Zeitschriften » Grundrisse » Jahrgang 2012 » Nummer 41
Karl Reitter

Das Kapital politisch lesen

Ein Besprechungsessay anlässlich der deutschen Erstveröffentlichung von Harry Cleavers Hauptwerk

1979 erschien reading capital politically erstmals in englischer Sprache und wurde seither in zahlreiche andere übersetzt. Nun ist sein Buch dankt der Initiative des Mandelbaum Verlages endlich auch auf Deutsch erschienen. Cleaver, in den USA geboren und an der University of Texas in Austin lehrend, positionierte sich mit diesem Buch im Umfeld des italienischen Operaismus und des so genannten autonomous Marxism, wie aus der Darstellung seiner Auffassungen wohl rasch ersichtlich werden wird. Sein Buch besteht aus zwei unterschiedlichen Teilen, einem sehr langen Vorwort und der eigentlichen Interpretation des Marxschen Textes. Die Einleitung ist tatsächlich ein summarischer Essay, in dem Cleaver die bisherigen Kapitalinterpretationen auf dem Stand der späten 70er Jahre Revue passieren lässt und seine, als politisch deklarierte Interpretationen, von den ökonomischen als auch philosophischen Lesarten des Marxschen Kapital abgrenzt. Im zweiten Teil interpretiert Cleaver nun keineswegs das Kapital insgesamt, sondern bloß den ersten Abschnitt des ersten Bandes zu Ware und Geld. Um das Kapital gemäß den eigentlichen Intentionen vom Marx zu lesen, „müssen wir all unser Wissen und all unsere Interpretation des Rests vom Kapital und des Klassenkampfes, den es analysiert, in einer Lektüre des 1. Kapitels zur Anwendung bringen.“ (Cleaver 2011; 173) Ich halte diese Methode für korrekt und sinnvoll, und zwar aus folgenden Gründen: Marx analysiert in diesem Abschnitt die Oberfläche der Zirkulation, in der anscheinend bloß Waren gegen Geld getauscht werden. Diese Sphäre ist weder aus sich zu begreifen noch kann sie für sich stehen. Marx schrieb: „Die Zirkulation, die also als das unmittelbare Vorhandne an der Oberfläche der bürgerlichen Gesellschaft erscheint, ist nur, sofern sie beständig vermittelt ist. In sich betrachtet ist sie die Vermittlung vorausgesetzter Extreme. Aber sie setzt diese Extreme nicht. (…) Ihr unmittelbares Sein ist also reiner Schein. Sie ist das Phänomen eines hinter ihr vorgehenden Prozesses.“ (MEW 42; 180) Um die von Marx analysierten Phänomene, den Doppelcharakter der Arbeit, den Gegensatz von Tauschwert und Gebrauchswert, das Maß, die Substanz wie die Form des Werts, um all diese Kategorien zureichend begreifen zu können, ist es legitim und höchst berechtigt, diese auf Erkenntnisse zu beziehen, die Marx erst in späteren Abschnitten seines Hauptwerks entwickeln kann. Bei dieser Interpretation geht es nicht um Kleinigkeiten. Es geht schlicht um die Frage, ob elementare Kategorien wie Ware, Wert und Geld ohne Rekurs auf den Klassenkampf – der formal im 1.Kapitel abwesend ist – verstanden werden können oder noch drastischer, ob wir mit Marx einen Vergesellschaftungsmodus denken können, in dem die Individuen über bloße Waren Geld Verhältnisse auf einander bezogen werden und zu denen dann der Klassenkampf hinzutritt – oder auch nicht. Dem gegenüber zu zeigen, dass bereits alle Kategorien im 1. Abschnitt des Marxschen Hauptwerks auf den Klassengegensatz verweisen und nur aus dieser Perspektive sinnvoll entfaltet und gebraucht werden können, dieses Verdienst kommt Cleaver ohne Zweifel zu.

Cleavers Einleitung, ein Essay über die unterschiedlichen Lektüren des Kapital

Ich gehe nun ein wenig ins Detail. Cleaver beginnt wie erwähnt mit einer summarischen Kritik vorhergehender Interpretationen des Marxschen Kapital. Die ökonomische Lesart würde den Anspruch des Marxschen Hauptwerkes substanziell einengen. Indem sein Werk ausschließlich in die Tradition der ökonomischen Theoriebildung gestellt würde, könne das eigentliche Anliegen von Marx nicht mehr rekonstruiert werden. Stattdessen wird aus Marx ein Autor, der eine bessere Ökonomie als seine Vorgänger geschrieben hätte. Cleaver skizziert diese fehlerhafte Auffassung folgendermaßen: „Das Kapital von Marx unterscheide sich von Ricardos Grundsätzen in erster Linie dadurch, dass es korrekt sei. Marx wird entweder als derjenige gesehen, der die Versprechen Ricardos erfüllt, oder als derjenige, der dessen Fehler korrigiert.“ (Cleaver 2011; 83) Aus einer Analyse umfassender gesellschaftlicher Verhältnisse wird ein selbstbezügliches System von Werten, Preisen und Kapitalbewegungen. Die Dimension der Rebellion gegen soziale Herrschaft fällt bei dieser Interpretation aus dem Bannkreis der Kapitallektüre und muss sekundär hinzugefügt werden. Dies erfolgte unter dem Schlagwort der Überwindung des Ökonomismus; unter anderem begründeten die Bolschewiki damit die Notwendigkeit der Partei neuen Typs. Wohl unterschieden sich die Konsequenzen aus der Kapitallektüre bei Bernstein, Kautsky, Luxemburg oder Grossmann gewaltig. Trotzdem zerfiel ihnen die soziale Wirklichkeit in eine autonome Sphäre der Kapitalbewegung hier und der sozialen Rebellion und des Klassenkampfes dort. „Allen ist gemeinsam, dass sie das Kapital als Politische Ökonomie lesen und sich dadurch auf eine Kritik der kapitalistischen anarchistischen Instabilität beschränken oder auf deren ausbeuterische Natur.“ (Cleaver 2011; 87) Ebenfalls als ökonomisch verengt sind die Arbeiten von Paul Sweezy und Paul Baran zu nennen, auf die Cleaver ausführlich eingeht. Gegenwärtig haben diese Autoren offenbar deutlich an Relevanz verloren, in den 50er bis in die 70er haben sie jedoch insbesondere in den USA eine wichtige Rolle gespielt. Beide waren im akademischen und universitären Milieu fest verankert und insbesondere Sweezy kam ursprünglich aus einem von Keynes geprägten Diskussionszusammenhang, von dem er sich nie wirklich entfernte. Seine Kapitalrezeption ist in der Tat durch Oberflächlichkeit und eine gewisse Banalisierung gekennzeichnet. Dies ist nicht intellektuellem Unvermögen geschuldet, sondern entspringt aus der verengenden Methode, Marx ausschließlich als Ökonomen zu lesen. Trotzdem muss die Rolle von Sweezy und Baran auch gewürdigt werden. Sie verhalfen dem Marxschen Hauptwerk den Einzug in das US-amerikanische Universitätsmilieu und scheuten sich nicht, auch während der Hysterie der McCarthy-Ära die Zeitschrift Monthly Review weiter zu publizieren. Diese Zeitschrift stellt ein wichtiges Forum für auf Marx bezogene Debatten dar und erscheint heute noch. Resümierend stellt Cleaver zu diesem Abschnitt fest, dass die ökonomische Lesart unfähig ist, „… das gesamte Ausmaß der kapitalistischen gesellschaftlichen Verhältnisse außerhalb der Fabrik zu erfassen …“. (Cleaver 2011; 110) Die ökonomische Interpretation engt geradezu zwangsläufig das Klassenverhältnis auf die unmittelbare wirtschaftliche Sphäre ein. Bewegungen von MigrantInnen, Frauen, Minderheiten, Studierenden usw. usf. scheinen außerhalb des Kapitalverhältnisses zu stehen, ein fataler Fehler der ökonomistischen Lesart des Kapital.

Als philosophische Interpretation identifiziert Cleaver einerseits das Theorieunternehmen Althussers als auch die den Umgang der Kritischen Theorie mit dem Kapital. Cleaver erkennt sehr scharfsinnig, dass die Althusser Schule den „eingehendsten Versuch des alten orthodoxen Marxismus dar[stellt], sich selbst zu reinigen und den in den letzen Jahrzehnten verlorenen Boden wiedergutzumachen.“ (Cleaver 2011; 112) Dieser Versuch, so Cleaver, entsprach den Bedürfnissen der KPF der 60er und 70er Jahre, „die sich dem Herunterspielen und unter Kontrolle Halten des Klassenkampfes der ArbeiterInnen widmet.“ (Cleaver 2011; 118) Der alte Wein des dialektischen Materialismus wurde sozusagen in neue Schläuche gefüllt – so kann das Resümee Cleavers über die theoretischen Versuche Althussers zusammengefasst werden. Bezüglich der Kritischen Theorie, als deren bekannteste Vertreter Adorno, Horkheimer und Marcuse zu nennen sind, konstatiert Cleaver einen bemerkenswerten Dualismus. Einerseits wurde das Kapital sehr traditionell aufgefasst, eben als für sich stehende, abgegrenzte Sphäre, in der das Kapital scheinbar vollständig dominiert. Andererseits wurde das Potential für Befreiung jenseits der ökonomischen Sphäre vermutet. Theoretische Weiterentwicklungen, insbesondre von Friedrich Pollock, verstärkten diese Tendenz. „Die Basis der gesamten Diskussion war eine ihnen allen gemeinsame Gewissheit über die absolute kapitalistische Herrschaft in der ökonomischen Sphäre – den kapitalistischen Despotismus in der Fabrik.“ (Cleaver 2011; 122) Da die Kämpfe der ArbeiterInnenklasse, so Cleaver, völlig aus dem Blick verschwanden, musste die Theorie in der These einer totalitären Herrschaft münden. „Ihr Begriff der Herrschaft ist so total, dass die ‚Beherrschten’ buchstäblich als handelndes historisches Subjekt verschwinden.“ (Cleaver 2011; 129) Cleaver wird in meiner Sichtweise insbesondere Herbert Marcuse nicht wirklich gerecht. Marcuse vertritt keinesfalls die These einer totalitären Abschließung gegen den Prozess der Befreiung. Dessen Arbeiten wie Der Eindimensionale Mensch, Versuch über die Befreiung sowie Konterrevolution und Revolte sind zeitdiagnostische Versuche, die um das Paradox der gleichzeitigen scheinbaren unumschränkten Herrschaft als auch den Kräften der Befeiung kreisen.

Im dritten Abschnitt seiner Einleitung kommt Cleaver auf die ProtagonistInnen der politischen Interpretation des Kapital zu sprechen. Cleaver sieht sich selbst in der Tradition der so genannten Johnson-Forester -Tendenz im US-amerikanischen Trotzkismus (hinter diesen Pseudonymen verbargen sich C.L.R. James und Raya Dunayevskaya) und dem italienischen Frühoperaismus, vor allem repräsentiert durch Panzieri und Tronti. (Über diese Strömung informiert das Buch von Martin Birkner und Robert Foltin (Post)Operaismus, welches bereits in zweiter Auflage erschienen ist.) Auch auf die frühe Phase von Socialisme ou Barbarie, einer in Paris nach 1945 von Claude Lefort und Cornelius Castoriadis herausgegebenen Zeitschrift, nimmt Cleaver positiv Bezug. In neun Punkten summiert Cleaver die programmatischen Orientierungen dieser Strömungen, die ich hier vollständig zitierten möchte:

  1. die ArbeiterInnenklasse als autonome Macht;
  2. das Kapital als die ArbeiterInnenklasse in sich selbst beinhaltend, das Kapital folglich als Klassenkampf;
  3. Technologie als spezifische Spaltung der Macht der ArbeiterInnenklasse, die durch den Klassenkampf hervorgebracht wird;
  4. die Organisationen der ArbeiterInnenklasse als Funktion der Klassenzusammensetzung und daher der historische Charakter von Gewerkschaftsbewegungen, Sozialdemokratie und Leninismus als gültige organisatorische Lösungen der ArbeiterInnenklasse;
  5. die politische Neuzusammensetzung als die Überwindung der Spaltung der ArbeiterInnenklasse durch das Kapital;
  6. die ArbeiterInnenklasse als die Entlohnten ebenso wie die Nichtentlohnten mit einschließend; und somit
  7. das Kapital als gesellschaftliches Kapital oder als gesellschaftliche Fabrik;
  8. die kapitalistische Krise als Krise der Macht zwischen den Klassen und
  9. die politische Neuzusammensetzung der ArbeiterInnenklasse und die kapitalistische Zerschlagung bzw. Zersetzung ebendieser als die Substanz der zwei Momente der Krise
    (Cleaver 2011; 164f)

Wie diese Auflistung zeigt, geht es Cleaver nicht zuletzt um eine gesamtgesellschaftliche Sichtweise. Wenn wir das Klassenverhältnis aus der Perspektive des Gesamtkapitals und nicht nur des konkurrierenden Einzelkapitals aus betrachten, dann können wir mittels der Marxschen Analyse alle Bewegungen und Kämpfe als Teil des Ringens um Autonomie verstehen. Auch die Nichtentlohnten, Frauen, Studierenden und formal Beschäftigungslosen zählen zum Proletariat; auch ihr Schicksal entscheidet sich in der Klassenauseinandersetzung.

Cleavers Interpretation des ersten Abschnitts des Kapital

Indem Cleaver die Ergebnisse der weiteren Kapitel des Kapital auf die von Marx entwickelten Begriffe im ersten Abschnitt bezieht, gelingt es ihm von Anbeginn an den Klassengegensatz offenzulegen, die den scheinbar klassenneutralen Begriffen wie Ware und Geld erst ihre Dynamik und Bedeutung verleihen. Marx beginnt sein Kapital bekanntlich mit der Analyse der Ware, der Elementarform des Kapitalverhältnisses. Cleaver fokussiert sofort auf den Klassengehalt dieser Kategorie. Durchsetzung des Kapitalverhältnisses bedeutet immer Durchsetzung der Warenform, Kampf gegen das Kapital den Kampf gegen die Warenform. Die Warenform losgelöst vom Kapitalverhältnis begreifen zu wollen, erscheint Cleaver zu recht als absurd. „Die vorhergehende Klassifizierung des Klassenkampfes durch die Fragen, ob, wie stark und zu welchem Preis die Warenform durchgesetzt werden kann, ist ebenso historisch wie analytisch.“ (Cleaver 2011; 196) Über Ware im Marxschen Sinne zu sprechen bedeutet über die Durchsetzung der Warenform zu sprechen, die Warenform wiederum ist vom Kapitalverhältnis und damit vom Klassenkampf nicht zu trennen. Die warenproduzierende Gesellschaft ist zugleich die Kapital produzierende und ebenso die Klassen produzierende Gesellschaft. Schon vom Ansatz her stellt somit Cleavers Interpretation eine Alternative zu allen Spielarten der Wertkritik und des Zirkulationsmarxismus dar.

Abstrakte Arbeit, die Substanz des Tauschwerts

Cleaver zeigt nach meiner Auffassung nach zutreffend, dass die Kategorie der gleichförmigen abstrakten Arbeit, die Substanz des Werts, nicht von der gesellschaftlichen Durchsetzung der sozialen Existenzweise des Proletariats zu trennen ist und keinesfalls, wie es oftmals geschieht, als bloße tauscherzeugte Abstraktion zu fassen ist. Nicht der Tausch abstraktifiziere die Arbeit und lösche den Unterschied zwischen den konkreten Arbeitsarten aus, sondern die gesellschaftliche Geltung der abstrakten Arbeit beruht auf dem Versuch des Kapitals, „die Arbeit kontinuierlich formbarer für seine Bedürfnisse zu machen.“ (Cleaver 2011; 229) Die Wertsubstanz, die abstrakte Arbeit sei nur die andere Seite des Versuchs des Kapitals, eine homogene, zu jeder beliebigen Arbeit bestimmbare ArbeiterInnenklasse zu schaffen. Das „Verlangen nach einer kontrollierbaren Homogenität abstrakter Arbeit“ versucht das Kapital „paradoxerweise über die Durchsetzung von Heterogenität durch die Spaltung der ArbeiterInnen“ (Cleaver 2011; 230) durchzusetzen. Wir können somit den Zusammenhang zwischen der Kategorie der abstrakten Arbeit und der Klassenbeziehung erkennen. Das Kapital setzt die abstrakte Arbeit mittels der Homogenität der ArbeiterInnenklasse durch, wobei diese Homogenität politisch durch Spaltung bewirkt werden soll. Umgekehrt hat die ArbeiterInnenklasse das Interesse, diese Spaltung zu überwinden. „Der Widerspruch zwischen den Anstrengungen des Kapital, die Klasse als Arbeitskraft durch die Spaltung zu vereinheitlichen, und den Anstrengungen der ArbeiterInnen, diese Spaltung zu überwinden, um gegen das Kapital zu vereinigen, ist eines der wesentlichsten Merkmale des Klassenkampfes.“ (Cleaver 2011; 230)

Auch das Maß des Werts, die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit, muss aus der Dynamik ihrer Durchsetzung begriffen werden. „Jede Zeit, die die ArbeiterInnenklasse nicht mit Arbeit verbringt – genau jene Zeit, für dessen Ausweitung die ArbeiterInnen kämpfen – ist tote Zeit für das Kapital. Ich werde bald darauf zurückkommen, wie das Kapital versucht, solche tote Zeit in Arbeitszeit zu verwandelten.“ (Cleaver 2011; 245) Auch hier trifft Cleaver den Punkt. Das Kapitalverhältnis ist als Zeitverhältnis zu begreifen, und die Unterscheidung zwischen jener Zeit, die für das Kapital profitabel genutzt wird und jener Zeit, die nicht der Wertproduktion unterworfen ist, ist für das Begreifen der Klassenauseinandersetzung fundamental. Cleaver wendet sich im Vorwort zur deutschen Ausgabe gegen die These, das Wertgesetz gelte nicht mehr und stellt fest: „Alle ArbeiterInnen wissen an ihrem Arbeitsplatz – sei er in einem Büro, einer Fabrik, einem Labor oder bei der Heimarbeit am Computer -, wann sie tatsächlich arbeiten, also jene Dinge tun, für die sie bezahlt werden, und wann nicht.“ (Cleaver 2011; 23) Soll das Wertmaß zum Maß aller Dinge werden, so muss Lebenszeit in Arbeitszeit für das Kapital überführt werden.

Etwas problematisch erscheinen mir seine Ausführungen zum Doppelcharakter der Arbeit. Wohl verweist Cleaver auf die These von Marx, dass zwischen den allgemeinen Aspekten von Produktion und den je spezifisch historischen zu unterscheiden sei, doch führt unser Autor diesen Gedanken in den Passagen zum Doppelcharakter nicht weiter. Aspekte der konkreten, tatsächlich sicht- und hörbaren Arbeit gelten, so lese ich Marx, für jede Gesellschaft, hingegen ist die abstrakte, homogene Arbeit eine Kategorie, die nur innerhalb kapitalistischer Verhältnisse gilt. Cleaver möchte jedoch transzendierende Momente an der konkreten Arbeit nicht erkennen, im Gegenteil: „Deshalb muss nützliche Arbeit im Kapital als der eigentliche Stoff gesehen werden, aus dem abstrakte Arbeit geschmiedet ist.“ (Cleaver 2011; 260) Analog zum Staat, der nicht übernommen sondern zerschlagen werden müsste, soll offenbar auch in einer freien Gesellschaft die konkrete Arbeit nicht autonom ausgeübt werden, sondern durch das ganz Andere einer nicht näher bestimmten freien Tätigkeit ersetzt werden. Diese freie Tätigkeit nimmt bei Cleaver ein wenig utopische Züge an, und da in der Marxschen Tradition das Austauschen von Utopien abgelehnt wird (nicht zu Unrecht), könnten wir über diese zukünftige freie Tätigkeit wenig sagen. Cleaver übernimmt auch die These des frühen italienischen Operaismus, dass die Maschinerie keineswegs ein neutrales Mittel, sondern – wie Marx im Kapital schreibt – als „Kriegsmittel wider die Arbeiteremeuten“ (MEW 23; 459) [Emeute = Aufstand, Rebellion] eingeführt wurde. Dem ist wohl zuzustimmen, aber Cleaver manövriert sich in die Position des „nichts anderes als“. Ist Technik wahrhaftig nichts anderes als ein Mittel der Unterwerfung der Arbeit unter das Kapital? Ist die konkrete Arbeit tatsächlich nichts anderes als die andere Seite der abstrakten Arbeit? Werden wir in einer freien Gesellschaft keinen Strom, keine Computer, keine Flugzeuge, keine Traktoren mehr benützen? Zweifellos, viele konkrete Arbeitsabläufe können nicht so bleiben, wie sie vom Kapital durchgesetzt werden. Aber das ganz Andere, das heute geradezu Undenkbare werden sie auch nicht darstellen.

Die Wertformanalyse

Der Abschnitt zur Wertformanalyse stellt zweifellos das Glanzstück der Kapitalinterpretation von Cleaver dar. Auch wenn wir den Fehler vermeiden, den ersten Abschnitt des Kapital aus sich selbst verstehen zu wollen, so gelingt es Cleaver unmittelbar die Perspektive der Klassenbeziehung in diesem spröden Abschnitt des Marxschen Hauptwerks zu entfalten. Auf den ersten Blick scheint insbesondere die Wertformanalyse mit Klassen und Klassenkampf nicht zu tun zu haben. Worum geht es bei dieser Wertformanalyse scheinbar? Marx leitet darin die Verdopplung der Ware in Ware und Geld ab. Marx geht dabei vom Tauschverhältnis zweier Waren aus. Zum Beispiel können wir annehmen, fünf Kilogramm Kartoffeln sind zwei Trinkgläser wert. Marx schriebt diese Relation folgendermaßen an: x Ware A sind y Ware B wert. Marx untersucht an dieser Stelle nicht die Identität, sondern die Nichtidentität dieser Gleichung. Der Wert der Ware A wird ausgedrückt, die Ware B drückt den Wert der Ware A aus. Oder anders gesagt, die Ware B wird zum Wertspiegel oder Wertausdruck der Ware A. Die beiden Pole besitzen somit unterschiedliche Funktion. Diese einfache Wertform, das einfache Tauschverhältnis zweier Waren, wobei die erste ihren Wert ausdrückt, die zweite als Wertspiegel fungiert, ist der Beginn der Wertformanalyse, die Marx über die entfaltete Wertform (x Ware A drückt sich in y Ware B, in z Ware C, in w Ware C usw. aus – wir erhalten eine unabschließbare, unendliche Kette von Wertausdrücken) zur allgemeinen Wertform (eine Ware, die Geldware wird zum Wertausdruck aller anderen Waren) weiterführt. In beeindruckender Weise zeigt nun Cleaver die Präsenz des Klassenverhältnisses in diesen Relationen.

Ich dachte ursprünglich, Cleaver käme über bloße Analogien nicht hinaus. Was meine ich damit? Beginnen wir mit Cleavers Kommentar zur ersten, einfachen Wertform. Die Ware A wird zum Ausgedrückten, die Ware B drückt aus. Doch beiden Pole sind nicht gleichartig. Die Ware A fungiert als Gebrauchswert, Produkt der konkreten Arbeit. Die Ware B hingegen (Marx nennt ihre Funktion die Äquivalentform) fungiert als Wertspiegel, sie tritt nicht als Gebrauchswert, sondern als Wert in diese Beziehung, die zu ihrer Erzeugung verausgabe Arbeit fungiert als abstrakte Arbeit, sie repräsentiert den gesellschaftlich geltenden Wert der Ware A. Durch die Ware B wird das Arbeitsprodukt erst zur Ware A, erst durch den Wertausdruck der Ware B tritt der Gegenstand A in den Bannkreis des Kapitalverhältnisses ein. Wir haben somit, wie Marx in der Erstausgabe des Kapital schreibt, eine Reflexionsbeziehung. Die Ware A ist nur das, was sie ist, durch ihre Beziehung auf die Ware B. Sie ist nur durch diese Beziehung überhaupt Wert und Ware, ohne diese Beziehung wäre sie bloßer Gebrauchswert. Exakt hier setzt die spezifische Interpretation von Cleaver ein. „Diese Reflexionsbeziehung ist ein Aspekt der Warenform, des Kapitalverhältnisses. (…) So wie die relative Wertform [die Ware A, K.R.] ihre Bedeutung nur in der Äquivalentform [die Ware B, K.R.] findet. So erkennt die ArbeiterInnenklasse sich selbst als ArbeiterInnenklasse nur in ihrem Verhältnis zum Kapital.“ (Cleaver 2011; 282)

Wir haben zwar ein Verhältnis von Dingen vor Augen, aber dieses Verhältnis ist nur der dingliche Ausdruck sozialer Verhältnisse. Daher sind die Aussagen von Cleaver keine bloßen Analogien zwischen der Reflexionsbeziehung zweier Waren und der Reflexionsbeziehung zwischen ArbeiterInnenklasse und Bourgeoisie. Wir haben in der einfachen Wertform eine Beziehung zwischen einem Gebrauchswert, der Ware A und dem Wertspiegel, der Verkörperung von Wert, der Ware B. Aber aufgepasst, es handelt sich nicht um eine bloße Messung! Die Ware B misst keinesfalls den Wert des Gebrauchswerts der Ware A, sondern den zu diesem Gebrauchswert verausgabten Menge an abstrakter Arbeit, sie misst den Wert der Ware A und fixiert somit die Verdopplung des Gegenstandes A in Gebrauchswert und Tauschwert. Deswegen – und Cleaver ist hier sehr scharfsinnig – handelt es sich ja um eine Reflexionsbeziehung, somit eine Beziehung, die zurückwirkt und auch den ersten Pol verändert. Trotzdem: die Ware A tritt uns als Gebrauchswert, die Ware B als Tauschwert entgegen. Allerdings: Erst wenn wir von der Beziehung zwischen den Dingen zur sozialen Beziehung weiter schreiten, verstehen wir sie wirklich und umfassend. Daher kann Marx auch sagen: „Im Verhältnis von Kapital und Arbeit sind Tauschwert und Gebrauchswert in Verhältnis zueinander gesetzt, die eine Seite (das Kapital) ist zunächst der andren Seite als Tauschwert gegenüber und die andre (die Arbeit) dem Kapital gegenüber als Gebrauchswert.“ (MEW 42; 193) Erstmals besteht die ArbeiterInnenklasse aus tätigen Menschen, die Gebrauchsgüter erzeugen. Dass die Ware B überhaupt als Wertspiegel fungierten kann und dadurch auch den Gegenstand A endgültig zur Ware macht, beruht auf der sozialen Klassenbeziehung, die im Ware – Geldverhältnis ihren dinglichen Ausdruck besitzt. Erst durch das Verhältnis zum Kapital werden diese Menschen zur Klasse und ihr Arbeitsprodukt zur Ware. Das Kapital befindet sich immer auf der Seite der Äquivalentform. „Die Äquivalentform betont eine einzige Qualität der Waren, den Wert, und drückt diese aus – genauso wie das Kapital die gemeinsame Qualität von Menschen als ArbeiterInnen, als Arbeitskraft, durchzusetzen und auszudrücken versucht.“ (Cleaver 2011; 284) Das Proletariat, die andere Seite des Pols wird erst durch ihr Verhältnis zum Kapital das, was es ist, erst durch dieses Verhältnis wird sie ArbeiterInnenklasse. Dieses Verhältnis könnte jedoch nicht existieren, wenn es kein Ware – Geld Verhältnis gäbe.

Doch die vereinzelte Wertmessung einer bestimmten Ware durch eine andere entspricht nicht dem Wesen des Kapitalverhältnisses. Die zweite von Marx analysierte Wertform, die unendliche, unabschließbare Kette von Wertausdrücken soll diesen Mangel überwinden. Jede Ware kann ihren Wert durch eine andere ausdrücken, und diese Ware wiederum in einer anderen Ware und so weiter. Wir können somit schreiben: x Ware A = y Ware B = z Ware C = w Ware D usw., die Kette ist nicht abschließbar. Diese Kette von Ausdrücken, von Marx als entfaltete Wertform bezeichnet, ist keine bloß logische Stufe der Analyse. „Diese Endlosigkeit erklärt eine der grundlegenden Besonderheiten des Kapitals – sein Streben nach Unendlichkeit: Es tendiert dazu, sich selbst beständig auszudehnen – immer mehr Menschen, Gegenstände und Produktion unter seien Kontrolle zu bringen: ewiges Wachstum, dessen einziges Ziel die erweiterte soziale Kontrolle ist.“ (Cleaver 2011; 289) Cleaver referiert an diesem Punkt auf die These von Marx, dass das Kapital ungewollt die Voraussetzungen einer freien Gesellschaft implizit miterzeugt. Durch diese Unendlichkeit würde die ArbeiterInnenklasse einen eigenen „Typus an Unendlichkeit“ entdecken: „ – die potentiell unendlichen Möglichkeiten des Lebens. In dieser wirklichen Bewegung, in der das Kapital eine Welt der zunehmenden Güter und Tätigkeiten eröffnet, wird das gewaltige Potential einer künftigen Gesellschaft für die ArbeiterInnenklasse sichtbar – „ (Cleaver 2011; 289) Ich hebe diese Aussage von Cleaver schon deshalb hervor, weil es im oben erwähnten Abschnitt zum Doppelcharakter der Arbeit den Anschein haben könnte, Cleaver würde eine Art Totalitätstheorie vertreten, in der alles vom Wert bestimmt wird, auch und gerade der Gebrauchswert. Die soeben zitierte Passage spricht gegen eine solche Auffassung.

Vermittlung und die allgemeine Wertform

Doch auch die unabgeschlossene Kette von Wertausdrücken wird dem Kapitalverhältnis nicht gerecht. Es muss einen adäquaten Ausdruck des Werts geben, in dem sich alle Waren darstellen können und dieser Wertausdruck muss zwischen allen Waren eine Wertbeziehung herstellen. Diese allgemeine Wertform ist letztlich das Geld, welches den Wert aller Waren ausdrücken kann und alle Waren als Werte aufeinander beziehen lässt. Was Cleaver Darstellung der allgemeinen Wertform von so vielen Einführungen ins Kapital unterscheidet, ist die Rolle der Vermittlung, die das Geld in der Realität spielt und die Cleaver sehr präzise darstellt. „Das Äquivalent [Geld K.R.] ist nun in doppelter Weise Vermittler. Erstens für den Ausdrucks des Werts jeder einzelnen Ware, zweites für die Beziehung einer jeden Ware zu jeder anderen als Werte.“ (Cleaver 2011; 295f) Durch das Geld wird alles in den Bannkreis des Kapitalverhältnisses gezogen. Das Geld vermittelt alles mit allem. Die Vermittlung zwischen dem Kapital und der ArbeiterInnenklasse erfolgt mittels des Lohnes. An diesem Punkt zeigt sich eine der größten Stärken der Analyse von Cleaver. Seine grundlegende These lautet, dass die Spaltung der ArbeiterInnenklasse durch Spaltung in einen entlohnten und einen nicht entlohnten Teil erfolgt. „Damit das Geld die Rolle des Vermittlers oder des allgemeinen Äquivalents spielen kann, müssen zahlreiche Beziehungen existieren, in denen es nicht direkt vermittelt.“ (Cleaver 2011; 305) Studierende, nur Hausfrauen, die Massen an Menschen, die keine regelmäßige Lohnarbeit ausüben kann und deswegen keine Entlohnung erhält – sie alle sind auf das allgemeine Äquivalent angewiesen. Doch zwischen das entlohnende Kapital und ihnen treten andere Vermittler; Männer, Stipendien vergebende Bürokratien, staatliche Institutionen, der Keynesianismus. „Wenn zum Beispiel Hausfrauen direkt vom Kapital einen Lohn verlangen, so umgehen sie die kapitalistische Vermittlung durch die Männer und stellen ein direktes Verhältnis Kapital – Frauen her.“ (Cleaver 2011; 299) Scheinbar – nur scheinbar stünden Kinder und Hausfrauen nur in einem privaten Verhältnis zum Ehemann bzw. zum Vater. Tatsächlich ist der Mann bloß der Vermittler zwischen dem Kapital und Frau und Kindern. Wie Cleaver mehrfach betont, ist die „Notwendigkeit der gleichzeitigen Existenz von geldförmigen und nicht geldförmigen Beziehungen für das Kapital“ (Cleaver 2011; 307) ein wesentliches Mittel seiner Herrschaft. Gehen wir also der allgemeinen Wertform auf den Grund, so finden wir soziale Herrschaft mittels der allgemeinen Vermittlung des Geldes, die über das enge Lohnarbeitsverhältnis weit übergreift. Dieser gesamtgesellschaftliche Blick erlaubt es Cleaver, den Zugriff des Kapitals auf die nicht entlohnte Arbeit in den Kontext der Ausbeutung zu stellen. Er verweist auf die seinerzeitige Bewegung Lohn für Hausarbeit, in dem der Zusammenhag zwischen Lohn – als Mittel der Spaltung der ArbeiterInnenklasse in bezahlt und nicht bezahlt – und männlichen Lohn und der weiblichen Hausarbeit erkannt wurde. Aktuell ist diese Konstellation nicht mehr in dieser Weise relevant wie in den 70er Jahren, aber es geht um die Methode: die Durchsetzung des Wertmaßes ist als gesamtgesellschaftliche Strategie zu dechiffrieren, deren Methoden und Ziele jedoch historisch variieren.

Dieser Blick ermöglicht es, die begrifflose Addition sozialer Verhältnisse zu überwinden. Ich meine damit das Nebeneinanderstellen von unterschiedlichsten Unterdrückungsverhältnissen, in denen es scheinbar um je spezifische Verhältnisse geht, die dann entweder in diversen politischen Bekenntnissen als bekämpfenswert aufgezählt werden (nur keinen Ismus und keine Phobie vergessen!) oder mittels politischer Strategiebildung „vernäht“ (eine neogramscianische Begriffsperle) werden sollen. Wohl sind seine Ausführungen etwas knapp und oft auch unscharf, aber Cleaver gelingt besser, was auch ich versuchte zu begründen, nämlich die übergreifende Bedeutung des Kapitalverhältnisses. Ich schrieb: „Kein Verhältnis, keine Form der Unterdrückung kann von Geld und kapitalistischen Eigentumsformen abstrahieren. Jeder nur denkbare Prozess der Befreiung und der Unterdrückung vollzieht sich im Medium der dominanten kapitalistischen Formen.“ (Reitter 2011; 29) Durch den Fokus auf die Vermittlung durch das allgemeine Äquivalent wird diese Aussage dynamisiert und bezieht die Strategie der herrschenden Klassen mit ein. Cleaver hat sein Buch 1979 veröffentlicht. Daher seine oftmalige Erwähnung der Inflation. In den 70er Jahren versuchten die herrschenden Klassen die ArbeiterInnenklasse dadurch zu schwächen, in dem sie den Lohn durch Inflation zu entwerten versuchte. Wohl verteuert die Inflation alle Preise, nur besitzt das Kapital bessere Möglichkeiten, die Preise zu erhöhen als das Proletariat, das Lohnsteigerungen erst erkämpfen muss und nicht bloß das Preisschild auswechseln kann. Auch hier, eine gewisse Unschärfe bei Cleaver. In manchen Passagen scheint es, als ob er meinte, das Kapital kann Preise sehr willkürlich manipulieren. Im aktuellen Vorwort zeigt unser Autor jedoch, dass das Wertgesetz weiter Geltung besitzt. Cleaver redet somit der Auflösung des Ökonomischen in bloße Machtverhältnisse keineswegs das Wort. Wichtiger als solche Unschärfen ist jedoch sein klarer Blick auf die Zirkulationssphäre als Feld der Klassenauseinandersetzung. „Änderungen in der Form, wie z.B. Geldentwertung durch Inflation, werden durch unkontrollierbare Folgeerscheinungen von Änderungen in der Produktionssphäre erklärt. Mit anderen Worten: Weil die Zirkulation nur als Widerspiegelung von Kämpfen in der Produktion und um sie angesehen wird, werden Geld und Waren nicht als wichtige Aspekte des Kampfes selbst erkannt.“ (Cleaver 2011; 272) Zweifellos haben sich die Instrumente seit den 70er Jahren verändert. Angesicht der Bedeutung des fiktiven Kapitals scheint Inflation gegenwärtig kein Mittel der herrschenden Klassen zu sein. Ihre Angriffe sind weitaus direkter und substanzieller. Ebenso ist das Kalkül der herrschenden Klassen, Frauen an den Herd zu verbannen, schon lange durch das Konzept der Einfügung in den unmittelbaren Verwertungsprozess – selbstredend zu allen noch so schlechten Bedingen – gewichen. Erneut können wir den Begriff des Kapitals nicht von der Geschichte des Kapitalismus ablösen. Cleaver selbst betont, dass wir die Fragen nach der aktuellen Rolle der Verknüpfung von Geld und Klassenkampf im Kapital nicht beantwortet bekommen. Wir können jedoch „einige fundamentale Einsichten in die Natur des Geldes und seinen Stellenwert für das Kapital“ (Cleaver 2011; 270) entnehmen. In diesem Sinne sollten wir auch Das Kapital politisch lesen diskutieren.

Literatur:

  • Cleaver, Harry (2011), „Das Kapital politisch lesen. Eine alternative Interpretation des Marxschen Hauptwerks“, Wien
  • Marx, Karl (MEW 23), „Das Kapital, Band 1“, Berlin
  • Marx, Karl (MEW 42), „Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie“, Berlin
  • Reitter, Karl (2011), „Prozesse der Befreiung. Marx, Spinoza und die Bedingungen eines freien Gemeinwesens“, Münster
  • Harry Cleavers Webseite: https://webspace.utexas.edu/hcleaver/www/

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Erstveröffentlichung im FORVM:
März
2012
Nummer 41, Seite 51
Autor/inn/en:

Karl Reitter:

Marxistischer Autor in Wien und Mitglied der grundrisse, Redaktionsmitglied von Context XXI von Dezember 2000 bis November 2001.

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