Zeitschriften » Streifzüge » Print-Ausgaben » Jahrgänge 1996 - 2000 » Jahrgang 1997 » Heft 1/1997
Gerhard Scheit

Bruchstücke einer politischen Ökonomie des Antisemitismus

1. Die ursprüngliche Akkumulation des Antisemitismus

Das Wuchern des Geldes — die Fortpflanzung dessen, was man als reines Mittel des Tausches verstand — erschien ursprünglich als etwas Unheimliches und Bedrohliches: eine unbegreifbare zweite Natur, die sich nicht zähmen und kultivieren läßt. Aristoteles nannte es „naturwidrig“ oder „am meisten gegen die Natur“, wenn Geld gegen Geld getauscht wird und nicht — wozu es erfunden sei — gegen Gebrauchswerte und wandte sich heftig gegen den Preis, der beim Leihen von Geld verlangt wird — also gegen den Zins. „Denn das Geld ist um des Tausches willen erfunden worden, durch den Zins vermehrt es sich aber durch sich selbst.“ [1] Der Vorbehalt des Philosophen kann sich allerdings noch auf eine Gesellschaft stützen, in der die Kreditnahme im wesentlichen auf den Konsum beschränkt — und darum ephemer blieb; die Kredite flossen nicht in die Produktion (von Bedeutung für sie waren sie nur als Seedarlehen). So vermag Aristoteles auf realistische Weise die kaufmännische Kunst, deren Ziel der Erwerb von Geld sei und die darum keine Grenzen kenne, mit der Kunst der Haushaltung — der Ökonomie im eigentlichen Sinn — in Schach zu halten.

Es handelte sich bei der einfachen, mit der Arbeitskraft der Sklaven verstärkten Warenproduktion der antiken Polis um eine Akkumulation ohne Produktivitätssteigerung. Dies zeigt sich am deutlichsten in der Funktion, die dem Geld zukommt:Wenn die Heiligtümer und Tempel als Staats-Banken bezeichnet werden können, so doch nur mit der Einschränkung, daß die Kredite, die von ihnen vergeben werden, so gut wie nie in die Produktion, sondern fast ausschließlich in den Konsum (wozu auch politische Repräsentationskosten zählen) gesteckt werden. Dies gilt ebenso für die diversen privaten Kreditgeber, Pfandleiher, Geldwechsler und ‚Wucherer‘. Moses I. Finley hat für die gesamte Antike das Fehlen jener Einrichtungen herausgestellt, „die uns aus dem späten Mittelalter und der frühen Neuzeit bekannt sind und die die Kreditschöpfung erlaubten, d.h. die Ausweitung der Geldmittel einer Gesellschaft durch Techniken, die es Geldverleihern oder Krediteinrichtungen ermöglichten, mit Ersatzmitteln der verschiedensten Art umzugehen, als sei es Bargeld.“ [2] Die Kritik des ‚Wuchers‘, des Zinsnehmens, wie sie sich gleichermaßen bei Aristophanes und bei Aristoteles findet, stand also im Unterschied zu der der mittelalterlichen Theologen und Passionsspieldichter auf den festen Beinen einer Gesellschaft, die den Kredit — von Seedarlehen abgesehen — fast nur zur vorübergehenden Ausweitung des Konsums, nicht aber zur Steigerung der Produktivität verwendete.

Da die Bedeutung des Zinses solchermaßen begrenzt blieb, entgingen diejenigen, die ihn kassierten, von vornherein einer Verteufelung. Aristoteles oder Aristophanes kommen nicht auf den Gedanken, die Lasten der Akkumulation einem Sündenbock aufzuladen — einem negativen Plutos, der nicht von Blindheit geschlagen, sondern von bösem Mutwillen gegen Bürger und Polis durchdrungen wäre — um ihn dem scheinbaren Wohle des Staates zu opfern.

Erst die Koppelung von Kreditnahme und Produktivitätssteigerung — die Verwendung des geliehenen Geldes zur Ausdehnung und Intensivierung der Produktion — ermöglichte jene quasi unendliche, extensive wie intensive Wachstumsdynamik, die das Mittel des Geldes endgültig zum Zweck macht. Das Problem aber ist, in welcher Form es als solcher überhaupt bewußt werden kann.

Bei den Lehrmeistern und Predigern der Kirche zeigte sich früh schon ein regelrechter Horror vor dem sich selbst vermehrenden Geld, das sich bald in ganz anderen Dimensionen des Wachstums bewegen konnte als noch in der Antike. Mit Verboten und Regelungen versuchte man, die Funktion des Geldes auf den Austausch mit Gebrauchswerten, also die unmittelbare Bezahlung von Waren, zu beschränken und damit Zinsnahme, ‚Wucher‘, zu verhindern. Beim Leihen von Geld durften demnach Christen keinen Zins verlangen, weil hier keine Sachgüter produziert oder getauscht werden. Nicht verboten aber wurde das Verleihen von Geld gegen ein Pfand — ein Eigentum in Gestalt von Grund und Boden etwa, das als Entschädigung für das Geld und bis zur Rückzahlung genutzt werden durfte. Mit dieser christlich abgesegneten Methode des Wucherns gelang es der Kirche, den Klöstern und anderen frommen Körperschaften immensen Reichtum anzuhäufen. Aber auch für Christen, die unmittelbar das Geld wuchern ließen, mußte Abhilfe geschaffen werden.

Jacques Le Goffhat dokumentiert, wie eng die Imaginationen von Hölle und Fegefeuer mit dem Schrecken, den die Akkumulation von Geld hervorrief, zusammenhingen. [3] „Fenus pecuniae, funus est animae“ (Des Geldes Zinsgewinn ist der Seele Tod), sagte Papst Leo I. im 5. Jahrhundert. In den späteren Schriften und Predigten erhielt dieser Seelentod einen besonderen Raum: die Hölle. An einer exemplarischen Predigt von Jakob von Vitry läßt sich verfolgen, wie die Geld-Akkumulation buchstäblich das Material für die Hölle liefert: das wachsende Geld setzt sich unmittelbar um in wachsende Höllenqual — „Gott verfügte, daß drei Menschenarten sein sollen: die Bauern und die anderen Arbeiter, um das Überleben der übrigen zu sichern, die Ritter, um sie zu verteidigen und die Geistlichen, um sie zu regieren; aber der Teufel setzte eine vierte Art ein: Die Wucherer. Da sie nicht an der Arbeit der Menschen teilhaben, werden sie nicht bei den Menschen, sondern bei den Teufeln bestraft. Denn der Menge Geldes, das sie durch Wucherzins erwirtschaften, entspricht die Menge Holz, die dem Höllenfeuer aufgelegt wird, in dem sie verbrennen sollen.“ [4] Doch während fur die christlichen Wucherer sogar das Fegefeuer erfunden wurde, um sie vor der ewigen Verdammnis zu retten, beginnt für die jüdischen die Hölle bereits auf Erden: der Antisemitismus säkularisiert gewissermaßen die Höllenqualen.

Manchmal kamen die von der obskuren Fruchtbarkeit des Geldes verstörten, christlichen ‚Intellektuellen‘ sogar dem Tauschwert ein wenig auf die Spur, von der sie ihr Gottesbegriff freilich wieder wegzulocken verstand: so etwa, wenn sie den Wucher als Diebstahl begriffen, und zwar als Diebstahl an der Zeit — da diese Zeit aber im Unterschied zu den vom Menschen produzierten Gütern Gott gehöre, sei der Wucherer ein ganz besonders großer Sünder. „So leiht der Wucherer dem Schuldner nicht, was ihm gehört, sondern nur die Zeit, die Gott gehört — sed tantum tempus, quod dei est.“ (Thomas von Chobham) [5] Aber das bevorzugte Mittel, den Horror vor dem sich selbst zeugenden Geld zu bannen, war die Identifikation des Geldes mit dem Judentum: das real Abstrakte, das sich vom menschlichen Tun verselbständigt hatte, konnte in dieser Weise wieder menschliche Konkretheit erhalten: die des Unmenschen. Wucherer und Jude wurden Synonyme. In den Schriften des 12. Jahrhunderts ist zum ersten Mal vom „jüdischen Wucher“ die Rede. Und der geistige Führer des Zweiten Kreuzzugs — der wie der Erste vor allem auch ein Kreuzzug gegen das Judentum war —, Bernhard von Clairvaux, ersetzte in seinen Predigten das Geldverleihen gegen Zinsen einfach mit dem Wort Judaisieren, lat. iudaicare.

Wucher nennt man landläufig einen besonders hohen Zins. Verglichen mit dem späteren Zinsfuß aus der Welt des Manufaktur- und Industriekapitals stieg der Zins in der alten Welt tatsächlich oft in extreme Höhen — ihm haftete etwas Willkürliches an: die jeweilige Höhe des Zinses differierte stark von Land zu Land und innerhalb jedes Landes. Es findet sich „in keinem Land ein allgemeiner Zinsfuß“ und „grosse Verschiedenheit in Ansehung der Zinsen und der Begriffe vom Wucher“: Marx hat für den dritten Band des Kapitals die verschiedenen ‚Zinsfüße‘ zusammengetragen — „Zu Karls des Grossen Zeiten galt es für wucherlich, wenn 100% genommen. Zu Lindau am Bodensee, 1344, nahmen einheimische Bürger 216 2/3%. In Zürich bestimmte der Rath als gesetzlichen Zins 43 1/3%. In Italien mußten zuweilen 40% gezahlt werden, obgleich vom 12-14 Jhd. der gewöhnliche Satz nicht 20% überschritt. Verona ordnete als gesetzlichen Zins an 12 1/2%. Friedrich II. in seiner Verordnung 10%, aber dieß bloß für die Juden. Für die Christen mochte er nicht sprechen. 10% im rheinischen Deutschland schon im 13. Jahrhundert das Gewöhnliche.“ [6] War demnach dem Eigentümer von Wucher- oder Kaufmannskapital ein im Vergleich zum modernen Industriekapitalisten wesentlich größerer Handlungsspielraum gegeben? Hat er selbst bestimmen können, wie sehr er den Käufer oder Schuldner ausbeuten wollte? Wäre also der Wucherer oder der Handelsherr noch nicht als Charaktermaske des Kapitals, sondern als moralisch autonom handelndes Individuum zu sehen? Diese Sichtweise aber würde ausklammern, daß der Souverän — der Feudalherr oder der Stadtrat — von den Inhabern des Geldes und den Verkäufern der Waren seine Abgaben verlangte, die wiederum im Gutdünken des jeweiligen Herrn lagen — und wie man weiß, hatten z.B. Juden besonders hohe Abgaben zu leisten, um überhaupt leben zu dürfen.

Das alte Wucherkapital eignete sich in der Form des Zinses — wie das Kaufmannskapital in der des Preises — allen Überschuß über die Subsistenzmittel der Produzenten an (was etwa den Betrag des späteren Arbeitslohns ausmacht) — also, von Staatsabgaben abgesehen, allen Mehrwert —, während der Zins im modernen Sinn nur einen Teil des Mehrwerts bildet, der hier vor allem in Form des Profits angeeignet wird. (Marx bezeichnet es darum als „höchst abgeschmackt“, den Zinsfuß des alten Kaufmanns- und Wucherkapitals mit dem der industrialisierten Zeit zu vergleichen.)“ [7] Der Wucherer aber kennt durchaus kein Maaß ausser der Leistungsfähigkeit oder Widerstandsfähigkeit der Geldbedürftigen.“ [8] Der Zins der vorindustriellen Welt drückt demnach die Rate der ‚normalen‘ Ausbeutung in Geldform aus, gewinnt jedoch im Unterschied zum modernen Zinsfuß den Anschein einer abnormen Proportion, wird als unverhältnismäßiger Expropriationsgrad erfahren. Gegen diese besondere Sparte oder spezialisierte Funktion der Aneignung richtet der unmittelbare Produzent, der zünftige Handwerker, der freie oder unfreie Bauer, seinen Zorn; auf diesen Schauplatz der Kapitalakkumulation konzentriert er sein Ressentiment und vermeidet so die direkte Konfrontation mit Handelskapital und Feudalherrn — so formiert sich die mittelalterliche ‚Volksgemeinschaft‘, bestehend aus Handelskapital, Feudalherrn und unmittelbaren Produzenten, gegen das ‚jüdische Wucherkapital‘.

Tatsächlich ist aus der Perspektive des einzelnen Produzenten die Exploitierung durch das Kaufmannskapital nicht konzentriert wie jene durch das Wucherkapital. Denn die einzelne Ware sich nicht leisten können, weil ihr Preis zu hoch ist, erlaubt immerhin noch die Aussicht, irgendwo eine billigere des gleichen Gebrauchswerts zu erstehen oder auf sie zugunsten anderer Gebrauchswerte überhaupt zu verzichten; während der Zwang, das Geld als Zins abzuliefern, womöglich bedeutet, sich überhaupt keine Ware mehr leisten zu können. Gegenüber der ‚zerstreuten‘ Ausbeutung durch das Kaufmannskapital gilt darum das Geldgeschäft, in dem die Ausbeutung fokussiert erscheint, als Kapital par excellence. Außerdem vermittelt der Warenverkäufer Gebrauchswerte, was — bei aller Preis-Prellerei — als Arbeit interpretiert werden mag. „Dagegen stellt sich im Zinstragenden Capital der selfreproducing Charakter des Capitals, der sich verwerthende Wert, die Production des Mehrwerths, als occulte Qualität rein dar.“ [9] Für solchen Okkultismus ist als Medium der Antisemitismus wie geschaffen: vor den Augen der staunenden Christenheit ‚materialisiert‘ sich darin das Wucherkapital im ‚jüdischen Blutsauger‘.

Das Medium machte unsichtbar, daß die Juden auch auf diesem Nebenschauplatz der Akkumulation de facto keineswegs eine Monopolstellung besaßen. Nachdem ihnen ein Beruf nach dem anderen verboten worden war, erwuchs ihnen gerade hier seit den Kreuzzügen — die das Christentum in die Kunst der Kapitalakkumulation einführten — eine mächtige christliche Konkurrenz. Man verstand es, das Wucherverbot der Kirche zu umgehen — wie ihrerseits die Scholastiker des 13. Jahrhundert nach Möglichkeiten suchten, das Zinsnehmen und das Geldgeschäft für Christen doch irgendwie zugänglich zu machen, so daß also Kapital in christlichen Händen akkumulieren konnte und nur die jüdischen schmutzig schienen. Denn stigmatisiert als diejenigen, die Christus aus dem Tempel vertrieben hatte und die an ihm und an der Christenheit Rache übten, die einzigen mithin unter den Völkern in Europa, die nicht aufgingen in der großen christlichen Gemeinschaft, sondern ihr sich widersetzten, eigneten sie sich wie keine andere gesellschaftliche Gruppe zur Versinnlichung des Geldes, das nicht aufging in der christlichen Liebe und sich der Subsistenzwirtschaft widersetzte.

Und immer wenn die Produzenten zu feige sind, ihren Herrn entgegenzutreten, richtet ihr Haß sich auf die Stigmatisierten. Die Feigheit hat systematischen Charakter: sie beruht auf einem Fetisch, der vorgibt, alle Fetische aufzulösen — das real Abstrakte, das mit dem Austausch in die Welt gekommen ist, als Konkretes zu überführen, den Tauschwert als Juden. Die Juden werden eben nicht bloß als Repräsentanten des Marktes angesehen, ihr Erscheinungsbild soll vielmehr das undurchschaubare und ungreifbare Marktgeschehen durchschaubar und greifbar machen. Ihre Vertreibung, ihre Vernichtung bleibt moralisch doppeldeutig, heuchlerisch, weil es sich niemals nur um einen Aberglauben, ein eingeschränktes Erkenntnisvermögen, sondern immer auch um eine moralische Entscheidung handelt: die Handwerker und Bauern des 14. und 15. Jahrhunderts, die — als die Akkumulation ins Stocken geriet, das Bevölkerungswachstum in Hungersnot umschlug — die Ghettos in ihren Städten stürmten und die Juden verfolgten und auf die Scheiterhaufen schleppten, wollten wohl daran glauben, daß sie den Wucher, den Zins selbst vertreiben und verbrennen. Doch eben auf diese Weise eigneten sie sich mit vollem Bewußtsein das Geld der Vertriebenen undVerbrannten an. Als man in Wien nach dem Sturm auf das Ghetto im Jahre 1421 — der mit dem Vorwurf einer Hostienschändung von allerhöchster Stelle legitimiert worden war — über zweihundert Juden verbrannte, wühlten — wie berichtet wird — die Christen noch in ihrer Asche, um Gold und Silberstücke zu finden. [10]

Ist der Antisemitismus immer schon rassistisch — so unterscheidet er sich von Rassismus im Allgemeinen. Der Rassebegriff ist, nachdem er für die Sklaven- und Massakerökonomie der Kolonien Bedeutung gewonnen hatte, auch auf die Juden angewandt worden — doch handelt es sich hier um eine Überdeterminierung: denn die Juden waren im christlichen Diskurs lange schon als Teufelsbrut, Gottesmörder, Blutsauger und Wucherer mehrfach determinierte Wesen. Die Stigmatisierung der Schwarzen und der Indianer, der Asiaten und der Slaven als spezifische ‚Rassen‘ erweist sich demgegenüber als eine einfache Bestimmung: ihr einziger Sinn liegt darin, die Dominanz der Eroberer auf den Körper und Geist der Eroberten zu projizieren, deren Arbeitsproduktivität es gleichzeitig einzuschätzen gilt.

Aber die durch den Sklavenhandel in Bewegung geratenen Bewohner fremder Erdteile erscheinen dem christlich-abendländischen Bewußtsein kaum weniger bedrohlich: ihre Unheimlichkeit gewinnen sie darin aber nicht wie die Juden als Repräsentanten des Marktes, als Verkörperungen des Wertes, sondern im Gegenteil als die willenlosen Objekte des Marktes, als Verkörperungen des Gebrauchwerts — als Natur.

2. Deutscher Volksstaat, jüdische Weltverschwörung

Die Verschwörung des Judentums gegen den Rest der Menschheit — ein Rest, den zu verkörpern die Deutschen ausersehen werden —, das Streben nach der Herrschaft über die Erde oder nach der Vernichtung von Menschheit und Welt: das scheint der neue Inhalt zu sein, den der Antisemitismus im 19. Jahrhundert annimmt. War er in den Jahrhunderten davor auf die Frage von Reichtum und Armut im unmittelbaren Sinn, auf das Verhältnis von akkumuliertem Kapital und enteigneten Kleinproduzenten beschränkt — auch dann, wenn er religiös argumentierte —, so macht er nun den nächsten Zug: von ökonomischer Macht zu politischer Herrschaft.

Zur Staatsräson hatte der Antisemitismus stets gehört — doch das Wesen des Staates änderte sich. Einstmals bestand staatliche Macht in unmittelbaren Formen der Herrschaft: Leibeigenschaft, Lehenswesen und noch der Hofadel bilden solche Herrschaftsstrukturen; mit der Durchsetzung kapitalistischer Warenproduktion zerfielen sie. Wie kann eine Bevölkerung, die in bloße Subjekte des Tausches zerfällt, einerlei ob sie nun ihre Arbeitskraft oder ihre Waren zu Markte tragen, wie kann eine solche Gesellschaft von vereinzelten Produzenten und Konsumenten weiterhin an einen Souverän gebunden werden? Das war das große Problem der Staatsbürokratie seit dem Ende des 18. Jahrhunderts. Die Revolutionen zwischen 1789 und 1848 zeigten deutlich, wieviel Kohäsionskraft der Staat verloren hatte. Gleichwohl bedurfte der dem Absolutismus entwachsende Markt einer staatlichen Regulation, einer gewissen Regelung der Rahmenbedingungen, damit die Akkumulation des Kapitals vorangehen konnte. Mehr als alle Klassenkonfrontationen scheint dieses Dilemma das Erkennungszeichen der Epoche zu sein.

Einerlei ob sich die Träger des Staats als Revolutionäre oder als Konservative verstanden, indem sie diese Macht übernahmen, waren sie gezwungen, dem latenten inneren Zerfall von Souveränität entgegenzuwirken. Das Volk mußte staatstreu gemacht werden — auf welche Weise, mit welchen Mitteln auch immer. Große militärische Macht von Nachbarstaaten (Napoleon!) oder die türkische Bedrohung waren günstige Voraussetzungen, um diese Staatstreue als Nationalbewußtsein zu provozieren. Doch wirkungsvoller noch war die Vorstellung einer Bedrohung von allen Seiten, einer Weltverschwörung gegen das eigene Land, das eigene Volk — und am besten, wenn sie durch einen imaginären Feind im Inneren gelenkt wurde, den man lange schon mit der Macht des Geldes identifizierte. Die absolutistische Beziehung zwischen Judentum und Staat war ohnedies schon gelöst, der ‚Hofjude‘ hatte seine alten Funktionen verloren, er konnte zum ‚Liberalitätsjuden‘ umgetauft werden: zum Verteter des staatenlosen Reichtums, zum Anti-Staatsbürger schlechthin — „leibhaftiges Menetekel dessen, was der liberale Bürger ist, solange er nicht zum Staatsbürger wird, [...] abschreckendes Beispiel für die egoistische Existenz und anarchistische Isolation, die ihm blühen, sollte er sich aus der staatlich formierten und organisierten Gemeinschaft klassenmäßig exkommunizieren.“ [11] Und jene Staaten, die in ihrer Heterogenität besonders bedroht waren vom Zerfall — Deutschland, die Habsburgermonarchie, aber auch das zaristische Rußland, dessen Geheimpolizei ja die Protokolle der Weisen von Zion fabrizierte — bedurften eines solchen Menetekels gewiß in besonderem Maße. [12] Die jahrhundertelange Kontinuität des Antisemitismus sollte gewiß nicht jene „ungeheuerliche Tatsache“ verdecken, auf die Ulrich Enderwitz nachdrücklich aufmerksam macht: „daß es die politische Gewalt selbst, die Staatsmacht höchstpersönlich ist, die den Juden jetzt ihre Rolle vorschreibt, die also den Antisemitismus in seiner novellierten Form propagiert und übt.“ Aber sie ist es höchstpersönlich eher im wörtlichen Sinn: der Antisemitismus bewährt sich als private Weltanschauung jener, die in staatlicher Funktion gezwungenermaßen exekutieren, was die Kapitalisierung ihnen vorschreibt: die rechtliche Gleichstellung aller Subjekte des Marktes als Bürger des Staates. Im Antisemitismus kann dieses Staatspersonal seinen Vorbehalt gegenüber dieser Gleichstellung ausleben — ohne die Kapitalisierung in Frage stellen zu müssen. Er geht also weniger vom Staat an sich, als von dessen Personal aus: „die Junker, Staatspapierrentiers, höheren Verwaltungsbeamten, Gerichtsassesoren, Gymnasiallehrer und Universitätsprofessoren — sie sind es, die im 19. Jahrhundert die Juden aus allen Emanzipationsträumen herausreißen und erneut ins Schußfeld einer gesellschaftspolitischen Feindbildprojektion rücken.“ [13]

Von den im engeren Sinne staatstragenden Zirkeln der höheren Beamtenschaft, des Offizierskorps und des akademischen Mittelstands ausgehend, verschiebt sich das Schwergewicht des Antisemitismus nach unten: auf Angestellten- und Lohnarbeiterschichten, kleinbürgerliche Kreise, untere Beamtenschaft und niedere Militärränge. Indem sie den aus der Sicht des Staates konzipierten Antisemitismus übernehmen, üben sie sich ein in die Rolle einer par excellence staatstragenden Schicht. „In eben dem Maß, wie der antisemitische Affekt auf breitere Volksschichten übergreift, legen diese ihre bisherige, von Indifferenz oder gar klassenspezifischer Ablehnung geprägte Distanz gegenüber dem starken Staat der Junker, Militärs und höheren Beamten ab und fangen an, sich selber in der Stellung einer den starken Staat tragenden Mehrheit zu gewahren. Sie entwickeln mithin Aspirationen darauf, die Junker, Militärs und höheren Beamten in ihrer Eigenschaft als gesellschaftliche Basis des starken Staats sei‘s zu ergänzen, sei‘s gar zu ersetzen.“ [14] Die Staatsbürger und Staatsführer vom alten preußischen oder habsburgischen Schlag standen diesem Prozeß einigermaßen konsterniert, um nicht zu sagen verdattert gegenüber; für sie galt noch das alte Militär als wichtigstes Band zwischen Volk und Staat; und gegenüber den Juden der Grundsatz einer staatlich gewährtenToleranz, also die bürgerliche Verbesserung der Juden zum Nutzen des wirtschaftlichen Wohlstandes. „Ich dulde keine Judenhetze in meinem Reiche“, dekretierte Franz Joseph. „Die Juden sind tapfere und patriotische Männer und setzen ihr Leben mit Freuden ein fur Kaiser und Vaterland.“ [15] Und doch mußte der Kaiser die Reden Schönerers und den Aufstieg Luegers dulden. Die christlichsoziale Bewegung wurde in hohem Grade staatserhaltend, ohne sie hätte Franz Joseph vermutlich kaum so lange regieren können. Denn Ideologen und Praktiker wie Stöcker, Schönerer, Lueger und unzählige antisemitische Organe und Vereine schufen den für die staatliche Integration nötigen Feind. In der Wissenschaft leisteten auf der linken Seite die sogenannten Kathedersozialisten, auf der rechten Konservative wie Treitschke ähnliche Dienste; im Kulturleben nahm Richard Wagner wie kein anderer die Aufgabe wahr; mit der Titulierung als „Staatsmusikant“ hat Marx seine Bedeutung genauer getroffen, als es ihm selber wohl bewußt war. „Immer wieder zog es mich zu seinen Werken“, [16] schrieb später Adolf Hitler, der Schüler von Lueger und Schönerer, über seine jugendliche Wagner-Begeisterung.

Freilich läßt sich darum keine direkte, teleologische Linie von Wagner oder anderen Positionen des 19. Jahrhunderts zu Hitler ziehen. Der Holocaust des 20. Jahrhunderts resultierte aus einer Krise, die selbst der ahnungsvolle Wagner nicht ahnen konnte. Um sie zu bewältigen, wurde der Staat nicht nur als Hüter des heiligen Grals der Rasse inszeniert, ihm wurden tatsächlich auch neue Funktionen übertragen: man praktizierte die deutsche Version des New Deal. An Stelle der zermürbten Kaufkraft der Massen trat der Staat selber als „Großkonsument“ (Enderwitz) [17] auf und organisierte größtenteils auf Kreditbasis eine direkte und indirekte Arbeitsbeschaffung. Durch den überdimensionierten Staatskonsum erschien die Arbeit wie befreit vom Kapitalverhältnis (der Arbeitsdienst wurde dafür zum gefeierten, besungenen und abgefilmten Symbol), obwohl dieses Verhältnis in keiner Weise angetastet wurde — und jenen Schein überall zu verstärken, diente die Staats-Ästhetik: von den vielfältigen Aktivitäten der Nazi-Organisationen wie „Kraft durch Freude“ bis zur Gleichsetzung des Arbeiters mit dem Soldaten.

Wenn dieser NS-Deal zunächst wesentlich erfolgreicher funktionierte als der New Deal in den USA — bereits Ende der dreißiger Jahre wurde die Vollbeschäftigung erreicht —, dann vor allem darum, weil der immer gefräßiger werdende NS-Staat von Anfang an nicht nur auf dem Gebiet der Infrastruktur konsumierte, sondern — worauf ja auch die berühmten Autobahnen hinausliefen — auf dem der Rüstung. Je größer die Schulden wurden, die er damit zwangsläufig, aber auf unübersichtliche und kaum zu durchschauende Weise machen mußte, desto intensiver wurde der innere und äußere Feind beschworen: Weltverschwörung des internationalen Finanzjudentums — so lautete die handliche Übersetzung von inflationistischer Kreditierung und negativer Handelsbilanz, Haushaltsdefizit und Staatsschuld in den NS-Jargon. In anderen faschistischen Staaten wie Italien (ehe Hitler dort Einfluß gewann) oder Spanien war man übrigens nicht bereit, die Finanzierung des Staatskonsums und die Ästhetisierung der Politik mit gesetzlich fundiertem und massenhaft exekutiertem Antisemitismus zu begleichen. Im Dritten Reich jedoch wurde die Einstellung, die der antisemitische Kleinproduzent zum jüdischen Geldverleiher seit einem halben Jahrtausend kultiviert hatte, zum Staatsschicksal totalisiert — und das Pogrom zur „Endlösung“. In seiner Reichstagsrede vom 30. Januar 1939 (die im Völkischen Beobachter erschien und als Sonderdruck verteilt wurde), erläuterte Hitler, wie demgemäß die Verschuldung des totalen Konsumenten abgetragen werden sollte: „Ich will heute wieder ein Prophet sein: Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in- und außerhalb Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Weltkrieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“ [18]

Der Nationalsozialismus war die größte antikapitalistische Bewegung, die jemals zur Rettung des Kapitals mobilisiert wurde; der Staat, den diese Bewegung hervorbrachte, stellt die Vollendung des Antisemitismus dar: die fetischistische Aufhebung des Kapitals auf der Grundlage des Kapitals. Daraus resultiert seine Singularität ebenso wie seine auch für die Zukunft denkbare Vorbildfunktion zur Rettung des warenproduzierenden Systems. Durch die gewöhnliche kapitalistische Rationalität, die den Vernichtungslagern der Nazis aber von der Linken immer wieder unterstellt wird, gerät die eigentliche, die ‚antikapitalistische‘ Funktion, die von den Nationalsozialisten der Vernichtung des Judentums zugeschrieben wurde, aus dem Blickfeld. Die Ausrottungslager waren keine entsetzliche Version einer kapitalistischen Fabrik, sie sollten, wie Moishe Postone schreibt, „eher als ihre groteske arische ‚antikapitalistische‘ Negation gesehen werden. Auschwitz war eine Fabrik zur ‚Vernichtung des Werts‘, d.h. zur Vernichtung der Personifizierung des Abstrakten. Sie hatte die Organisation eines teuflischen industriellen Prozesses mit dem Ziel, das Konkrete vom Abstrakten zu ‚befreien‘. Der erste Schritt dazu war die Entmenschlichung, das heißt, die ‚Maske‘ der Menschlichkeit wegzureißen und die Juden als das zu zeigen, was ‚sie wirklich sind‘, Schatten, Ziffern, Abstraktionen. Der zweite Schritt war dann, diese Abstraktheit auszurotten, sie in Rauch zu verwandeln, jedoch auch zu versuchen, die letzten Reste des konkreten gegenständlichen ‚Gebrauchswerts‘ abzuschöpfen: Kleider, Gold, Haare, Seife.“ [19]

[11) Aristoteles: Politik. übersetzt und hg.v. Olof Gigon. 5. Aufl. München 1984. S. 63. Erstes Buch 1258b

[2Moses I. Finley: Die antike Wirtschaft. 3. Aufl. München 1993. S. 236

[3Jacques Le Goff: Wucherzins und Höllenqualen. Ökonomie und Religion im Mittelalter. Stuttgart 1988.

[4Jakob von Vitry: ad status 59. Zit.n. Jacques Le Goff: Wucherzins und Höllenqualen. Ökonomie und Religion im Mittelalter. Stuttgart 1988. S. 59

[5Thomas von Chobham: Summa confessorum. 11. Frage, 1. Kapitel. Hg.v. F. Broomfield. Löwen 1968. S. 505. Zit. n. Jacques Le Goff: Wucherzins und Höllenqualen. Ökonomie und Religion im Mittelalter. Stuttgart 1988. S.40f.

[6Karl Marx: Ökonomische Manuskripte 1863-1867. Teil 2. Karl Marx/Friedrich Engels Gesamtausgabe (MEGA) Abt.II. Bd.4. Berlin, Amsterdam 1992. S. 650. Die entsprechende Stelle findet sich in der von Engels hergestellten Ausgabe: Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Bd.3. Hg.v. Friedrich Engels. Marx-Engels-Werke (MEW) Bd. 23. Berlin/DDR 1979. S. 611. Marx stützte sich hierbei u.a. auf Karl Dietrich Hüllmann: Staedtewesen des Mittelalters. Bd. 1-4. Bonn 1826-1827.

[7Marx, Ökonomische Manuskripte 1863-1867, Teil 2, MEGA, Abt. II. Bd.4, S. 648. Vgl. hierzu auch die MEW-Ausgabe, Bd. 25, 5.609

[8Ebd. S.651

[9Marx, Ökonomische Manuskripte 1863-1867, Teil 2, MEGA, Abt.II, Bd.4, S. 663. In der MEW-Ausgabe, a.a.O., findet sich die Stelle in Bd.25, S. 622

[10Hans Tietze: Die Juden Wiens. Leipzig Wien 1933. S. 39

[11Ulrich Enderwitz: Antisemitismus und Volksstaat. Zur Pathologie kapitalistischer Krisenbewältigung. Freiburg 1991. S.105

[12In Ländern wie England und Nordamerika, in denen die Bürger offenbar durch eine kontinuierliche, allen gemeinsame Kolonial-Front gegen die „Wildnis“ zu Subjekten des Staates geformt wurden, spielte dieser moderne Antisemitismus eine eher untergeordnete Rolle. Man spricht von einem ‚gesunden Nationalbewußtsein‘ — und besonders, weil revolutionär ausgeprägt, glaubt man es bei den Franzosen zu finden. Doch sollte die Dreyfuß-Affäre nicht vergessen werden, um die Latenz des antsemitischen Affekts richtig zu beurteilen. In Rußland, das ein der Habsburgermonarchie vergleichbares ‚nationales‘ Dilemma besaß, ist zum ersten Mal der moderne Antisemitismus praktisch geworden: der Staat selbst — gefährdet durch Nationalitätenkonflikte und revolutionäre Bewegungen — organisierte die Pogrome, um die Massen zu binden; er scheiterte wenig später auf spektakuläre Weise.

[13Enderwitz, Antisemitismus und Volksstaat, S. 104

[14Ebd. S. 112

[15Zit.n. Adolf Kessler: Die Juden in Österreich unter Kaiser Franz Joseph I.. Diss. Wien 1932. S. 125

[16Adolf Hitler: Mein Kampf. 107.-111. Aufl. München 1934. S. 15

[17Endenwitz, Antisemitismus und Volksstaat, S. 143

[18Max Domarus: Hitler. Reden und Proklamationen. München 1962/63. Bd.2. S. 1058

[19Moishe Postone: Nationalsozialisinus und Antisemitisimus. In: Kritik und Krise. Nr. 4/5 (1991) S. 6 ff}; hier: S 9

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Erstveröffentlichung im FORVM:
März
1997
Heft 1/1997, Seite 4
Autor/inn/en:

Gerhard Scheit:

Geboren 1959, Musikstudium, Studium der Theaterwissenschaft und Germanistik, dissertierte über „Theater zwischen Moderne und Faschismus (Bronnen, Brecht)“, arbeitet als freier Autor und Lehrbeauftragter in Wien.

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