Kommunikation zwischen diesen Stützpunkten schaffen. Das ist das Minimum bei der Konstruktion von Situationen". Kotányi schlägt vor, diesen Plan innerhalb bestimmter — und folglich zeitlicher — Grenzen ins Auge zu fassen — eine Planung der Zeit, die zur Herstellung dieses minimalen Netzes nötig ist, dem die anderen situationistischen Werkzeuge (inklusive der Apparat der Propaganda und der Veröffentlichungen) untergeordnet sein würden.

Die Diskussion über diese Perspektiven führt dazu, folgende Frage zu stellen: Inwieweit ist die S.I. eine politische Bewegung? Verschiedene Antworten behaupten, die S.I. sei in dem Sinne politisch, dass sie außerhalb ihrer selbst nur Nicht-Politisierte sieht. Die Debatte erreicht dann einen gewissen Grad an Konfusion. Um die Meinung der Konferenz deutlich aufzuzeigen, schlägt Debord vor, jeder solle schriftlich einen Fragebogen beantworten, ob er meint, dass es „gesellschaftliche Kräfte“ gibt, „auf die sich die S.I. stützen kann? Welche Kräfte sind dies? Unter welchen Bedingungen?“ Nach Herstellung und Ausfüllung des Fragebogens wird aus dem Vorlesen der ersten Antworten klar, dass die S.I. ein Gesamtprogramm der Befreiung aufstellen und im Einverständnis mit anderen Kräften auf der sozialen Ebene zusammenwirken will. (Kotányi: „Uns auf das stützen, was wir frei nennen“ — Jorn: „Wir sind gegen Spezialisierung und Rationalisierung, aber nicht als Werkzeuge … die Bewegungen der gesellschaftlichen Gruppen werden durch den Charakter ihrer Begierden bestimmt. Wir können andere gesellschaftliche Bewegungen nur in dem Masse billigen, wie sie sich derselben Richtung wie wir zuwenden. Wir sind die neue Revolution. … um mit den anderen Organisationen zu handeln, die neben uns nach demselben Weg suchen“). Die Sitzung wird dann geschlossen.

Zu Beginn der zweiten Sitzung am 26. September liest Heimrad Prem als Antwort auf den Fragebogen eine Erklärung der deutschen Sektion vor. Diese sehr lange, nach der gestrigen Sitzung verfasste Erklärung greift bei den gestrigen Antworten die Tendenz zur Unterstützung eines revolutionären Proletariats an, da die Unterzeichner die revolutionären Fähigkeiten der Arbeiter gegen die bürokratischen Eingriffe, die ihre Bewegung beherrscht haben, stark in Zweifel ziehen. Die deutsche Sektion meint, die S.I. solle sich vorbereiten; ihr ganzes Programm allein zu verwirklichen, indem sie die Avantgardekünstler mobilisiert, die von der heutigen Gesellschaft in unerträgliche Verhältnisse versetzt werden und sich nur auf sich selbst verlassen können, um sich der Waffen der Konditionierung zu bemächtigen. Debord antwortet auf diese Stellungnahme mit einer scharfen Kritik.

Während einer Nachtsitzung wird die deutsche Erklärung weiter geprüft. Nash greift in die Debatte gegen sie ein, indem er behauptet, die S.I. habe die Fähigkeit, unmittelbar auf dem Gebiet der sozialen und politischen Organisation zu handeln. Er befürwortet die systematische Organisation der Unterwanderung geheimer situationistischer Elemente überall dort, wo es nützlich ist. Nashs Stellung wird prinzipiell von allen, wenn auch mit verschiedenen, von den Umständen abhängigen Vorbehalten, gebilligt. Die Debatte über die deutsche Stellungnahme fängt jedoch immer wieder an — und zwar indem sie zu ihrem Kernpunkt zurückgeführt wird: der Hypothese der zufriedenen Arbeiter. Kotányi wendet sich an die deutschen Delegierten, um sie daran zu erinnern, dass die „wilden Streiks“ sich in anderen fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern vermehrt haben, während man seit 1945 in Deutschland scheinbar passive und zufriedene Arbeiter, sowie legale, zur Unterhaltung der Gewerkschaftmitglieder mit Musik organisierte Streiks sehen konnte. Seiner Meinung nach, fügt er hinzu, verkennen sie stark den deutschen Arbeiter selbst. Jorn antwortet auf Prems Unterscheidung zwischen den geistigen und materiellen Fragen, dass man mit dieser Unterscheidung Schluss machen muss und dass „die materiellen Werte eine ‚geistige‘ Bedeutung finden und die geistigen Fähigkeiten nur durch ihre Materialisierung aufgewertet werden können — mit anderen Worten, dass die Welt zu einer künstlichen Welt im bis heute von der S.I. definierten Sinn werden muss“. Um eine unklar gewordene und durch gewisse Übersetzungen noch komplizierter gemachte Diskussion zu vereinfachen (die Konferenz spricht überwiegend deutsch) verlangt Jacqueline de Jong, dass jeder erklärt, ob er Jorns Richtigstellung billigt. Alle stimmen ihr zu. Was die deutschen Thesen betrifft, schlägt Debord vor, dass die Mehrheit offen bekannt gibt, dass sie sie missbilligt. Man wird sich darüber einig, dass die beiden Tendenzen ihre Position getrennt bestimmen sollen.

Die deutsche Minderheit zieht sich in ein Nebenzimmer zur Beratung zurück. Als sie in das Sitzungszimmer zurückkommt, gibt Zimmer im Namen seiner Gruppe bekannt, sie nehme die vorige Erklärung zurück, nicht weil sie sie für bedeutungslos halte, sondern um der situationistischen Tätigkeit jetzt keine Bremsklötze in den Weg zu legen. „Wir erklären“, schließt Zimmer, „dass wir mit allen vorherigen Handlungen der S.I. — mit oder ohne uns — sowie mit denen, die in der absehbaren Zukunft stattfinden werden, völlig übereinstimmen. Wir stimmen auch mit allen von der S.I. angekündigten Ideen überein, während wir die heutige Diskussion, die wir als zweitrangig gegenüber der Gesamtentwicklung betrachten, für die Zukunft offen halten wollen.“ Allgemeine Billigung. Dennoch verlangen Kotànyi und dann auch Debord, dass ins Protokoll aufgenommen wird, dass sie die heute diskutierte Frage nicht für zweitrangig halten. Die deutschen Situationisten erklären sich mit dem Weglassen dieses letzten Satzes einverstanden. Die Sitzung wird sehr spät in der Nacht geschlossen.

Beim Ausgang der British Sailors Society.

Während der vierten Sitzung am 27. wird eine Resolution zu Alexander Trocchis Verhaftung erstellt; es wird weiter darüber entschieden, wie man sich am folgenden Tag im „Institut für zeitgenössische Kunst“ verhalten soll, vor dem Wyckaert eine öffentliche Erklärung im Namen der Konferenz verlesen soll. Alle sind der Meinung, diesen Kreis modernistischer Ästheten verächtlich zu behandeln. Was das von allen gebilligte Manifest vom 17. Mai betrifft, betont Jorn, dass „die Liquidierung der Welt der Beraubung in all ihren Formen“ bedeutet, dass das Ende der Beraubung für uns auch die Freiheit enthält, sich selbst einzuschränken, irgendeinen Gegenstand oder jeden obligatorischen Komfort abzulehnen; sonst würde das Verschwinden einer Beraubung eine neue Entfremdung einführen.

Die Konferenz beschließt, die S.I. organisatorisch umzugestalten, indem sie einen Zentralrat einrichtet, der in verschiedenen europäischen Städten in Zeitabständen zwischen 6 und 8 Wochen zusammenkommen soll. Jedes S.I.-Mitglied darf an den Sitzungen dieses Zentralrates teilnehmen, der allen die gesammelten Informationen und gefassten Entschlüsse nach jeder Versammlung sofort übermitteln soll. Der Hauptaspekt dieser Einrichtung ist folgender: ein Entschluss der Mehrheit ihrer — durch jede Konferenz ernannten — Mitglieder wird genügen, um die ganze S.I. zu verpflichten. Damit wird ein auf nationaler Autonomie beruhendes föderatives Konzept der S.I. aufgegeben, das am Anfang durch den Einfluss der italienischen Sektion in Cosio d’Arroscia erzwungen worden war. Ein solches, die S.I.-Führung klar beratendes Organ schien besser als die Willkür eines tatsächlichen, unkontrollierten Zentralismus, der bei einer geographisch so zerstreuten Bewegung unvermeidlich ist, sobald sie eine wirkliche kollektive Aktion durchführt. Jedes Jahr soll die S.I.-Konferenz, die weiterhin als höchste Autorität der Bewegung fungiert, alle Situationisten versammeln und in dem Maße, wie das praktisch nicht durchzuführen ist, wurde beschlossen, dass die Abwesenden nach Möglichkeit der Konferenz ein genaues, schriftliches Mandat übermitteln sollen oder aber einen anderen Situationisten namentlich damit beauftragen, sie zu vertreten. Die Konferenz ist normalerweise für die theoretischen Debatten zuständig, während der Rat hauptsächlich für die Weiterentwicklung der Macht der S.I. sorgt. Zwischen den Konferenzen verfügt jedoch der Zentralrat über das Recht, eine neue Sektion zur S.I. zuzulassen, und er darf in diesem Fall einen Delegierten dieser Sektion auffordern, Mitglied des Rates zu werden.

Der erste, von der Londoner Konferenz ernannte Rat besteht aus den Mitgliedern des alten Redaktionskomitees des S.I.-Bulletins — zuzüglich Nash, der einstimmig ernannt wurde, um die skandinavischen Länder zu vertreten. Außerdem wurde Kotányi aufgefordert, die durch Constants Rücktritt freistehende Stelle einzunehmen.

Die Sitzung wird mit der Wahl des Versammlungsortes für die nächste Konferenz abgeschlossen. Nachdem mehrere Vorschläge abgewiesen worden sind, wird zwischen Berlin und Göteborg (Schweden) abgestimmt. Göteborg wird gewählt.

Am 28. September billigt die fünfte Sitzung eine von der deutschen Sektion vorgelegte „Erklärung über den Wahnsinn“, in der u.a. behauptet wird: „Solange die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit wahnsinnig ist …, setzen wir uns mit allen Mitteln der Qualifikation des Wahnsinns entgegen, sowie den Folgen, die sie im Fall von S.I.-Mitgliedern haben könnte. Da für die moderne Psychiatrie der Maßstab der Vernunft bzw. des Wahnsinns in letzter Konsequenz der gesellschaftliche Erfolg ist, lehnen wir ebenfalls die Bezeichnung als Wahnsinnigen für jeden modernen Künstler absolut ab.“ Die Konferenz billigt einen Beschluss, dem gemäß das Büro für den unitären Urbanismus der S.I., zu dessen Leiter Attila Kotányi ernannt wird, nach Brüssel verlegt wird.

Kotányi erklärt dann, man solle sich um die legislative Kontrolle des Urbanismus kümmern: „All das, was heute gebaut wird, wird nicht auf dem Baugelände, sondern auf dem Gesetz gebaut.“ Außerdem würde man sonst bei bloßen Modellen bleiben müssen. Jorn spricht davon, eine neue Geometrie zu erzwingen, da offensichtlich ein direkter Zusammenhang zwischen der euklidischen Geometrie und der herrschenden Gesetzgebung bestehe. Die Sitzung wird mit einigen praktischen Beschlüssen, besonders über die Besitzergreifung der UNESCO, abgeschlossen.

Am selben Abend hat Maurice Wyckaert eine offizielle Erklärung der eben abgeschlossenen Konferenz im Institute of Contemporary Arts bekanntgegeben. Ihr sollte an einem solchen Ort keine Diskussion folgen, da „die Diskussion“, wie Jorn diesem erwiderte, „schon vier Tage lang gedauert hat — jetzt ist alles klar und wir sind uns einig geworden.“ Überdies wurde die erste Übersetzung, die das I.C.A. für diesen Abend hatte herstellen lassen, so schlecht und so verfälscht gefunden, dass die Situationisten deutlich zu verstehen geben mussten, dass sie niemandem die Gelegenheit geben würden, das Wort zu ergreifen, bevor man ihnen eine ganz zufriedenstellende Übersetzung gegeben hätte. Da sie die Stellung mit genügend Kräften besetzt hielten und die Zeit sichtlich für sie arbeitete, mussten sich die I.C.A.-Verantwortlichen sofort für ungefähr zwei Stunden damit beschäftigen. In der letzten Stunde und auch schon etwas vorher wurde das bereits voll versammelte Publikum ungeduldig. Es gingen dennoch sehr wenig Leute während dieser langen Wartezeit weg — viele dagegen während Wyckaerts vortrefflicher Rede. Schließlich war ja der Text sehr gut übersetzt worden.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Januar
1976
Numéro 5, Seite 19
Autor/inn/en:

Pierre Gallissaires:

Geboren 1932 in Talence (Gironde). Übersetzer und Mitgründer der Edition Nautilus in Hamburg.

Hanna Mittelstädt:

Geboren 1951 in Hamburg. Autorin und Übersetzerin, Mitgründerin der Edition Nautilus in Hamburg.

Situationistische Internationale: Situationistisch / Situationist: All das, was sich auf die Theorie oder auf die praktische Tätigkeit von Situationen bezieht. Derjenige, der sich damit beschäftigt, Situationen zu konstruieren. Mitglied der situationistischen Internationale.
Situationismus: Sinnloses Wort, missbräuchlich durch Ableitung des vorigen gebildet. Einen Situationismus gibt es nicht — was eine Doktrin zur Interpretation der vorhandenen Tatsachen bedeuten würde. Selbstverständlich haben sich die Anti-Situationisten den Begriff „Situationismus“ ausgedacht.

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