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Alexander Lernet-Holenia

Beiträge

Alexander Lernet-Holenia

Mademoiselle de Saint-Dizier

No. 185
Mai
1969

Alexander Lernet-Holenia

Der Termin

No. 184/I
April
1969

Friedrich Abendroth • Willy Brandt • Gerhard Bronner • Anton Burghardt • Felix Butschek • Fritz Csoklich • Julius Deutsch • Josef Dobretsberger • Heimito von Doderer • Heinrich Drimmel • Herbert Eisenreich • Anton Fellner • Iring Fetscher • Paul Flora • Rupert Gmoser • Willfried Gredler • Josef Hindels • Ernst Koref • Alexander Lernet-Holenia • Norbert Leser • Georg Lukács • René Marcic • Eduard März • Albert Massiczek • Hermann Mörth • Oswald von Nell-Breuning • Roland Nitsche • Bruno Pittermann • Walter Pollak • Viktor Pospischil • Ludwig Reichhold • Johann Schasching • Gustav Scherbaum • Willi Schlamm • Franz-Martin Schmölz • Eduard Speck • Franz Taucher • Rudolf Weiler • Erwin Weissel • Erik G. Wickenburg

100 Worte Sozialismus

No. 138-139
Juni
1965

Vor fünfzig oder gar hundert Jahren konnte man, tatsächlich oder vermeintlich, mit zehn Worten sagen, was Sozialismus sei. Reichen heute hiefür auch nur hundert Worte aus? Dies herauszufinden, schien uns eines größer angelegten Versuches wert. Von den vierzig Autoren, die auf unsere Frage (...)

Alexander Lernet-Holenia

Die Bank

No. 125
Mai
1964

Alexander Lernet-Holenia

Das Walser Feld

No. 121
Januar
1964

Alexander Lernet-Holenia

Geheimbünde in Österreich?

No. 114
Juni
1963

Alexander Lernet-Holenia

Die k. u. k. Vergangenheit

Einleitung zu einem noch im Jahre 1963 im Artemis-Verlag, Zürich, erscheinenden Buche „Wien, Vorstadt Europas“
No. 109
Januar
1963

Alexander Lernet-Holenia

Hitlers Herkunft

No. 106
Oktober
1962

Am 27. Oktober wird Alexander Lernet-Holenia 65 Jahre alt. Daß er eine unverwechselbar eigene Persönlichkeit von unverwechselbar österreichischer Prägung ist, einer der letzten großen Herren unter den deutsch schreibenden Autoren und einer der wenigen, die sich noch in sämtlichen literarischen (...)

Alexander Lernet-Holenia

Der Kirchhof von Raron

No. 100
April
1962

Alexander Lernet-Holenia

Zwischen Groß- und Kleinbürgertum

Notizen zur österreichischen Soziologie
No. 96
Dezember
1961

Alexander Lernet-Holenia

Die nachgeholte Kritik

No. 95
November
1961

Alexander Lernet-Holenia

Die nachgeholte Kritik

No. 94
Oktober
1961

Alexander Lernet-Holenia

Die nachgeholte Kritik

No. 93
September
1961

Alexander Lernet-Holenia

Die nachgeholte Kritik

No. 91/92
Juli
1961

Daß die heutige Literaturkritik im argen liegt, ist allgemein bekannt und gibt den besten literarischen Köpfen unserer Zeit sehr zu denken. Alexander Lernet-Holenia hat diese seine Gedanken rückwärts gewandt, in jene längst vergangenen Epochen, die noch keine Literaturkritik kannten, und hat (...)

Felix Braun • Christine Busta • Franz Theodor Csokor • Heimito von Doderer • Milo Dor • Herbert Eisenreich • Ludwig von Ficker • Friedrich Heer • Fritz Hochwälder • Alexander Lernet-Holenia • Friedrich Torberg

In Sachen Paul Celan

No. 85
Januar
1961

Friedrich Abendroth • Rudolf Bayr • Otto F. Beer • Franz Theodor Csokor • Heimito von Doderer • Herbert Eisenreich • Oskar Maurus Fontana • Alexander Lernet-Holenia • Ernst Lothar • Ernst Schönwiese • Friedrich Torberg • Hans Weigel • Erik G. Wickenburg

Die Anti-Bestseller 1960

Eine Umfrage nach guten Büchern, die schlecht gehen
No. 84
Dezember
1960

Schlechte Bücher, die gut gehen, sind an der Tagesordnung, und das ist traurig. Es gibt auch schlechte Bücher, die schlecht gehen, und das ist erfreulich. Es gibt auch gute Bücher, die gut gehen, und das ist selten. Mit keinem dieser drei Phänomene wollen wir uns im folgenden beschäftigen. Daran, (...)

Alexander Lernet-Holenia

Fast eine Goethe-Anekdote

No. 84
November
1960

Alexander Lernet-Holenia

Angesichts des neuen Festspielhauses

No. 76
April
1960

Alexander Lernet-Holenia

Die schöne Disharmonie

Anmerkungen zu Carl Zuckmayers „Fastnachtsbeichte“ (S. Fischer Verlag)
No. 74
Februar
1960

Alexander Lernet-Holenia

Das Leben der Wege

No. 70
Oktober
1959

Alexander Lernet-Holenia

Lateinische Gedichte

No 67/68
Juli
1959

Josef Eberle: LAVDES, Carmina Latina, apud Rainer Wunderlich, Tubingiae MCMLIX

Alexander Lernet-Holenia

Erinnerung an Kassner und Klammer

No. 65
Mai
1959

Im Lauf der vergangenen Wochen, innerhalb kurzer Zeit, hat das literarische und geistige Österreich zwei seiner markantesten Repräsentanten verloren: den Lyriker-Übersetzer Karl Klammer (K. L. Ammer) und den Dichter-Philosophen Rudolf Kassner. Klammer war 1879 in Wien zur Welt gekommen, Kassner (...)

Alexander Lernet-Holenia

Existenzfragen des Adels

No. 63
März
1959

Seit Alexander Lernet-Holenia vor zwei Jahren im „Monat“ (Heft 101) seinen Aufsatz „Adel und Gesellschaft in Österreich“ veröffentlicht hat, ist die Diskussion über dieses Thema nicht mehr zur Ruhe gekommen, obwohl, was Lernet-Holenia über die diesbezüglichen Verhältnisse zu sagen wußte, (...)

Alexander Lernet-Holenia

Genealogisches

No. 58
Oktober
1958

Alexander Lernet-Holenia

Der blinde Gott

Novelle
No. 55/56
Juli
1958

Alexander Lernet-Holenia
II

Belagerung und Entsatz von Wien

(dem Wortlaute der Quellen auf Strecken folgend)
No. 52
April
1958

Alexander Lernet-Holenia

Belagerung und Entsatz von Wien

(dem Wortlaute der Quellen auf Strecken folgend)
No. 51
März
1958

Alexander Lernet-Holenia

Der offenbarte Hofmannsthal

No. 50
Februar
1958

Hugo von Hofmannsthals Werke in zwei Bänden. Auswahl besorgt von Rudolf Hirsch. S. Fischer Verlag, Frankfurt.

Alexander Lernet-Holenia

Vorrede zu einem „Prinzen Eugen“

Aus einem in Arbeit befindlichen Geschichtswerk
No. 48
Dezember
1957

Alexander Lernet-Holenia

Eine ganz kleine Bucht

No. 46
Oktober
1957

Wenn der nachfolgenden Skizze da und dort eine sonderbare, aus Melancholie und Weisheit sanft gemischte Stimmung innewohnt, wie man sie bei diesem sonst eher kampflustigen Autor nur selten antrifft, so mag das daher rühren, daß er demnächst — am 21. Oktober — sechzig Jahre alt wird. Wir nehmen das (...)

Alexander Lernet-Holenia

Hochwasser im Salzkammergut

No. 45
September
1957

Alexander Lernet-Holenia

Beschreibung eines Besuches in der Mailänder Scala

No. 43/44
Juli
1957

Alexander Lernet-Holenia

Über das Einnehmen von Mahlzeiten im Zuge

(aus dem Roman „Das Goldkabinett“)
No. 40
April
1957

Dieses Kapitel eines im vergangenen Jahr von mir abgefaßten Romans wurde von der Zeitung, die den Vorabdruck zu besorgen hatte, aus unerfindlichen Gründen weggelassen. Es sei hiemit nachgetragen. A. L.-H.

Alexander Lernet-Holenia

Beschreibung einer Fahrt ins Salzkammergut

Aus dem werdenden Roman „Die weiße Dame“
No. 37
Januar
1957

Alexander Lernet-Holenia

Subventioniertes Theater
oder
Die Katastrophe der vollen Häuser

No. 36
Dezember
1956

Alexander Lernet-Holenia

Die Ahnen

(im Museum wahrgenommen)
No. 35
November
1956

Alexander Lernet-Holenia
Des jungen ungarischen Dichters

Tamás Aczél

grausam enttäuschte Hoffnung, in das freie Europa zu reisen
No. 35
November
1956

deutsche Nachdichtung Dieses Gedicht erschien unter dem Titel „Ode an Europa“ am 6. Oktober 1956 in der Budapester Literaturzeitschrift „Irodalmi Ujság“ („Literarische Neuigkeiten“). Sein Autor, Tamás Aczél, gehört zur jungen ungarischen Dichtergeneration und erhielt vor einigen Jahren den (...)

Alexander Lernet-Holenia

Zwei deutsche Dichter

Anläßlich des Hinscheidens von Gottfried Benn und Bertolt Brecht
No. 33
September
1956

Alexander Lernet-Holenia

Ein Haus demoliert sich selbst

Bemerkungen zur latenten Krise des Burgtheaters
No. 31/32
Juli
1956

Christian Broda • Eduard Castle • Alexander Lernet-Holenia • Erik G. Wickenburg • Guido Wieland

Soll man Kritiker ohrfeigen?

Eine FORVM-Umfrage
No. 29
Mai
1956

Es begab sich vor kurzem in Wien, daß die oben gestellte Frage von der Schauspielerin Käthe Dorsch via facti und zu Lasten des Kritikers Hans Weigel mit „Ja“ beantwortet wurde. Die gegenständliche Seite der Angelegenheit wird demnächst die Gerichte beschäftigen; für uns war sie nicht Gegenstand, (...)

Alexander Lernet-Holenia

Zwei Totengedichte

(aus dem in nächster Zeit bei Zsolnay erscheinenden Gedichtbuch „Die Trophäe“)
No. 28
April
1956

Alexander Lernet-Holenia

Die Völkerschlacht bei Leipzig

Aus einem im Werden begriffenen Schauspiel „Radetzky“
No. 26
Februar
1956

Alexander Lernet-Holenia

Schriftsteller und Tagespresse

Rede, gehalten am 30. November 1955 in Wien
No. 24
Dezember
1955

Anläßlich des im Juni abgehaltenen Internationalen PEN-Kongresses in Wien erschien im FORVM unter dem Titel „Über die Machtlosigkeit des Literaten“ ein polemischer Aufsatz von Alexander Lernet-Holenia, der beträchtliche und widersprüchliche Reaktionen hervorrief. Daß dies nicht nur an der (...)

Alexander Lernet-Holenia

Auf den Tod Thomas Manns

No. 21
September
1955

Alexander Lernet-Holenia

Über die Machtlosigkeit des Literaten

No. 18
Juni
1955

Alexander Lernet-Holenia

Das Finanzamt

(aus dem Manuskript einer neuen Komödie)
No. 16
April
1955

Alexander Lernet-Holenia

Neue österreichische Lyrik

No. 15
März
1955

Alexander Lernet-Holenia

Drei österreichische Gedichte

(aus dem Manuskript und mit Anmerkungen versehen)
No. 12
Dezember
1954

Alexander Lernet-Holenia

Ein Gedicht, kommentiert

No. 9
September
1954

Alexander Lernet-Holenia

Eine Anmerkung zur modernen Lyrik

No. 7/8
Juli
1954

Alexander Lernet-Holenia
Literatur

Hofmannsthal

Zur achtzigsten Wiederkehr seines Geburtags
No. 2
Februar
1954

Alexander Lernet-Holenia

Beschreibung einer Bahnfahrt in Spanien

Aus einem noch unveröffentlichten Roman
No. 1
Januar
1954

Alexander Lernet-Holenia bei Wikipedia

Aufnahme von Rudolf Schloß um 1931

Alexander Marie Norbert Lernet-Holenia, Pseudonym Clemens Neydisser, (* 21. Oktober 1897 in Wien; † 3. Juli 1976 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lernets Mutter, verwitwete Sidonie Baronin Boyneburgk-Stettfeld, geb. Holenia, war in zweiter Ehe mit dem Linienschiffleutnant Alexander Lernet verheiratet. Die Ehe, die kurz vor Alexanders Geburt geschlossen worden war, wurde bald nach der Geburt wieder geschieden, was das Gerücht entstehen ließ, ein habsburgischer Erzherzog sei der Vater des Kindes gewesen. Diese unklare Vaterschaft beschäftigte den späteren Schriftsteller bis zum Ende seines Lebens. Nach verschiedenen Stationen (Wien, Klagenfurt, St. Wolfgang) legte er im Juli 1915 in Waidhofen an der Ybbs seine Reifeprüfung ab und begann im gleichen Jahr ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien, doch meldete er sich bereits im September desselben Jahres als Kriegsfreiwilliger. Die Jahre 1916 bis 1918 verbrachte er als Soldat im Ersten Weltkrieg und verfasste dabei Gedichte. Eines davon, die Himmelfahrt Henochs, schickte er 1917 an Rainer Maria Rilke, der sich im Späteren sehr für den jungen Lernet-Holenia einsetzte.

1920 wurde er von der wohlhabenden, in Kärnten wohnhaften Familie seiner Mutter adoptiert und trug seitdem den Doppelnamen Lernet-Holenia. 1921 veröffentlichte er, sich als „freier Schriftsteller“ bezeichnend, seinen ersten Gedichtband in der Wiener Literarischen Anstalt (Wila): Pastorale. 1923 konvertierte Lernet-Holenia – ursprünglich evangelischen Bekenntnisses – zur römisch-katholischen Kirche. 1925 veröffentlichte er sein erstes Drama, Demetrius, ein Jahr darauf folgten die Komödien Ollapotrida und Österreichische Komödie für die er 1926 den renommierten Kleist-Preis erhielt. 1927 folgte der Goethe-Preis der Stadt Bremen. 1928 schrieb er gemeinsam mit Stefan Zweig unter dem Pseudonym Clemens Neydisser das Stück Gelegenheit macht Liebe (oder Quiproquo). In den 30er Jahren erschienen von ihm zahlreiche Werke in verschiedenen Gattungen, Theaterstücke, Erzählungen und Romane, von denen drei verfilmt wurden: Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen (1931), Ich war Jack Mortimer (1935) und Die Standarte (1934). Lernet-Holenia unterhielt zu dieser Zeit freundschaftliche Kontakte unter anderem mit Carl Zuckmayer und Ödön von Horváth, dessen Trauzeuge er 1933 war. Bei der Bücherverbrennung 1933 wurden auch Werke von ihm verbrannt. 1936 erschien die Novelle Der Baron Bagge, die von vielen Zeitgenossen (u. a. Hilde Spiel) für sein reifstes Werk gehalten wurde.

Als er 1939 von einer Amerikareise zurückkehrte, wurde er zum Militärdienst eingezogen, wenig später brach der Zweite Weltkrieg aus. Zwei Tage nach Beginn des Polenfeldzugs wurde er verwundet und nach Berlin versetzt, wo er zum Chefdramaturgen der Heeresfilmstelle ernannt wurde. Während des Krieges unterhielt er für einige Jahre eine Beziehung zu der Verlagsgesellschafterin Maria Charlotte Sweceny, die als Cuba Pistohlkors in seinen Roman Mars im Widder Eingang fand und der er sein liebstes Werk, die Gedichtsammlung Die Trophae, widmete. In Kitzbühel lernte er die Berlinerin Eva Vollbach, seine spätere Frau, kennen. Für den Zarah Leander-Film Die große Liebe, dessen Produktion 1941 begann und der zum kommerziell erfolgreichsten Film der NS-Zeit wurde, lieferte Lernet-Holenia die Idee.

Gedenktafel an seinem letzten Wohnort in der Wiener Hofburg

1941 wurde sein berühmtestes Werk, der Roman Die blaue Stunde, in dem der Polenfeldzug beschrieben ist, in der Zeitschrift Die Dame abgedruckt. Die Buchausgabe, unter dem Titel Mars im Widder, wurde jedoch von der Nazi-Zensur noch vor der Auslieferung verboten, da in diesem Werk deutlich wurde, dass dem deutschen Angriff auf Polen keine Provokationen von polnischer Seite vorausgegangen waren, wie die NS-Propaganda behauptete. 15.000 Exemplare wurden in einem Lagerhaus in Leipzig deponiert, das bei Luftangriffen 1943/44 zerstört wurde. Die Zeit bis 1944 verbrachte er in Berlin, wo er in Kontakt mit Gottfried Benn und Alfred Kubin stand. In Berlin entstand sein Roman Beide Sizilien.

Nach dem Krieg heiratete er Eva Vollbach und zog mit ihr nach St. Wolfgang, wo das Ehepaar bis 1951 lebte und dann nach Wien zog.

Bis zu seinem Tode blieb er literarisch produktiv und erhielt zahlreiche Ehrungen, zeigte sich allerdings auch als konfliktfreudige Persönlichkeit. 1969 wurde Lernet-Holenia Präsident des Österreichischen P.E.N. Clubs, doch trat er aus Protest gegen die Verleihung des Literaturnobelpreises 1972 an Heinrich Böll von seinem Amt zurück. 1976 starb er in Wien in der Cumberlandstraße 53 an Lungenkrebs und wurde in einem ehrenhalber gewidmeten Grab auf dem Hietzinger Friedhof (Gruppe 30, Nummer 23) beigesetzt.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grabstätte von Alexander Lernet-Holenia

Zu seinen Lebzeiten war Lernet-Holenia nicht zuletzt aufgrund seines Hanges zu polemischer Zeitkritik heftig umstritten. Gleichwohl wurden seine Werke, nicht zuletzt aufgrund ihres eleganten Stils und der oftmals in ihnen enthaltenen k.u.k.-Nostalgie, viel gelesen.

In jüngerer Zeit gelangten auch die Motive und die phantastischen Elemente seiner Werke in den Blick der Literaturwissenschaft. Beispielhaft für die jüngere Rezeptionsgeschichte ist folgende Beurteilung:

„Es wäre wohl nicht verfehlt, Lernet-Holenia […] als den wichtigsten österreichischen Erzähler des Phantastischen, neben Perutz, dessen letzten Roman er herausgab, anzusehen[1]

Stefan Zweig beschrieb Lernet-Holenia in einem Brief an den Komponisten Richard Strauss als

„…ein geheimnisvoller Mensch als Dichter, ganz groß in seinen Gedichten und einigen seiner dramatischen Szenen, dann wieder unglaublich lässig, wenn er mit der linken Hand und aus Geldverdienerei Komödien oder seichte Romane schreibt, die dann gar keine Tiefe, aber immer noch Grazie haben. Eine Arbeit mit Ihnen, dachte ich mir, könnte ihn zur höchsten Produktivität reizen, denn wenn in ihm das Feurige erwacht, ist er nach meinem Empfinden großartiger als alle andern.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pastorale. 1921 (Lyrik)
  • Kanzonnair. 1923 (Lyrik)
  • Ollapotrida. 1926 (Theaterstück)
  • Szene als Einleitung zu einer Totenfeier für Rainer Maria Rilke. 1927 (Theaterstück)
  • Gelegenheit macht Liebe. (auch: Quiproquo), gemeinsam mit Stefan Zweig, 1928 (Theaterstück)
  • Die Abenteuer eines jungen Herrn in Polen. 1931 (Roman)
  • Ljuba's Zobel. 1932 (Roman; Neuauflage 1954 unter dem Titel Die Frau im Zobel)
  • Jo und der Herr zu Pferde. 1933 (Roman)[4]
  • Ich war Jack Mortimer. 1933 (Roman)
  • Die Standarte. 1934 (Roman)
  • Der Baron Bagge. 1936 (Novelle)
  • Die Auferstehung des Maltravers. 1936 (Roman)
  • Der Mann im Hut. 1937 (Roman)
  • Strahlenheim. 1938 (Erzählung)
  • Ein Traum in Rot. 1939 (Roman)
  • Mars im Widder. 1941 (Roman)
  • Beide Sizilien. 1942 (Roman)
  • Germanien. 1946 (Lyrik)
  • Der zwanzigste Juli. 1947 (Erzählung)
  • Der Graf von Saint Germain. 1948 (Roman)
  • Der Graf Luna. 1955 (Roman)
  • Die vertauschten Briefe. 1958 (Roman)
  • Prinz Eugen. 1960 (Biographie)
  • Das Halsband der Königin. 1962 (Sachbuch über die Halsbandaffäre)
  • Die weiße Dame. 1965 (Roman)
  • Die Thronprätendenten. 1965 (Theaterstück)
  • Pilatus. Ein Komplex. 1967 (Roman)
  • Die Hexen. 1969 (Roman)
  • Die Beschwörung. (unter dem Pseudonym: G. T. Dampierre), 1974 (Roman)

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drehbuch
Literarische Vorlage

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hélène Barrière, Thomas Eicher, Manfred Müller (Hrsg.): Personalbibliographie Alexander Lernet-Holenia. Athena, Oberhausen 2001, ISBN 3-932740-88-2.
  • Hélène Barrière, Thomas Eicher, Manfred Müller (Hrsg.): Schuld-Komplexe. Das Werk Alexander Lernet-Holenias im Nachkriegskontext. Athena, Oberhausen 2004, ISBN 3-89896-192-3 (Aufsatzsammlung).
  • Eva-Suzanne Bayer-Klötzer: Lernet-Holenia, Alexander. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 315–317 (Digitalisat).
  • Christopher Dietz: Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny. Briefe 1938–1945. Böhlau, Wien 2012, ISBN 978-3-205-78887-4.
  • Robert Dassanowsky: Phantom Empires: The Novels of Alexander Lernet-Holenia and the Question of Postimperial Austrian Identity. Ariadne Press, Riverside, California 1996, ISBN 1-57241-030-2.
  • Thomas Eicher, Bettina Gruber (Hrsg.): Alexander Lernet-Holenia. Poesie auf dem Boulevard. Böhlau, Köln u. a. 1999, ISBN 3-412-15998-0 (Aufsatzsammlung).
  • Thomas Hübel, Manfred Müller, Gerald Sommer (Hrsg.): Alexander Lernet-Holenia. Resignation und Rebellion. Beiträge des Wiener Symposions zum 100. Geburtstag des Dichters. Ariadne Press, Riverside, California 2005, ISBN 1-57241-143-0 (Aufsatzsammlung).
  • Franziska Mayer: Wunscherfüllungen. Erzählstrategien im Prosawerk Alexander Lernet-Holenias. Böhlau, Köln u. a. 2005, ISBN 3-412-16004-0.
  • Peter Pott: Alexander Lernet-Holenia. Gestalt, dramatisches Werk und Bühnengeschichte. Braumüller, Wien u. a. 1972.
  • Marina Rauchenbacher: Wege der Narration. Subjekt und Welt in Texten von Leo Perutz und Alexander Lernet-Holenia. Praesens, Wien 2006, ISBN 3-7069-0359-8.
  • Roman Rocek: Die neun Leben des Alexander Lernet-Holenia. Eine Biographie. Böhlau, Wien u. a. 1997, ISBN 3-205-98713-6.
  • Volker Weidermann: Das Buch der verbrannten Bücher. Kiepenheuer & Witsch, Köln, 2008, ISBN 978-3-462-03962-7. (Zu Lernet-Holenia S. 71–73)
  • Carl Zuckmayer, Alexander Lernet-Holenia: Briefwechsel. Ediert, eingeleitet und kommentiert von Gunther Nickel. In: Zuckmayer-Jahrbuch. Band 8, 2006, S. 9–185.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alexander Lernet-Holenia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rein A. Zondergeld, Holger E. Wiedenstried: Lexikon der phantastischen Literatur. Weibrecht Verlag, Stuttgart u. a. 1998, ISBN 3-522-72175-6, S. 216.
  2. Roman Rocek: Die neun Leben des Alexander Lernet-Holenia. Eine Biographie. Böhlau Verlag, Wien/ Köln/ Weimar 1997, ISBN 3-205-98713-6, S. 184.
  3. Alexander-Lernet-Holenia-Park im Wien Geschichte Wiki der Stadt Wien
  4. Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums, Stand vom 31. Dezember 1938, S. 84. Leipzig, 1938.
    Berlin.de – Liste der von den Nationalsozialisten verbotenen Literatur

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