FORVM » AutorInnen

Adam Schaff

Beiträge

Adam Schaff

Wissenssoziologie als Purzelbaum

Vgl. Adam Schaff, Sartre und Marx, FORVM März 1964
No. 202/I
Oktober
1970

Adam Schaff, zwischen Warschau und Wien als akademischer Lehrer pendelnd, gehört zu den Initiatoren der Renaissance marxistischer Philosophie nach Stalins Tod. Sein Buch „Marxismus und das menschliche Individuum“, im Wiener Europa-Verlag erschienen, markierte die Wende im Denken der (...)

Günther Nenning • Adam Schaff

Sartre und Marx oder Moral und Politik

No. 123
März
1964

Beiträge zu Adam Schaff

Nicolas Tertulian

Lukács im Eck

Die letzten Jahre aus dem Nachlaß
No. 315/316
März
1980

Nach seiner Beteiligung an den „ungarischen Ereignissen“ des Jahres 1956 auf der Seite der Regierung Nagy blühte Georg Lukács nur mehr im Verborgenen. 11 Jahre später wieder in die Partei aufgenommen, behielt er seine orthodoxmarxistische Position zwischen Stalinismus und Westlertum bei, bis zu (...)

Adam Schaff bei Wikipedia

Adam Schaff

Adam Schaff (* 10. März 1913 in Lemberg; † 12. November 2006 in Warschau) war ein polnischer marxistischer Philosoph.

Adam Schaff entstammte einer Familie polnischer Advokaten. Er absolvierte sein Studium an der juristischen Fakultät der Universität Lemberg und an der École des Sciences Politiques et Économiques in Paris, promovierte 1945 in Philosophie an der Moskauer Lomonossow-Universität. Nach dem Krieg hatte er in Łódź den Lehrstuhl für Philosophie inne. Ab 1948 war er außerordentlicher, dann ordentlicher Professor in Warschau. Anfangs war Schaff linientreuer Anhänger eines orthodoxen Marxismus, ab Mitte der 1960er Jahre trug er wesentlich zur Entwicklung eines demokratischen Sozialismus bei.

Seine politische und wissenschaftliche Karriere war wechselhaft. Seit 1948 lehrte er Marxistische Philosophie an der Warschauer Universität. Ab 1951 war er Mitglied der polnischen Akademie der Wissenschaften, ab 1957 war er Direktor des Instituts für Philosophie und Soziologie an der Akademie der Wissenschaften. Von 1955 bis 1969 war er Mitglied im Zentralkomitee der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei, als dessen Chefideologe er galt. 1981 wurde er aus der Partei ausgeschlossen. Seit 1969 war er Mitglied des Club of Rome. In den 1970er Jahren lehrte er als Gastprofessor an der Universität Wien Sozialphilosophie. Auch nachdem sich 1989 der Ostblock aufgelöst hatte, setzte Adam Schaff seine Hoffnungen auf einen humanistischen Sozialismus.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zu einigen Fragen der marxistischen Theorie der Wahrheit, 1954, Berlin : Dietz.
  • Marx oder Sartre?, 1964, Wien ; Köln ; Stuttgart ; Zürich : Europa Verl.
  • Sprache und Erkenntnis, 1965, Wien ; Frankfurt ; Zürich : Europa Verl.
  • Marxismus und das menschliche Individuum., 1965 Wien ; Frankfurt ; Zürich : Europa Verl.
  • Einführung in die Semantik, 1966, Berlin : Deutscher Verl. d. Wiss. VEB.
  • Essays über die Philosophie der Sprache, 1968, Frankfurt : Europäische Verlagsanst.
  • Geschichte und Wahrheit, 1970, Wien ; Frankfurt ; Zürich : Europa-Verl.
  • Theorie der Wahrheit, 1971, Wien : Europa Verl.
  • Der Mensch, Subjekt und Objekt, 1973, Wien : Europaverlag. ISBN 3-203-50472-3.
  • Strukturalismus und Marxismus, 1974, Wien : Europaverlag. ISBN 3-203-50519-3.
  • Humanismus, Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie des Marxismus, 1975, Wien : Europaverlag. ISBN 3-203-50541-X.
  • Soziolinguistik, 1976, Wien : Europaverlag. ISBN 3-203-50591-6.
  • Entfremdung als soziales Phänomen, 1977, Wien : Europaverlag. ISBN 3-203-50630-0.
  • Stereotypen und das menschliche Handeln, 1980, Wien, München, Zürich : Europaverlag. ISBN 3-203-50750-1.
  • Die kommunistische Bewegung am Scheideweg, 1982, Wien ; München ; Zürich : Europaverlag. ISBN 3-203-50794-3.
  • Inmitten einer neuen technologischen Revolution, 1983, Wien : Gpa.
  • Polen heute, 1984, Wien ; München ; Zürich : Europaverlag. ISBN 3-203-50861-3.
  • Einführung in die Erkenntnistheorie, 1984, Wien ; München ; Zürich : Europaverlag. ISBN 3-203-50878-8.
  • Wohin führt der Weg?, 1985, Wien ; München ; Zürich : Europaverlag. ISBN 3-203-50909-1.
  • Perspektiven des modernen Sozialismus, 1988, Wien ; Zürich : Europaverl. ISBN 3-203-50960-1.
  • Oekumenischer Humanismus, c1992, Salzburg : Müller. ISBN 3-7013-0828-4.
  • Mein Jahrhundert, 1997, Berlin : Dietz. ISBN 3-320-01928-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Seite weiterempfehlen

Werbung