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François Rastier

Linguist, Forschungsdirektor am Nationalen Zentrum für wissenschaftliche Forschung (CNRS), Paris. Autor von 16 Büchern, darunter Ulysse à Auschwitz. Primo Levi, le survivant (Preis der Auschwitz-Stiftung, 2015 ; ins Italienische und Spanische übersetzt); siehe „Zeugen und Übersetzen“: Über Odysseus in Auschwitz, ein Gespräch über Primo Levi (mit Gaëtan Pégny), Zwischenwelt - Literatur, Widerstand, Exil, 34, 4, 2017, 43-51.
Über Heidegger, siehe: Naufrage d’un prophète. Heidegger aujourd’hui, Paris, PUF, 2015. Deutsche Übersetzung von Ulrich Hermann: Schiffbruch eines Propheten – Heidegger heute, Berlin, Neofelis, 2017. Spanische Übersetzung, Laetoli, im Druck. Auch : Heidegger, Messie antisémite. Ce que révèlent les Cahiers noirs, Lormont, Le bord de l’eau, 2018.

Beiträge

Sidonie Kellerer • François Rastier

Den Völkermördern entgegen gearbeitet

Philosophie im Kontext
Oktober
2018

Vorbemerkung des Autorenduos Der Leiter des Feuilletons der FAZ, Patrick Bahners, hat es abgelehnt, die Antwort von S. Kellerer und F. Rastier auf den am 11. Juli 2018 in der FAZ erschienem Artikel „Den Völkermördern entgegengearbeitet?“ (siehe das PDF unter dem dortigen Fließtext) zu drucken und (...)

François Rastier bei Wikipedia

François Rastier (* 12. Februar 1945 in Toulouse) ist ein französischer Linguist und Semiotiker.

Rastier ist bekannt dafür, dass er eine gesamtheitliche Theorie interpretiver Semantik entwickelte: von der Ebene des Wortes bis zum Text, und ausgeweitet bis zum literarischen Korpus.[1] Er arbeitete am Centre national de la recherche scientifique.

Einer der Forschungsschwerpunkte liegt im Bereich der Semiotik der Kulturen. Rastier arbeitete als Mitglied einer europäischen Projektgruppe, die sich mit der automatischen Erkennung von rassistischen Webauftritten befasste. Er hat verschiedene Studien zur Literatur der Vernichtung und zum Genre der Aussagen von Zeitzeugen veröffentlicht. Sein Buch über Primo Levis Gedichte Ulysse à Auschwitz wurde 2005 mit dem Preis der Fondation Auschwitz ausgezeichnet.[2] In dem Buch Schiffbruch eines Propheten setzt sich Rastier kritisch mit der Interpretation Martin Heideggers nach dem Erscheinen der Schwarzen Hefte auseinander. Rastiers in Zeitungsartikeln geäußerter Vorwurf, der Ausschuss für Rechtsphilosophie, dem Heidegger angehörte, sei „in der Praxis“ am Holocaust beteiligt gewesen[3], wurde von Kaveh Nassirin als „ganz unhaltbar“ zurückgewiesen.[4] Eine gemeinsame Replik von Sidonie Kellerer und François Rastier erschien unter dem Titel Den Völkermördern entgegen gearbeitet.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.signosemio.com/rastier/index-en.asp
  2. Prize-winners of the Auschwitz Foundation Prizes
  3. François Rastier, Heidegger, théoricien et acteur de l’extermination des juifs?, The Conversation, 1. November 2017
  4. Kaveh Nassirin: Den Völkermördern entgegengearbeitet? In: FAZ.net. Abgerufen am 17. Juli 2018.; ders., Martin Heidegger und die Rechtsphilosophie der NS-Zeit: Detailanalyse eines unbekannten Dokuments (BArch R 61/30, Blatt 171), komplette Version des gekürzten Textes in der FAZ, academia.edu, 2018, pdf auch in: FORVM mit dem FAZ-Artikel als PDF.
  5. In: FORVM (Zugriff am 28. Oktober 2018).

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