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Patricia Maier

Anarchistentreffen

Venedig 25.-30. September 1984

Venedig ist in den letzten Jahren zu einer Art »Geheimtip für Anarchisten« geworden gemeint sind nicht die romantischen Kanäle und eine Fahrt mit der Gondel, sondern die internationalen Anarchistentreffen, die dort in unregelmäßigen Abständen von dem Mailänder Anarcho-Doku-Zentrum »Giuseppe Pinelli« veranstaltet werden.

Diese kaum übersetzbar »Convegno« genannten Treffen sind weder herkömmliche Kongresse von Organisationen noch Happenings; eher Diskussions- und Arbeitskonferenzen, die sich jeweils schwerpunktmäßig mit einem bestimmten Thema befassen und hierzu eine erstklassige, wegweisende theoretisch-praktische Arbeit leisten. Es sind dies wohl die einzigen Treffen auf diesem Niveau und dieser Art in Europa, wenn nicht in der Welt. Sie sind immer wieder als Erfahrungsaustausch wertvoller für Anarchisten aus vielen Ländern und als »Kontaktbörse« unersetzlich. In diesem Jahr ist es gleichzeitig zu einem Treffen der Superlative geworden. Auch die österreichischen Anarchisten waren herzlich zum Hinkommen und Mitmachen aufgerufen!

Das Thema des 1984er Treffens war bewußt weit gefaßt.

Man hat als Arbeitstitel »1984 — autoritäre Tendenzen und libertäre Spannungen in den zeitgenössischen Gesellschaften« gewählt. Selbst auf die Gefahr hin, den abgelutschten »Orwell-Gedenkfeiern« Auftrieb zu geben, hatten sich die Organisatoren entschlossen, dieses Treffen unter die Symbolzahi 1984 zu stellen. Schließlich haben Anarchisten zu dem, was mit dieser Jahreszahl beschrieben wird, einiges zu sagen ...

Besonders erwähnenswert scheint die Tatsache, daß erstmals Anarchisten aus dem Ostblock an dem Treffen teilgenommen haben. Es ist sicher das erste Mal seit vielen Jahrzehnten, daß versucht wurde, in einer internationalen, öffentlichen Konferenz Anarchisten aus den Ländern des »real existierenden Sozialismus« an einen Tisch zu bringen. Gerade auf die Vorbereitung dieses Treffens wurde viel Wert gelegt.

Wieder einmal möchte ich darauf hinweisen, daß es das adz — das anarchistische Dokumentationszentrum — gibt. Es verfügt mittlerweile über 7 Räumlichkeiten, die eine umfassende Sammlung anarchistischer Literatur beherbergt. Postadresse des adz:

  • c/o Horst Stowasser,
    Postfach 2602, 633 Wetzlar — Lahn
    Telefon: 06441/42413
    (Vor Besuchen bitte anmelden!)

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Erstveröffentlichung im FORVM:
Oktober
1984
Wurzelwerk 33, Seite 28
Autor/inn/en:

Patricia Maier:

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