Zeitschriften » Context XXI » Print » Jahrgang 2000 » Heft 1/2000
Arge für Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit

ARGE bietet antimilitaristische Schulstunden an

Die ARGE für Wehr­dienstverweigerung und Gewaltfreiheit organisiert in Zusammenarbeit mit dem In­ternationalen Versöhnungs­bund und den Österreichi­schen Friedensdiensten anti­militaristische Unterricht­seinheiten an Schulen.

Um verstärkt Jugendliche zu erreichen, starten wir ein Angebot für Schulen. Aufbauend auf unseren Erfah­rungen bieten wir Vorträge, Impulsreferate, Diskussion und Beratung zu den Themen Wehrpflicht, Zivildienst und freiwillige zivile Dienste an. Darüber hinaus führen wir auch Diskussionen mit den Schülerinnen und Schülern über Gewaltfreiheit, Kon­fliktlösung und Legitimität von Krieg. Unser Hauptau­genmerk liegt dabei auf der Entwicklung von nicht-mi­litärischen Lösungsansätzen, Konfliktdeeskalationsmodel­len und vorausschauenden Programmen zur Verständigung zwischen Volksgruppen. Wir lehnen jede nationalisti­sche Hetzpropaganda ab.

Unser Anliegen ist es, den be­troffenen SchülerInnen eine Entscheidungshilfe bei der Wahl zwischen Wehr- und Zivildienst sowie freiwilligen zivilen Diensten zu geben, gleichzeitig die Hintergrün­de nationaler und internatio­naler Konflikte zu beleuch­ten und den Diskussionspro­zess zwischen den SchülerIn­nen zu unterstützen.

Unsere Themenschwer­punkte:

Gewaltlos aber nicht machtlos

Gewaltfreiheit stellt einen dritten Weg zwischen Ge­waltausübung zur Durch­setzung eigener Interes­sen und Passivität oder Resignation angesichts be­stehender Gewalt dar, so­wohl im persönlichen als auch im gesellschaftlich­politischen Bereich. Gewaltfreies Handeln kann gelernt und eingeübt werden.

Militär löst keine Konflikte

Fast alle Kriege wurden in den letzten zehn Jahren als Kriege innerhalb eines Nationalstaates geführt. Gleichzeitig führen Staa­tengemeinschaften immer mehr Interventionskriege. Waffenstillstände werden erzwungen, Kriegsursachen werden oft nicht hinter­fragt. Demgegenüber steht der Ansatz, Konflikte ernst zu nehmen, zwischen den Streitparteien zu vermit­teln, eine Lösung zu errei­chen, die von den Beteilig­ten gerecht empfunden wird. Erste Ansätze bieten die OSZE und nichtstaatliche Friedensdienste.

Neutralität und NATO-Beitritt

Wir fordern eine breite Diskussion mit ansch­ließender Volksabstim­mung über die zukünfti­ge Friedenspolitik Öster­reichs. Kein stillschwei­gender Beitritt zum Militärbündnis NATO.

Kein Mensch ist illegal

Kriege hinterlassen nicht nur Tod und Zerstörung, das Sozialgefüge zwischen den Menschen zerbricht, viele müssen ihre „Hei­mat” verlassen. Deserteu­re und Flüchtlinge haben ein Recht vor Verfolgung geschützt zu werden. Die ARGE tritt für vorurteils­freie Aufnahme von ver­triebenen Menschen ein.

Wehrdienst, Zivildienst und freiwilliger Friedensdienst

Der Zivildienst ist als Wehrersatzdienst in das Zwangskorsett der allge­meinen Wehrpflicht ein­gebunden. Sozial- und Friedensdienste können von motivierten Freiwilli­gen viel besser gestaltet werden und können den Zivildienst ersetzen.

Frauen und Bundesheer

Seit dem 1. April 1998 können Frauen ins Bun­desheer eintreten. Die Militärs aller Staaten ent­sinnen sich immer dann der Frauen als Soldaten, wenn die Männer nicht mehr zum Heer gehen möchten. Wenn Frauen zum Töten ausgebildet werden sollen, dient das sicher nicht der Gleich­berechtigung.

Die aktuelle politische Ent­wicklung zeigt uns, wie wich­tig antirassistische und antimilitaristische Informationen für die Meinungsbildung sind. Wir bewegen uns, auch wenn die schwarz-blauen Schergen uns in Ketten legen wollen.

ARGE für Wehrdienstverweigerung
Schottengasse 3a/1/4/59, A-1010 Wien
Telefon ++43-1/535 91 09, Telefax ++43-1/532 74 16

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Februar
2000
Heft 1/2000, Seite 24
Autor/inn/en:

Arge für Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit:

Seit 1979 kritisiert die ARGE Wehrdienstverweigerung und Gewaltfreiheit den Militarismus der Gesellschaft. Patriachale Strukturen und strukturelle Gewalt sind wesentliche Säulen, die den Wahnsinn Militär und damit Krieg tragen.

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