Zeitschriften » Internationale Situationniste » Numéro 9
Pierre Gallissaires (Übersetzung) • Hanna Mittelstädt (Übersetzung) • Situationistische Internationale

Der Fragebogen

1. Was bedeutet das Wort „situationistisch“?

Es kennzeichnet eine Tätigkeit, die beabsichtigt, Situationen zu gestalten und sie nicht als Erklärungswert oder sonstiges zu betrachten, und das auf jeder Ebene der sozialen Praxis und der individuellen Geschichte. Wir wollen die existentielle Passivität durch die Gestaltung von Lebensmomenten, den Zweifel durch die Behauptung des Spiels ersetzen. Bisher haben die Philosophen und Künstler die Situationen nur verschieden interpretiert, es kommt jetzt darauf an sie zu verändern. Da der Mensch das Produkt der Situationen ist, die er erlebt, liegt viel daran, menschliche Situationen zu konstruieren. Da das Individuum sich durch seine Situationen definieren lässt, will es die Macht haben, seines Verlangens würdige Situationen zu schaffen. In dieser Hinsicht müssen die Dichtung (die Kommunikation als das Gelingen einer situationistischen Sprache), die Aneignung der Natur und die vollständige soziale Emanzipation verschmelzen und zur Verwirklichung kommen. Unsere Zeit ist dabei, die Schranke der Grenzsituationen, welche die Phänomenologie mit Vorliebe beschrieben hat, durch die praktische Schaffung von Situationen zu ersetzen. Sie wird darüber hinaus diese Grenzlinie zusammen mit der Bewertung der Geschichte unserer Verwirklichung permanent vorlegen. Was wir wollen ist eine phänomenologische Praxis. Wir zweifeln nicht daran, dass dies die erste Binsenwahrheit der möglichen Befreiungsbewegung unserer Epoche sein wird. Was soll zu einer Situation werden? Auf der jeweiligen Ebene kann das unser Planet oder die Epoche selbst (eine Zivilisation zum Beispiel, wie Burckhardt sie sieht) oder ein Moment des individuellen Lebens sein. Also los! Die Werte der vergangenen Kultur, die Hoffnungen darauf, die Vernunft in der Geschichte zu verwirklichen, können keine andere Folge haben. Der Rest löst sich auf. „Situationist“ im Sinne der Situationistischen Internationale ist genau das Gegenteil von dem, was heute auf portugiesisch so genannt wird und zwar ein Anhänger der vorhandenen Lage — in diesem Fall also des Salazar-Regimes.

2. Ist die Situationistische Internationale eine politische Bewegung?

Unter „politischer Bewegung“ versteht man heute die spezialisierte Tätigkeit von Gruppen- bzw. Parteiführern, die aus der organisierten Passivität ihrer militanten Anhänger die Unterdrückungskraft ihrer zukünftigen Macht schöpfen. Die Situationistische Internationale will mit der hierarchischen Macht nichts gemein haben, auf welche Weise es auch sein mag. Sie ist also weder eine politische Bewegung noch eine Soziologie der politischen Mystifikation. Sie beabsichtigt, der höchste Grad des internationalen, revolutionären Bewusstseins zu sein. Deshalb bemüht sie sich darum, die Verweigerungstaten und die Zeichen der Kreativität, welche die neue Gestalt des Proletariats umreißen, und den unerbittlichen Willen der Emanzipation zu erhellen und zu koordinieren. Da sie auf der Spontaneität der Massen beruht, ist eine solche Tätigkeit unbestreitbar politisch — es sei denn, dass man den Agitatoren selbst diese Eigenschaft abspricht. In dem Maße, wie neue radikale Strömungen in Japan (der extremistische Flügel der Zengakuren-Bewegung), im Kongo und im spanischen Untergrund erscheinen, gibt ihnen die S.I. ihre kritische Unterstützung und sorgt folglich für eine praktische Hilfe. Gegen alle „Übergangsprogramme“ der spezialisierten Politik aber weist die S.I. auf eine permanente Revolution im alltäglichen Leben hin.

3. Ist die S.I. eine künstlerische Bewegung?

Ein beträchtlicher Teil der situationistischen Kritik der Konsumgesellschaft besteht darin aufzuzeigen, wie weit die meisten zeitgenössischen Künstler sich selbst dazu verurteilt haben, Kunst zu „machen“, wie man Geschäfte macht, indem sie die Reichhaltigkeit der Überwindungsmöglichkeiten aufgegeben haben, welche in dem Zeitraum zwischen den Jahren 1910 bis 1925 vorhanden waren, auch wenn sie nicht ausgenutzt worden sind. Die künstlerischen Bewegungen sind seither nur noch die eingebildeten Niederschläge einer Explosion, welche nie stattgefunden hat und die Gesellschaftsstrukturen bedrohte und noch bedroht. Durch das Bewusstsein einer solchen Preisgabe und ihrer widersprüchlichen Implikationen (die Leere und der Wille einer Rückkehr zur ursprünglichen Gewalt) ist die S.I. die einzige Bewegung, die eine Antwort auf das Vorhaben des authentischen Künstlers geben kann, indem sie das Überleben der Kunst in die Kunst des Lebens einverleibt. Nur dadurch sind wir Künstler, dass wir keine Künstler mehr sind: wir sind gekommen, um die Kunst zu verwirklichen.

4. Ist die S.I. eine nihilistische Erscheinung?

Die Situationistische Internationale lehnt die Rolle ab, die man ihr gern innerhalb des Spektakels der Auflösung zukommen lassen würde. Nur wenn man die Auflösung des Spektakels durchmacht, gelangt man jenseits des Nihilismus und dazu will die S.I. ihre ganze Kraft benutzen. Alles, was außerhalb einer solchen Perspektive ausgearbeitet und aufgebaut wird, bricht ohne die Mitwirkung der S.I. zusammen. Es steht aber fest, dass überall in der Konsumgesellschaft die unbesiedelten Zonen des spontanen Zusammenstoßes den neuen Werten ein Experimentierfeld anbieten, das die S.I. nicht entbehren kann. Wir können nur auf den Ruinen des Spektakels aufbauen. Die vollkommen berechtigte Vorhersicht einer totalen Zerstörung zwingt andererseits dazu, immer nur unter dem Licht der Totalität aufzubauen.

5. Sind die situationistischen Stellungnahmen utopisch?

Die Wirklichkeit geht weit über die Utopie hinaus. Zwischen dem Reichtum der jetzigen technischen Möglichkeiten und der Armut ihres Gebrauchs durch die Herrschenden jeder Art geht es nicht mehr darum, eine imaginäre Brücke zu schlagen. Wir wollen die materielle Ausrüstung der Kreativität jedes Menschen zur Verfügung stellen, um die die Massen sich zu revolutionären Zeiten überall bemühen. Es ist eine Frage der Koordination oder der Taktik, wie man will. Alle von uns behandelten Themen können verwirklicht werden, sei es unmittelbar oder kurzfristig, wenn man nur damit anfängt, unsere Untersuchungs- und Aktionsmethoden in die Praxis umzusetzen.

6. Halten Sie es für notwendig, sich selbst „Situationisten“ zu nennen?

In der bestehenden Ordnung, wo das Ding den Platz des Menschen einnimmt, ist jede Etikettierung kompromittierend. Das Etikett aber, das wir uns ausgewählt haben, beinhaltet durch seine eigene Kritik, und sei sie auch noch so kurz gefasst, dass es dem Etikett „Situationismus“, welches die anderen für uns wählten, entgegensteht. Es wird übrigens dann verschwinden, wenn jeder von uns zum vollberechtigten Situationisten geworden und kein Prolet mehr ist, der für das Ende des Proletariats kämpft. Im gegenwärtigen Augenblick — wie belächelnswert ein Etikett auch sein mag — hat es den Verdienst, eine Trennungslinie zwischen der alten Inkohärenz und einem neuen Anspruch zu ziehen. Was der Intelligenz seit einigen Jahrzehnten am meisten gefehlt hat, ist eben die Schärfe.

7. Was macht die Originalität der Situationisten als einer abgegrenzten Gruppe aus?

Unserer Meinung nach rechtfertigen drei bemerkenswerte Punkte die Wichtigkeit, die wir uns als organisierte Theoretiker- und Experimentatorengruppe zuschreiben. Erstens üben wir eine neue kohärente, von einem revolutionären Standpunkt ausgehende Kritik der Gesellschaft aus, die sich heute entwickelt. Diese Kritik ist in der Kultur und der Kunst unserer Epoche tief verankert und besetzt deren Schlüssel — diese Arbeit ist selbstverständlich weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. Zweitens brechen wir vollständig und endgültig mit all denen, die uns dazu zwingen, und zwar radikal, was wertvoll ist zu einer Zeit, wo die verschiedenen Weisen zu resignieren subtil verwoben sind und sich gegenseitig unterstützen. Drittens leiten wir einen neuen Stil in den Beziehungen mit unseren „Anhängern“ ein: wir lehnen alle Jünger kategorisch ab. Uns interessiert nur die Mitarbeit auf höchster Stufe und autonome Menschen auf die Welt loszulassen.

8. Warum verschweigt man die S.I.?

Man spricht zwar ziemlich oft von ihr unter den spezialisierten Besitzern des modernen, sich verflüssigenden Denkens, aber man schreibt sehr wenig über sie. Ganz allgemein ausgedrückt, weil wir den Ausdruck „Situationismus“ ablehnen, der eigentlich die einzige geeignete Kategorie wäre, uns in das herrschende Spektakel einzufahren, indem er uns darin als eine Ideologie im Marxschen Sinne integrieren würde. Es leuchtet ja ein, dass das von uns abgelehnte Spektakel uns wiederum ablehnt. Es wird lieber von den Situationisten als Individuen gesprochen und damit versucht, sie von der globalen Kritik zu trennen, ohne die sie übrigens nicht einmal interessante Individuen sein würden. Es wird von Situationisten gesprochen, sobald sie aufhören, solche zu sein (die rivalisierenden Varianten des „Nashismus“ haben in manchen Ländern diese einzige gemeinsame Berühmtheit, fälschlicherweise vorzugeben, irgendeine Beziehung mit der S.I. zu haben). Die Wachhunde des Spektakels nehmen, ohne es zu sagen, Bruchstücke der situationistischen Theorie wieder auf, um diese gegen uns zu wenden. Sie lassen sich von ihr, wie es normal ist, in ihrem Kampf für das Überleben des Spektakels beeinflussen. Sie müssen also die Quelle, das heißt die Kohärenz solcher „Ideen“ verschweigen — und das nicht nur aus Spaß am Plagiat. Es kommt noch dazu, dass viele zögernde Intellektuelle es nicht wagen, offen von der Situationistischen Internationale zu sprechen. Weil das eine minimale Parteinahme impliziert, und zwar das deutlich zu nennen, was man ablehnt, gegenüber dem, was man bejaht. Manche meinen zu Unrecht, dass sie, wenn sie bis dahin so tun, als ob sie nichts wüssten, von ihrer Verantwortlichkeit befreit seien.

9. Wie unterstützen Sie die revolutionäre Bewegung?

Es gibt leider keine. Die Gesellschaft enthält zwar Widersprüche und ändert sich. Das macht eine revolutionäre Tätigkeit auf eine immer neue Art möglich und notwendig, die heutzutage nicht mehr oder noch nicht als organisierte Bewegung vorhanden ist. Es handelt sich also nicht darum, eine solche Bewegung zu unterstützen, sondern sie aufzubauen: sie zu definieren und unzertrennlich damit zu experimentieren. Die erste, für eine solche Bewegung unentbehrliche Handlung ist eben zu sagen, dass es keine revolutionäre Bewegung gibt. Alles Übrige ist nur eine lächerliche Übertünchung der Vergangenheit.

10. Sind Sie Marxisten?

Genauso viel wie Marx, als er sagte: „Ich bin kein Marxist“.

11. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ihren Theorien und Ihrer wirklichen Lebensweise?

Unsere Theorien sind nichts anderes als die Theorie unseres wirklichen Lebens und des Möglichen, das wir darin ausprobiert bzw. wahrgenommen haben. Wie parzellenhaft die verfügbaren Betätigungsfelder bis auf weiteres auch sein mögen, wir versuchen, sie so gut wie möglich zu bestellen. Wir behandeln den Feind als solchen, was einen ersten Schritt darstellt, den wir allen als ein Mittel empfehlen, die Lehrzeit zu beschleunigen. Selbstverständlich unterstützen wir andererseits bedingungslos alle Formen der Freiheit der Sitten, alles, was die bürgerliche bzw. bürokratische Kanaille Lasterhaftigkeit nennt. Es ist offensichtlich ausgeschlossen, dass wir durch die Askese die Revolution des alltäglichen Lebens vorbereiten.

12. Bilden die Situationisten die Avantgarde der Freizeitgesellschaft?

Sie ist nur Schein, der eine bestimmte Art und Weise verdeckt, den sozialen Raum-Zeitkomplex zu produzieren und zu konsumieren. Wird die Zeit der eigentlichen produktiven Arbeit kürzer, so wird die Reservearmee des industriellen Lebens im Konsumsektor arbeiten. Jeder ist der Reihe nach Arbeiter und Rohstoff in der Ferien-, Freizeit- und Spektakelindustrie. Die vorhandene Arbeit ist das A und O des vorhandenen Lebens. Die Organisation des Konsums plus diejenige der Freizeit sollen die Organisation der Arbeit genau ausgleichen. Die sogenannte „freie Zeit“ ist ein ironischer Maßstab im Lauf der vorfabrizierten Zeit. Im strengen Sinne kann diese Arbeit nur diese Freizeit mit sich bringen, sowohl für die müßige Elite — welche tatsächlich immer mehr zur halb-müßigen wird — als auch für die Massen, die zur angeblichen Freizeit gelangen. Keine Bleischranke kann ein Teil oder die ganze Zeit eines Stückes der Gesellschaft von der Radioaktivität isolieren, die von der entfremdeten Arbeit ausgestrahlt wird; und wäre es nur deswegen, weil eben diese Arbeit die Gesamtheit der Produkte und des sozialen Lebens so und nicht anders gestaltet.

13. Wer finanziert Sie?

Wir konnten nie anders finanziert werden — und zwar auf eine äußerst unsichere Weise — als durch unsere eigene Beschäftigung in der derzeitigen Kulturökonomie. Diese Beschäftigung unterliegt dem folgenden Widerspruch: wir haben solche schöpferischen Fähigkeiten, dass wir bei allen unseren Unternehmen mit fast unfehlbarer Sicherheit „erfolgreich“ sein können; unser Anspruch einer Unabhängigkeit und einer vollkommenen Kohärenz zwischen unserem Vorhaben und jeder unserer gegenwärtigen praktischen Verwirklichungen ist so streng, dass wir sogar bei sehr zweitrangigen Gelegenheiten für die herrschende Kulturorganisation fast gänzlich unannehmbar sind. Der Zustand unseres Einkommens folgt aus dieser Komponente.

14. Wieviele sind Sie eigentlich?

Etwas mehr als der ursprüngliche Kern der Guerilla in der Sierra Maestra, aber mit weniger Waffen. Etwas weniger als die Delegierten, die sich 1864 in London trafen, um die Internationale Arbeiterassoziation zu gründen, aber mit einem kohärenteren Programm. Genauso fest wie die Griechen bei den Thermopylen („Wanderer, kommst Du nach Sparta …“), aber mit einer schöneren Zukunft.

15. Welchen Wert können Sie einem Fragebogen beimessen? Diesem zum Beispiel?

Es handelt sich offensichtlich um eine künstliche Form des Dialogs, die heute mit vielen Psychotechniken der Integration in das Spektakel zur Besessenheit wird — die Passivität, die unter der groben Verkleidung einer „Teilnahme“ und einer fingierten Tätigkeit fröhlich übernommen wird. Wir aber können richtige Positionen behaupten, selbst wenn von einer inkohärenten und verdinglichten Fragestellung ausgegangen wird. Diese Positionen stellen eigentlich keine „Antwort“ dar, da sie nicht auf die gestellten Fragen hinweisen, sie weisen sie ab. Diese Antworten sind so gestaltet, dass sie die Fragen verändern und so könnte der echte Dialog erst nach ihnen beginnen. Im hiesigen Fragebogen sind alle Fragen falsch — unsere Antworten trotzdem richtig.

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Januar
1977
Numéro 9, Seite 24
Autor/inn/en:

Pierre Gallissaires:

Geboren 1932 in Talence (Gironde). Übersetzer und Mitgründer der Edition Nautilus in Hamburg.

Hanna Mittelstädt:

Geboren 1951 in Hamburg. Autorin und Übersetzerin, Mitgründerin der Edition Nautilus in Hamburg.

Situationistische Internationale: Situationistisch / Situationist: All das, was sich auf die Theorie oder auf die praktische Tätigkeit von Situationen bezieht. Derjenige, der sich damit beschäftigt, Situationen zu konstruieren. Mitglied der situationistischen Internationale.
Situationismus: Sinnloses Wort, missbräuchlich durch Ableitung des vorigen gebildet. Einen Situationismus gibt es nicht — was eine Doktrin zur Interpretation der vorhandenen Tatsachen bedeuten würde. Selbstverständlich haben sich die Anti-Situationisten den Begriff „Situationismus“ ausgedacht.

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